Allgemeines zu zahnärztl. Behandlungsmethoden
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Progenie - Operation ratsam!
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Engel120

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Datum: 27.10.00, geändert am 30.10.00 (4990 Lesungen)

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Vorteile: das Gesicht ist nicht mehr entstellt, man kann wieder normal essen

Nachteile: Nerven könnten evtl. nicht mehr zusammenwachsen

Progenie kann man eigentlich nicht als Krankheit bezeichnen.
Eine Progenie zeichnet sich dadurch aus, dass der Unterkiefer vor dem Oberkiefer steht. Das enstellt das ganze Gesicht und vorallem hat man selbst große Schwierigkeiten beim Essen.

Wird die Progenie nicht behandelt, so kann es passieren, dass im Alter die vorderen Zähne ausfallen, da diese Zähne sich gegenseitig keinen Halt geben können.

Ich hatte Progenie, die mittlerweile aber operativ "entfernt" wurde.

Zur Vorbereitung der OP musste ich 2 Jahre lang sogenannte Bracketts tragen. Diese Bracketts sind auf den Zähnen festgeklebt. Daran wird jeweils am Ober- und Unterkiefer ein Draht befestigt, der wöchentlich erneuert wurde. Das ganze funktionierte wie eine normale Zahnspange. Nur, dass ich diese Bracketts nicht entfernen konnte.

Bei der OP wurde mein Unterkiefer vom Gesicht getrennt und es wurde auf beiden Seiten ein Stückchen vom Knochen entfernt.
Damit die Knochen wieder zusammenwachsen wurden sie mit Schrauben verbunden.

Mein Oberkiefer wurde in etwa derselben Weise behandelt. Auch hier wurde der Knochen vom Gesicht getrennt, allerdings wurden keine Knochenstückchen entfernt, sondern der Oberkiefer wurde etwas nach vorn verschoben und auch mit Schrauben befestigt.

Nach einem dreiviertel Jahr wurde ich nochmals operiert. Bei dieser OP wurden alle Schrauben entfernt.

Zu den OP's selbst muss ich sagen, dass die Möglichkeit besteht, danach nie wieder ein Gefühl zu bekommen, da sämtliche Nerven durchtrennt werden. Meine Nerven haben sich aber wieder regeneriert, was aber einige Monate gedauert hat.

Bei beiden OP's sieht man von aussen absolut keine Narben. Die OP's werden oral durchgeführt.

Ich hatte zwar nach den OP's schlimme Schmerzen und konnte wochenlang nur weiche und flüssige Nahrung zu mir nehmen, zudem war mein Gesicht stark angeschwollen und ich konnte deshalb kaum sprechen, aber das
habe ich gern auf mich genommen.

Ich kann jeden, der das selbe Problem hat wie ich es hatte, nur raten, diese OP durchführen zu lassen. Ich habe es nicht bereut!

Die Kosten für solch eine OP übernimmt in der Regel die Krankenkasse.

Fazit: