Kreißbett-Entbindung
Sind Männer unerwünscht? - Kreißbett-Entbindung Archiv Familie

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Sind Männer unerwünscht?
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der_baer

Name des Mitglieds: der_baer

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Kreißbett-Entbindung

Datum: 27.03.01, geändert am 27.03.01 (220 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: das wissen offenbar Frauen besser

Nachteile: denn die Männer haben nichts mitzureden

Eher durch Zufall hat der Bär hier einige Meinungen über dieses Thema gelesen und bewertet. Es war für mich wieder ein Splitter Einblick in die Gedanken und Gefühlswelt jeweils EINER Frau, die den Bären berührt hat. Im Überblick der Meinungen musste der Bär jedoch feststellen, daß die Geburt eines neuen Erdenbürgers offenbar zum Frauenkram mutiert, denn es gab nicht eine einzige männliche Stellungnahme. Natürlich ist es die ureigenste Entscheidung einer Frau in ihrem Körper ein Kind wachsen zu lassen, aber sind wir Väter nur ein geduldeter Nebeneffekt?

Der Bär gestattet sich also, in diese weibliche Domäne einzubrechen und von der Geburt seiner beiden Töchter zu berichten, was mir die holde Weiblichkeit verzeihen möge.

Tochter Nummer Eins sollte ganz normal im Kreißsaal zur Welt kommen und werdender Vater Bär wollte gar nicht dabei sein, ob seiner zart besaiteten Konstitution und auch des Bären Frau riet im schon im Vorfeld, auf solches Unterfangen zu verzichten.

Dies wiederum war der Hebamme vollständig egal, sie beorderte den geplagten Mann zur noch geplagteren Frau und man ließ den Dingen den Lauf der Natur. Wiewohl dem Bären dieses Schauspiel des Lebens unangenehm war, er war doch sehr damit beschäftigt, seiner Frau und sich selbst den Schweiß von der Stirn zu wischen, Händchen halten, Mut zusprechen und ansonsten hilflos herumstehen und nicht wissen, wohin mit den Händen, den Beinen und dem Kopf, der dauernd suggeriert: "Tu doch etwas, hilf ihr!", was aber schier unmöglich war.

Leider wurde dann doch nichts aus einer normalen Geburt, der Bär wurde nach zwei Stunden Kreißsaalwartens hinaus komplimentiert und konnte nach einigen Stunden seinen Liebling Nummer Eins in den Händen halten, unter den Augen der glücklichen aber geschafften Mutter.

Es dauerte einige Tage bis dem Bären, nach dem Ausfüllen der Formulare am Standesamt, der richtige Vaterstolz einschoß, der sich bis heute gehalten hat. Irgendwie wa
r plötzlich alles anders.

Tochter Nummer Zwei war das Problemkind, dem man glücklicherweise schon vorzeitig das Licht der Welt zu sehen gab. Hier konnte ich mich seelisch eigentlich nicht auf eine Geburt einstellen. Ich kam in die Klinik und man drückte mir einen kleinen Wurm in die Hand mit der Aufgabe der Fütterung, denn Mama wurde noch ein paar Stunden operiert, nachdem der Arzt gepfuscht hatte.

So saß ich tagelang fast ohne Unterbrechungen bei meiner Jüngsten und hegte und pflegte sie so, wie es wahrscheinlich eine Mutter tut, wenn sie es denn kann. Vom ersten Augenblick an mußte ich hier Sorge walten lassen und vielleicht aus diesem Grund war das Vatergefühl von der ersten Minute an voll da. Ich möchte keine Minute missen und unser Nachzügler ist ein echtes Papakind.

So habe ich die Geburt meiner Töchter weitgehend nur mittelbar erleben können. Könnte meine Liebe noch Kinder bekommen, würde ich heute wohl dabei sein mögen. Aber dies bleibt dem Bären leider verwehrt.

Aber dafür habe ich ja ein Leben lang die Möglichkeit, meine Frau und die Kinder zu lieben. Wie für mich überhaupt die Liebe das Einzige ist, wofür es sich zu Leben wirklich lohnt.

Verzeiht mir liebe Leserinnen, aber diese Meinung war mir ein persönliches Anliegen.

Euer Bär


Fazit: