Allgemeines zu Johnnie Walker
Red, Black oder Blue Label? - Allgemeines zu Johnnie Walker Archiv Essen & Trinken

Neuester Testbericht: ... man die schlanken hohen viereckigen Johnny Walker Flaschen, meistens mit rotem Etikett, seltener mal in der gleichen Form mit schwarze... mehr

Red, Black oder Blue Label?
Allgemeines zu Johnnie Walker

p_atriarch

Name des Mitglieds: p_atriarch

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Allgemeines zu Johnnie Walker

Datum: 02.02.01, geändert am 02.02.01 (738 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: wie alle blends konstant hohe, resp. niedrige Qualität

Nachteile: red und black label schmecken fürchterlich

Der bekannteste und erfolgreichste schottische Whisky ist ein convenience Gtränk, für das es eigentlich keine Kunden geben dürfte. Den Whisky Kenner spricht dieses Gesöff beileibe nicht an, den Anfänger dementsprechend schon gar nicht. Das ist natürlich schade, weil die günstigen Einstiegswhiskys (Glen Grant, Glenfiddich, Cardhu, Glenmorangie ua in den unteren Preiskategorien) nur unwesentlich teurer, dafür aber viel seltener im Kneipenangebot oder in der Werbung präsent sind.Diejenigen, die nur manchmal Whisky zum entspannen trinken, werden sich nicht mit einem Red Label den Abend verderben wollen und die einzigen, die diesen Kram dann endgültig trinken müssen, sind wahrscheinlich Puffbesucher, die nach Alkohol/Preisverhältnis schielen und Halbwüchsige, die Jackie-Cola saufen.Vom Johnnie Walker Red Label rate ich dringend ab.
Der Blacklabel- Walker bietet schon eine bessere performance. Er ist auegewogener, obwohl immer noch kratzig. Man könnte das als sein besonderes Charakteristikum loben, würde sich damit aber kainen Gefallen tun. Auch dem Blacklabel fehlt die nötige Tiefe, er ist aber eine gute Wahl, wenn man partout in der Kneipe Whisky trinken will -vielleicht, um die Angebetete zu beeindrucken, oder einen Flirt zu beginnen- und das, ohne sich von der Kellnerin fünfmal sagen lassen zu müssen, daß derundder Whisky nicht da sei. Für zu Hause ist aber auch dieser Whisky nicht geeignet.
Der Bluelabel ist dagegen schon ein ganz anderes Kaliber. Man glaubt fast nicht, einen Johnnie Walker zu trinken. Hier stellt sich dann heraus, daß die Kratzigkeit eines Whiskys auch ihre angenehmen Seiten haben kann und in diesem Falle zur Hausphilosophie gehört. Der Bluelabel schwappt sanft in den Mund, füllt ihn mit angenehmer Wärme und einer nicht übertriebenen teerigen Note.Auch könnte man meinen, ein wenig Nikotin, Heu und torfige Erde zu schmecken. Ich bin aber kein Anhänger der übertriebenen Bildersprache und kann diese Wertungen nur als Andeutungen stehen lassen
. Insgesamt schmeckt der Bluelabel runder und weicher, als seine kleinen Brüder. Jaufen würde ich aber auch diesen nicht, es sei denn im Dutyfreeshop als nettes Geschenk. Denn in dieser Preisklasse kann ich mich auch mit ehrlichen Spitzenwhiskys (Laphroaig, Ardbeg, Lagavulin) vergnügen.

Das Vergnügen, Gold, oder Green Label zu trinke, hatte ich noch nicht.

Fazit: