Nagelprobe 2
Der Herr Eisvogel - Nagelprobe 2 Archiv Literatur & Presse

Neuester Testbericht: ... ein Religiöses Zeichen darstellt. Ich könnte noch ganz, ganz viele Beispiele anführen, aber dann würde das Thema wohl als ?verfehlt? ang... mehr

Der Herr Eisvogel
Nagelprobe 2

halcion

Name des Mitglieds: halcion

Produkt:

Nagelprobe 2

Datum: 03.11.02, geändert am 09.11.02 (71 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: ..., ..., ...

Nachteile: ..., ..., ...

Es gab mal einen kleinen, abgeänderten Eisvogel (von den meisten wurde er nur halcion, sprich helchion, genannt), der spazierte durch die große Welt, auch www genannt. Durch schieren Zufall stieß er auf das überbevölkerte Land namens Webmiles.de.

Dies schien ihm ein wunderbarer Ort zu leben, so beschloss er bis auf weiteres sich dort niederzulassen. Anfangs machte es ihm noch Spaß, die vielen Örtchen, in denen man reich werden konnte, zu durchforschen. Er verdiente in kurzer Zeit sehr viel. Doch er wollte noch mehr. Viel mehr, viel viel mehr, viel viel viel mehr, viel....ach, lassen wir das..

So suchte er nach einem passenden Nebenort, an dem er auch seine Lieblingswährung webmiles verdienen konnte. Schnell wurde er fündig, Dooyoo hieß seine zukünftige Geldquelle...
Er zog in Nullkommanix in das Örtchen, das allerdings schon fast als Stadt zu bezeichnen wäre...
Dort fand er sich auf Anhieb gut zurecht. Er musste nur sachliche und informative Meinungen zum Verkauf anbieten. Komischerweise vergaß er dabei völlig seinen Reichtum. Er war wie besessen davon, Meinungen zu verkaufen, da er dies als sein Lebenswerk betrachtete.

Dann las er von einer Heilanstalt. „Ich bin nicht süchtig... “, das war sein erster (und wahrscheinlich auch PLÖTester) Gedanke. In dieser komischen ?Firma? bezahlte man mit PLÖT-Kühen, man besoff sich mit Urmelpils und musste Igelknie zu sich nehmen. Natürlich merkte er sofort, dass das perfekt für ihn sei, er wollte es sich nur nicht eingestehen.

So lebte er einige Wochen als Schizophren und schrieb weiter seinen trockenen Einheitsbrei. Doch immer wieder stieß er auf die Heilanstalt und seine Insassen. Sie alle schrieben, man werde irgendwann ja sowieso süchtig, man solle sich schon mal darauf vorbereiten.
Als dann auch noch gehässige Briefkraniche (wenn sie Hunger haben, fangen sie an, an dir rumzupicken; das ist wirklich wirklich nervig) von seinen Verwandten kamen, die ihn daran &#




8218;erinnerten’, dass er seit Monaten keinen Briefkanarienvogel geschickt hatte, wurde es ihm klar. Er war im Inbegriff, süchtig zu werden. Schnell erinnerte er sich an die Ratschläge der Insassen.

So bewertete er nahezu alle Berichte, die auch nur im Entferntesten mit der Heilanstalt zu tun hatten und schaute sich regelmäßig auf den Profilen seiner - bald schon – Nachbarn um. Seine Augen flimmerten, die Tastatur rauchte. Alles musste schnell gehen, er wusste ja nicht, wie viel Zeit ihm, vor einem völlig PLÖTem Zusammenbruch blieb.

Wie immer durch Zufall, stieß er auf die Heilanstalt. Ganz am Rande von Dooyoo-Stadt lag sie, fast schon an der Stadtgrenze zu Yahoo. Endlich konnte er sich einliefern lassen, meldeten sich bei ihm doch schon Anzeichen von Dooyoo-Entzug. Mal schnell die „Bewerbung“ geschrieben und per Eil-Pelikan abgeschickt. Nun hieß es warten, aber dadurch bot sich eine gute Gelegenheit sich die langen Krallen schleifen zu lassen....sie waren nämlich schon so lang, dass er damit seine Yucca-Palme aufgespießt hatte.

Doch die Antwort ließ auf sich warten. So beschloss der zittrige, schwache, vom ständigen Dooyoo-Entzug gequälte Eisvogel sich mal wieder mit seiner Umgebung zu beschäftigen. Er trat er zu dem Loch seines Marken-Baumhauses (von Ferdinand Specht gezimmert, wirklich gute Qualität) und schaute hinaus. Huch, woher waren denn auf einmal die vielen neuen Nachbarn gekommen? Kurzerhand beschloss er, sich die Sache mal aus der Nähe anzugucken...

Doch schon nach kurzer Zeit kehrte er zurück, was musste er sehen. Einige Meinungen, die er sich kaufen wollte, um sie zu bewerten waren nur Sekond-Hand!!! Sie waren schon vorher bei der Nachbar-Community Ciao verkauft worden. „Wirklich schlimm“ dachte er sich und flog das kurze Stück zu seinem Baumhaus zurück.

Wie in seiner Wohnung ließ er sich auf das Ifeda-Sofa fallen. Wie ein Schlag ins Gesicht traf ihn
der G
edank
e an
seine
n geliebten Wurmi, seinen Hauswurm. Wo war der eigentlich abgeblieben? Dann warf er einen Blick aus seinem Fenster, war der Wurm eigentlich wichtig? Eigentlich war nur Dooyoo wichtig! Schließlich aber fand er ihn doch, der Wurm faulte in einer Ecke vor sich hin...
Dann war ja alles gut....

Er wusste nicht, wie lange seine Einlieferung noch auf sich warten lassen würde, so wandte er sich seinen Pflanzen zu:
Die Fingeraralie war vertrocknet, die Kakteen verschrumpelt, sein Ficus verlor die Blätter, seine Yucca-Palme war ja aufgespießt worden, seine Dracena faulte vor sich hin, sein Aloe wuchs komischerweise noch und seine Diffenbachia war zum x-ten Mal gestorben.
Schlimme Zustände waren das, in seiner Wohnung.

Während er versuchte seiner einzigen lebenden Pflanze das Meinungsherstellen beizubringen flog ein wirklich langsamer Kranich in sein Wohnzimmer und pickte die sterblichen Überreste seines Wurmies auf. Sofort scheuchte der Eisvogel den ungehobelten Kerl fort, was wollte er denn eigentlich. Sollte er sich doch seinen eigenen verfaulten Hauswurm suchen!

Doch was baumelte an dem Hals des Rüpels? Ein handgeschriebener Brief mit dem Anstaltswappen. Im letzten Moment riss der Eisvogel den Brief vom Hals des ungehobelten Vogels und öffnete ihn begierig: ‚Sehr geehrter Herr Eisvogel, um in die Anstalt eingewiesen zu werden, müssen Sie einen PLÖTen Beitrag geschrieben haben. Außerdem... ’

Aha, einen PLÖTen Beitrag also, wenn es weiter nicht war. So setzte sich der Eisvogel an den PC und schrieb seine ganze www-Lebensgeschichte hernieder, in der Hoffnung, dass sie PLÖT genug sei, um für umsonst in die Anstalt eingewiesen zu werden..

Plötzlich kam ihm wieder seine Kindheit ins Gedächtnis, was für herrliche Zeiten waren das doch damals...
(Geboren wurde der Eisvogel auf einem hohen Baum, von dem er dann auch gleich runtersprang. Lag es daran, dass er so PLÖT wu
rde...? )


D
ann rissen
seine Ged
ankenfetzen und erneut von einer Welle der Dooyoo-Sucht überspült, schrieb er weiter...
Er musste nämlich unbedingt in die Anstalt! UNBEDINGT!

Seine Hände flitzten förmlich über seine geplagte Tastatur, immer mehr schrieb er, viel mehr, viel viel mehr, viel viel viel....so, das reicht! (geschrieben am 31.10.02)

Dann endlich kam er zum Ende seiner Meinung und hofft, in Anbetracht des neuen Dooyoo, dass er auch die passende Kategorie findet.

Da er zu faul ist, eine weitere Meinung zu verfassen, will er schon mit dieser Meinung sein Missfallen des neuen Dooyoos verdeutlichen!


Ich soll Euch noch viele Grüße vom Eisvogel bestellen: Viele Grüße...

Nachwort
Na, habt ihr erraten über wen ich schreibe? (Jegliche Ähnlichkeiten waren voll beabsichtigt...)
(Diese Frage stelle ich im vollem Bewusstsein darüber, dass JEDER weiß, wen ich meine. Ich bin nun mal PLÖT)





Fazit: