
Neuester Testbericht: ... ein bisschen wackelig, was mich aber nicht davon abgehalten hat mit dieser, die nötigen Arbeiten auszuführen. Als ich gerade dabei war den ... mehr
Der Rasenroboter
z.Zt. nicht aufgeführte Gartengeräte

Name des Mitglieds: Ellwood01
Produkt:
z.Zt. nicht aufgeführte Gartengeräte
Datum: 29.06.01, geändert am 29.06.01 (5485 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: fördert die Bequemlichkeit, zum angeben bei Freunden
Nachteile: Auf jeden Fall der Preis
Oder wie wäre es mit : Die Geister die ich rief!
Ein Garten bedeutet nicht nur Erholung sondern im Normalfall auch Arbeit. Einige haben überhaupt aus diesem Grund einen Garten. Um sich einen Ausgleich vom Büroalltag zu gönnen oder mit den Nachbargärten zu konkurrieren. Aber der größte Teil der Deutschen ist darauf bedacht, sich mit dem Garten eine pflegeleichte Ruheoase zu schaffen. Ich höre immer wieder den Aspekt : ,, Aber pflegeleicht muß er sein.“ In unserer Wohlstandsgesellschaft passt ein richtiger Nutzgarten auch nicht mehr ins moderne Bild. Maximal eine Kräuterecke wird aus Modegründen noch angelegt. Diese Ecke muß aber direkt neben der Küche liegen, damit man nicht so weit laufen muß.
Diese immer größer werdende Bequemlichkeit hat sich der Hersteller Husquana zum Nutzen gemacht und einen Rasenmäher auf den Markt gebracht, der diese Bequemlichkeit unterstützt und fördert. Der Hersteller wirbt in diesem Zusammenhang natürlich nicht nur mit der Bequemlichkeit, sondern mit der einzigartigen Umweltfreundlichkeit. Diese möchte ich aber zu einem späteren Zeitpunkt in dieser Meinung mal widerlegen. Husquana spricht davon, das man stets daran arbeitet, Maschinen und Geräte mit Eigenschaften auszustatten, die den Betrieb und die Handhabung erleichtern. Jetzt gehen sie neue Wege und die Benutzerfreundlichkeit tritt in eine neue Dimension ein.
Die Rede ist von dem Rasenmäher SOLAR MOWER. Wie der Name schon aussagt, handelt es sich hierbei um einen Rasenmäher, der über Solarkollektoren angetrieben wird. Aber das ist nicht alles. Es ist nicht nur der Fall, daß keinerlei Kraftstoffe oder Strom gebraucht werden, sondern das gute Stück mäht den Rasen ganz selbstständig. Also ein Rasenboboter !! Nie wieder Rasen mähen und doch ist alles schön gepflegt ! Na ist das nicht eine Perspektive ? An dieser Stelle möchte ich den Werbeslogan für dieses Produkt mal herausstellen :
Damit Sie Immer einen wohl gepflegten Rasen haben, empfehlen wir Ihnen,
die Finger davon zu lassen. ( Dieser Spruch gefällt mir, denn er ist gar nicht so falsch – leider meinen die Werbeleute mit diesem Spruch nicht, daß man die Pflege einem Fachmann überlassen sollte. )
Technische Daten
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Länge des Gerätes : 1,1 m
Breite des Gerätes : 66 cm
Höhe des Gerätes 28 cm
Er besitzt ein Messerteller mit 3 Leitmessern
Die Höhenverstellung der Schnitthöhe ist stufenlos von 30 – 95 mm einzustellen.
Das Gewicht beträgt 7,5 kg
Die Räder sind mit rostfreien Kugellagern ausgerüstet
Der Antrieb erfolgt über 2 Radmotoren mit integriertem Getriebe
Der eingebaute Mikroprozessor verarbeitet den Ladezustand der Batterie, die Halmlänge, die Signale der Schleife und die Informationen von den Stoßdetektoren.
Leistung : der Mäher schafft ca 1200 qm
Unter dem hinteren Teil des Solardeckels befindet sich ein Tragegriff. Dadurch lässt sich das gesamte Gerät zusammen klappen und mühelos tragen.
Das Gehäuse besteht aus einem Spezialkunststoff, der sonst in der Luftfahrt verwendet wird.
Die Vorbereitung
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Einfach kaufen, hinstellen und mähen lassen, ist es dann doch nicht. Der Arbeitsbereich muß durch eine Schwachstromschleife abgegrenzt werden, die am äußeren Rand des Rasens verläuft. Diese Schleife wird natürlich durch das Verlegen eines entsprechenden Kabels erstellt. Auch Beete im Rasen müssen mit einem solchen Kabel umrandet werden. Der Solar-Mover wird vorprogrammiert geliefert. Bei den Unterlagen findet man einen Code, den man in das Gerät eingeben muß. Hierfür ist eine Tastatur am Gerät angebracht. Mit dem Code kann man den Alarm, Befehle und den Start an und aus schalten.
In der Praxis
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Nachdem der Start-Code eingegeben wurde wird das Solardeck aufgeklappt. Als erstes prüft der Mäher den Ladezustand der Batterien. Wenn er dies für nötig hält, wird er das umgehend machen. Anschließend ist das Gerät betriebsbe
reit.
Das Solardeck liefert den Strom direkt in die Motoren oder an die recyclingfähige Batterie, je nach Lichtverhältnissen. Der Computer entscheidet welche Energiequelle zum Einsatz kommt. Ein Sensor registriert die oben erwähnte Schleife und sorgt dafür, daß der Mäher automatisch wendet. Eingebaute Stoßdetektoren reagieren entsprechend bei harten Hindernissen wie Bäume, Steine und Gartenmöbel. Dank der großen Räder kommt der Solar Mover auch in unebenen Gelände gut voran. Er arbeitet nach einen Zufallsprinzip und kreuzt die ganze Zeit durch den Garten. Er startet automatisch bei Sonnenaufgang und ruht erst wieder bei Sonnenuntergang. Dazu kommt ein dezentes Piep-Signal. Damit meldet er seine Aktivität. ( Früher hat man Ziegen auch immer ein kleines Glöckchen umgehängt ) Aber keine Angst, diese Funktion kann man auch abschalten. Dann muß man sich auf die Anzeige der Leuchtdioden verlassen.
Auch im Schatten arbeitet er. Zwar nicht so lange,. Aber da sich der Schatten parallel zum Sonnenstand verändert, werden auch diese Stellen ausreichend gemäht. Bei längerer Aufbewahrung sollte der Hauptschalter ausgeschaltet sein. Wer um seinen elektronischen Gärtner Angst hat, kann den Diebstahlschutz aktivieren. Über ein Signalsystem alarmiert der Solar Mover, wenn sich ein Unbefugter an ihm zu schaffen macht ( Zuviel möchte ich hier nicht verraten, denn ich will keine Anleitung zum Diebstahl geben )
Pflege des Gerätes
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Die Messer sind bei feuchtem Gras selbstreinigend. Bei sehr trockenem Gras muß man schon mal nachsehen. Die Solarfläche muß man schon sauber halten. Aber einmal wöchentlich mit einem feuchten Lappen abputzen reicht vollkommen. Die Betriebsanleitung enthält ausführliche Angaben zur Pflege.
Der Preis
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Den finde ich so wichtig, das ich ihn nicht nur unten eintragen möchte. Diese Summe muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Das gute Stück kostet 4999 DM. Ein weiteres Modell ( Auto-Move
r ) ist ohne den Solar-Spiegel zu haben. Es ist das Gleiche System, nur mit einem Akku ausgerüstet. Hier kehrt das Gerät frühzeitig zu seiner Ladestation zurück. Und es kostet NUR 3699 ,-DM
Mein Fazit
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Ich halte es für eine nette Idee und eine schöne Spielerei. Der hohe Preis schreckt mich allerdings ab. Bei Großhändlern, wo wir unsere herkömmlichen Mäher kaufen, gibt es zwar keine Beschwerden oder Rückläufer. Aber bisher habe ich dieses Gerät nur auf Messen beobachten können. Natürlich gab es da auf einer ebenen, harten Fläche keine Schwierigkeiten.
Ich werde diesen Roboter sicherlich keinen Kunden empfehlen. Und das nicht, weil ich um meine Aufträge fürchte. Rasenpflege bedeutet nicht nur mähen. Wenn schon ein Garten da ist, reicht es in den meisten Fällen einen Rasen alle 2 – 3 Wochen mal zu schneiden. Das ist doch wirklich keine große Überwindung. Oder ?
Den Umweltaspekt sehe ich nach dem Gebrauch schnell umgekehrt. Was ist mit der Batterie und den Solarzellen ? Dem Kunststoff ?
Nach meiner Meinung ist das wieder mal ein Schritt in die Zukunft. Aber es ist halt erst der erste Schritt. Dieser ist durch die Entwicklungskosten sehr teuer und das ganze System ist sicherlich noch nicht ausgereift. Ich bin der Meinung das man seinen Rasen so schneiden sollte, wie man es bisher getan hat. Da reicht im Privatgarten durchaus ein guter Rasenmäher aus dem Baumarkt ( für 200 DM ). Wenn der Rasen zu Hoch geworden ist oder die Fläche zu groß müßt Ihr Euch halt an meine Berufskollegen vor Ort wenden. Ihr werdet Euch wundern, daß so ein Pflegevertrag für einen Rasen gar nicht so teuer ist.
Fazit:
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