Super Mario Bros Deluxe (GBC)
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Neuester Testbericht: ... Effekte wurden auch eingebracht bei dem Spiel. Beispielsweise wenn Mario groß wird durch ein Pilz oder andere Verwandlungen vornimmt. Ab... mehr

Super, Mario!
Super Mario Bros Deluxe (GBC)

TFaust99

Name des Mitglieds: TFaust99

Produkt:

Super Mario Bros Deluxe (GBC)

Datum: 19.07.02, geändert am 26.07.04 (1261 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: ein Klassiker der Videospielgeschichte, leicht aufpoliert

Nachteile: nicht vorhanden

Klempner, das ist ein Beruf mit Zukunft. Okay, ab und zu gibt es mal ein verstopftes Abflussrohr, dieses dann zu reinigen mag vielleicht nicht so angenehm sein, aber wenn man großzügig darüber hinwegsieht, gibt es doch nur Vorteile, oder ? Da kann man Pilze und Schildkröten verkloppen, seine Münzsammlung beträchtlich erweitern und zu guter letzt auch noch ganz reizende Prinzessinen mit rosa Kleidchen retten. Welcher andere Beruf bringt so viel Abwechslung ?

Ihr merkt es schon, die Rede ist natürlich von Mario, Super Mario...
Nintendos Maskottchen und seit 1985 die heilige Kulturkuh der Videospielindustrie lässt den Durchschnittsspieler einfach nicht entkommen. Als gäbe es nicht schon genug Marios für NES, SNES, den Gameboy, das N64 und seit neuestem auch den Gameboy Advance.
Jetzt wird recycelt - bietet der allerneuste Mario wenigstens eine Mixtur aus seinen Vorgängern, so ist "Super Mario Deluxe", das 1999 für den Game Boy Color erschienen ist, eine genaue Kopie des allerersten Original-Marios. Genau der, der 1985 für das Nintendo Entertainment System, kurz NES, erschienen ist. Oder etwa nicht ?


Die Story:
Panik im Pilzland! Prinzessin Toadstool wurde vom bösen Bowser gekidnappt und wird jetzt in seiner Burg gefangengehalten. Da kann nur einer helfen - Mario, der freundliche Klempner von nebenan. Eigentlich macht er das klempnern ja nur nebenbei (wenn das das Finanzamt wüsste) und ist hauptberuflich Superheld. Deshalb kann es ja nur ein Happy End geben, aber seht bzw. spielt selbst...


Das Spiel:
Nach dem quietschbunten Titelbildschirm begrüßt uns ein noch quietschbunteres Menü, indem es verschiedene Möglichkeiten gibt:

Original 1985 - startet das Originalspiel
Challenge - startet den Challenge-Spielmodus
VS Game - Mehrspielermodus, konnte ich leider nicht testen
Records - High-Score-Tabelle
Album - (eine Sammlung von Bildern, die allmählich freigespielt werden müssen
)
Toy Box - ein Kalender und der "Wahrsager", den man ruhig ignorieren darf

Nun gut, das Originalspiel sollte eigentlich jedem geläufig sein, schließlich hat es Videospielgeschichte geschrieben. Drei Spielstände gibt es zur Auswahl, es können also auch mehrere Leute mit einem Modul spielen (hintereinander natürlich). Nach der Wahl seines Spielstandes geht es zur Übersichtskarte. Hier wird der Fortschritt im Spiel ersichtlich, gezeigt wird im die aktuelle Welt, die aus jeweils 4 Leveln besteht. Bei acht Welten macht das also 32 zu spielende Level. Im Original wurde diese Karte weggelassen, im Grunde ist sie nur Dekoration und hat keinen praktischen Nutzen.
In den Leveln selbst gilt es den Ausgang des Levels zu erreichen. Dieser liegt rechts, man selbst startet links - ein Spiel für Menschen ohne Orientierungssinn. *g*
Auf dem Weg zum Ausgang stellen sich einem immer wieder diverse Gegner entgegen, meist sind es Pilze oder Schildkröten, ein einfacher Sprung auf diese Viecher reicht, und schon gibt es einen bösen Pilz weniger...
Erwähnenswert sind auch die verschiedenen Leveltypen, es gibt ganz normale Oberweltlevel, Unterwasserlevel und Höhlenlevel, die sich aber im Prinzip gleich spielen (was erwartet man von einem Spiel aus den Achtzigern?).
Im jeweils 4. Level einer Welt gilt es dann den Obermotz zu besiegen. Dieser sieht immer gleich aus, und die Prozedur ist auch immer die gleiche: entweder man schießt ihn ab oder man springt über ihn und legt den Schalter für die Brücke um, auf der er steht. Dann heißt es Goodbye, denn der arme Obermotz nimmt erst mal ein Lava-Bad und die Welt ist gerettet. Zum Dank erzählt uns der darauf befreite Pilz, die Prinzessin wäre in der nächsten Welt... und das sieben Mal hintereinander, also besonders kreativ ist das nicht.
Irgendwann rettet man dann die Prinzessin, und das Spiel ist vorbei. Einfach so, bumms. Kein Abspann, kein gar nichts. Allerdings stehen danach zwei neue Spielmodi
im Hauptmenü zur Verfügung: "Super Mario Bros. for Super Players" (hierbei handelt es sich um "The Lost Levels, die in Japan als offizieller 2. Teil erschienen sind), welches 8 komplett neue Welten bietet, die es wirklich in sich haben.
Weiterhin gibt es jetzt den "You vs. Boo" Modus, bei dem man in 5 neuen Leveln ein Wettrennen mit dem Geist "Boo" veranstaltet. Dieses ist auch recht schwer, denn Boo kann durch Hindernisse hindurchfliegen, Mario muss sie umgehen.
Im Challenge-Modus darf man die schon im Originalspiel beendeten Levels einzeln anwählen. Sinn des Ganzen ist, eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen um damit vor seinen Freunden protzen zu können. Es gibt wichtigeres...


Grafik/Sound:
Grafisch bleibt alles beim ganz Alten: es gibt kaum Unterschiede zwischen dem Gameboyspiel und seinem Urahnen fürs NES, einzig der Bildschirmausschnitt ist verkleinert. Man sieht also weniger, allerdings sind dafür die Sprites größer. Eine ganz sinnvolle Änderung, wenn man die Größe des Gameboybildschirms bedenkt.
Der Sound wurde leicht aufgepeppt, sonderliche Innovationen gibt es aber auch hier nicht zu bestaunen. Nett vor sich hin dudelnde Liedchen, die nicht weiter stören.


Spielbarkeit:
Wie jeder Teil der Mario-Saga ist auch dieses Spiel extrem einfach und gut zu bedienen.
Mit der A-Taste wird gesprungen, mit der B-Taste schneller gelaufen (bei gedrückter B-Taste kann man auch weiter springen) oder geschossen (sofern man eine "Feuerblume" eingesammelt hat).
Der Druck auf "Start" pausiert das Spiel und führt zu einem Menü, indem auch der Spielstand gespeichert werden darf (geladene Spielstände beginnen allerdings immer am Anfang des jeweiligen Levels, es macht also keinen Sinn, zwischendurch zu speichern).


Fazit:
Großartige Innovationen gibt es nicht, die Grafik ist guter Durchschnitt, und das Spiel ist in 3-4 Stunden durchgespielt..
. Warum sollte man dieses uralte Spiel überhaupt noch spielen bzw. kaufen ? Weil es a) trotzdem eine Menge Spaß macht und b) durch die Freischaltung der alternativen Spielmodi einen enorm hohen Motivations- und Wiederspielwert besitzt.

Klassiker sind nicht umsonst Klassiker, und diese liebevolle Umsetzung eines Meilensteins der Videospielgeschichte muss man einfach haben. Es sei denn, man besitzt das Original oder die "Super Mario Allstars" für das Super Nintendo, dann ist die Anschaffung eher überflüssig (es sei denn, man will seinen Mario überall mit hin nehmen).


Thomas Faust, 05.07.2001 (dieser Bericht ist unter gleichem Accoutnamen auch bei www.ciao.com erschienen)

Fazit: