Geburtsrad-Entbindung
Schwebend gebähren... - Geburtsrad-Entbindung Archiv Familie

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Schwebend gebähren...
Geburtsrad-Entbindung

cindy+b.

Name des Mitglieds: cindy b.

Produkt:

Geburtsrad-Entbindung

Datum: 08.08.00, geändert am 08.08.00 (1088 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: sehr gute Gebährposition, keine Druckstellen

Nachteile: Aussehen erschrickt einem zuerst

Super variabel...

Bei der Geburt meiner Tochter wollte ich nichts riskieren und dachte an eine normale Kreisbettentbindung. Zufällig las ich in einem Buch über Geburtsvorbereitungen über die verschiedenen Gebährmethoden. Das Rohma-Geburtsrad viel mir besonders auf. Obwohl ich mir ohne Bild wenig vorstellen konnte, intressierte ich mich weiter dafür, und rief in dem Geburtshaus in welchem ich gebähren wollte an. Neben der normalen Geburt, der Wassergeburt und des Geburtballes boten sie auch die Geburtsrad-Variante an. Mein Interesse verhilf mir bei der nächsten Routinekontrolle zur Möglichkeit, mir dieses Ding mal anzuschauen.
Eine Woche später nach der normalen Ultraschalluntersuchung begleitete mich also eine Hebamme zu diesem Geburtsrad und erklärte mir alles ganz genau. Somit war auch mein erster Eindruck, ich dachte an ein Folterwerkzeug, verflogen.

Das Geburtsrad besteht aus einem Stahlrahmenring der mit dem Boden verschraubt ist. Von diesem Ring gehen zwei weitere Ringe senkrecht und leicht geneigt nach oben. An diesem Gestell hängen verschiedene Bänder und Riemen, zentral hatte das benützte Modell einen sogenannten Sitz (bestehend aus einem Rückenteil an dem unten zwei Beinschlaufen befestigt sind. Ausserdem hängen ziemlich viel Fussschlaufen an den Röhren. Während der Rohrrahmen pastellgrün gespritzt ist, haben die Bänder und Schlaufen eine dunkelgrüne Farbe. Der Vorteil erklärte mir die Hebamme seie, dass frau sehr viel Bewegungsfreiheit hat, den anstatt auf dem Bett zu liegen, „schwebe“ man sozusagen.
Durch die Erklärungen nur noch gespannter gemacht, entschied ich mich für diese Entbindungsmethode, und liess mir einen Einweisungstermin geben.

Bei diesem Termin, war ein weiteres Gespräch mit der Hebamme sowie ein Probesitzen geplant. Ich war sehr gespannt. Und meine Erwartungen wurden erfüllt.
Wie auf Wolken gebettet sitzt man in dem sehr vielseitig und gut anpassbarem Sitz. Nachdem frau durch die Beinsch
laufen gestiegen ist, welche mit Lustkissen gepolstert sind und um den oberen Teil des Oberschenkels gehen, legt man sich nach hinten in ein weiches Rückenpolster. Nun sitzt man wie in einer Schaukel, getragen durch Riemen welche oben am Rahmen befestigt sind. Durch das, dass nur die Schenkel das Gewicht tragen ist Scheide und der Po frei zugänglich. Die vielfältigen Schlaufen und Laschen für die Füsse ermöglichen viele verschiedene Varianten von Pressstellungen, gespreizt, gewinkelt, angezogen, u.s.w.. Während der Geburt kann die Position sowie auch der Neigungswinkel verändert werden.

Ich war begeistert, und freute mich doppelt auf die Entbindung.

Zwei Monate später war es dann soweit.
Schon zwei Stunden vor der Geburt thronte ich in der Schaukel. Durch zusätzliche Atemübungen kam ich mit den Wehen sehr gut zurecht. Als es dann losging die Wehen einsetzten, zog ich eine etwas aufrechtere Position vor. Die entbindende Hebamme kniet während der Position vor einem, so dass sie jederzeit alles im Auge hat. Ausserdem ist genügend Platz für allfälliges medizinisches Material. Die Laschen ermöglichten mir eine gute Position zum Pressen (leider war aber doch noch ein Dammschnitt nötig). Nach ca. 15 Minuten war alles vorbei. Das Geburtsrad diente danach wunderbar als Liegesitz, als ich meine Kleine auf dem Bauch liegen hatte.

Ich denke nach diesen guten Erfahrungen meiner ersten Geburt, werde ich bei einer allfälligen weiteren Schwangerschaft wieder über diese Entbindungmethode nachdenken.




Fazit: