Enthaltsamkeit
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Verhüten - aber wie ???
Enthaltsamkeit

CheshireCat

Name des Mitglieds: CheshireCat

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Enthaltsamkeit

Datum: 31.10.00, geändert am 31.10.00 (84 Lesungen)

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Meine Freundin und ich standen vor dem gleichen Problem wie wahrscheinlich jedes junge andere Paar auch. - Sex ja, aber Kind, nein.
Da wir schon seit 5 Jahren zusammen sind, haben wir schon einiges ausprobiert, anderes angedacht und verworfen.

Da gibt es die Enthaltsamkeit - aber dann hat man auch keinen Sex, und wir wollten und auch körperlich lieben. Das schied also aus.

Dann gibt es die Enthaltsamkeit an den fruchtbaren Tagen - risikobehaftet, denn wenn man sich verrechnet oder vertut, dann hilft auch das Temperaturmessen und Schleimbeobachten nur noch wenig. Auch Reisen, Examen, Zeitverschiebungen können den weiblichen Zyklus durcheinander bringen - auch zu viel Risiko.

Das gute alte Kondom - sicherlich für jeden, der Sex hat, mit einem Partner den er noch nicht so lang kennt, immer das Sicherste. Wenn die Frau dem Mann beim Sex das Kondom überstreift, kann das für den Mann auch sehr lustvoll sein. Es schützt vor Empfängnis und vor Krankheiten, die durch sexuellen Kontakt übertragen werden, wie HiV, Syphilis, Herpes, diverse Pilze. Wir haben das Kondom auch lange benutzt, bis es geschah und eines platzte/riss. Und dann stehst Du da.
Meine Freundin wusste, dass es

Die Pille danach - gibt, und hat sie sich gleich verschreiben lassen. So eine Pille danach besteht aus zwei geballten Hormonladungen, die verhindern, dass sich das befruchtete Ei einnisten kann. Die Nachteile sind, dass meiner Freundin dann total schlecht wurde und sie sich übergeben musste - also brauchten wir noch eine Pille - und dass diese Hormone den gesamten Zyklus durcheinander gebracht haben. Sie hat mir so leid getan, denn irgendwie war es ja auch meine "Schuld" und ich musste überhaupt nicht "leiden". (naja - ich musste sie pflegen ... ;-) )
Die Pille danach ist aber keine Verhütungsmethode, die man regelmässig anwenden soll, sondern wirklich nur für den SuperGAU gedacht, sonst flippt der Hormonhaushalt völlig aus.
>Die Pille - unser nächstes Experiment. An sich ganz praktisch, aber mein Schätzchen hat damit soviel zugenommen, dass sie sich selbst nicht mehr mochte. Und noch schlimmer war, dass sie auf einmal total launisch und zickig wurde, und ich wusste nicht, warum. Wir waren dann bein Gynäkologen und der hat erklärt, dass manche Frauen diese Hormongaben nicht so gut vertragen. Wir sind dann auf die

Minipille - umgestiegen. Hier sind die Hormongaben viel niedriger. Sie bewirken z.T. nicht, dass sich kein Ei einisten kann, sondern dass sich vor dem Muttermund so viel fester Schleim bildet, dass das Sperma einfach nicht durchkommt. Der Nachteil ist, dass die Minipille immer GENAU um die gleiche Zeit genommen werden muss, das ist manchmal nicht so einfach. Meine Freundin hatte von ihr auch häufig Zwischenblutungen, ganz das Wahre war es nicht.

Der Frauenarzt hat dann geschaut, ob meine Freundin für die

Spirale - in Frage kommt. Das hat nämlich nichts damit zu tun, ob schon ein Kind geboren wurde, sondern einfach, ob der Muttermund weit genug ist, dass man sie einsetzen kann. Die Spirale ist so ein kleines Drahtstück, das verhindert, dass sich das befruchtete Ei einnistet. Die Vorteile sind ganz klar, keine Chemie schlucken, kein nerviges Fiebermessen, keine Unterbrechung im Vorspiel wegen der Gummis.
Nachteile gibt es aber auch hier - das Teil kann vom Körper abgestossen werden, oder einwachsen, oder es nistet sich doch ein Ei ein und der Fötus ist dann missgebildet. Eine Eileiterschwangerschaft kann auch auftreten. Verstärkte Menstruationsbeschwerden sollte ich noch erwähnen, die treten bei meiner Freundin aber nicht auf.

Trotzdem ist die Spirale für uns ein Segen, wir können uns lieben, wo und wie wir wollen, und wenn wir uns für ein Kind entscheiden, kann sie ganz einfach wieder entfernt werden (tut allerdings wohl ziemlich weh).

Ich hoffe, dass ich Euch helfen konnte,
liebe Grüsse
Joe

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