Zahnspangen
Haben Vögel Zähne? - Zahnspangen Archiv Gesundheit

Neuester Testbericht: ... man wie die Zähne sich leicht verschoben. Nach diesen 4 Tagen hatte ich es endlich überstanden!;))) Ich war die Einzigste die schon um ... mehr

Haben Vögel Zähne?
Zahnspangen

halcion

Name des Mitglieds: halcion

Produkt:

Zahnspangen

Datum: 20.11.02, geändert am 20.11.02 (2397 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: das könnt ihr auch im Text lesen!

Nachteile: auch das steht im Bericht

Ja, Vögel haben Zähne. Sogar genauso viele wie ihr Menschen. Schließlich bin ich ein Eisvogel und ich habe Zähne. Nur leider sind diese schief. Doch da lässt sich Abhilfe schaffen: Eine Zahnspange.

Zahnspangen. Sind sie wirklich notwendig? Ja, in vielen Fällen sind sie notwendig. Schließlich will ich auch mal Eisvogeldamen anlächeln und das lässt sich ohne einen zu kleinen Unterkiefer und Kreuzbiss nun mal besser bewerkstelligen. Leider können Zahnspangen auch ziemlich nerven.

„Warum?“ werden sich jetzt die Nicht-Zahnspangen-Träger jetzt verwundert fragen. Warum also?

Die Behandlung begann bei mir damit, dass wir zuerst die falsche Kieferorthopädin aufsuchten. Sie erzählte uns etwas von Polypen und nicht-notwendigen, vermutlich sogar illegalen Operationen. Das musste aber auch wirklich nicht sein. Und wir hatten uns schon über das leere Wartezimmer gewundert...;-)

Schließlich wurden wir doch fündig. Ein vernünftiger Kollege, der leicht geistig zurückgeblieben Kiffer-... ähhh, ich meine natürlich Kieferorthopädin. Aber was machte er dann in meinem Mund?

Nun, nicht allzu viel. Er schliff mir die Hälfte meiner Zähne ab und ließ mir auch einige ziehen L
Alles in allem noch recht erträglich?!
Dann bekam ich meine – sogenannte – lose Zahnspange. Die ist in etwa mit einem Kunstgebiss zu vergleichen, sie besteht aus zwei einzelnen Teilen für oben und unten. In erster Linie diente sie dazu meinen Kiefer zu weiten, jedoch war schon nach zwei Wochen des fleißigen Tragens zu sehen, dass die Lücken beträchtlich kleiner wurden.
Insgesamt musste ich das ‚Gebiss’ ca. 1 Jahr tragen, tat ich aber nicht. Irgendwann hat man einfach keine Lust mehr, das Ding täglich 14 Stunden zu tragen, schließlich hörte man beim Kieferorthopäden doch immer das Gleiche: Man habe die Zahnspange sehr fleißig getragen. Im letzten Viertel des Behandlungsjahres trug ich meine Klammer dann überhaupt nicht mehr. Denn
och bekam ich bei einem meiner Behandlungstermine zu hören, ich sei jetzt reif für eine ‚Feste’.

Ja, eine feste Zahnspange, das, wovor mir schon seit langer Zeit graute! Doch es stellte sich als nur halb so schlimm heraus...

Zuerst wurden ‚Bänder’ um meine Backenzähne gelegt, schmale Metallstreifen, die festgeklebt wurden. Dann kamen die Brackets, kleine Metalldingsis, die auf meine Zähne zementiert wurden. Sie dienten dazu, die Drähte zu halten, die als nächstes angebracht wurden. Und das war’s schon.

„Und warum jammert der trotzdem so rum?“ werden sich jetzt einige meiner Leserschaft fragen. Die Antwort ist ganz einfach!

Durch die Drähte wurden meine Zähne bewegt, das tat ganz schrecklich weh. Man konnte nicht mal die weichste Mandarine essen, jede Berührung der Zähne war wie ein Schlag ins Gesicht. Zum Glück legte sich das schon nach ein paar Tagen wieder. Obwohl man die ‚Feste’ nicht rausnehmen konnte, gewöhnte man sich sehr schnell daran. Schon nach wenigen Wochen, fiel einem gar nicht mehr auf, dass man ein Metallgerüst im Mund hatte.

„Ist doch gar nicht so schlimm“, aber da liegt Ihr vollkommen falsch.

Alle sechs Wochen hatte man einen Kontrolltermin. Da wurden dann die Drähte strammer gezogen und die gleiche Prozedur wie schon am Anfang, begann immer auf’s Neue.
Früher oder später musste ich dann auch noch einen Gesichtsbogen tragen.

„Was ist das?“, wieder eine leicht zu beantwortende Frage.
Es ist ein Bügel, der hinten in die Spange gehagt und mit einem Riemen um den Kopf befestigt wird. Ziemlich unangenehme Sache, das Ganze. Da man sich tagsüber mit dem Ding nirgendwo blicken lassen konnte, musste ich es nachts tragen. Leider traten auch hier wieder Probleme auf: Ich litt unter Schlafstörungen und trug den Bogen deshalb nicht.
Aber auch hier wieder blieben die Orthopäden ahnungslos. In ihren Augen h
atte ich meinen Bogen so fleißig getragen, dass er schon nach ca. 2 Monaten wieder rauskonnte.
Die Spange trug ich dann ca. zwei Jahre. Ganze zwei lange, qualvolle, zermürbende, von der Klammer bestimmte Jahre!
Hin und wieder wurden die Drähte gewechselt, Brackets abgebrochen und wieder angeklebt (natürlich nur aus Versehen...), Drähte verbogen, kaputtgebissen und und und.

Dann kam der Satz, auf den ich so lange hatte warten müssen: „Beim nächsten Mal, wenn du kommst, machen wir den Termin, wann die Zahnspange rausgenommen wird.“ (Natürlich war das grammatikalisch nicht ganz korrekt, aber wer beherrscht die deutsche Sprache schon fehlerfrei ;-) )
Ja, ja ja. Endlich – doch beim nächsten Mal hörte ich den gleichen Satz schon wieder und beim übernächsten Mal AUCH! So zog sich das Ganze über einige weitere Termine, bis es dann wirklich soweit war.

Die Zahnspange herauszunehmen, das ist leicht. Schließlich hatten die – ugs. bezeichneten - Kieferknacker schon Übung darin, mir alles abzubrechen. Dann noch schnell die Zähne sauberschleifen...und ich war frei.
Jedoch nur für einige Stunden, denn dann bekam ich eine Art Boxerschutz, der meine Zähne zusammenhalten sollte, bis die nächste lose Spange fertiggestellt war. Dieser Boxerschutz war wirklich widerlich. Er schmeckte sehr seltsam, quietschte beim Sprechen und musste 24 Stunden am Tag getragen werden!
Am nächsten Tag dann bekam ich meine lose Zahnspange, die ich im Moment, also während des Schreibens, sogar trage. Diese muss ich ein weiteres Jahr tragen, dann ist die Behandlung VOLLSTÄNDIG abgeschlossen. Also noch genau 12 Monate, oder 364 Tage, oder 8.736 Stunden, oder 524.160 Minuten, oder 31.449.600 Sekunden. Aber nein, ich muss die Zahnspange ja nur 14 Stunden am Tag tragen, also nur 5096 Stunden, oder 305.760 Minuten, oder 18.345.600 Sekunden. Das ist dann ja gar nicht soooo viel...L

„Aber wie ist das mit der Bezahlung?“

D
ie Bezahlung ist ganz einfach. Die Krankenkasse übernimmt die fast gesamten Kosten nur, wenn die Behandlung erfolgreich war. D.h. man muss anfangs selbst alles vorstrecken und bekommt 90% nach Abschluss zurück. Außerdem fallen monatlich auch noch Behandlungskosten von 15 €uro an.

So, ich hoffe ihr habt auch tüchtig mitgelitten und wisst jetzt, dass Ihr ganz bestimmt keine Zahnspange wollt. Aber dennoch heißt es: ‚Wer schön sein will muss leiden’ und das trifft hier ganz bestimmt zu. Trotzdem habe ich mich, wenn ich abends mal der Schmerzen wegen, nicht einschlafen konnte gefragt, ob sich das alles wirklich lohnt. Schließlich kann ich schon morgen bei einem Autounfall sterben, und wenn mein Leben unfallfrei bleibt, sterbe ich früher oder später sowieso. Da helfen auch keine geraden Zähne...

(Natürlich sind die letzten Sätze nur als Scherz gedacht, ich bin keinesfalls depressiv!)

Das Fazit:
Tja, auch wenn Zahnspangen in einigen oder fast allen Fällen unangenehm sind, sind es die geraden Zähne schon wert. Vor allem, da man selber kaum Kosten davonträgt! Und man gewöhnt sich ganz einfach daran. Also, ich würde vorm Zähne-Ziehen doch zu einer Klammer raten. Von mir gibt es vier Sterne.
Den ersten Stern ziehe ich für die langwierige Behandlung ab,
den zweiten für die schmerzhaften Umstände,
den dritten für die Beschädigungen und die Probleme mit dem Zähneputzen.
Einen Stern vergebe ich für den Erfolg der Behandlung,
und noch einen für die geringen Kosten.
Also insgesamt 4 Sterne


© halcion, 16.11.02

Fazit:

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