
Neuester Testbericht: ... Dooyoo Team. ... Es gibt bei mir Zeiten, wo ich oft wochenlang nicht im Netz bin, weil mein reales Leben auch gele... mehr
Ich bin geheilt
dooyoo Sucht (ernst)

Name des Mitglieds: MKohlhass
Produkt:
dooyoo Sucht (ernst)
Datum: 31.01.01, geändert am 31.01.01 (151 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: dooyoo tat mir mal gut
Nachteile: Jetzt tut mir kein dooyoo besser
Ich war dooyoo - süchtig. Nach außen ist das leicht an der Zahl meiner Beiträge zu erkennen. Auch das Lesen und Kommentieren anderer Meinungen bereitete Vergnügen, wie man in den guten, alten dooyoo - Zeiten leicht an der Zahl meiner abgegebenen Kommentare und Bewertungen feststellen konnte.
Die grundsätzliche Idee einer Verbraucherplattform faszinierte mich und ich identifizierte mich mit ihr. Deshalb fiel es mir leicht, einen großen Teil meiner Freizeit des vergangenen dreiviertel Jahres dafür zu opfern. Und wer einmal so richtig "on - dooyoo" war, der weiß, wie zeitintensiv so ein Hobby werden kann. Die (ausschließlich in diesem Sinne ;-)) leidgeprüfte Frau Kohlhass kann ein Lied davon singen, wie oft ihr Mann frühmorgens und spätabends vor der Kiste hing, um neue Beiträge zu lesen oder sich die neusten dooyoo - Infos reinzupfeifen.
Doch mein dooyoo - Trip ging über das bloße Artikelschreiben hinaus.
Da ich in der Izmir lebe, konnte ich meine Türkei-Erfahrung bei der Umgestaltung der gesamten Rubrik einbringen. An dieser Stelle sei der Community-Managerin Reisen, Marta Erquica, für ihre außergewöhnliche Kooperation gedankt. Sie gehört(e) zu der lobenswerten Ausnahme, die die dooyoo - User ernst nahm.
Ich stand zu dooyoo auch in schlechten Tagen, z.B. als im August aufgrund der Löschung einer ganzen Rubrik zahlreiche User dooyoo den Rücken kehrten. Ich fand die Zensurmaßnahme nicht in Ordnung, portestierte auch deutlich dagegen, doch als nachvollziehbaren Einzelfall dachte ich zu keinem Zeitpunkt daran, dooyoo den Rücken zu kehren.
Dabei war mein Engagement für dooyoo stets ideeller Art, denn die Bezahlung in webmiles stellte keine materielle Entlohnung dar. Denn mit wieviel bereits eine Mechanikerstunde in Deutschland berechnet wird, mußte ich bei meiner letzten Computerreparatur leidvoll erfahren, an eine Akademikerstunde gar nicht zu denken. Der Spaß an der Freud und das Gefühl, an einer auf lange Sicht s
innvollen Plattform mitzuwirken waren Triebfeder für das Einbringen meiner Ideen und Beiträge.
Doch diese Zeiten sind (leider) vorbei, meine "Abhängigkeit" von dooyoo ist geheilt. Und dazu hat dooyoo selbst ein gehörig Maß beigetragen!
Wie soll ich mich mit einer Plattform identifizieren, die
- bewußt und absichtlich ihre Funktionen verschlechtert, die Transparenz reduziert und dadurch Fakertum und Betrug Vorschub leistet?
- die immer erkennbarer auf Masse statt Klasse setzt, die bei der Angabe ihrer Userzahlen maßlos übertreibt und sich und ihren Investoren dabei offensichtlich selbst etwas vormacht?
- die vollmundig positive Veränderungen und Nachbesserungen ankündigt, aber auf sachliche Kritik einfach nicht reagiert? So hat Michael Kalkowksi Anfang Dezember selbst dazu aufgefordert, ihm erneut zu dooyoo's Funktionsverschlechterungen zu schreiben. Er hat mein Mail erhalten, es jedoch schlichtweg ignioriert. Wenn man meint, daß man so die Probleme einfach aussitzen kann, nach dem Motto, bald ist die Aufregung vergessen, ignorieren wir die Kritik doch einfach, dann kann ich nur sagen: "Achtung, Hochmut kommt vor dem Fall!" und "Meine Plattform ist das dann nicht mehr!"
Ich kann ja nachvollziehen, daß den ehrgeizigen dooyoo - Betreibern angesichts der Börsenentwicklung auf dem neuen Markt der sprichwörtliche "Arsch auf Grundeis geht". Doch gerade dann ist es falsch, sein wertvollstes Kapital derart sträflich zu vernachlässigen - und das sind auf Dauer nicht die 45 investierten Millionen, sondern der Geist und das Potenzial der Community!
Diese sind der wirtschaftliche "Engpaßfaktor", die den wirtschaftlichen Erfolg der Idee dooyoo sichern und um die es sich nach außen hin zu sorgen gilt.
Daß dooyoo sich da zunächst auf dem richtigen Weg befand, konnte man Mitte letzten Jahres an der wachsenden Zahl kompetenter Mitglieder gut erkennen, die sich
ideell bei dooyoo engagierten. Doch wenn es der Kuh zu gut geht, begibt sie sich auf's Eis. Kommerzielle Ausrichtung, die ich nicht ablehne, sondern im Gegenteil, als notwendige Voraussetzung für den Erfolg einer solchen Plattform erkenne, ist das Eine, seine Community immer und immer wieder vor den Kopf zu stoßen, das Andere.
Ich komme mir langsam verarscht vor, wenn Klickzirkel, die teilweise an geistiger Flachheit kaum noch zu überbieten sind, und offensichtliche Massenselbstleser a la Handballer2000, AndreasSchafers u.a., von dooyoo unbehelligt Meinungen pushen und downgraden können.
Ebenso zweifele ich an dooyoo's Erfolg auf Dauer, wenn kontinuierlich für jedes Neumitglied 3,-- DM und 15 webmiles aufgebracht werden, die sich zu 90 % als Karteileichen entpuppen. Bloß um mit utpoischen Mitgliederzahlen zu werben (oder um a la Schneider Investoren auf den Leim gehen zu lassen?) Bei meiner langen Beobachtung der angeblichen Mitgliederzahlentwicklung kann ich mich manchmal nicht des Eindrucks erwehren, daß man (?) schlichtweg jemanden beauftragt hat, kontinuierlich neue Mitgliedernamen zu produzieren. Wenn es dafür Geld geben sollte, kann sich der Auftraggeben mal bei mir melden: nach meinem dooyoo - Entzug habe ich wieder etwas Zeit...
Denn wie sollte ich mein zeitintensives und vor allem auch ideelles Engagement, vor mir selbst und vor meiner Frau rechtfertigen können, wenn dooyoo seine eigenen heheren Grundsätze, allem voran die Transparenz, immer wieder mit Füßen tritt? Ich kann es nicht, und darum bin ich nur noch so selten hier anzutreffen.
Doch etwas tut weh, wie bei jedem Entzug. Und das ist der Verlust der Freunde, die man bei dooyoo gewonnen hat. Zwar wirkt die Sorge einiger besonders naher Freunde (und diese wissen, wen ich meine, auch ohne daß ich hier ihre Namen nenne) und ihre Nachfrage nach meinem Befinden wie Balsam, doch vor allem schmerzt der abgerissene Kontakt zu treuen Mitstreitern von einst. Die meiste
n haben sich ebenfalls von dooyoo zurückgezogen, doch einige sind weiter aktiv, wie mir meine morgendliche dooyoo-Infomeldung verrät...
Freunde, auch wenn es derzeit meines Erachtens nicht besonders rosig um dooyoo bestellt ist, so ist noch nicht aller Tage Abend. Wer weiß, vielleicht besinnt man sich ja doch noch einmal bei dooyoo und korrigiert zumindest die gravierendsten der zahlreichen Verschlechterungen. Bis dahin jedenfalls beschäftige ich mich - neben Frau Kohlhass - erst einmal weiter mit meinen Weihnachtsgeschenken, meinem neuen Rechner, der Digitalkamera, den neuen DVDs, und, und, und? Zu alledem hätte es in Zeiten meines dooyoo - Rauschs sofort neue Beiträge gegeben. Doch dooyoo hat mich geheilt. Leider!
;-) Gruß MKohlhass
P.S.: Übrigens ist ciao leider nicht das Methadon der Verbraucherplattformen. Ciao ist kein Ersatz für den, der einstmals dooyoo-süchtig war. Aber das ist ein anderes trauriges Thema...
Fazit:
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