Contax RTS III
Super Kamera - Contax RTS III Archiv Elektronik

Neuester Testbericht: ... überforderte User behaupten mögen - wer die RTS-III-Sucheranzeigen bei "Tageslicht" nicht oder nur schwer ablesen kann, ist ... mehr

Super Kamera
Contax RTS III

DYSalo

Name des Mitglieds: DYSalo

Produkt:

Contax RTS III

Datum: 27.09.01, geändert am 27.09.01 (1048 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Bedienkonzept

Nachteile: schwer, teuer

Ich habe schon Erfahrung mit einer Menge Kameras gesammelt, mein absoluter Liebling ist jedoch die RTS III. Warum? Weil sie alles hat was man braucht (und sogar eine Menge mehr) und weil diese Funktionen sehr gut erreichbar sind!

Verarbeitung:
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Contaxtypisch hervorragend ohne Anlaß zu irgendeiner Kritik. Meine ist mal aus ca. 1 Meter Höhe auf Betonboden geknallt. Als ich nach einem kurzen Herzstillstand die Kamera untersuchte, hatte sie keine Fehlfunktion. Dies war sicher kein repräsentativer Test, aber es spricht schon für die Robustheit des Gerätes!

Handling:
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Hervorragend! Alle Funktionen sind über Einstellräder, bzw. kleine Knöpfe und Schalter erreichbar. Auf Menüführung, Doppelbelegung etc. wurde konsequent verzichtet. Es gilt eine Funktion, ein Schalter. Dies ermöglicht in der Praxis in vielen Fällen eine "Blindbedienung" während man die Kamera am Auge hat.

Sucher:
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Der Sucher zeigt einem alles an, was man braucht. Es gibt nur einen kleinen LCD Monitor an der Gehäuseoberseite, der sich im wesentlichen aber nur auf die Anzeige der bereits gemachten Bilder beschränkt. Die Anzeigen sind blau, was sehr edel wirkt, leider aber den Nachteil hat, daß es im hellen Sonnenlicht kaum zu erkennen ist. Angezeigt werden: Bildzählwerk, Zeit, Blende, korrekte Blitzbelichtung (es ist sogar ein Blitzbelichtungsmesser eingebaut, der im Rahmen von +/- 2 Blenden mit Hilfe eines Vorblitzes anzeigt, ob die Blitzbelichtung stimmt; dies funktioniert mit jedem Blitz und natürlich auch mit einer Studioblitzanlage!), gewählte Automatik, etc. Des weiteren zeigt der Sucher 100% des Bildfeldes, was bei vielen anderen Kameras nicht Fall ist (diese zeigen nur zwischen 80% bis 90% des Bildfeldes). Die Mattscheiben sind wechselbar. Um Fehlmessungen zu vermeiden, kann der Sucher durch einen internen Vorhang von hinten verschlossen werden.


Technische Besonderheiten:
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Die Kamera verfügt über eine Vakuumandruckplatte für den Film, die im Moment des Auslösens den Film ansaugt und so für eine 100% Planlage sorgt. Eine nette Funktion, die man aber dem Handbuch entnehmen muß weil man in der Praxis nichts davon merkt. Contax hat hier ein Problem gelöst, welches es in 99,999% der Aufnahmesituation gar nicht gibt.

Datum und Zeit der Aufnahmen werden zwischen den Bildern einbelichtet. Für diese Funktion braucht keine zusätzliche Rückwand gekauft werden.

Eingebauter Blitzbelichtungsmesser (s.o.)


Technische Daten:
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Zeit-, Blendenautomatik (mit Override), Voll Mauelle Einstellung
ISO/ASA: Entweder automatisch per DX Kodierung, oder durch manuelle Einstellung
Belichtungsmessung: Mittenbetont, Spotmessung
Verschlußzeit: 4 sek bis 1/8000 sek., Bulb, Blitzsynchronzeit 1/250 sek.
Belichtungskorrektur in 1/3 Stufen
Filmtransport: Single Shot, 3 Bilder/Sek; 5Bilder/Sek, Mehrfachbelichtung (beliebig viele Bilder auf einem Negativ), Selbstauslöser 2 Sek und 10 Sek.
Spiegelvorauslösung (kann rückgängig gemacht werden)
Abblendtaste (elektrisch)
2 Auslöser (1x vertikal; 1x horizontal)

Gewicht:
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schwer! Mit 1,4 85 mm ca. 1,6 Kilo


Feeling:
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Vieles von dem was hier beschrieben ist, können andere Kameras auch. Was die RTS III jedoch einzigartig macht, ist ihr Bedienkonzept. Man muß sich nicht durch Menüs kämpfen, oder versteckte Funktionen suchen, es ist einfach alles an dem Ort wo man es intuitiv vermutet. Das ist in der Praxis ein unschätzbarer Vorteil. Die Kamera wird zu einer Verlängerung der Auges, man kann sich voll auf das Bild konzentrieren. Es sind letztendlich diese vielen elegant implementierten Kleinigkeiten, welch die Contax auszeichnen. So braucht man etwa die Kamera nicht vom Auge zu nehmen, wenn man wissen will, wieviele Bilder einem noch zu Verfügung stehen, etc.

Nachteile:
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Kein Autofocus (wenn man das so sehen will)
Keine Mehrfeldbelichtungsmessung (die mittenbetonte Messung funktioniert absolut klaglos)
wirklich teuer!

Fazit: