
Neuester Testbericht: ... Anschluß weiterer Geräte ermöglich und nur etwa 40,- Euro mehr kostet als ein Access Point. Die Installation ist sehr einfach, wirklich P... mehr
Wie installiere ich ein Netzwerk?
zu den Tipps und Tricks

Name des Mitglieds: Dr_Flash
Produkt:
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Datum: 06.12.01, geändert am 06.12.01 (2023 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: keine
Nachteile: keine
Netzwerk
Einrichtung eines Netzwerks:
1. Netzwerkkarte:
Zu allererst steht die Entscheidung über die Netzwerkkarte an. Zur Zeit gibt es 3 mögliche Geschwindigkeiten zur Auswahl. 10MBit (~1MB pro sec), 100MBit (~10MB pro sec), 1000MBit (~100MB pro sec). Im Augenblick ist das 100MBit Netzwerk bei kleinen Firmen und Privatleuten am beliebtesten. Dies liegt an 2 Punkten. Zum einen ist die Geschwindigkeit eigentlich ausreichend und zum zweiten ist der Preis in Ordnung. Hier mal ein kleiner Vergleich:
10MBit billig (60DM pro Karte) Langsam, Vernetzung an einer Kette (T-Stücke) => sehr instabil
100MBit
Normaler Preis (70-100DM pro Karte), gute Geschwindigkeit, sternförmige Vernetzung => stabil und einfach zu installieren
Für Privatleute und kleine Firmen gibt es keine Nachteile
10/100MBit
Erkennt automatisch maximale Geschwindigkeit und kann somit mit fast allen Netzwerken verbunden werden.
Etwas teurer. Lohnt sich für Leute, die ihren PC öfters mal an ein fremdes Netzwerk hängen. (sehr gut bei Laptops)
1000MBit
Sehr schnell, sternförmige Vernetzung
Sehr teuer (über 500DM pro Karte und auch das Zubehör sehr teuer)
Ich denke hier muss jeder seinen Favoriten finden. Wer keine Ahnung hat und trotzdem sich mal dieses Thema wagen will, sollte man auf die 100MBit zurückgreifen.
2. Installation
Vor diesem Thema haben die meisten Leute Angst. Aber man muss keine Technik Freak sein um so etwas zu schaffen. Als erstes steht der Einbau an. Hier kommt es auf den Steckplatz an. Es gibt PCI (heute normaler Anschluss), ISA (alter Anschluss, PCMCIA (Laptop Anschluss). PCI und PCMCIA haben eine Plug&Play Funktion. ISA ist nicht so gut ? hier ist die Installation etwas komplizierter. Da diese Schnittstelle heute nicht mehr gebaut wird, gehe ich darauf jetzt nicht weiter ein. Bei den 2 anderen Typen läuft es genau gleich. M
an schraubt oder steckt die Netzwerkkarte in den Computer und schon geht es los. Einfach den PC anschalten und vor dem Windowsstart kommt schon ein Fenster welches die Installation einleitet. Einfach den Bildschirmanweißungen folgen (wie es auch immer in der Anleitung steht), Diskette oder CD-Rom ins Laufwerk legen und das war es schon.
3. Protokolle
Um jetzt Daten über ein Netzwerk zu schieben braucht man noch ein oder mehrere Protokolle. Auch hier gibt es 2 Protokolle:
IPX/SPX
Internet Packet Exchange. Von Novell entwickeltes Netzwerkprotokoll welches hauptsächlich bei NetWare Netzen zum Einsatz kommt. Hat nichts mit dem Internet zu tun.
TCP/IP
Transmission Control Program / Internet Protocol. Protokollsuite zur Kommunikation zwischen Rechnern im LAN und in öffentlichen Netzen. Standard im Internet
Wie installiere ich jetzt diese Protokolle?
Bei sehr vielen Karten werden die Protokolle schon installiert, aber eben nicht bei allen. Es ist aber kein Problem dies nachzuholen. Mit der Rechten Maustaste auf die Netzwerkumgebung auf dem Desktop klicken und auf Eigenschaften gehen. Wenn die Protokolle schon da sind, ist nichts mehr zu tun wenn nicht einfach auf den ?Hinzufügen? Button klicken. Jetzt Protokoll ? Microsoft ? TCP/IP oder IPX auswählen. Auf OK klicken und schon installiert es sich. Teilweiße wird die Windows CD verlangt oder man muss neu starten. Beides wurde jetzt bei Windows XP abgeschafft.
Da IPX/SPX gerne von Microsoft verwendet wird, kann es ja nichts sein und deshalb verwende ich dieses nicht sehr gerne.
TCP/IP gefällt mir da schon besser. Also nehmen wir lieber das. Auch hier hat Windows aber einen kleiner Harken. Windows vergibt die Netzwerkadressen eigentlich automatisch. Dies ist ja auch ganz nett, aber wenn die so genannten IP Adresse nicht zusammenpassen oder gar gleich sind, funktioniert natürlich nichts. Deshalb verbeben wir die Adresse
n lieber von Hand. Dazu gehen wir einfach wieder die die Eigenschaften der Netzwerkumgebung und klicken auf das TCP/IP Protokoll. Hier gehen wir erneut in die Eigenschaften und dann auf IP Adresse.
Hier wählen wir IP festlegen. Hier gibt es jetzt ein paar Möglichkeiten:
TCP/IP-Adressierung ist wie eine Postanschrift. Sie setzt sich aus 4 Oktetten zusammen (z.B. 192.168.100.3). Jedes Gerät in einem TCP/IP Netzwerk hat seine eigene Individuelle Adresse. So bezeichnen in einem Klasse C Netzwerk die ersten 3 Oktette (also bei unserem Beispiel 192.168.100) das Netzwerk und das letzte Oktett (die 3) ist die Hostnummer. Netzwerke werden in 3 Klassen unterteilt. Klasse A, Klasse B und Klasse C.
Klasse erste Oktette Dezimal Zahl der Oktetten für das Netz Zahl der Oktetten für Host Adressierbare Hosts Adressierbare Netze
A 1-127 1 3 16.777.214 126
B 128-191 2 2 65.534 16.384
C 192-223 3 1 254 2.097.152
Also eine 192.168.100.3 ist ein Klasse C Netzwerk und 92.122.145.55 ist ein Klasse A Netzwerk. Kommen wir nun zu der Frage warum man diese unterscheidet. Bei einem Klasse A Netzwerk wird nur das erste Oktett zur Adressierung des Netzwerkes genommen und die restlichen 3 Oktette geben die Hostnummer an. Also bei unserem Beispiel ist die 92 das Netzwerk und die 168.100.3 ist die Hostnummer.
Die beliebteste Möglichkeit ist:
192.168.0.0 Wobei die letzte 0 dann bei allen PC immer + 1 gerechnet werden muss (192.168.0.1 ? 192.168.0.2 ...)
Und in der 2. Zeile steht dann immer 255.255.255.0
So das war das, jetzt haben wir die Karte installiert. Klang jetzt etwas Technisch zum Schluss, aber wenn man das ganze einmal gemacht hat, hat man es rum. Jetzt müssen wir uns noch um die Kabel kümmern.
4. Netzwerkkabel
Damit die Daten von einem PC zum anderen kommen, benötigen wir natürlich noch Karbel (Wireless (Kabellos) Lan gibt es
zwar auch schon, aber 1. sind die Karten sehr teuer, 2. sehr langsam und 3. funktioniert das ganze nicht sehr gut). Auch hier gibt es wieder 2 Möglichkeiten. Entweder man will nur 2 PCs vernetzten, dann reicht ein gekreuztes Kabel oder man benutzt ein ?Hub?. Bei den Hubs gibt es auch wieder verschiedene. Je mehr Computer an das Hub angeschlossen werden können, desto mehr kosten Sie.
Hub für:
4 PCs ~ 100DM
5 PCs ~ 150DM
8 PCs ~ 300DM
32 PCs = großes Hub mit kleinem Server und Kühlung ~ 1500DM
Dies kann man jetzt unendlich weiterführen.
Das Hub muss aber nicht mehr installiert werden. Einfach an die Steckdose anschließen und die Netzwerkstecker reinstecken. Der Rest geht automatisch.
5. Abschluss
Datei und Drucker Freigabe
Eine der nützlichsten Dingen in einem Netzwerk ist die Möglichkeit auf Verzeichnisse und Drucker auf anderen Rechnern zuzugreifen. Um dies zu ermöglichen muss man die Drucker oder Verzeichnisse "freigeben". Dazu rechts-klickt man auf das frei zu gebende Verzeichnis/Drucker und wählt "Freigabe" aus. Jetzt öffnet sich ein Dialog in dem man die Freigabe Optionen einstellen kann. Drucker müssen aber nicht Netzwerkfähig sein, es genügt wenn man den Drucker mit dem Klick auf das Druckersymbol frei gibt und dann den Rechner arbeiten lässt (d.h. er muss angeschaltet sein)
Dann kann man problemlos drucken...
Freigegebene Verzeichnisse werden durch ein blaue Hand unter dem Verzeichnis gegenzeichnet.
Wenn diese Hand nicht erscheint ist das Verzeichnis wahrscheinlich nicht freigegeben.
Freigabe Überlegungen
Datei und Drucker Freigabe ist sehr nützlich in einem kleinen Netzwerk und eine der Hauptgründe ein Netzwerk einzurichten. Man sollte aber sicherstellen dass man seine freigegebenen Dateien und Drucker durch ein Passwort schützt. Es gibt mehrere Möglichkeiten auf die freigegebenen Dateien eines Rechners zuzugreifen sobald der R
echner im Internet ist und TCP/IP installiert ist. Mit speziellen Programmen können Tausende IP Nummern überprüft werden. Neben den IP Nummern wird aber auch überprüft ob Dateien oder Drucker freigegeben sind. Wenn diese nicht durch ein Passwort geschützt sind kann jeder auf diese zugreifen. Wer also nicht total leichtsinnig (oder einfach Dumm) ist schützt seine freigegebnen Drucker und Dateien durch Passwörter. Wer sich vergewissern will dass sein PC sicher ist sollte hier hin gehen und es überprüfen.
Identifikation
So das letzte was man noch verändern ? überprüfen sollte ist die Identifikation. Diese findet man wieder unter den Eigenschaften der Netzwerkumgebung. Hier sollte man darauf achten, dass die Arbeitsgruppe bei allen PCs gleich ist. Ansonsten kann man den Rest nach eigener Wahl einstellen.
So das war?s. Wenn man jetzt auf Netzwerkumgebung geht, müsste man die anderen PCs im Netzwerk sehen. Ich benutzte hier bewusst den Konjunktiv. Da wir hier von einem Netzwerk sprechen ist nur eins sicher ? und zwar das nichts sicher ist. Leider passiert es immer wieder, dass es trotzdem nicht funktioniert. Dann fängt die suche im Heuhaufen an. Wenn ich jetzt nur die 10 besten Standarttricks beschreiben sollte, hätte ich schon ein Buch so dick wie die Bibel zusammen. Solange es Netzwerke geben wird, wird es Probleme damit geben. Für Firmen gibt es da nur eine Möglichkeit. Experten anstellen und selbst die brauchen für ein Netzwerk von 50 PCs ~ 4 Wochen bis alles funktioniert.
Viel Glück
Ich hoffe Ihr wisst jetzt wie es geht. Wenn noch fragen da sind, einfach mir ne Mail schicken!
Sven Taubert
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Archiv Computer

