A Bugs Life (PS)
Das Große Krabbeln - A Bugs Life (PS) Archiv Games & Spielzeug

Neuester Testbericht: ... Tips inbegriffen. Aber auch für junggebliebene ist dieses Spiel mal! ein netter Zeitvertreib, wobei natürlich die mangelnde Herausf... mehr

Das Große Krabbeln
A Bugs Life (PS)

+urser

Autor-Name: urser

Produkt:

A Bugs Life (PS)

Datum: 01.09.10

Bewertung:

Vorteile: guter Sound (Original Synchronstimmen), Bosskämpfe gut in Szene gesetzt, weitläufige Level

Nachteile: schlechte Erzählung der Story, kantige ruckelige Grafik, schwammige und ungenaue Steuerung

Der Film "Das Große Krabbeln" hat für Disney einen großen Profit gemacht. Was also zu einem solchen Film nicht fehlen darf, ist eine Spielversoftung. Ob "A Bugs Life" eine der Spielumsetzungen zu Filmen ist, die einfach nur vergraben gehören (E.T.) oder ob es durchaus das Potenzial zum Best-Seller hat, lest ihr in dieser Review.

Story
Die Story orientiert sich sehr stark, oder sogar zur gänze, an der des Films. Ihr schlüpft in die Rolle der Ameise Flik, die mit anderen Ameisen in einem Haufen wohnt. Flik ist keine besodere Ameise, sondern nur ein gewöhnlicher Arbeiter. Aber genau dieses Ameisenvolk wird von den bösen Grashüpfern bedroht. Diese kommen zwar in Frieden, aber nur solange die Ameisen ihre Ernte an sie abgeben. Eines Tages passiert Flik dankt Flik eine Katastrophe. Die gesamte Ernte verschwindet, und die Grashüpfer kommen. Denen gefällt das natürlich gar nicht, und setzen ein Ultimatum. Sollten sie nicht in einer bestimmten Zeit genug Sammenkörner beschaffen, werden sie das Ameisenvolk angreifen. Flik versucht natürlich das Geschehene wieder gut zu machen, indem er eine Arme aus Insekten aufstellt, die die Grashüpfer ein für alle mal vertreiben solln. Also macht sich Flik auf eine Große Reise auf, um seine Freunde zu retten. Die Story hört sich anfangs sehr gut an, und ist auch nicht mal so schlecht geworden, aber irgendwie hat man wärend des spielens das gefühl, nicht wirklich etwas davon mitzubekommen. Man weis zwar worum es in diesem Level geht, und, wenn man den Film gesehen hat, an welcher Stelle man sich ungefähr befindet, aber so richtig will der Funke nicht überspringen. Man läuft rum, und sammelt Samen, Beeren und Buchstaben, aber das hat nicht wirklich viel mit der Story zu tun. Das einzige was die Geschichte irgendwie vorantreibt, sind die Zwischensequenzen. Das sind ausschnitte aus dem Film, die sich recht gut ins Spiel einfügen. Diese Zwischensequenzen sieht man aber leider nur am Ende eines Levels. Die Story ist zwar gut, aber, zumindest im Spiel, schlecht erzählt.

Gameplay
Das Gameplay ist schnell erklärt. In aller feinster Jump'n'Run-Manier hüpft und rennt ihr durch die sehr weitläufigen Level. Ihr sammelt Medaillien auf, die euch verschiedene Samen wachsen lassen. Es gibt in jedem Level verschiedene Samen, die man aber erst wachsen lassen kann, wenn man genug Medaillien gesammelt hat. Diese Samen muss man wachsen lassen, um z. B. auf höher gelegene Ebenen zu kommen. Das ganze ist zwar eine gute Idee, und fühlt sich die ersten paar mal auch recht gut an, aber wenn man man eine Stunde nach einer Medaille sucht, ist es doch verdammt nervig. Das drückt ordentlich auf die Motivationskurve und sorgt schon mal dafür, dass man eine Tage/Wochen nicht mehr spielt. Aber wenn man dann eine Medaille findet, ist die Freude um so größer. Schwierigkeitsgrade gibt es keine, was eigentlich sehr schade ist, denn für ältere Spieler ist das Spiel einfach zu leicht, und für jüngere an manchen Stellen zu schwer. Flik wehrt sich mit den guten alten Kopfsprung oder mit dem werfen von Beeren gegen Feinde. Was beim spielen auffällt, ist die sehr ungenaue Steuerung. Sie ist schwammig, und Flik fühlt sich, selbst als Ameise, oft an, als ob er 40 Kilo wiegen würde. Was auch schade ist, ist die Spieldauer sehr gering ausgefallen ist. Man hat einige Level, die zwar in sich schon eine gewisse Zeit beanspruchen, aber leider sind es doch recht wenig Level. Was positiv für das Gameplay spricht, sind die Bosskämpfe. In manchen Leveln gibt es Bosskämpfe, die es auch im Film gibt. Diese sind toll inszeniert, und haben einen gewissen Reiz, aber auch hier muss man sagen, das diese zu einfach sind. Das Gameplay ist leider nur Mittelmäßig gelungen. Da hätte man viel mehr raushohlen können.

Grafik und Sound
Die Grafik ist gut, aber gleichzeitig auch schlecht. Die Level sind groß, die Animationen sind gelungen, und es gibt, für PSX-Verhältnisse, eine halbwegs gute Weitsicht. Was aber schlecht ist, ist, dass die Grafik sehr grob und kantig ausgefallen ist. So sehen die Hauptfiguren aus, als ob sie einen Würfel im Kopf stecken hätten. Alles wirkt irgendwie unrund, oder unfertig. Auch wurde bei den Bosskämpfen, die sehr positiv zu bewerten sind, gepfuscht. Sie sind zwar gut in Szene gesetzt, aber leider gibt es zum Teil starke Grafikruckler, die den Spielspaß bremsen. Ansonsten lässt sich zur Grafik nur sagen, dass die Level sehr nahe an der Filmvorlage designt.
Beim Sound ist es leider die traurige Wahrheit, dass das das positivste am ganzen Spiel ist. Er ist zwar nicht überagend, aber doch über dem Durchschnitt. Das Spiel wird vom Original Film Soundtrack begleitet, und setzt Kämpfe und andere Situationen sehr gut in Szene. Was auch postiv am Sound ist, ist die Tatsache, dass im gesamten Spiel die Original deutschen Synchronsprechen den Figuren ihre Stimmen verleihen. Somit ist wenigstens der Sound halbwegs gelungen.

Fazit
A Bugs Life ist leider eine typische Filmversoftung. Alles ist höchstens durchschnittlich. Schwache Grafik, schwaches Gameplay, und schwache erzählweise der Story. Das Spiel macht somit einiges falsch. Zudem kommt noch der nicht vorhande Schwierigkeitsgrad und eine Steuerung die auch nur Durchschnitt ist. Das Spiel ist vorallem kleineren Kinder weiterzuempfehlen.

Fazit: Leider nur durchschnittliche Filmversoftung