Ambulante Geburt
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Neuester Testbericht: ... mein Sohn endlich auf die Welt. Aber niemand hatte mir gesagt, das mein Sohn so schwer wäre, das die Schmerzen fast unerträglich würden. ... mehr

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Ambulante Geburt

ginger2007

Name des Mitglieds: ginger2007

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Ambulante Geburt

Datum: 07.12.08, geändert am 06.09.09 (231 Lesungen)

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Nachteile: ...

Hallo @all,

nachdem ich eine Weile nun nicht mehr hier war, kommt für mich doch der wichtigste und bedeutendste Bericht überhaupt...

.*. ANGELINA STELLA LISA .*.


Genau gestern vor 8 Wochen ist unsere Maus geboren und darum soll es heut auch gehn...

>> SCHWANGERSCHAFT <<

Keine Sorge, ich werde ganz bestimmt nicht auf jede Woche einzeln eingehen, ich werd auch keine Daten aus irgendwelche Heftchen übernehmen, nein das möchte ich nicht und ich werde auch ganz bestimmt nicht erklären wie es funktioniert um schwanger zu werden, bitte fragt auch nicht nach, ich möchte es nicht jeden einzeln erklären wollen, wer es nicht weiß, geht bitte goggeln oder fragt seine Eltern *kreeeeisch*
Ich weiß noch ganz genau, als wäre es gestern gewesen, ich bin November und Dezember in sämtlich Drogerien, Einkaufhallen und Apotheken gerannt, stets und ständig auf der Suche nach einem Schwangerschaftstest, ich glaub mindestens 2-3 Test´s habe ich jeden Monat gemacht und immer wieder war ich enttäuscht und verdammt traurig als nur eine Linie im Fenster angezeigt hat, das Jahr 2007 war einfach nicht mein Jahr,s ist viel passiert, es gab viele Tränen und auch Schmerz, aber 2008 sollte einfach anderst werden...

Auch im Januar habe ich zig Test gemacht, auch diesmal zeigte wieder nur ein Strich an, aber jedesmal zeigte auch ein fast nicht sichtbarer zweiter Strich an und dann war es endlich soweit, ich konnte es kaum glauben... juhu wir waren schwanger........
40 lange Wochen hatten wir nun vor uns, 40 Wochen angst das irgendwas passiert, 40 Wochen angst, das irgendwas nicht in Ordnung sein kann, 40 Wochen ob alles bei der Geburt klappen wird, 40 Wochen, jeden Tag irgendwelche Schwangerschaftswehwehchen aber auch 40 Wochen Freude, Liebe und Glück.

Am 11.02.2008, das hieß 7te Woche, hatte ich dann meinen 1ten Termin,hach wie war ich aufgeregt, man erkannte zwar nicht viel, aber es war da. Wir nannten es BIBI , denn ES zu nennen, fand ich einfach nur fürchterlich, das hörte sich so lieblos an. Alle 4 Wochen durfte ich dann beim Arzt zur Untersuchung kommen und es war so wahnsinnig toll in der 7ten Woche das kleine Herzchen schlagen zu sehen, zu sehen wie sich das kleine Pünktchen zu einem Menschen entwickelt. Alles lief super, keinerlei Bedenken und alles gesund. Ab der 12ten Woche hatte ich dann immer einen Drang danach, alles in rosa an zu schauen und zu kaufen, blau hatte mich absolut nicht interessiert, obwohl da wirklich tolle Sachen für Jungs gab, irgendwie suchte ich in Namesbücher nur die Mädchennamen raus, obwohl schicke Jungsnamen auch vertreten waren, aber nein irgendwas sagte mir immer, nur rosa...
In der 14ten Woche fing es dann so langsam an, das ich unser Bibi spürte, es war als ob eine kleine Luftblase zerplatzt, irgendwann war dann dieses platzen wieder weg und die Sorgen da, ich war dann immer richtig froh beim Arzt gewesen zu sein und das alles in Ornung war, dieser Termin beruhigte einen dann immer. So ab der 21ten Woche erfuhren wir dann es wird ein Mädchen, hach wie hab ich mich gefreut, eine kleine Prinzessin war unterwegs, ab der Woche konnte wir entlich SIE sagen aber es war trotzdem immernoch meine BIBI, an dem Tag habe ich auch gleich ihren allerersten Strampler gekauft und ab sofort mussten wir uns auf Namenssuche begeben.
Eigentlich dachte ich, das es bei einem Mädchen viel einfach als wie bei einem Jungen ist, aber nichts da, wir taten uns sehr schwer, die Wochen vergingen auf einmal rasend schnell, aber alles super gut bis ich in der 32ten Woche wehen bekam, ich selber merkte sie nicht aber das CTG schrieb welche, allerdings denke ich das es einfach die Aufregung wegen der Schuleinführung war, also war ab jetzt Magnesium und Ruhe angesagt.

Die kleinen Wehwehchen, wie ziehen am Bauch, schmerzen der Mutterbänder machten mir zu schaffen und irgendwie konnte ich es nicht erwarten bis unsere Maus da ist und die Schmerzen aufhören, ja das habe ich mir oft gewünscht. Der Papa war auch immer total fasziniert, als er seine Hand auf meinen Bauch legte und die Tritte spürte, total erschrocken ist er auch immer wo er gespürt hat was unsere Maus doch schon für Kraft hatte.
Langsam machte sich auch die Angst in mir breit, das wir vor Geburt einfach keinen Namen finden würden. Ich glaub bis zur 34ten Woche hatten wir einfach keinen Namen gefunden, ach man war ich am Boden bis zu jenem Tag wo wir uns dann für...

ANGELINA STELLA LISA

* Angelina = Engel
* Stella = Stern
* Lisa = Vollkommenheit


entschieden haben, ab diesen Tag war ich dann auch endlich erleichtert, nicht im Kreissaal liegen zu müssen und sagen müssen das wir keinen Namen haben.
Was wir hinterher feststellten ist das der Name nicht perfekter sein konnte.

So langsam ging es dann zum Ende zu und ich hatte wirklich gedacht unsere Maus kommt eher, aber nichts war. Übrigens sagte die Ärztin immer es ist keine zierliche, sie wird um die 3000-3500gramm bei Geburt werden. Ich war dann endlich bei der 40ten Woche angekommen und absolut keine Anzeichen das es irgendwie, irgendwann und irgendwo losgehen würde, jeden Tag hatte ich Hoffnungen die nacht geht es los, aber nichts da, unsere Bibimaus wollte einfach nicht.
Am 10.10.2008 hatte ich dann auch meinen letzten Arzttermin, mittlerweile war ich genau 7 Tage über den Entbindungstermin, den Montag darauf hätte ich eh ins Krankenhaus gehen müssen und es würde eingeleitet werden, aber das war entscheind unserer Bibimaus auch nicht so recht. Wie gesagt an dem 10.10.2008 hatte ich dann meinen letzten Termin und siehe da, das erste mal das meine Ärztin sagte, es tut sich was, Sie schaute nach Muttermund und siehe da auch dieser war 2cm offen aber noch nicht weit genug unten, aber verkürzt, sie mehrte irgendwas dran rum und seitdem hatte ich irgendwelche schmerzen den ganzen Tag. Es war irgendein komisches ziehen und seitdem hatte ich auch ein aufregendes Gefühl in mir, ab da hatte ich irgendwie das Gefühl, alles heute noch an diesem Tag fertig zu machen, zu putzen, meine beiden Großen versorgt zu haben und ja, ich weiß auch nicht, ich wollte einfach an diesem Tag alles fertig haben.

Dieses Ziehen machte mich irgendwie verrückt bis ich mir per ICQ Hilfe bei meiner Freundin Madeline_elise suchte, ich sagte ihr das ich irgendwas habe, alle 14-15 min, es ist ganz leicht aber jedenfalls war da was, was regelmässig kam. Ich schrieb in einem Forum mein Problem, alle sagten wir sollen ins Krankenhaus... Dort angekommen, hatte ich auf einmal ca. alle 5 minuten wehen und das sogar dolle, zwar jetzt nicht das ich auf der Stelle umfallen möchte, aber eben schon stark. Ich war so froh im Krankenhaus zu sein und irgendwie hatte ich Hoffungen die nächsten paar stunden unsere Bibimaus im Arm halten zu können. Meine größte Angst war allerdings, mein Schatz lässt mich dort, das er einfach ohne mich wieder heimfährt, ich hatte mich doch für eine ambulante Geburt angemeldet, ich wollte auf garkeinen Fall länger als nötig dort bleiben.
Aber nichts da, alles was ich spürte, waren Übungswehen, hilfäääääääää Übungswehen, ich sagte zu meinem Schatz, wenn das Übungswehen sind, was sind dann bitte normale wehen, denn ich hatte den ganzen Spass schon alle 3 minuten und richtig veratmen musste ich sie auch, um sie irgendwie zu ertragen und das sollten Übungswehen sein?!?!?! Wie richtige Wehen sind, konnte ich mich irgendwie nicht mehr dran erinnern obwohl ich doch schon 2 Geburten hinter mir hatte, aber nichts da ich konnte mich einfach nicht mehr erinnern.

Ich wurde ans CTG angeschlossen und anschliessend untersucht und dann durfte ich übrigens wieder mit nach Hause mit dem Satz im Ohr... vor morgen früh passiert da nichts mehr und sie wird 3900gramm schwer sein ..., ich dachte nur oh hilfääääääää, ich möchte doch kein Riesenbaby , am Ende bleibt sie vielleicht noch stecken und nichts geht mehr, oh hatte ich angst.
Ich glaub so gegen 22.30uhr waren wir dann endlich wieder zu hause und ich musste gleich Kristin bescheid geben was los ist, langsam hatte ich doch schon angst das ich alles nicht überstehe, mit diesen Übungswehen konnte ich keinesfalls schlafen, ich hatte angst, die ganze Geburt dann wegen Müdigkeit nicht zu schaffen und ich ging baden in der Hoffnung die Übungswehen gehen wieder weg. Sie waren so doll das ich langsam echt nicht mehr wusste wie dann richtige wehen sein sollen. Gegen 0.00uhr war ich dann endlich im Bett in der Hoffnung ganz schnell einzuschlafen. Aber nichts da...

>> GEBURT <<

Ich denke so gegen 0.35 uhr machte es dann pffffffff in mir und meine Fruchtblase ist geplatzt, ab da war mir klar, nun hab ich richtige wehen,obwohl ich denke das es einfach garkeine Übungswehen waren. Schatzi bescheid gegeben der dann total ängstlich angerannt kam, er zog mich an, er stützte mich und wir landeten im Auto. Nichts ging mehr allein bei mir, wir wussten ja bei einem Blasensprung soll man nicht mehr laufen, aber irgendwie musste ich doch ins Auto. Mein Schatz hatte alles so super im Griff und ich war so froh das er da war. Ab da war mir auch klar, die nächsten Stunden würden wir unsere Maus in den Armen halten können, in den nächsten Stunden tritt das ein auf was wir 40 ganze Wochen gewartet haben...
Genau 0.43Uhr kam ich noch dazu Kristin eine SMS zu schreiben "Fruchtblase geplatzt" das hab ich noch im liegen wo ich im Auto lag erledigen können und von da an, hörte sie nichts mehr von mir. Ich lag da so hinten im Auto und meine größte Sorge war, ich versaue alles im Auto und überall. Wir fuhren mit ca. 160-180 Sachen, über die Strassen um rechtzeitig im Krankenhaus zu sein, ich war absolut nicht mehr in der Lage auf die Uhr zu schaun um zu wissen in was für Abständen meine Wehen kommen,aber ich denke es werden so alle 2 minuten gewesen sein oder auch kürzer, denn sie kamen in verdammt kurzen Abständen, ich wollte einfach nur noch ins Krankenhaus, ich wollte unser Baby nicht allein mit meinem Mann im Auto bekommen. Ich hatte einfach angst davor.

Bei der Notaufnahme angekommen, schnappte mein Schatz einen Rollstuhl , holte mich irgendwie aus dem Auto, denn dazu war ich nicht mehr in der Lage, setzte er mich in den Rollstuhl und die Fahrt ging los... er rasste mit mir durch die langen Gänge zum Fahrstuhl, hätte ich nicht die wehen gehabt, hätte ich nach mehr verlangt, ja ich hätte gewollt er fährt mich so durch´s ganze Krankenhaus, ich im Rollstuhl und er rasend hinter mir, fliegend durch die gänge und irgendwie hab ich noch lachen können und sagen können das mir das gefällt, es war einfach so lustig und sowas haben wir noch nie gemacht. (Schatz das müssen wir mal wieder tun *kicher*) aber egal, im Kreissaal dann endlich angekommen, ich denke es wird so gegen 1 Uhr gewesen sein,stand die Hebamme vor uns, die mir vor paar stunden noch erzählte, heute wird das nichts mehr, die schaute vielleicht blöd aus der Wäsche und sagte so schnell habe sie nicht mit mir gerechnet, ich wurde erstmal im Kreissaal aufgenommen, die hatten alle so die Ruhe weg und ständig lief die Hebamme aus dem Kreissaal und ich hatte angst das wir allein unsere Maus bekommen, hinterher erfuhr ich dann, es muss richtug was los gewesen sein im Kreissaal, alle Babys wollten auf einmal auf die Welt. Es waren bereirs schon Schwangere vor mir, ich war dann erstmal die letzte...
Mein Schatz verschwand dann auch noch um meine Tasche zu holen und die Teit kam mir vor wie eine ewigkeit, mir schossen Gedanken durch den Kopf was ich mache, wenn niemand da ist und ich auf einmal pressen muss? Ich hatte so verdammte angst, ich hätte doch mein Baby nicht allein auf die Welt bringen können und ich war heilfoh als sich der Kreissaal endlich wieder füllte.
Mein Schatz und die Hebamme waren dann wieder rechtzeitig zu meinen Presswehen da und alles konnte losgehen (hach man jetzt stehn mir schon wieder die Tränen in Augen), bevor ich Presswehen hatte, hatte ich mir eigentlich vorgenommen zu zählen, wieviel ich pressen muss, damit ich alles hinterher genau erzählen kann, denn bei meinem Sohn war es nur einmal und er war da. So wirklich zählen konnte ich nicht, ich glaub ich war bei 5 angekommen und dann hatte ich auf einmal alles andere im Kopf, nur nicht zählen. Insgesamt habe ich glaub 8 mal gepresst, die Uhr schlug 1.20uhr und unsere Bibimaus war da , ich habe einem kleinen Engel das Leben geschenkt, ich sah sie und mir kamen die Tränen, endlich alles geschafft und ich gab meinen Schatz einen Kuss und er sagte mir unter Tränen wie stolz er doch auf mich sei, wie ich alles gemeistert habe und ich sagte ihm ich bin so stolz auf dich. Ja ich war so stolz auf ihn, was er alles gemacht hat, das er mit in Kreissal kam und auch die Nabelschnurr durchgeschnitten hat, ich wusste was er für eine Angst davor hatte, ich wusste auch das er es nicht machen kann, die Nabelschnurr durch schneiden und ich verlangte es auch nicht von ihm, ich wollte einfach nur das er mich nicht allein lässt und von Anfang an war klar, das würde er nie tun...

Er stand da, seine Kullertränen vor Freude liefen ihm nur so übers Gesicht, genau wie mir.
Allerdings hatte ich nichts gehört, kein Ton von unserem Baby,jedenfalls dachte ich das und ich fragte was los ist...
Die Hebamme erwiderte nur was soll denn los sein (in einem lieben Ton) und sagte los kleine Maus sag nochmal was deine Mama hat nichts gehört und macht sich Sorgen und da fing sie an zu weinen. Der Papa musste noch die Nabelschnurr durchschneiden, obwohl er dachte er kann das nicht, aber bei dem forschen Ton was die Hebamme drauf hatte, getraute er sich garichts mehr zu sagen... alles war zufrieden und gesund.

Ich bekam dann endlich unsere Maus auf den Bauch und ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, es ist einfach so unbeschreiblich schön, in diesem moment dachte ich an nichts anderes ausser an uns... wir 3 mit dicken, fetten Kullertränen in den Augen, so eine kleine Pipimaus, ich weiß nicht das kann man einfach nicht beschreiben...denn hier fehlen mir einfach die Worte...
Nach einer Weile wurde dann unsere Maus gewogen und folgende Daten brach sie mit sich...

Angelina Stella Lisa

* ein solzes Gewicht von 4010g brach sie auf die waage
* 55cm war sie schon groß
* 35,5cm war ihr Kopfumfang
* geboren 1,20Uhr


also eine richtig kleine Knutschkuller ...*schwäääääääääärm*Eine Weile nach Geburt stellten wir festm, wir hätten den Namen garnicht besser wählen können...

* Angelina = der Anfangsbuchstabe steht für Annett (Mama)
* Stella = der Anfangsbuchstabe steht für Sven (Papa)
* Lisa = der Anfangsbuchstabe steht für Liebe,Leidenschaft und auch Leben


Unsere beiden anderen süssen , waren nicht so groß und auch nicht so schwer. Aber trotzdem haben wir alles super gemeistert, die Geburt war doch relativ einfach und mal wieder verdammt schnell.Hier an dieser Stelle möchte ich einfach erwähnen, meine beiden letzten Geburten, waren einfach Traumgeburten , alles ging total schnell und ohne irgendwelche Schwierigkeit.
Meine Mama meinte, ich brauch länger zum einkaufen oder Brötchen holen, als wie ich meine Kinder auf die Welt bringe. Ja ich muss sagen es waren Geburten wie in einem Bilderbuch, obwohl ich meine 1te Geburt auch garnicht so schlimm fand, nur eben bissel schmerzhafter, was aber auch total schnell vergessen war.

Wir mussten dann noch bis ca. 4 uhr im Kreissaal bleiben und wir waren so überwältigt von dem Anblick unserer kleinen Maus, so ein kleines Wesen, was nun von allem sämtliche Liebe und Zuwendung braucht. Es ist so unbegreiflich schön einem kleines Wesen das Leben zu schenken, es ist unbegreiflich schön und kaum in Worte zu fassen, ein kleines Lebewesen auf dem Arm zu halten, was man 40 Wochen nicht gesehen hatte, sondern nur gewusst hatte, sie ist da, man spürte sie...
Wir unterhielten uns über Hunz und Kunz und ich erfuhr das mein Schatz mit Warnblicke und Lichthupe gefahren ist, war ja richtig viel noch unterwegs los, es war ja Zwiebelmarkt und alle Autos fuhren zur Seite, das fand ich so rührend, das alle irgendwie so lieb waren und zur Seite fuhren. Ich weiß garnicht ob ich in so einem Fall so schnell reagieren hätte, können.
Ausserdem hörten wir andere werdende Mamis aus den Kreissaal schreien, die Arme hatte das vor sich was wir schon geschafft hatten.

Hach wir waren da so zu dritt, mein Schatz schon total müde und es war so wunderschön , allerdings schickte ich dann mein Schatz nach Haus, ich musste eh noch für paar stunden auf Station, er konnte sich kaum trennen, aber ich fuhr dann hoch und durfte erstmal schlafen... Unsere Bibimaus kam ins Babyzimmer... mir wurde gratuliert und erzählt ich bin die letzte die in Kreissaal kommt und die erste die entbindet und ab ins Land der Träume...

>> NACH GEBURT <<

Mit schlafen war da nicht wirklich was, ich vermisste meine Maus, ich vermisste meine Kinder und ich vermisste meinen Schatz und ich hatte mit Nachwehen zu kämpfen, schlafen konnte ich kaum bis meine Maus gegen 8 uhr wieder kam, sie stand da so neben mir, so klein und süss in ihrem kleinen Babybettchen und ich konnte keinen Blick mehr von ihr lassen, ich war so hin und weg von ihr und habe sie stundenlang beobachtet, es war so wunderschön sie beim schlafen zu beobachten, sie sah aus wie ein kleiner Engel,bis dann die Visite kam, ich war Fit wie ein Turnschuh erzählte der Ärztin das ich nach Hause möchte und sie meinte ich könne mich doch noch einen Tag im Krankenhaus ausruhen, ich erwiderte mit ok...oh hilfäääääääääääääää, alle Alarmklocken schlugen in mir, was hab ich getan, was hab ich gesagt, ich kann auf garkeinen Fall länger hier im Krankenhaus bleiben, ich habe Angst im Krankenhaus und ich fühl mich dort absolut nicht wohl, wie bitte soll ich mich da ausruhen, nein das ging nun mal garnicht und ich sprach mit einer Hebamme, die mir allerdings das OK fürs zu hause gab, ach wie war ich froh, jetzt musste ich nur noch auf den Kinderarzt warten, denn von ihm wollte ich auch noch ein OK und dann ab nach Hause.
Gegen 15uhr konnte uns mein Schatz dann abholen und meine Schwiegereltern und unsere große Maus sah ich schon von weitem, hach wie rührend es doch war, es war so schön sie zu sehen und wir standen da im Krankenhaus, alle mit Tränen in den Augen, Tränen der Freude und Tränen des Glücks. Wir fuhren dann alle nach Hause und die ganze Familie kam, mein kleiner Mann kam nach Hause und ich war froh das wir endlich alle zusammen waren, ich hatte dann leichte Kreislaufprobleme bekommen, mir war schwindelig und ich sah alles so verschwommen, irgendwie Unklar, aber trotzdem ging es mir gut und ich war endlich froh und glücklich zu Hause zu sein.

>> LEBEN <<

Ich möchte hier keinesweg FAZIT oder ERFAHRUNGEN schreiben, wie ich es in jeden Bericht geschrieben habe, ich möchte auch keine Sterne oder Empfehlung aussprechen, nein das möchte ich wirklich nicht, ich möchte einfach nur erzählen wie dann so das Leben zu Hause nach Geburt weiter ging.

So langsam lernte man sich kennen, unsere Maus schlief vom ersten Tag an durch, sie meint es wirklich immer gut mit ihrer Mama und sie ist so eine liebe Maus. Unsere beiden süssen Großen, helfen mir sehr viel und sind einfach stolz auf ihre kleine Schwester, sie sind hin und weg und wollen sehr viel wissen. Die Tagen vergingen, alles war zu meistern, ich fing wieder an mit putzen und einkaufen und ich hatte einfach alles im Griff.
Ambulant darf man nur entbinden, wenn man eine Hebamme und einen Kinderarzt hat, die Hebamme kam regelmässig, unsere Maus nahm die Tage nach Geburt ab, aber alles war noch im grünen Bereich. Es ist normal das sie abnehmen und mittlerweile hat sie stolze 4450gramm auf der Waage, sie wächst und gedeiht.

Mir ging es dann ab den 3ten Tag nach Geburt nicht mehr so gut, körperlich war ich Fit wie ein Turnschuh, aber seelig kam ich mit irgendwas nicht klar. Jedesmal wenn mein Schatz aus der Tür war und auch wenn ich manchmal so allein an meinem Kaffee sass, oder überhaupt für mich alleine war, musste ich weinen, einen wirklichen Grund hatte ich nicht, ich fühlte mich so allein und vermisste alles, ja ich vermisste die Zeit in der ich schwanger war, ich vermisste meinen Kullerbauch , hach ich wollte einfach meine Murmel wieder, ich verstand nicht, das man in der Schwangerschaft froh ist endlich die Geburt hinter sich zu haben, das die Schmerzen aufhören die man in der Schwangerschaft so hat und den Bauch endlich zu verlieren, der doch eigentlich immer belastend und störend war und wenn man dann entbunden hat auf einmal sich alles wieder wünscht, ich wollte wieder schwanger sein, ich wollte wieder meine Kuller zurück, ich wollte das man sich so um mich kümmert, wie man es in der Schwangerschaft getan hat, aber ich wollte doch auch meine Maus haben.
Immer wenn ich unsere Maus auf dem Arm hatte, kamen mir die Tränen, aus Freude, aus Stolz und auch aus Traurigkeit das einfach zu schnell die Zeit rumgegangen ist und ich nicht wirklich geniessen konnte.
Es belastete mich wirklich sehr und es belastet mich heute noch, meine Schwangerschaft konnte ich nie so wirklich geniessen, irgendwie hatte ich nicht das Gefühl schwanger zu sein, ich bin zwar regelmässig zum Arzt, ich hatte auch regelmässig unsere Bauchmaus betrachtet und gesehen, aber geniessen konnte ich es nicht und wohl gefühlt habe ich mich auch nie so richtig. Das ständige weinen und niemand war da, niemand kümmerte sich um mich,aber Kristin und mein Schatz, hatten immer ein ohr für mich übrig und versuchte mich aufzubauen, dafür bin ich ihnen auch total dankbar, denn sonst wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Ich fing auch an, an mir zu arbeiten und schrieb ständig alle Gefühle und Gedanken auf, um irgendwie damit klar zu kommen, mittlerweile geht es mir schon etwas besser, ich habe zwar noch nicht die Heulphasen überstanden aber ich muss nicht mehr jeden Tag weinen und es hilft mir drüber zu schreiben. Und ich kann mich endlich irgendwie an allem erfreuen.

>> LIEBE WORTE <<

Mittlerweile bin ich an einem solchen Punkt angekommen, wo ich stolz auf mich bin, wo ich stolz auf UNS bin. Ich bin stolz, das geschafft zu haben, was ich mir vorgenommen habe, ich bin stolz , das ich meine Kinder und mein Schatz habe und ich bin stolz, das wir alles so meistern, wie wir es tun. Ich bin so stolz auf meine Kinder und mein Schatz.
Es ist komisch, nach Geburt sehen wir es auf einmal alles mit anderen Augen, ich würde fast behaupten, wir sind reifer, reifer als damals mit 19 Jahren, als wir das erste mal Eltern wurden.
Ich möchte keineswegs sagen, es war ein Fehler so früh schwanger zu werden, nein ich bin stolz so jung Mutter geworden zu sein und alle 3 Kinder waren geplant und gewollt , und ich bereue keine einzige Schwangerschaft aber ich finde damals haben wir vieles noch nicht so gesehen, wie wir es heute sehen, wir sind jetzt fast 10 Jahre älter, wir haben fast 10 Jahre mehr an Erfahrungen und wir sind in den fast 10 Jahren einfach reifer geworden.
Wir betrachten alles jetzt auf einmal mit anderen Augen und mir ist klar geworden, das ich vieles jetzt anders machen würde, was ich in der Schwangerschaft so gemacht und getan habe, vieles war falsch ohne Rücksicht auf andere zu nehmen, ohne Rücksicht auf meine Kinder zu nehmen, viele Fehler habe ich begangen, leider kann ich es heute nicht mehr ändern und es tut mir auch wahnsinnig leid, was ich getan habe und dafür möchte ich mich bei meinen 3 süssen und großartigen Kindern entschuldigen...es tut mir leid...ich hab euch so lieb, wir haben euch soooooo lieb...

Ich danke auch meinen Eltern und Bruder die mir bei allem geholfen haben und immer für mich da waren, ich danke einfach allen die für mich da waren und da sind...

>> ANDERE MITMENSCHEN <<

Ich möchte einfach was loswerden, was ich sehr, sehr traurig finde...
Die Tage war ich mit meinen 3 Kindern einkaufen, in der Spielzeugabteilung, wir machen das immer so, jeder darf sich was aussuchen, es standen 2 kurbolente Frauen in nicht so schicken Sachen neben uns, für mich aber akzeptabel, jeder wie er gern möchte und die eine meinte, ...Hobbys haben manche Leute..., ich fühlte mich doch schon etwas angesprochen, obwohl sie mich nicht direkt ansprach, mir ging durch den Kopf ob sie wohl mich meinte, ob sie meinte, mein Hobby wäre Kinder machen???

Vielleicht ist es für viele Unklar und nicht verständlich, 3 Kinder zu haben, vielleicht denken auch viele die mich mit meinen Kindern sehen, die arme Frau, hat 3 Kinder, der ganze Stress und die Arbeit, der ganze Ärger,Sorgen und Traurigkeit mit 3 kleinen Kindern, vielleicht haben einige Mitleid mit mir und denken sich wie sowas nur zu schaffen ist, vielleicht denken sie auch das man mit 3 Kindern doch nur überfordert sein kann.
Genauso machte es mich verdammt traurig, als meine Oma sagte, jetzt reicht es aber...anstelle sie sich erfreude das unser kleiner Engel gesund und munter auf der Welt ist, ging ihr nur durch den Kopf, ob ich noch mehr Kinder bekomme...
Ich sage euch, wir sind jetzt seit genau 4 Wochen dreifach Mama und Papa von 3 wundervollen, kleinen Persönlichkeiten , die jeder ihre Liebe und Zuwendung brauchen, die schmusen und Aufmerksamkeit haben wollen, jeder von ihnen braucht seine nähe und Wärme und jaaaaaaa wir schaffen es jeden das zu geben, was sie brauchen, was sie wollen und wir schaffen es jeden glücklich zu machen.
Keiner hat das Recht mir oder auch uns zu sagen wieviele Kinder wir zu haben,haben. Es hat auch niemand das Recht mir irgendwas vorzuschreiben, muss ich, müssen wir so sein wie andere, die vielleicht nur eins oder zwei Kinder haben? Nein wir müssen nicht so sein wie andere und tun auch nicht das, was andere von uns wollen, nur damit wir akzepiert werden. In der heutigen Zeit ist es normal, keine, ein oder auch 2 Kinder zu haben, wir haben 3 Kinder, aber sind wir deshalb nicht mehr normal? Und wenn wir 11 Kinder haben wollten, könnte uns da niemand reinreden, denn es ist mein Leben, unser Leben!

Ich habe mir sehr lange den Kopf zerbrochen...
Über solche Sätze wie Hobbys und Mitleid, stehen wir drüber, unsere Kinder sind kein Hobby unsere Kinder sind unser Leben und es ist auf garkeinen Fall stressig mit unseren 3 Kindern. Wir sind keineswegs überfordert, ganz im Gegenteil es ist so einmalig sie zu haben. Und wir schaffen alles viel besser als wie vielleicht manche mit nur einem Kind. Es ist so wunderschön sie glücklich zu sehen und erst recht das Glück zu haben, sie aufwachsen zu sehen, es ist so unbeschreiblich das erste Lächeln, das erste Zähnchen, die ersten Krabbelversuche und die ersten Laufversuche mit zu erleben. Sowas kann und darf man einfach nicht Hobby nennen. Ich finde es nur einfach sehr sehr traurig wie die Menschheit so drauf ist...
Uns ist sowas von egal was andere über uns denken, uns ist auch sowas von egal was andere über uns reden, wir stehen drüber, denn wir wissen wir können stolz auf das sein, was wir haben, wir können auf unsere Kinder stolz sein und wir können auf uns stolz sein, stolz auf das was wir geschafft haben. Stolz auf unser LEBEN!

Und jetzt bin ich verdammt stolz auf meine treuen Leser , das ihr trotz der Länge von meinem heutigen Bericht, jedes einzelne Wort gelesen habt. Ich danke euch, für eure Treue, für euer Vertrauen, für eure Lesungen, für eure ganzen tollen Bewertungen und natürlich für eure lieben Worte die immer liebevoll in einem Kommentar zusammen getragen habt. Ich danke euch auch für die ganzen,lieben Glückwünsche in meinem Gästebuch und nun auf zu den nächsten 100 Berichten, aber jetzt habe ich mir erstmal ein kurzes Päuschen verdient...
Ich könnte noch soviel schreiben, das war längst noch nicht alles, aber ich denke, es ist langsam Zeit zum Ende zu kommen.


Meine abschliessenden worte , ...
...was gibt es schöneres als in glückliche und lachende Kinderaugen zu sehen...

Liebe Grüße eure > ginger2007 <

Fazit: einfach schön