Veganische Ernährung
Vegan leben ? Argumente DAGEGEN  - Veganische Ernährung Archiv Gesundheit

Neuester Testbericht: ... und gerschlachtet werden. Aber die Veganer gehen meiner Meinung nach einen Schritt zu weit. Sicher, die Kuhmilch ist für Kälber geda... mehr

Vegan leben ? Argumente DAGEGEN
Veganische Ernährung

pankratius

Name des Mitglieds: pankratius

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Veganische Ernährung

Datum: 27.11.01, geändert am 21.03.05 (6307 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Bewuste Ernaehrung, weniger moralische Bedenken

Nachteile: Einseitig, nicht unbedingt gesuender als andere Ernaehrungsformen, U.u. sogar ungesund.

Ich liebe mein Steak, deshalb habe ich mich erst mit dem Thema beschaeftigt, als eine Bekannte Veganerin wurde.
Noch mal ganz kurz: Vegan bedeutet keinerlei tierischen Produkte zu konsumieren.
Also, gut, meine Bekannte meint Tiere zu essen sei Mord. Ethisch ist es unvertretbar und Tiere in Gefangenschaft zu halten, nur um sie spaeter zu schlachten sei gegen die "Wuerde des Tieres". Nun gut soweit ja ein edler Grundsatz. Mit der Aussage, dass die heutigen Produktionsmethoden fuer Fleisch alles andere als ethisch vertretbar sind, damit kann ich mich noch identifizieren. Allerdings daraus den Schluss zu ziehen veganer zu werden halte ich nicht fuer den einzig moeglichen, und vor allem nicht fuer den richtigen.

Der Koerper verzeit sehr schlecht mono-Diaeten. Da ist Junk-Food in der selben Kategorie wie vegan essen. Meine Bekannte zum Beispiel ging ingendwann zum Arzt und der sagte ihr, ihre Cholesterinwerte seine ZU NIEDRIG ! Einer ihrer Freunde waehre mehrmals fast auf der Arbeit (die koerperlich sehr anstraengend ist) zusammengebrochen. Das hat sich gebessert, als er zuerst auf Lacto-Vegetarier (also auch Eier und Milch essen) umgestellt hatte. Spaeter hat er deshalb wieder eine "normale" Kost aufgenommen.

Ich spekuliere nicht gerne ueber Dinge, ueber die ich nicht gut bescheid weiss, deshalb ziehe ich mich fuer eine Begruendung auf mein Spezialgiet zurueck. Das sind mehrfach ungesaettigte Fettsaeuren,...
Also das vegane Ernaehrung Probleme machen kann, sieht man daran, das der menschliche Koerper hoehrere ungesaettigte Fettsauren entweder gar nicht oder nur unzureichend produzieren kann. Zum Beispiel wird die Fettsaeure EPA (Eicosapentanoic acid; 20 Kohlenstoffatome 5 Doppelbindungen -> C20:5 ) im Koerper an vielen Stellen gebraucht. Sie ist wichtiger Besatndteil von Membranen im Koerper und Vorstufe zu den sog. Eicosanoiden. Eicosanoide sind sehr potente hormonaehnliche Stoffe, die viele Prozesse im Koerper regeln. U
.a. auch Entzuendungen beeinflussen. Der Koerper hat bei der Bildung von EPA aus einer anderen Fettsaeure (C18:3) gerade mal eine Effizienz von 10%. Sonst sieht es mit der Herstellung im Koerper noch schlechter aus,... Nun ist EPA aber leider in der normalen veganen Kost einfach nicht enthalten (ausser irgendwer ernaehrt sich von Algen). EPA ist viel in Kaltwasserfischen (z.B. Seelachs, Lachs, Thunfisch) enthalten, die wiederum holen sich das Zeug aus Algen, die so ziemlich die wichtigsten Produzenten sind. Deshalb gibt es unter Veganern oftmas den Rat viel Leinsamenoel zu sich zu nehmen, da dort viel C18:3 drinn ist, was wie gesagt in EPA umgewandelt werden kann. Nun ist aber die normale Person die auch Fisch isst schon voellig mit EPA unterversorgt. Fuer die Ernahrung ist ein Richtwert von 1,25 g EPA taeglich angesetzt, was mindestens 2x pro Woche Fisch bedeutet. Wo bitteschoen soll dann bitte bei Veganern das Zeug herkommen ?
Weiter wird es kritisch, wenn Veganer Muetter werden. DHA eine weitere noch laengere Fettsaeure (C22:6). Von DHA ist nachgewiesen, das sie die Entwicklung des Gehirns in Neugeborenen beeinflusst. Deshalb hat es schon vor laengerem die Empfehlung gegeben Babymilch mit DHA anzureichern, weil es in Kuhmilch nicht vorhanden ist. Auch Veganer Muetter haben betraechlich weniger DHA in der Muttermilch als "normal" essende Muetter. Das wiederum wird einen Einfluss auf die Kinder haben.

Das sind nur zwei Beispiele, die ich auch belegen kann. Ich kann mir aber noch viele weitere vorstellen.
Nun aber zurueck zu der moralischen Seite. Mich wuerde mal interessieren, wie viele Veganer ein Problem damit haetten einen Fisch, den sie selber gefangen haben auch zu essen. Ich jedenfalls habe schon oefter einen Selbstgefangenen gegrillt. Fischfang ist nunmal seit jeher eine Nahrungsquelle fuer den Menschen. Weiterhin, wenn es meine Umstaende erlauben wuerden, wuerde ich glatt hingehen und mir einen Bueffel jagen. Statt dessen aber ge
he ich in einen Laden und kaufe mir das Fleich. So, und hier kommt nun der Knackpunkt. Im Laden heisst es aufpassen ! Da heisst es bewust einkaufen und das zu kaufen, wo man mit wenigstens einiger Sicherheit annehmen kann, das es mit "anstaendigen" Methoden hergestellt wurde. Am besten war es, als ich ne Zeit lang jede Woche ueber's Land gefahren bin. Da habe ich der Baeurin dann gesagt, naechste Woche will ich zwei Huehner und 20 Eier. Und ich wusste wo die Eier herkomen und konnte sogar sehen, das die Huehner auch wirklich auf der Erde rumliefen und Koerner gepickt haben. DAS ist sinnvolles aussuchen. Weiterhin ist es meines Erachtens nach besser bei seinem Fleischer einzukaufen und etwas mehr fuer sein Fleich auszugeben, als ganz auf sein Fleisch zu verzichten. Mein Fleischer zumindest weiss noch wo sein Fleisch herkommt. Wenn es teurer ist, ja nun, dann kommt halt nicht jeden Tag Fleisch auf den Tisch. Ist ja auch sowieso gesuender.
Auf der anderen Hand einfach mit dem Argument "ich bin Veganer" die moralische Schuld von sich zu weisen geht auch nicht !
Monokulturen sind auch in der Landwirtschaft nicht ohne Probleme. Herbizide und Pestizide mussten entwickelt werden, als Monokulturen geschuetzt werden sollten. Wenn irgendwo nur Kohl angebaut wird, dann ist das halt ein Paradies fuer Raupen und andere Insekten, die den Kohl numal fressen. Die vermehren sich dann explosionsartig und sind nur schwer, oder halt mir Chemie, in den Griff zu bekommen. Weierhin sind Ueberduengung und Auslaugung den Bodens zwei Begleiterscheinungen von exzessiver Landwirtschaft.

Also. moralische Bedenken gegen "Tiermord" hin und her, es gibt Moeglichkeiten sich moralisch "wenig bedenklich" zu ernaehren. Essen muessen wir alle, basta. Auch veganische Ernaehrung ist kein Freibrief fuer oekologisch und ethisch einwandfreies Essen. Aus dem Grunde kann ich es einfach nicht als den logischen Weg ansehen, den viele Veganer vorgeben.

Die Nachteile die eine Mono-Diaet mit sich bringt habe ich an zwei Bespielen gezeigt. In sofern gibt es fuer mich eigentlich keinen guten Grund warum ein mitteleuropaeischer Mensch auf veganische Ernaehrung umstellen sollte.
Es ist wichtig zu wissen, was man ist. Es ist wichtig sich bewust zu ernaehren. Es ist gut gegen Massentierhaltung und unwuerdige Schlachtemethoden seine "Verbrauchermacht" einzusetzen. Veganische Ernaehrung ist dabei eine Moeglichkeit die ich aber absolut und ganz bestimmt nicht als die Beste ansehe.

Fazit:

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