EU-Neuwagenkauf leichtgemacht
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Neuester Testbericht: ... Fahrt waren wir da. Er gefiel sofort, Metallic Blau mit Klimatronic, CD-Radio und Sitzheizung hatte der auch. (kann man ja bei Mercedes... mehr

Sparen mit Leasing
EU-Neuwagenkauf leichtgemacht

whb

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EU-Neuwagenkauf leichtgemacht

Datum: 01.12.00, geändert am 01.12.00 (515 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Liquiditätserhöhung

Nachteile: bei durchdachter Herangehensweise keine

Es gibt leider noch keine Rubrik, die sich mit dem normalen Neuwagenkauf bzw. Finanzierungsarten für Fahrzeuge beschäftigt, deshalb habe ich meinen Artikel hier untergebracht.

Es ist eine alte Weisheit, daß der niedrigste Kaufpreis beim Autokauf bei Barzahlung zu erzielen ist. Diese Weisheit berücksichtigt jedoch nicht, was man außer dem Bezahlen des neuen Wagens noch mit seinem meist mühsam erarbeiteten Geld machen kann. Ich gebe mal ein für jedermann verständliches Beispiel an, welches den Gedankengang, den ich noch weiter vertiefen werde, nachvollziehbar macht. Jeder weis, daß ein Auto ein sehr geldintensiver Gegenstand ist, der sehr schnell an Wert verliert, selbst wenn nur der erste Haltereintrag im Kfz-Brief steht, ohne den Wagen nur einen Meter bewegt zu haben. Eine Immobilie, z.b. eine Eigentumswohnung, erfährt dagegen im Laufe der Jahre einen Wertzuwachs, wenn man nicht gerade auf windige Angebote hereinfällt.
Wie sieht nun die Praxis in den meisten Fällen aus? Die Wohnung wird gemietet und das Auto wird gekauft.

Hier stellte sich schon vor Jahren die Frage, ob das wirklich sinnvoll ist. Findige Finanzexperten haben das Leasing entwickelt. Obwohl schon viele Jahre im Automobilbereich angeboten, haben viele Menschen Vorurteile gegen diese Zahlungsart, vor allem, weil viel zu wenig Informationen darüber bekannt sind.
Wer wird nicht täglich von Werbeinformationen der Art: "99,-DM im Monat" oder "10,-DM am Tag" für das Modell X des Herstellers Y bombardiert?! Diese recht interessant klingenden Angebote sind jedoch nicht solche, die ich kühlen Rechnern empfehlen kann, suggerieren sie doch, daß Autofahren auch für wenig begüterte Leute erschwinglich ist. Werden diese Kalkulationen mal genau beleuchtet, ist es eine recht riskante und zudem nicht sehr sparsame Art, sein Fahrzeug zu erwerben. Richtig spannend wird es erst, wenn man die Möglichkeit hat, sein neues Auto bar zu bezahlen und trotzdem zu leasen.

Fast alle Hersteller
geben hohe Nachlässe, wenn das Wunschmodell statt vom Halter, von der Hausbank erworben wird, da ja hier die Regeln des Großabnehmerrabattes gelten. Dieser Nachlaß wird dem "Käufer" in der Regel vollständig weitergereicht. Die Bank schlägt nun auf die Leasingraten Gebühren auf, damit sie etwas an diesem Geschäft verdient. Nach Ablauf des Leasingvertrages kauft der Händler, der das Auto veräußert hat, zum vorkalkulierten Restwert das Fahrzeug zurück (km-Leasing) oder nimmt das Fahrzeug zum Zeitwert herein und berechnet dem Leasingnehmer die Differenz aus abgeschlossenem Restwert und Zeitwert (Restwertleasing).
Letztere Variante ist besonders riskant, da ja der Leasingnehmer das volle Risiko trägt.
Jetzt zum angekündigten spannenden Teil.

Der Leasingnehmer zahlt ca.50% des Kaufpreises als Sonderzahlung an. Diese Summe wird auf die Leasingraten aufgeteilt und dementsprechend werden diese kleiner. Zudem findet eine virtuelle Verzinsung der Sonderzahlung statt, die auch dem Leasingnehmer zugute kommt. Jetzt bloß nicht den Fehler machen und die absolut niedrigste Rate wählen! Den Restwert nach Ablauf des Vertrages auf ein Minimum (meist 10%) festlegen lassen und mit dem Verkäufer vereinbaren, daß der Wagen nach Vertragende entweder vom Leasingnehmer zu diesem Wert übernommen werden kann oder die Differenz aus Zeitwert und Restwert auf ein neues Fahrzeug umgelegt wird. Wichtig ist dabei eine schriftliche Fixierung, bei der vor allem ein rechtlicher Kniff beachtet werden muß. In jedem Leasingvertrag steht, daß "der Erwerb des Leasinggegenstandes durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist". Das heißt im Klartext, der Verkäufer ist nicht verpflichtet, das Auto nach Vertragende dem Halter zu verkaufen. Diese Klausel kann umgangen werden, wenn bei Vertragsabschluß ein Andienungsvertrag auf einen Dritten, der nicht im Vertrag steht, gemacht wird, z.b. Ehefrau oder Oma/Opa. So hat man ein neues Auto und kann mit dem gesparten Geld arbeiten - Tips dazu gibt es au
ch bei dooyoo im Finanzbereich reichlich.

Ich möchte mal ein Beispiel aus meinem Renault-Bereich aufzeigen, um diese Rechnung nachvollziehbar zu machen. Ein Renault Clio RXE 1.4 3-türig mit CD-Radio und Metallic-Lack kostet laut Liste 27.500,-DM.
Bei Barzahlung kann man von einem Nachlaß von 8 - 10% ausgehen- macht bei 10% genau 24.750,-DM aus.
Jetzt die Leasingkalkulation: 12,6% Nachlaß macht einen Kaufpreis von 24.035,-DM aus. Der Restwert wird auf 10% festgesetzt, das sind 2.750,-DM inkl.16% Mehrwertsteuer. Bei 50% Anzahlung vom Listenpreis in Höhe von 13.750,-DM hat man bei einer Laufzeit von 24 Monaten eine Rate von 360,17 DM. Das macht einen Gesamtpreis von 25.144,08 DM aus, wenn man die Summen addiert, also gerade mal 394.08 DM mehr, als beim Barkauf.
Jetzt hat man 11.000,-DM gegenüber der Barzahlung gespart und kann damit arbeiten. Ob risikoloses Festzinssparen, Aktien, Fonds oder Immobilienanteile, bleibt jedem selber überlassen. Die knapp 400,-DM bekommt man auf alle Fälle wieder raus.

Das alles ist, wie gesagt, nur ein Beispiel, welches je nach Modell, Marktlage und persönlichem Verhandlungsgeschick variiert werden kann. Es zeigt aber auch deutlich, wie man sein Geld besser nutzen kann, als es in ein Produkt zu investieren, welches an Wert verliert. Für Leute, die das Geld für einen Neuwagen nicht aufbringen können, ist das Leasing also nur bedingt geeignet, für Barzahler aber die absolut bessere Möglichkeit, mehr aus seinen Finanzen herauszuholen.

Wer Fragen hat, kann diese ja in den Kommentaren stellen bzw. mir eine E-Mail schicken. Ich werde diese dann gern beantworten.

Fazit: