
Neuester Testbericht: ... Doch dann kam die böse Hexe namens 0190 und wollte für den Kundenservice jede Menge Geld, und die Könige des Geldreiches waren froh das e... mehr
Die Leitungen sind ab sofort geschaltet (T-VoteCall)
013... Service

Name des Mitglieds: edgar43
Produkt:
013... Service
Datum: 18.01.01, geändert am 16.09.04 (1608 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: guter Service
Nachteile: teilweise teuer
"Also, jetzt ist es wieder soweit", bemerkt der blondgelockte Fünfzigjährige, "... kommen wir zur Abstimmung unseres Wettkönigs!"
"Wenn sie der Meinung sind, daß unser Freund von der Nordsee mit seiner lustigen Sandwurmwette der Wettkönig des Abends sein sollte, dann wählen Sie die ......"
"Oder aber unsere Sportfreunde aus Österreich, die mit 34 Mann im VW Lupo "I'm so lonely, lonely, lonely.." sangen, dann wählen Sie die ......"
"Oder aber die Kandidaten unserer eindrucksvollen Außenwette, die den Elefant durchs Nadelör zwängten", ...
usw, usw.
Es ist mittlerweile der gewohnte Normalfall unseres interaktiven Medienzeitalters, als Zuschauer im Fernsehen und als Zuhörer im Rundfunk zum Abstimmen oder Bewerten von zur Auswahl stehenden Kandidaten, Sachverhalten etc. aufgefordert zu werden.
Je nach Interessenlage und Temperament fühlt sich der eine oder andere aus den unterschiedlichsten Veranlassungen heraus auch angesprochen, seine Stimme abzugeben.
In der Regel läuft ein Band mit der Ansage: "Ihr Anruf wurde registriert, bitte auflegen". Befriedigt, zum Ergebnis beigetragen zu haben, nimmt man dies zur Kenntnis und folgt der Anweisung, oder weil es so einfach und glatt lief oder aber weil man den Kandidaten besonders sympathisch fand oder weil man seinem Urteil das notwendige Gewicht geben möchte, drückt man vielleicht noch mal die Wahlwiederholungstaste.
Obwohl beileibe kein großer Fernsehkonsument, weiß ich(man) doch um die Verbreitung dieser Zuschauerbeteiligungen, auch unter dem althergebrachten Begriff TED.
Auf Anhieb fällt mir ein:
Wetten daß?
Wahl Sportler des Jahres
Grand Prix de la Chanson
Nominierung Big Brother
sicher auch: Grand Prix der Volksmusik uä.
Wahl Spieler des Tages bei Livespielen
Umfragen im Radio
...
Diese Liste ist sicherlich sehr unvollständig!
Was ich dabei aber in aller Regel vermisse, sind Hinweise auf die durch eine Teilnahme entstehenden Kosten! Das sagt einem (fast) niemand! Kennt die denn jeder? Doch sicher nur zum Teil.
Abhängig von den jeweiligen Rufnummern liegen die Gebühren für einen einmaligen Anruf bei bis zu 0,94 DM, obwohl man überhaupt keinen Gesprächspartner in der Leitung hat (z.B. Anruf bei Big Brother unter 0137 9xxx).
Da am Beispiel Big Brother die Zuschauer durch die Präsenz in allen Medien stark polarisiert werden, ist hier unter den Fans die Bereitschaft besonders groß, den einen oder anderen Kandidaten zu unterstützen, bzw. dessen Konkurrenten ab zu wählen. Und bei den aktiven Zuschauern spielt die WWH-Taste eine wichtige Rolle. Da läppert sich ganz schnell einiges zusammen. Durch ein mitlaufendes Gewinnspiel werden etwaige Bedenken wegen der Kosten schnell zerstreut oder auch akzeptiert
Wenn man darauf achtet, werden die meisten Zuschauerumfragen über die Rufnummerngruppe beginnend mit der 0137 durchgeführt. Hinter dieser Rufnummerngruppe (0137 1..4, u. 9) verbirgt sich ein Serviceangebot der Deutschen Telekom AG, der sog. T-VoteCall.
Innerhalb des T-VoteCalls unterscheidet sich die Anrufgebühr je nach der an die 0137 nachfolgenden Ziffer von pauschal 24 Pfennig bis 96 Pfennig oder je nach Dauer des Gesprächs mindestens 24 Pfennig und darüber.
Besonders teuer ist die 0137 9xxx. Diese Nummer ist nicht nur für Umfragen gedacht, nein, hier verdient der Sender/Veranstalter richtig mit! Diese Rufnummerngruppe wird zur Refinanzierung von Fernsehsendungen eingesetzt. Abzüglich einer Gebühr für den T-Vote-Call fließt hier ein Großteil der Einnahmen an den Veranstalter zurück. Ein gutes Geschäft, lassen sich doch hier bei Sendungen vor einem Millionenpublikum leicht die Produktionskosten (und mehr!) wieder einspielen. Auch Zuschauergewinne und Kandidatenpreise lassen sich dara
us leicht realisieren. Trotz erheblicher Werbeeinnahmen erfolgreicher Quotengaranten lassen die Sender die eigenen Zuschauer so ganz nebenbei auch noch so richtig zur Ader! Aber das nur am Rande.
Ich möchte nicht dazu aufrufen, sich an Fernsehsendungen oä. nicht zu beteiligen. Hin und wieder nehme ich auch an Umfragen über politische oder tagesaktuelle Ereignisse hauptsächlich im Rundfunk teil (HR3).
Ich möchte aber darauf aufmerksam machen, daß diese Serviceleistungen nicht umsonst angeboten werden. Da die Sender meistens nicht darauf hinweisen, kann sehr leicht dieser Eindruck entstehen. Der Sender initiiert nur die Umfrage. Und daß die Deutsche Telekom diesen Service anbietet, das ist ihr gutes Recht. Nur sollte man sich als Teilnehmer darüber im klaren sein, daß jede Serviceleistung eben auch ihren Preis hat.
Zur Verdeutlichung der aktuellen Tarife, die man nicht im Telefonbuch finden kann, füge ich hier eine kleine Tabelle ein, die man leicht ausdrucken und dadurch griffbereit zur eigenen Information verfügbar haben kann:
Tarife T-VoteCall:
0137 1xxxxx : 2 TE (Tarifeinheiten)
0137 2xxxxx : 2 TE inklusive 30 Sekunde und ab 30 Sekunde 1TE für jede angefangene 30 Sekunde
0137 3xxxxx : 2 TE inklusive 30 Sekunde und ab 30 Sekunde 1TE für jede angefangene 30 Sekunde
0137 4xxxxx : 2 TE inklusive 30 Sekunde und ab 30 Sekunde 1TE für jede angefangene 30 Sekunde
0137 9xxxxx : 8 TE
(TE = z.Z. 12 Pfennig)
Ich ziehe übrigens die politischen Wahlen den Umfragen in Radio und Fernsehen vor, denn die sind ganz umsonst, ...äh gratis, wollte ich sagen ;-).
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Archiv Dienstleistungen
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