Panasonic NV-DS27
Eine gute und günstige Einsteiger-Mini DV Kamera - Panasonic NV-DS27 Archiv Elektronik

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Neuester Testbericht: ... sich jedoch alle auf eine Temperatur von 20°C. Ich habe die Kamera auch schon bei Minusgraden verwendet. Man merkt deutlich, dass d... mehr

Eine gute und günstige Einsteiger-Mini DV Kamera
Panasonic NV-DS27

cyclosan

Name des Mitglieds: cyclosan

Produkt:

Panasonic NV-DS27

Datum: 11.01.02, geändert am 11.01.02 (3292 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Preis-Leistungs-Verhältni s , sehr gute Bildqualität

Nachteile: keine interne Videoschnittstelle, keine interne Vertonung

Vor einigen Wochen hieß es bei mir; es muss eine neue Kamera ins Haus. Die alte hat nur noch Probleme gemacht. Und das sie technisch auf dem neusten Stand wäre, davon war auch kaum noch die Rede. Da lag die Überlegung nahe auf das im Moment aktuelle Mini DV (Digital Video Kassette) Format umzusteigen.
Ich informierte mich über einige Modelle. Unter anderem bekam ich die Panasonic NV-DS27EG vorgelegt.
Ich hatte eine bestimmte Preisvorstellung. Da lag die Kamera mit ihren 1777,77DM (bei Innova) ganz in meinem Rahmen. Mal davon abgesehen, konnte ich die Kamera noch um einen gewissen Betrag runter handeln. Letztendlich erhielt ich das Modell für 1450DM mit 6Cassetten á 60 Minuten Spielzeit.
Für die Leistungen, die die Kamera erbringt absolut ok.
Jetzt zu Dem, was mich zum Kauf der Kamera überzeugt hat.

Die Verpackung wirbt mit einigen bedeutenden Funktionen der Kamera, wie zum Beispiel:
800.000 Pixel CCD, Progressive Photoshot, 0 Lux Night View + Motion Sensor, 15x Optical Zoom, 600x Digital Zoom, Zoom Mic, Smart Wind Cut, DV Terminal, I-Link, PC Interface, Digital Still Picture Terminal, Colour View Finder
Einige dieser Punkte und etwas mehr, möchte ich jetzt erläutern und zu einigen Dingen meine Meinung abgeben.

In dem Karton fand ich die Kamera, ein Ladegerät mit dazugehörigen Kabeln, ein Verbindungskabel für den Datenaustausch von Kamera und Fernsehgerät, eine Fernbedienung, 2 Knopfzellen, einen Schulterriemen, ein Akku und ein Objektiv Deckel.
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Das Akku..
Das Ladegerät ist recht klein. Beide dazugehörige Kabel sind vom Gerät trennbar. Das kleine Lithium Ionen Akku ist sehr leicht in das Ladegerät einzufügen. Die Aufladedauer beträgt 1 Stunde. Dann sollte laut Bedienungsanleitung eine maximale Betriebsdauer von 1h 50min ohne Aufnahmeunterbrechung gewährleistet sein. Die durchschnittliche Aufnahmedauer liegt bei 55 min. Ob das nun alles hinhaut, weiß ich nicht. Ich habe nicht so sehr
auf die Uhr geschaut. Auf jeden Fall waren es immer eindeutig über 1h, die die Kamera mit Aufnahmeunterbrechungen lief. Ich finde das etwas mager. Ich bin am Überlegen, ob ich mir noch ein weiteres Akku dazu kaufe. Es gibt für die Kamera Akkus, da sind durch aus maximale Aufnahmezeiten von über 10h möglich. Was mich die Anschaffung kosten wird, weiß ich aber noch nicht. Des weiteren ist noch zu erwähnen, dass es auch eine Art Schnellladefunktion gibt. Wird das Akku 15min aufgeladen, beträgt die Aufnahmedauer schon 1h. Diese Angaben beziehen sich jedoch alle auf eine Temperatur von 20°C. Ich habe die Kamera auch schon bei Minusgraden verwendet. Man merkt deutlich, dass die Lebensdauer stark sinkt. Das liegt aber weniger am Hersteller, oder am Modell des Akkus. Es ist ein völlig normaler chemischer Effekt. Deswegen sollte man das nicht negativ beurteilen. Man kann aber bei Nichtbenutzung, das Akku von der Kamera entnehmen und in die warme Hosentasche stecken. Das dürfte wenigsten einen kleinen Besserungseffekt hervorrufen.
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Die Kamera –
Es wäre viel zu viel die ganzen einzelnen Funktion der Kamera zu erläutern. Das würde den Rahmen etwas sprengen. Deswegen werde ich nur die wichtigsten Funktion etwas erläutern.

Die Kamera an sich, ist nicht sehr groß, gehört aber trotzdem nicht gerade zu den ganz kleinen. Sie liegt recht gut in der Hand und ist sehr leicht. Der Handriemen ist gut mit dem starkem Klettverschluss an die Hand anpassbar.

Viele Tasten bzw. Knöpfe sind an der Kamera nicht zu sehen. Das macht sie meiner Meinung nach sehr idiotensicher. Das Gleiche gilt auch für die Fernbedienung. Sie ist sehr übersichtlich aufgebaut. Alle Funktionen sind über sie regelbar. Die Entfernung zum Camcorder sollte jedoch für die Benutzung nicht größer als 5 Meter sein. Der Großteil der ganzen Funktionen sind über ein 2.5“ großes Display zu steuern. Der kleine LCD Monitor ist 90° nach hinten schwenkbar. Das macht e
ine Aufnahme möglich, bei denen man selber das zu filmende Objekt nicht sehen kann. Beispielsweise ist das bei Konzerten durchaus der Fall. Man hält die Kamera einfach nur hoch und dann geht das schon. Man kann den Monitor aber auch 180° nach vorne schwenken. Somit sind Selbstaufnahmen möglich, bei denen man sich dann selber im Display sieht, um zum Beispiel sicher zu gehen, dass man auch im Bild ist.
Möchte man das Display aus Spargründen aufgrund der Akkulaufdauer nicht benutzen, steht auch der Gerbrauch des Suchers zur Wahl. Das Display schaltet sich dann aus, indem man es einfach schließt.
Einstellungen wie Kontrast, Helligkeit... sind problemlos im Menü möglich.

Das Menü lässt sich über einen sog. Multifunktions-Jog-Dail steuern. Auch wenn das Menü sehr komplex ist, lässt es sich sehr einfach bedienen.

Einige Funktionen die ich ganz gut finde, werde ich mal kurz beschreiben.
Ein sehr tolle Funktion wäre da die Bildstabilisation. Wenn’s mal etwas mehr wackelt, wählt man diese Option. Da schluckt die Kamera alles was das ruhige Bild stören könnte; mal eine Autofahrt über Pflastersteine, oder einen Spaziergang. Denn da kommt es sicher mal zu Verwacklern.
Der optische Zoom ist bis 15fach auswählbar. Bis 600fach wird alles digital geregelt. Ich sag mal bis 40fach ist ja alles noch akzeptabel. Aber dann macht es eh kein Sinn mehr. Die Bilder werden absolut unscharf und man sieht eigentlich nur noch die Pixel der Bilder. Das ist aber nicht alles, was man zum Zoom äußern kann. Es gibt sogar einen zuschaltbaren Mikrofon Zoom. Das heißt, wenn man sich ein Bild ran zoomt, wird auch das Mikrofon sensibler und man kann somit auch Töne aus größerer Entfernung aufnehmen. Es ist aber absolut ungeeignet, wenn jemand direkt neben der Kamera redet oder Krach macht. Dann hat man wenig davon. Der Krach wird dann nur um so lauter.
Besteht die Gefahr, dass die Tonaufnahmen eventuell durch starke Windgeräusche verfälscht werden, kann
man das durch die Smart Wind Cut Funktion effektiv unterdrücken.
Die Kamera ermöglicht auch, sie wie einen Bewegungsmelder zu verwenden. Sobald sich was bewegt, schaltet sich die Kamera an und startet nach 4 Sekunden die Aufnahme. Für mich ist diese Funktion absolut überflüssig.
Eine Aufnahme im Kinoformat ist auch möglich. Das dürfte ganz gut sein, wenn man eh schon einen Fernseher mit Breitbildformat hat.
Die Kamera bietet zahlreiche Digitaleffekte. Es fängt schon beim Ein- und Ausblenden an. Hier ist zum Beispiel ein Mixen der Bilder auf verschiedene Art und Weise möglich. Einige Effekte finde ich auch hier überflüssig. Das wäre zum Beispiel die Aufnahme im Mosaikeffekt, oder eine Aufnahme der Bilder wie bei Fotonegativen. Was soll mir das bringen? Ich finde rein gar nichts.
Eine gute Funktion, wie ich finde, ist die Aufnahme bei Nacht. Es kann wirklich stockduster sein und man kann tatsächlich Bilder machen. Dies ist mit Hilfe von 2 Infrarotlämpchen möglich, die sich in der Front der Kamera befinden. Mit dieser Funktion kann man jedoch nur Schwarzweiß Bilder mit befriedigender Qualität aufnehmen. Aber es klappt.
Eine weitere Funktion bietet das Aufnehmen von 7 Sekunden Standbildern. Es wird so zu sagen per Knopfdruck ein Foto gemacht. Der Ton wird aber in dieser Zeit weiterhin mit aufgenommen.
Bei dieser Kamera funktioniert eigentlich alles automatisch. Jedoch ist auch die manuelle Bedienung möglich. Hier kann man zum Beispiel den Weißabgleich selbst tätigen, die Blende manuell verändern, oder auch zwischen mehreren Aufnahmeprogrammen wählen. Das ist in einigen Situationen gar nicht mal so unpraktisch. Nicht immer ist es der Kamera möglich, das Bild allein zu optimieren. Es reicht ein kleiner schneller Handgriff und man kann alles selber regeln.
Die Aufnahmezeit ist bei DV Kassetten auf maximal 90 Minuten beschränkt. 60 Minuten beträgt die Schnellspielzeit. Wählt man diesen Modus, ist später eine Nachvertonung möglich. Eine Nac
hvertonung direkt am Camcorder ist nicht möglich. Schade eigentlich. Wählt man den Langspielmodus, ist eine Nachvertonung nicht mehr möglich. Ein Bildqualitätsverlust ist rein gar nicht zu erkennen.
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Die Wiedergabe..
Ich kenne es von meiner älteren Kamera, dass man sich den Film auf der Kamera direkt anschauen kann. Nur ohne Ton. Und das wäre ein Punkt, was mich bei der jetzigen Kamera sehr begeistert. Man kann sich den Film über das Display mit Ton anhören. Es ist im Gerät ein kleiner Lautsprecher eingebaut. Man kann alles deutlich verstehen. Sollte man doch mal Probleme haben, gibt es die Möglichkeit Kopfhörer anzuschließen. Dann hört man alles noch viel deutlicher im HiFi-Ton. Echt spitze.
Die Wiedergabe über das Fernsehgerät ist auch sehr gut. Ich bin sehr zufrieden. Ein kleines Happening wäre noch das zoomen schon aufgenommener Bilder. Dies ist über die Fernbedienung möglich. Man kann sich doch tatsächlich einzelne Bildpartieen aussuchen und extra ran zoomen. Eine gute Sache.
Bei der Wiedergabe von Filmen gibt noch weitere Spielereien. Die Zeitlupenwiedergabe oder auch die Wiedergabe von Standbildern und Einzelbildern. Das spätere Hinzufügen von Digitaleffekten ist auch möglich. Bei Nichtgefallen der dadurch entstandenen Aufnahmen, kann man die Effekte auch später wieder löschen, ohne ein Verlust an Filmmaterial zu haben.
Leider sind DV Kassetten nicht VHS kompatibel. Man hat mir im Geschäft gesagt, dass es zur Zeit noch keine Adapterkassetten gibt, welche das Abspielen im normalen Videorecorder erlauben. Demnach ist man immer gezwungen, sollte man den Film noch nicht auf eine VHS Kassette überspielt haben, die Kamera mitzunehmen und den Film so abzuspielen. Jedoch gibt es aber schon Videorecorder, die einen extra Kassettenschacht für das DV-Format haben.
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Zubehör..
Wie bei fast jeder anderen Kamera gibt es auch bei dieser reichlich Zubehör, wie zum Beispiel Kabel, Stative, Wandhalte
rungen, oder auch Videorecorder dazu zu kaufen.



Fazit:
Für den dafür gezahlten Preis, ist es eine gute digitale Einsteiger Videokamera. Ich denke, dass ich mit dem Kauf keinen Fehler gemacht habe. Ich kann das Gerät nur weiter empfehlen.

Fazit: