Planet der Affen (GBA)
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Planet der Langeweile
Planet der Affen (GBA)

Yasmina24

Name des Mitglieds: Yasmina24

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Planet der Affen (GBA)

Datum: 17.03.06

Bewertung:

Vorteile: Der Soundtrack ist wirklich okay

Nachteile: Todlangweilige Optik, unspektakuläre 2D-Ansicht, dämliche Gegner, langweiliger Spielverlauf

In den 80er Jahren wurden die Kinofilme rund um den „Planet der Affen“ weltberühmt. Ich selber war damals noch viel zu jung, um von diesen Teilen Kenntnis nehmen zu können, mittlerweile habe ich diese „Bildungslücke“ aber nachgeholt und damit meine ich nicht das miese Remake, welches irgendwann später erschien. Die ungewöhnliche Geschichte mit dem inzwischen aufgrund seines offensichtlichen Hangs zum Nationalsozialismus doch sehr umstrittenen Charlton Heston "musste" natürlich früher oder später auch als Umsetzung auf Spielsysteme erfolgen, so schließlich auch (wenn auch ziemlich spät) im Jahr 2002 für den kleinen Gameboy Advance von Nintendo. Leider ist den Entwicklern von Ubisoft mit der Schaffung dieses Moduls kein sonderlich guter Wurf gelungen, ganz im Gegenteil, dieses Spiel für den GBA ist in meinen Augen ganz klar unterdurchschnittlich. Unzufrieden war ich allein schon darüber, dass kein interessantes Actionadventure entstanden ist, sondern lediglich ein simples Jump and Run, welches darüber hinaus auch große Mängel aufweist. Ich kann mir jedenfalls beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand von Euch wirklich große Spielfreude bei diesem Hüpfabenteuer wird entwickeln können, dies würde mich doch sehr wundern.

Glücklicherweise übernehmen wir in diesem Jump and Run nicht die Kontrolle von Charlton Heston, sondern die eines „normalen“ Menschen, mit dem wir dann mehr oder weniger friedlich auf dem uns zunächst doch sehr fremden Planeten wandern. Wenig überraschend dürfte dabei sein, dass dieser in erster Linie von der Rasse der Affen bevölkert oder besser gesagt beherrscht wird, dies ließ der Titel dieses Spiels ja „irgendwie“ vermuten. Doch es gibt noch wesentlich mehr Tierarten, so zum Beispiel auch bösartige Schlangen oder aggressive Bären, welche eine große Gefahr für uns darstellen. Doch dies hört sich im Grunde wesentlich spannender an als es in Wirklichkeit ist, denn in Wahrheit langweilt Ihr Euch schon nach sehr kurzer Zeit quasi zu Tode. Etliche Hüpfpassagen sind zu meistern, die sich aber nicht besonders großartig voneinander unterscheiden. Des Weiteren müsst Ihr Euch an Felsvorsprüngen festkrallen und diese nach Möglichkeit auch erklimmen und das war es dann aber im Grunde auch schon. Besonders nervig sind dabei nicht die Feinde, ganz im Gegenteil, diese agieren völlig verblödet und warten immer wieder aufs Neue in aller Seelenruhe auf uns, bis wir sie eliminieren, besonders anspruchsvoll ist das aber natürlich nicht. Vielmehr nervt die Steuerung und dies mit zunehmender Spieldauer sogar gewaltig. Diese ist sehr unpräzise und angesichts der nicht so besonders gut gelungenen Bewegungsabläufe unserer Spielfigur auch sehr schwer nachvollziehbar, ein gutes Timing bei den Sprüngen ist somit fast unmöglich und somit in vielen Fällen eher Glückssache. Die dämlichen Feinde in Verbindung mit der ungenauen Steuerung sind aber nicht die einzigen Negativpunkte dieses GBA-Spiels.

Enttäuscht bin ich zudem von der schwachen Grafik und der extrem unspektakulären und stark veraltet wirkenden 2D-Ansicht. „Planet der Affen“ für den Gameboy Advance hätte von der Optik her auch gut und gerne ein Spiel für das alte Supernintendo oder das Mega Drive von Sega sein können und zwar dann eines von der durchschnittlichen Sorte. Merkwürdigerweise sind ausgerechnet noch die Hintergründe am Ahnsehnlichsten ausgefallen, sie weisen mitunter leuchtende Farben auf, die einzelnen Spielebenen an sich, auf denen Ihr umherlauft und hüpft, sehen hingegen sehr bieder und nicht besonders detailreich gezeichnet aus. Unser Charakter wirkt zudem unscheinbar, ist etwas sehr dünn ausgefallen und verfügt nicht über besonders sehenswerte Animationen. Auch die Gegner, welchen wir begegnen und die wir mit roher Gewalt niederstrecken, sind nicht gerade eine Augenweide und erreichen meiner Ansicht nach vom Design her kein durchschnittliches Niveau. Im Grunde fällt es mir schwer einen triftigen Grund zu finden, der dafür spräche, diesen GBA-Titel einmal auszuprobieren, ausgerechnet der Soundtrack (gerade beim Gameboy Advance öfter ein Schwachpunkt) ist ordentlich ausgefallen und sorgt zumindest für ein bisschen Spielatmosphäre. Dass ein Mehrspielermodus nicht berücksichtigt wurde, ist sicherlich auch kein Pluspunkt, so dass von einer ansprechenden Langzeitmotivation ganz sicher nicht die Rede sein kann. Stark aufkommende Langeweile durch den monotonen Spielverlauf, die sich dämlich verhaltenden Feinde und die unterdurchschnittliche Grafik in Verbindung mit einigen frustrierenden Passagen durch die viel zu ungenaue Steuerung sorgen insgesamt für ein wenig schönes Spielerlebnis, so dass ich „Planet der Affen“ aus mehreren Gründen als insgesamt einfach durch und durch schlechtes Hüpfspiel bezeichnen muss.

Fazit: Absolut nicht empfehlenswert.