
Neuester Testbericht: ... im Wasser gezogen hat, ist sehr aromatisch und lecker. Ich habe auch immer ein Fläschchen mit Tee oder Wasser bei mir. Morgens nehme i... mehr
Wie ich abgenommen habe
Diäten-Hintergrundinfos

Name des Mitglieds: lazorarouge
Produkt:
Diäten-Hintergrundinfos
Datum: 11.03.12
Bewertung:
Vorteile: Gewichtsverlust
Nachteile: Konsequenz ist gefordert
Da Diätprodukte gerade Hochkonjunktur haben, möchte ich euch über meine Diäterfahrungen berichten.
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Meine Vorgeschichte
Ich war mal ein ganz pfundiges Mädel. Na gut, das bin ich heute noch, noch immer bin ich nicht spindeldürr, nicht einmal wirklich schlank. Trotzdem war ich mal über 40 Kilo schwerer als heute. Diese Kilos habe ich in einem Zeitraum von zwei Jahren abgenommen.
Natürlich habe ich unzählige Sachen versucht, die zum Teil kostspielig, zum Teil gefährlich waren, aber immer keinen Nutzen brachten.
Mein Problem ist und war, dass ich nie extrem viel oder extrem ungesund oder fettig gegessen habe, aber immer etwas zu viel, etwas zu fettig und etwas ungesund. So stieg die Anzeige meiner Waage jedes Jahr um ein Paar Kilos. Hätte ich mich sinnlos mit hochkalorischen Sachen vollgestopft, wäre das Abnehmen bestimmt leichter gefallen. Aber da ich mich relativ vernünftig ernährte, musste ich mir einen Plan zurecht legen.
Ganz klar: Abnehmen kann man nur, wenn man an Kalorien spart. Mit welcher Methode ist zweitrangig und die meisten der Diäten basieren eigentlich nur darauf, dass man an Kalorien oder Joule spart. Und durchhält. Daran scheitern die meisten der Diäten, die man nach Diätprogrammen macht.
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Änderung Nummer eins
Mein erster Schritt war, dass ich ein Ernährungstagebuch geführt habe. Dazu brauchte ich nix weiteres als ein Notizheft und eine Küchenwaage. Und die Nährwertinformationen meiner Lebensmittel.
Ich habe begonnen, mir alles zu notieren, was ich esse. Wenn ich unterwegs etwas gegessen habe, habe ich das Gewicht geschätzt, ansonsten abgewogen. Abends gabs dann die Milchmädchenrechnung anhand einer Nährwerttabelle und eine Summe an gegessenen Kalorien.
Tipp: wem das Rechnen zu blöd ist: fddb.info übernimmt das Rechnen.
Nachdem ich nach etwa zwei Wochen gemerkt habe, wieviele Kalorien ich zu mir nehme, beschloss ich einfach, dass es in Zukunft weniger sein sollen. Um ein Kilo abzunehmen muss man etwa 9000 kcal einsparen. Das ist verdammt viel. Aber das werdet ihr merken, sobald ihr zu rechnen beginnt.
Nach etwa einem Monat rechnen wurde die Summe am Ende eines Tages bei mir automatisch weniger. Das lag vor allem daran, dass ich mir immer notiert habe, was ich gegessen habe. Und wenn ich die Zahl daneben sah, verging mir die Lust auf mehr Essen.
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Änderung Nummer zwei
Ich habe mein Trinkverhalten geändert.
Heisst bei Softgetränken: Cola Zero statt Cola.
Heisst bei Säften: Softgetränk statt Saft. Saft klingt nämlich gesund und ist reich an Vitamin C, aber wir haben heutzutage kein Problem mehr, Vitamin C in ausreichender Menge zu uns zu nehmen. Saft hat genauso viele Kalorien wie Limo. Und alle wissen wir: Limonade ist böse.
Zudem trinke ich jetzt viel mehr. Bin ich hungrig, fülle ich den Magen mit Flüssigkeit. Was denn? Tee und Wasser. Gerade im Sommer ist Tee sehr erfrischend, wenn er kalt aufgesetzt wird. Man muss sich erst einmal daran gewöhnen, aber Früchte- oder Kräutertee, der lange im Wasser gezogen hat, ist sehr aromatisch und lecker.
Ich habe auch immer ein Fläschchen mit Tee oder Wasser bei mir. Morgens nehme ich meine 0.5l Flasche, fülle sie mit Wasser, stopfe einen Teebeutel rein (Bändchen und Etikett clevererweise NICHT reinstopfen), schraube die Flasche zu und packe sie ein. Wenn ich dann Durst kriege, zieh ich den Beutel raus und habe herrlichen kalten Tee.
Kaffee ist übrigens garnicht böse. Er entzieht dem Körper nicht mehr Flüssigkeit, als er dem Körper zuführt. Bei einem Espresso ist es eine Nullrechnung, bei einem Pott Kaffee kann man ihn positiv in seiner Flüssigkeitsbilanz zählen.
Alkohol ist ein schwieriges Thema. Ja, man mag gerne mal ein Gläschen trinken. Aber das ist halt einfach böse. Hier kann ich nur raten: lieber ein Glas Wein als eine Flasche Bier. Zumindest kalorientechnisch.
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Änderung Nummer drei:
Fleisch statt Käse, teures Fleisch statt Wurst.
Käse ist gesund. Denkt man. Kalorientechnisch ist er aber ein Desaster. Pro hundert Gramm vergleichbar mit einem Keks. Oder mit Torte. Also lieber Fleisch aufs Frühstücksbrötchen. Hier gilt aber: keine Wurst. Auch light-Wurst ist ein Kaloriendesaster. Fettreduzierte Salami ist ja schön und gut, ist aber immer noch doppelt so kalorienhaltig wie Schinken. Kochschinken. Bei Schwarzwälderschinken oder so siehts schon anders aus.
Für mich gibts seither im Normalfall zum Frühstück Kochschinken oder Putenschinken. Auch hier: nicht Putenwurst. Da ist wieder ne Menge Fett und somit Kalorien drinne.
Beim Grillen im Sommer ist die Regel die selbe: Ich habe ein mageres Steak statt einer Wurst. Da spare ich mir die Hälfte der Kalorien.
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Änderung Nummer vier:
Statt Pasta oder Brot gibts Kartoffeln oder Reis. Reis macht in einer kleineren Menge satt als Pasta oder Brot. Kartoffeln haben weniger Kalorien als alle anderen Sättigungsbeilagen.
Zudem habe ich an der Menge geschraubt. Nudeln, Reis oder Brot etc. sind kohenhydratreich und deshalb haben sie ordentlich Kalorien. Statt Spaghetti mit Bolognese gibts gebratenes Gemüse mit Pasta. Wer merkt den Unterschied? Spaghetti Bolognese ist ein Teller Spaghetti mit etwas Hack in Tomatensauce. Nun gibts Gemüse (mit oder ohne Hack) satt mit einigen Nudeln darin. Man merkt kaum, dass man sich da austrickst.
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Änderung Nummer fünf
Der Backofen wurde mein Freund. Frikadellen? Sind was herrliches. Aber sie werden im Fett gebraten. Warum eigentlich? Schliesslich ist Hack ja relativ fettreiches Fleisch. Ich nehme statt aufgeweichter Semmel etwas Semmelbrösel, mische sie unter die Masse, forme Frikadellen und schiebe sie in den Ofen. Das Ergebnis ist nicht schlechter. Dafür fettärmer.
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Änderung Nummer sechs
Gewürze. Ich koche aromatischer und schärfer, experimentiere mit Gewürzen. Damit meine ich nicht die Tütenfix-Fertigwürzmischungen, sondern echte, richtige Gewürze, die man zum Teil sogar noch in einem Mörser zerstampfen muss.
Fett gibt den meisten Nahrungsmitteln den Geschmack. Lässt man das Fett weg, muss man anders Geschmack zufügen. Ich greife deshalb zu Gewürzen.
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Änderung Nummer sieben
Ersatzprodukte
Sahnesauce schmeckt auch mit Kaffeesahne nach Sahne. Zucker braucht man nie so viel, wie man denkt. Salatsauce schmeckt auch mit wenig Öl, den Rest der Flüssigkeit kann man mit Milch ersetzen. Wenn man den Essig langsam dazu gibt und rührt, wird auch Milch zu einer festen Salatsauce.
Ich ersetze sehr oft Sahne durch Milch, Sauerrahm durch Quark etc.
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Änderung Nummer acht
Die Dreiteilung des Tellers.
Klassischerweise wird ein Essen so zubereitet, dass man einen Drittel Gemüse, einen Drittel Fleisch und einen Drittel Sättigungsbeilage hat. Ich mag dieses Ostdeutsche Wort, denn es beschreibt haargenau, was dieser Drittel unserer Essenszufuhr soll: Es soll uns satt machen. Aber ich fragte mich, ob das notwendig ist. Muss man wirklich satt sein mit einem Teller Nahrungsmittel oder ist eine Sättigung auch mit weniger Kalorien zu erreichen? Die Anwort ist: Ja, ist sie. Seit dem ich Diät mache, verzichte ich grösstenteils auf Sättigungsbeilagen und esse dafür doppelt so viel. Die Rechnung ist ganz einfach: eine Portion Reis entspricht etwa einem guten Kilo Zucchini oder Auberginen oder grünen Bohnen oder wasweissich. Nun die simple Frage: womit fühle ich mich satter? Mit einer Portion Reis oder einem Kilo Gemüse im Bauch?
Gut, zugegebenermassen hält Reis länger vor. Aber wir sind ja heute so verwöhnt, dass wir nicht mehr nur eine Mahlzeit am Tag essen können. Wir können uns ja mittags UND abends und wenns sein muss auch noch am Nachmittag den Bauch füllen.
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Änderung Nummer neun
Meide das Sandwich und kauf dir ein Tuppergefäss.
Das gilt für Zwischenmahlzeiten aber auch fürs Mittagessen. Wenn es irgendwie geht, spare dir das Geld für das Pausencroissant und nimm ein Müsli aus einem Apfel, einem TL Haferflocken und einem EL Joghurt mit. Klingt nach wenig, macht aber satter als das Croissant und hat erst noch nur etwa zweidrittel der Kalorien des Croissants.
Mittagessen sollte man ebenfalls mitnehmen. Am besten die Reste des Abends vorher. Ist erstens billig und zweitens kalorienarm. Mittagessen ist sowieso das grösste Problem, da man meist auswärts isst. Und da kommt einiges an Kalorien zusammen. Kalorienarm wird nämlich weder in Kantinen noch in Restaurants angeboten. Sorry, das ist die härteste Einschränkung.
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Änderung Nummer zehn
Das Verhalten am Dessertbuffet:
Natürlich muss auch ich naschen. Ich steh auf Süssigkeiten, keine Frage. Aber Schokolade und Kekse sind böse. Auch hier gibts für Feiern die Kaloriensparvariante: Habe ich Gäste, gibts zur Nachspeise eine Creme. Ist viel kalorienärmer als ein Kuchen. Solls Kuchen sein, muss es Biscuit statt Mürbeteig sein. Kekse? Ja gerne, aber Baiser. Sind zwar nur Zucker und Fett, aber sehr leicht.
Bin ich eingeladen, schaue ich, dass ich vom Buffet auch eher die Cremes oder den Fruchtsalat nehme.
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Änderung Nummer elf
Die wichtigste Änderung war eigentlich, dass ich mir Gedanken dazu mache, was ich esse. Und immer nach der kalorienärmsten Variante suche. Dazu muss ich natürlich selbst kochen. Mit selbst kochen meine ich, dass ich wirklich kaum Nahrungsmittel habe, die nicht mehr in ihrem Naturzustand sind.
Produkte, die Zeitersparnis und Einfachheit versprechen, sind für mich tabu. Salatfix? Ist bescheuert. Essig und Öl und Gewürze und Milch schmecken besser ,und die Sauce ist genauso schnell gerührt. Pommes? Schneide gefälligst deine eigenen Kartoffelstücke und steck sie in den Backofen. Pizza? Der Teig kann ja gekauft werden, wenn es sein muss, aber den Belag tut man bitte schön selbst drauf.
Marmelade koche ich praktisch jede Woche selbst. Sie ist eigentlich keine Marmelade, sondern ein Fruchtaufstrich. Früchte koche ich mit etwas Agaragar und lasse das ganze kalt werden. Kein Zucker, kaum Kalorien, garnix. Dafür kann ich gut und gerne die doppelte Menge aufs Brötchen streichen.
Das Ganze klingt Zeitintensiv. Das stimmt sogar teilweise. Zum Beispiel bei der Marmelade. Da braucht man schon 10 Minuten dazu, um eine Schale Himbeeren zu waschen, aufzukochen und in ein Glas zu giessen.
Selber etwas Kochen dauert. Aber wer sich Hausfrauentipps zu Herzen nimmt lernt, dass eine Hausfrau eine ganze Mahlzeit in einer halben Stunde zubereiten kann. Wie lange braucht das Fertiggericht im Backofen? Auch nicht viel weniger. Nicht?
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Fazit:
Ich habe meine Ernährung nicht komplett umgestellt und verzichte auf nichts. Ich mache mir nur Gedanken und verzichte zum grossen Teil auf Fett und Kohlenhydrate und fülle meinen Magen mit Gemüse. Ich dünste und brate und backe statt zu frittieren und auszubacken.
Ich koche selbst und weiss, was ich esse. Das ist vielleicht das Beste am Ganzen. So ernähre ich mich wirklich vitaminreich und benutze nur wertvolle Fette. Ich suche natürlich nach kalorienarmen Lebensmitteln und Rezepten und lerne so viele neue Gerichte kennen. In Gesellschaft schaue ich, dass ich - wenn sich die Möglichkeit bietet - die kalorienärmste Variante der auftetischten Speisen wähle. Welche am wenigsten Kalorien hat, habe ich durch mein Ernährungstagebuch gelernt. Ziemlich schnell hat man da die Nährwerttabelle im Kopf - und ich entscheide mich inzwischen ohne rechnen zu müssen, für die kalorienärmste Variante.
Lieber koche ich für Gäste selbst, anstatt sie ins Restaurant zu führen. Ich ernte definitiv mehr Lob für meine Kochkünste als für das Bezahlen der Rechnung und ich weiss, was ich gegessen habe.
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Kleine Hilfe:
Falls ihr Fragen oder Anregungen habt, schreibt mir.
Fazit: s.o.
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