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Verhütungsmittel
Verhütungsmethoden

Name des Mitglieds: manforgames
Produkt:
Verhütungsmethoden
Datum: 17.07.02, geändert am 17.07.02 (1167 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: -
Nachteile: -
Hier eine Auflistung aller mir bekannten Verhütungsmitteln:
Bedingt sicher:
Das Kondom
Das Kondom ist heute, nach der Pille, das am zweithäufigsten verwendete Verhütungsmittel - vergleichsweise preiswert und überall verfügbar. Leider kommt es durch falsche Anwendung und Materialfehler immer wieder zu Schwangerschaften und auch zu AIDS -Infektionen.
Frauen sollten sich unbedingt mit der richtigen Handhabung des Kondoms vertraut machen. Als mögliche Nebenwirkung sind allergische Reaktionen gegen das Material (in der Regel Latex) oder die Beschichtung des Kondoms bekannt. Viele Paare benutzen zusätzlich zum Kondom chemische Verhütungsmittel wie zum Beispiel Scheidenzäpfchen oder -gels. Einige dieser Präparate enthalten jedoch Substanzen, die das Material des Kondoms angreifen können - es reißt dann leichter.
Verhütung ohne Hormone und dann noch sicher:
Die Spirale
Es gibt verschiedene Typen auf dem Markt, die meisten enthalten einen Kupferanteil. Das Kupfer wird nach und nach in winzigen Konzentrationen abgegeben. Es gibt aber auch Spiralen, die geringe Mengen Gestagene abgeben.
Die Spirale verändert den Muttermundschleim, so daß wenig Samenzellen in die Gebärmutter eindringen können. Zusätzlich beeinflußt das Verhütungsmittel den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Falls doch einmal eine Eizelle befruchtet wird, kann sie sich nicht einnisten.
Die Spirale wird von der Frauenärztin oder dem -arzt während der Menstruation in die Gebärmutter eingesetzt. Da dieses unangenehm, vereinzelt auch schmerzhaft sein kann, wird das Einsetzen mitunter auch in Narkose durchgeführt. Von der Spirale selbst spürt die Frau aber nichts. Zweimal jährlich sollte kontrolliert werden, ob die Spirale noch richtig liegt. Nach zwei bis fünf Jahren (je nach Spiralen-Typ) muß sie entfernt, und falls die Frau weiter auf diese Art verhüten möchte, durch eine neue ersetzt werden.
Mögliche Nebenwirkungen d
er Spirale sind schmerzhafte und stärkere Regelblutungen sowie - in seltenen Fällen - Unterleibsentzündungen, die unter Umständen sogar zur Unfruchtbarkeit führen können. Sehr junge Frauen, die noch keine Kinder haben, sollten die Spirale deshalb nicht verwenden.
Für Körperbewußte:
Diaphragma und Portiokappe
Das Diaphragma bildet in der Scheide eine Art künstliche Wand, die Portiokappe wird als "Verschluß" auf den Muttermund gestülpt. Beide Verhütungsmittel müssen individuell angepaßt werden. Sie gelten als sehr sicher - das allerdings nur, wenn zusätzlich eine Verhütungscreme benutzt wird.
Manche Frauen empfinden die Beschäftigung mit dem Verhütungsmittel in Anwesenheit des Partners als störend, andere erleben gerade dadurch ihre Sexualität bewußter. Mögliche Nebenwirkungen sind bei beiden Verhütungsmitteln allergische Reaktionen auf das Material (Latex) und Reizungen der Schleimhäute.
Notbremse:
Die Pille danach
Frauen, die während ihrer fruchtbaren Tage mit einem Mann geschlafen haben, ohne zu verhüten, können mit der Pille danach eine ungewollte Schwangerschaft noch verhindern. Durch eine kurzzeitige Hormonbehandlung wird innerhalb einer Woche eine Blutung ausgelöst.
Das Präparat kann aber nur wirken, wenn die ersten beiden der insgesamt vier Tabletten innerhalb von 48 Stunden nach dem ungeschützten Sex eingenommen werden. Frauen in einer solchen Notsituation können sich an ihre Frauenärztin, die Ambulanz einer Frauenklinik oder eine Pro-Familia-Beratungsstelle wenden (das Präparat ist rezeptpflichtig!).
Für den regelmäßigen Gebrauch ist die Pille danach nicht geeignet. Innerhalb von fünf Tagen nach ungeschütztem Sex kann eine Schwangerschaft auch durch Einlegen einer Spirale verhindert werden.
Gefühl gefragt:
Die natürliche Familienplanung
Diese Art der Verhütung ist konkurrenzlos billig: Sie brauchen dafür nur ein Fieberthermo
meter, Vordrucke für Temperaturkurven (gibt es in Frauenarztpraxen und Apotheken sowie bei Familienplanungszentren und bei der Pro Familia) - und die Bereitschaft, den eigenen Körper zu beobachten.
Neben der morgens gemessenen Temperatur können Sie zusätzlich das Aussehen und die Struktur des Gebärmutterschleims beobachten ("symptothermale Methode"). Einweisung in die natürliche Familienplanung geben zum Beispiel Familienplanungszentren und die Beratungsstellen der Pro Familia. In der Regel dauert es etwa drei Monate, bis die Frau mit der Methode vertraut ist - so lange sollte das Paar zusätzlich andere Mittel anwenden.
Für die natürliche Familienplanung gilt aber wie für alle "sanften" Methoden: Voraussetzung ist, daß beide Partner sich darauf einstellen und auch konsequent an den fruchtbaren Tagen auf ungeschützten Sex verzichten.
Sperma-Killer:
Die Scheidenzäpfchen & Co.
Es gibt eine Menge verschiedener Scheidenzäpfchen, Gels, Schäume und Schwämmchen. Diese Verhütungsmittel kommen für Frauen in Frage, die nur gelegentlich Schutz brauchen.
Die Chemikalien in den Präparaten wirken auf unterschiedliche Art: Sie können Spermien abtöten oder bewegungsunfähig machen und zusätzlich eine Barriere gegen die Spermien bilden.
Die Mittel gelten, wenn sie allein angewendet werden, als wenig sicher, deshalb werden sie meistens in Verbindung mit Kondomen benutzt.
Die Sterilisation
Medizinisch gesehen ist die Sterilisation des Mannes viel einfacher als die der Frau, in der Regel genügt ein kleiner Eingriff bei örtlicher Betäubung.
Die Sterilisation der Frau (Verschließen und/oder Durchtrennen der Eileiter) wird unter Vollnarkose ausgeführt. In den meisten Fällen Laparaskopisch, das heißt über eine Bauchspiegelung. Die Patientinnen können normalerweise schon am gleichen Tag wieder nach Hause gehen. Die Kosten für eine Sterilisation werden von den gesetz
lichen Krankenkassen übernommen.
Paare, die an eine Sterilisation denken, sollten sich die Entscheidung in Ruhe überlegen.
Konflikte nach einer Sterilisation gibt es selten, in der Regel nur dann wenn :
- die Entscheidung aus rein medizinischen Gründen getroffen wird,
- eine Frau sich unmittelbar nach einer Entbindung, Abtreibung oder Fehlgeburt sterilisieren läßt,
- die Sterilisation während einer Krise in der Partnerschaft erfolgt.
Eine Sterilisation läßt sich in seltenen Fällen operativ wieder rückgängig machen. Die Chancen, schwanger zu werden oder ein Kind zu zeugen, sind dann aber sehr gering.
Die Rekonstruktion der Samenleiter des Mannes ist von größeren Erfolgsquoten begleitet.
Technische Hilfsmittel:
Computer
Was hat Liebe mit Mathematik zu tun? Ganz viel.
Jedenfalls in den Chips der kleinen Computer für die Familienplanung. Die gibt es in fast jeder Apotheke zu kaufen. Zwar sind sie alle nicht billig. Aber Spirale oder Pille haben auch ihren Preis. Kein Wunder also, daß die elektronischen Verhüterli immer beliebter werden: sie sind unkompliziert, zuverlässig und ohne Nebenwirkungen..
Verhütung per Computer
Das Ding erinnert an einen Gameboy. Klein und handlich. Doch Spiele hat es nicht gespeichert. Frauen können damit ihre fruchtbaren Tage feststellen, wenn sie verhüten oder - im Gegenteil -schwanger werden wollen. "Persona" heißt der neue Baby-Computer, den die englische Firma Unipath jetzt auch bei uns auf den Markt gebracht hat. Im Gegensatz zu den meisten herkömmlichen Geräten, die sich überwiegend auf Temperaturwerte stützen, arbeitet er nach einem ganz neuen Prinzip: Datum des ersten Zyklus-Tages eingeben, dann weis das Computer-Programm, ab wann rein rechnerisch die fruchtbare Phase beginnt. An diesen Tagen zeigt das Gerät ein Symbol. Es sagt: Heute bitte einen Urintest machen. Teststreifen werden in der Packung gleich mitgeli
efert. Dieser Schnell-Test bestimmt die Werte von zwei Hormonen, die bei intaktem Zyklus kurz vor dem Eisprung in besonders hohen Konzentrationen ausgeschieden werden.
Im ersten Zyklus muß der Test an 16 Tagen gemacht werden, danach nur noch an acht. "Persona" kann Zyklen zwischen 23 und 35 Tagen Länge auswerten. Der Computer ist also für die meisten Frauen geeignet. Er kostet 150 Mark, hinzu kommen 25 Mark für jede Achterpackung Teststreifen.
Vorsicht: Für Frauen, die Hormonpräparate nehmen oder allmählich in die Wechseljahre kommen, ist der Verhütungs-Computer nicht geeignet. Auch bestimmte Antibiotika, die den Hormonhaushalt beeinflussen, können die Meßwerte vorübergehend verfälschen (z.B. Tetrazykline).
Verhütungs-Computer.
Jeden Monat wird's genauer!
Andere Firmen haben in den letzten Jahren ebenfalls Baby-Computer auf den deutschen Markt gebracht und ständig weiterentwickelt. Manche lassen sich aufrüsten wie ein PC. Zum Beispiel der "Ladycomp", zur Zeit in der dritten verbesserten Version erhältlich. Er arbeitet nach dem Prinzip der natürlichen Familienplanung, also mit Temperaturwerten. Der Unterschied zum herkömmlichen Messen und Kurvenschreiben: Es geht schneller, ist einfacher und zuverlässiger. An den Computer ist ein Thermometer direkt angeschlossen, so kann die gemessene Temperatur sofort gespeichert und ausgewertet werden. Wenn das Thermometer während der 30 Sekunden Meßzeit verrutscht, ertönt ein Warnsignal. Nach Möglichkeit soll immer zur selben Tageszeit gemessen werden. Deshalb hat der Computer eine Weckautomatik..
Je mehr Zyklen der Computer gespeichert hat, desto genauer wird er. Der "LadyComp" läßt sich mit einem Zusatz-Programm zum "BabyComp" aufrüsten - und ist dann für die Planung einer Schwangerschaft geeignet. Er nennt den günstigsten Termin für die Zeugung des Wunschkindes. Billig ist das nicht. Der "LadyComp" kostet 983 Mar
k, Aufrüstung 389 Mark, "BabyComp" 1430 Mark. Keine Folgekosten, Netz- und Batteriebetrieb möglich.
Thermometer, Rechner und Tester in einem ist der "Cyclotest 2 Plus". Hiermit wird morgens etwa eine Minute lang die Temperatur gemessen. Kurz vor dem Eisprung signalisiert das Gerät: Jetzt kann ein Urintest gemacht werden, um die Konzentration des Eisprung-Hormons LH zu messen. So lassen sich die fruchtbaren Tage noch genauer eingrenzen,- gut für alle, die sich ein Baby wünschen.(intakter Cyklus vorrausgesetzt.)
Ist der Eisprung vorbei, kann man bis zum Beginn der nächsten Menstruation mit dem Temperaturmessen aufhören. Der "Cyclotest 2 Plus" mit fünf LH-Teststäbchen kostet 287 Mark. Jede weitere Fünferpackung Stäbchen DM 64,50. Nach etwa fünf Jahren müssen die Batterien ausgewechselt werden
Deutlich preiswerter ist "Bioself", ein digitales Thermometer mit Mikroprozessor. Dafür ist es aber auch nicht so intelligent wie die beiden anderen Geräte. Im ersten Anwendungs-Monat geht es nämlich von einem 28-Tage-Zyklus aus (den viele Frauen gar nicht haben). Danach wird es aber immer besser. Manchmal kann es vorkommen, daß das rote Lämpchen für "Achtung - fruchtbar" ein paar Tage zu lange erscheint...
"Bioself" kostet 195 Mark. Nach etwa fünf Jahren sind die Batterien leer, und beim Thermometer ist die Meßgenauigkeit nicht mehr garantiert. Der Hersteller bietet keine Ersatz-Batterien an, man braucht dann also ein neues Gerät.
Fazit:
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