
Neuester Testbericht: ... und sterben auch heute noch viele Menschen an dieser Krankheit. Im Jahr 2006 starben weltweit ca. 290.000 Menschen an Tetanus, davon 25... mehr
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Tetanus - Impfung

Name des Mitglieds: friedel1910
Produkt:
Tetanus - Impfung
Datum: 22.07.10
Bewertung:
Vorteile: gut zu haben im Falle von Verletzungen
Nachteile: jeder Körper reagiert anders
Dinge, um die man sich in großen Zeitabständen kümmern muss, vergisst man gern. Wer denkt schon an solche Dinge, die man nach zehn Jahren erledigen muss? Personalausweis verlängern lassen... oder gar den Reisepass... oder eine Impfung auffrischen lassen...
Wer eine Reise macht, braucht manchmal Reiseschutzimpfungen für bestimmte Länder. Geht man dann zum Impfwesen wird der gesamte Impfschutz überprüft. Reist man aber nicht, dann überprüft auch niemand den Impfschutz. Daran muss der Bürger doch bitteschön selbst denken.
Eine der Impfungen, die alle zehn Jahre aufgefrischt werden muss, ist die...
OOOOOOOOOO Tetanusschutzimpfung OOOOOOOOOO
Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um einen klassischen Testbericht.
Zwar werde ich am Ende des Textes meine Erfahrungen und meine Meinung darlegen, aber die allgemeinen Informationen habe ich kopiert (ich hätte zwecks Information zur Krankheit auch auf die Seite des Robert-Koch-Institutes verweisen können, wollte meinen Leserinnen und Lesern aber weiteres Klicken und Suchen ersparen).
Ich gehe davon aus, dass das in diesem Fall auch kein Problem darstellt, weil dieses "Produkt" bei dooyoo ohnehin dem Archiv zugeordnet ist, d.h. es gibt keine miles für diesen Bericht.
Wer sich jetzt nicht mit den Details befassen mag, der scrolle einfach ganz nach unten, wo dann meine eigenen Erfahrungen dargelegt sind.
Ich möchte mit diesem Bericht meine Leser viel mehr daran erinnern, mal ihren Impfschutz zu prüfen. Vielleicht ist bei dem einen oder anderen die Auffrischung ja bereits überfällig?
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Die nachfolgenden Informationen habe ich von der Homepage des Robert-Koch-Institutes übernommen.
*** Erreger ***
Tetanus wird durch ein Stäbchenbakterium verursacht. Die im Erdreich vorkommenden Sporen sind widerstandsfähig gegen Hitze und Desinfektionsmittel. Wenn sie nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, können sie im Erdreich jahrelang überleben. Optimale Wachstumsbedingungen bestehen bei etwa 37°C in anaerober Atmosphäre.
*** Vorkommen ***
Tetanus ist weltweit verbreitet mit großen regionalen Unterschieden. Vor allem in feuchtwarmen Ländern mit niedrigen Impfquoten und schlechter medizinischer Versorgung erkranken und sterben auch heute noch viele Menschen an dieser Krankheit. Im Jahr 2006 starben weltweit ca. 290.000 Menschen an Tetanus, davon 250.000 an neonatalem Tetanus, der bei Neugeborenen und Säuglingen insbesondere in Entwicklungsländern auftritt.
In den Industriestaaten Europas und Nordamerikas ist die Tetanusinzidenz dank umfassender Impfungen sowie der verbesserten Lebensbedingungen niedrig. In Deutschland wurden in den letzten Jahren unter 15 Erkrankungsfälle jährlich verzeichnet, überwiegend bei älteren Erwachsenen (vor 1970 waren es noch weit über 100 Erkrankungen). Die genaue Häufigkeit des Tetanus kann bei der gegenwärtigen Melderegelung nicht beurteilt werden, tödlich verlaufende Erkrankungsfälle werden über die Todesursachenstatistik erfasst.
*** Infektionsweg ***
Die Vorbedingung für eine Infektion ist eine Verletzung. Dabei werden durch Verunreinigungen Sporen oft zusammen mit Fremdkörpern (z.B. Holzsplitter, Nägel, Dornen) unter die Haut gebracht. Die Wunden müssen nicht offen sein, auch kaum sichtbare Bagatellverletzungen können gefährlich sein.
*** Inkubationszeit ***
Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 3 Tage bis 3 Wochen, kann aber auch in einem Bereich zwischen einem Tag und mehreren Monaten liegen.
*** Dauer der Ansteckungsfähigkeit ***
Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch erfolgt nicht.
*** Präventiv- und Bekämpfungsmaßnahmen ***
Zur Prophylaxe des Tetanus ist die aktive Immunisierung die Methode der Wahl. Entsprechend den Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut sollte bei allen Säuglingen nach Vollendung des 2. Lebensmonats eine aktive Immunisierung (in Kombination mit anderen Impfstoffen) begonnen und dann gemäß Impfkalender vervollständigt werden. Weiterhin ist eine Impfung bei allen Personen mit fehlender oder unvollständiger Grundimmunisierung indiziert oder wenn die letzte Impfung der Grundimmunisierung oder die letzte Auffrischimpfung länger als 10 Jahre zurückliegt.
Eine begonnene Grundimmunisierung wird vervollständigt, eine Auffrischimpfung erfolgt in 10-jährigem Intervall.
Erwachsene sollen die nächste fällige Tetanus-Impfung einmalig als
Tdap-Kombinationsimpfung erhalten, bei entsprechender Indikation als
Tdap-IPV-Kombinationsimpfung.
Besonders wichtig ist ein aktueller Impfschutz für ältere Menschen mit gestörten Durchblutungsverhältnissen, Diabetiker und Personen mit Erkrankungen der Hautoberfläche (z.B. Ulcus cruris, offenes Ekzem).
Bei nicht oder nicht ausreichend Geimpften wird im Falle einer gefährdeten Verletzung eine Tetanus-Immunprophylaxe empfohlen.
Die Tetanus-Immunprophylaxe ist unverzüglich durchzuführen. Fehlende Impfungen der Grundimmunisierung sind entsprechend den für die Grundimmunisierung geplanten Empfehlungen nachzuholen.
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Soweit die allgemeinen Informationen.
+++ Meine Erfahrungen / Meine Meinung +++
Bei uns in der Stadt hat das Impfwesen nur noch Dienstag Nachmittag und Freitag Vormittag geöffnet. Als berufstätiger Mensch muss man also schon mal sehen, dass man das mit seiner Arbeitszeit in Einklang bringt. Ich hatte gerade vier Tage frei (weil ich eben auch am Wochenende arbeite) und somit kann ich ein paar Dinge erledigen, mich auch um meine Gesundheit kümmern.
Eines Dienstags war ich beim Impfwesen.
Es war nicht so schrecklich voll (ich war schon mal da, bin aber wieder gegangen, weil die Wartezeit wohl unendlich gewesen wäre) und ich musste dieses Mal auch gar nicht lange warten.
Die freundliche Dame in der Annahme informierte mich, dass wir gleich eine 4-fach-Impfung machen könnten... eine Kombination...
* Poliomyelitis (Kinderlähmung)
* Diphterie (Infektionskrankheit der oberen Atemwege)
* Tetanus (Wundstarrkrampf)
* Pertussis (Keuchhusten)
Man bekommt vor der Impfung noch so ein gelbes Informationsblatt. Man erfährt wann, wie, wer, warum, was, wogegen usw. usw. geimpft wird. Man erfährt ebenfalls, was innerhalb von ein bis drei Tagen nach der Impfung an Folgeerscheinungen auftreten kann. (Da man das Blatt nur dort zum Lesen, nicht aber ausgehändigt bekommt, kann ich es hier nicht im Detail wiedergeben.) An sich nichts Schlimmes. Und bisher habe ich auch alle Impfungen gut vertragen.
Nun ging es mir dieses Mal am Tag nach der Impfung aber nicht so gut. Kann sein, dass das heiße Wetter da auch noch zusätzlich eine Rolle gespielt hat. Und man ist eben auch wieder zehn Jahre älter gegenüber der vorangegangenen Impfung (oder war das damals nur eine reine Tetanusschutzimpfung???)
Jedenfalls hatte mein Körper dieses Mal ein wenig mit diesem Wirkstoff-Cocktail zu kämpfen.
Am Morgen leichte, ganz leichte Kreislaufbeschwerden (aber ich hatte - wie immer - auch zu wenig getrunken!).
Vormittags ging es dann.
Aber nachmittags fühlte ich mich total schlapp und habe immer wieder nur geschlafen.
Und von der Bewegungsfähigkeit her... so muss sich meine Großmutter wohl im Alter zwischen 94 und 97 Jahren, als sie ihren Pullover nicht mehr allein anziehen konnte, auch gefühlt haben. Ich konnte den linken Arm gar nicht nach oben nehmen.
Am Tag II nach der Impfung war aber alles wieder okay. Der Arm schmerzte noch ein wenig, aber nicht der Rede wert.
Fakt ist: Diese Impfung muss sein.
Wie unter dem Punkt "Infektionsweg" beschrieben reicht ja schon ein Holzsplitter, ein Nagel, ein Dorn und schon kann es passiert sein.
Wer im Garten arbeitet ist auch besonders gefährdet, weil die Erreger wohl gerade auch in Gartenerde reichlich enthalten sein sollen. Aber natürlich auch auf der Straße... und da kann jeder von uns mal stolpern und hinfallen, sich dabei eine Schramme zuziehen oder sich das Knie aufschlagen (von schlimmeren Sachen mal ganz zu schweigen) und im Straßenschmutz sind die Erreger ebenso zu finden.
Es bringt auch nichts, sie ausfallen zu lassen, denn im Falle eines Unfalls oder so (und da reicht schon ein Sturz mit dem Fahrrad, der ärztliche Behandlung erforderlich macht) bekommt man die Spritze sowie automatisch verpasst (falls man nicht mit Sicherheit sagen kann, wann man die letzte bekommen hat.)
Zuguterletzt mein Rat: Versucht es an bzw. vor freien Tagen zu regeln nicht im Arbeitsalltag. Ich hätte am Tag nach der Impfung nicht arbeiten können. Natürlich will man dafür keinen Urlaub vergeuden, aber wenn es die Öffnungszeiten hergeben, kann man es ja an einem Freitag machen lassen, so dass man das Wochenende zur Erholung hat. Und für das Wochenende nimmt man sich eben vorsorglich mal nichts vor.
PS:
Man muss übrigens nichts bezahlen. Die Kosten hierfür übernehmen (derzeit noch?) die Krankenkassen.
Fazit: unbedingt die Impfabstände einhalten
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