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Der kunterbunte Adventskalender (6) - Radio Funkwerk Archiv Musik

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Der kunterbunte Adventskalender (6)
Radio Funkwerk

friedel1910

Name des Mitglieds: friedel1910

Produkt:

Radio Funkwerk

Datum: 06.12.11

Bewertung:

Vorteile: von Bürgern für Bürger; man kann auf Themen eingehen, die man wichtig findet

Nachteile: man muss die Technik beherrschen, um dort tätig werden zu können; Technik ist leider nicht meins :-(

In diesem Jahr hatte ich mehrere Ideen für meinen persönlichen dooyoo-Adventskalender. Durch die eingeschränkten Vorschlagsmöglichkeiten kann ich aber weder die eine noch die andere Idee komplett umsetzen. Deshalb habe ich mich zum "Kunterbunten Adventskalender", einem Mix aus meinen verschiedenen Ideen, entschlossen.

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Im imaginären Adventskalender war im sechsten Säckchen eine ganz besondere Überraschung. Es gab wieder einen Gutschein. Und zwar durfte ich heute miterleben, wie bei ...

OOOOOOOOOO RADIO FUNKWERK OOOOOOOOOO

eine Sendung entsteht.

Zuerst - sozusagen als Einstieg ins Thema - ein paar allgemeine...

OOO Zahlen & Daten OOO
(Quelle: Homepage von Radio Funkwerk)

Die Medienlandschaft hat Geschichte und ist heute breit gefächert.

Die erste Radiosendung überhaupt liegt mittlerweile mehr als 100 Jahre zurück. Sie wurde am Weihnachtsabend des Jahres 1906 in den USA ausgestrahlt.

1922 gab es in den USA bereits über 220 Rundfunkstationen und 2,5 Millionen Rundfunkgeräte.

Am 29. Oktober des Jahres 1923 gab es die erste deutsche Radiosendung, eine einstündige Unterhaltungssendung, die aus Berlin ausgestrahlt wurde.

Heute ist das Medienangebot fast schon unüberschaubar geworden. Allein im Bereich Hörfunk gibt es ein breites Angebot und zwar:
- 210 Radioprogramme (davon 50 öffentlich-rechtliche und 160 private Sender)
- Ca. 70 Offenen Kanäle
- Etwa 140 Bürgerfunkprojekte gibt es (TV + Radio); 11 davon in Thüringen

1996 ging der erste offene Kanal in Thüringen auf Sendung (in Gera).

1999 war es dann für RADIO FUNKWERK soweit.

OOO Der offene Kanal OOO
Einer von den etwa 70 offenen Kanälen ist RADIO FUNKWERK, der offene Kanal für Erfurt und Weimar.
RADIO FUNKWERK ist ein "Bürgerradio".
Was das ist? Ein Radio von Bürgern für Bürger.
Sozusagen ein "Mitmach-Radio" oder - wie man es auf der Homepage selbst bezeichnet:
Ein SENDE-SELBER-SENDER

OOO Wer kann mitmachen? OOO
Jeder, der im Sendegebiet wohnt, kann bei FUNKWERK Radio machen.

OOO Der Empfang OOO
Bei mir zuhause, in Erfurt also, kann ich Radio Funkwerk auf 96,2MHz empfangen.
Weitere Frequenzen (sowohl für Weimar direkt als auch für einige wenige andere Städte) können Interessenten im Internet erfahren.
Ebenso findet man dort die genauen Sendezeiten und das Programmschema.

+++ Meine Erfahrungen / Meine Meinung +++

Ich höre wenig Radio. Vorrangig nutze ich den Hörfunk, wenn ich im Auto unterwegs bin, um über die Verkehrslage informiert zu sein.

Zuhause schalte ich das Radio fast gar nicht ein bzw. nur ganz gezielt, wenn ich mir eine Sendung von RADIO FUNKWERK anhören möchte. Meist erledige ich nebenbei Hausarbeit, aber solche, bei der ich mich auf die Radiosendung konzentrieren kann (z.B. bügeln).

RADIO FUNKWERK hat ein breit gefächertes Programm und bietet für alle Altersklassen etwas. Da wäre stellvertretend z.B. der "Fledermausfunk" für die jüngsten Hörer zu nennen und die Sendung "Kaffeeklatsch" für die Senioren.

Wer bei RADIO FUNKWERK Radio machen möchte, der bekommt natürlich eine Einweisung, um zu erfahren, wie man mit der ganzen Technik umgeht. Da ich mit Technik generell auf Kriegsfuß stehe, werde ich nie allein eine Sendung machen können.

Es gibt feste Sendereihen und auch einzelne Sendungen zu einem speziellen Thema - so wie heute zum Nikolaustag, die unter dem Motto "Morgen Kinder wird's was geben" stand.

In dieser Sendung ging es nicht um das übliche Weihnachtsgedudel, sondern mehr um die Menschen, denen es nicht so gut geht. Es wurden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie und wo man spenden kann und das nicht unbedingt ausschließlich zur Weihnachtszeit.

Die Sendung dauerte zwei Stunden und war vielfältig aufgebaut. Es war nicht einfach nur das Platten auflegen und zwischendurch ein bisschen moderieren, sondern es waren Interviews, eine Reportage und Umfragen eingebaut. Das lockert so eine Sendung sehr auf. Ich finde, sie war richtig gut gemacht. Der Moderator hatte sich dabei sehr viel Mühe gegeben und im Vorfeld eine Menge Zeit investiert, um alles vorzubereiten. Es ist doch recht aufwändig, bis man alles "im Kasten" hat.

Für mich war alles sehr kurzweilig. Es war sehr interessant, mal einige Dinge über die Straßenzeitung "Die Brücke" zu erfahren oder auch über das "Restaurant des Herzens". Natürlich ist mir beides schon seit Jahren bekannt. Über das Restaurant kann man alljährlich in der Thüringer Allgemeinen lesen. Und sowohl über die Brücke als auch über das Restaurant kann man sich, so man an solchen sozialen Themen interessiert ist, auch im Internet informieren. Trotzdem haben mir die Interviews mit den jeweiligen Verantwortlichen neue Aspekte aufgezeigt und meinen Blick dafür geschärft.

Es wäre ein Traum, wenn ich die Kenntnisse / Fähigkeiten / Fertigkeiten hätte, dort selbst als Moderatorin tätig sein zu können. Ich glaube, ich würde mich fühlen wie Katja Riemann damals 1995 als Hauptdarstellerin in dem Film "Stadtgespräch". Ihr erinnert Euch an diesen Film? Wie sie - obwohl selbst nicht gut drauf - jeden Morgen mit bester Laune auf Sendung ging? Ich bewundere alle Moderatoren - egal, ob bei Landeswelle oder Antenne Thüringen oder - noch bewundernswerter - im Fernsehen beim Morgenmagazin. Das sind doch auch nur Menschen, die auch die Höhen und Tiefen des Lebens mitmachen und trotzdem jeden Morgen - und das, obwohl sie schon mitten in der Nacht aufstehen müssen - gute Laune im ganzen Land verbreiten. Irgendwie bewundere ich sie...

Fazit: tätig werden, wer das Zeug dazu hat