
Neuester Testbericht: ... ich mir im Laufe der Zeit auch noch eine Grammatikkartei angelegt und mir auch wichtige Regeln und Eselsbrücken darauf geschrieben. Dass... mehr
Ohne Fleiß kein Preis
GMAT/TOEFL

Name des Mitglieds: Mondfinsternis
Produkt:
GMAT/TOEFL
Datum: 04.06.03, geändert am 02.09.04 (4097 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Das FCE wird weltweit anerkannt, Man kann auf das CAE und CPE aufbauen, Man hat beruflich dann bessere Chancen
Nachteile: Hoher Zeitaufwand, Hohe Prüfungsgebühr, Viel Geduld und Ausdauer
Ich habe beim ILS – Hamburg den Lehrgang Cambridge First Certificate in English belegt, der genau zwei Jahre lang ging. Man kann zwischen dem 1. und 2. Einstieg wählen, je nach Vorkenntnissen. Da ich die notwendigen Grundkenntnisse schon hatte, konnte ich mit dem 2. Einstieg beginnen. Also bekam ich wenige Tage nach der Anmeldung mein Studienmaterial nach hause geschickt. Am Anfang war noch vieles einfach, aber im Laufe der Zeit stellte ich dann fest, dass wurde es immer schwieriger für mich wurde. Meine Noten in den Hausaufgaben waren nicht immer so, wie ich es mir gewünscht hätte oder dass die Lehrer von mir mehr erwartet hätten. Außerdem ist es ein Unterschied, ob man zuhause ganz alleine lernt und sich den Stoff selber reinzieht und beibringt oder ob man irgendwo zur Schule geht.
Auch muss man viel Eigendisziplin, ein dickes Fell und viel Motivation haben. Man darf sich durch die Benotung von den Lehrern nicht entmutigen lassen, denn diese haben keinen Einfluss auf die Prüfung. Ganz wichtig ist, dass man sich von Anfang an hinsetzt und regelmäßig lernt und sich einen festen Plan macht. Nun kommt es auch mal vor, dass man nicht immer die Lust zum Lernen hat. Um immer am Ball bleiben zu können, sollte man sich wenigstens eine Stunde mit dem Lesen vertraut machen, sonst kann man gerade wieder von vorne anfangen und dass wäre doch Zeitverschwendung. Ich habe mir jeden Monat das Magazin Spotlight gekauft und viel darin gelesen und auch hier waren immer Grammatikübungen drin, die man machen konnnte. Auch nutzte ich die Gelegenheit von Spotlight die Homepage öfters zu besuchen, denn dort kann man richtige Tests machen, die dann auch vom Computer bewertet werden. Ich habe dann die Artikel in Spotlight gelesen, die mich wirklich interessiert haben und lese ich heute immer noch.
Das Studienmaterial reichte mir nicht aus und habe mich mit Büchern eingedeckt und daran auch nicht gespart. So habe ich mir das Grammatikbuch von Raymond Murphy Grammar in Usewith Answers gekauft, denn dort sind viele Übungen und Erklärungen drin und dass hat mir schon viel geholfen. Auch sollte ein einsprachiges Wörterbuch in Eurem Regal nicht fehlen, denn da steht auch drin, wann man die Vokabel benutzen kann und wann nicht. Ich habe das Advanced Learners von Oxford mir besorgt und kann dieses jedem empfehlen. Auf einen guten Wortschatz solltet Ihr nicht verzichten, denn dieser kann Euch auch schon viel helfen.
Ganz zum Schluss habe ich mich mit Prüfungsvorbereitungsmaterial eingedeckt, was nicht ganz billig war für mich. So habe ich mir das First Certificate Gold practice exams und First Certificate Practice Tests 2 mit den Sprachkassetten besorgt, da ich mich intensiv auf die Prüfung vorbereiten und die verschiedene Themen üben wollte. Zwar hat man mir die Prüfungsvorbereitungshefte vom ILS ins Hause geschickt, ich aber auf Nummer sicher gehen wollte und mir diese nicht ausreichten.
Große Probleme hatte ich mit der Grammatik und ich dort meinen ganzen Elan reinhängen musste. So habe ich mir im Laufe der Zeit auch noch eine Grammatikkartei angelegt und mir auch wichtige Regeln und Eselsbrücken darauf geschrieben. Dass hat mir dann auch schon viel geholfen und konnte diese Karteikarten immer unterwegs lernen. Was das Vokabelnlernen angeht, habe ich mir eine Vokabelkartei aufgebaut. Damit ich ein wenig Spaß daran hatte, habe ich mir Karteikarten in der Größe DIN A7 in blau bei einem Bürogroßmarkt gekauft. Dort habe ich mir die Vokabeln dann aufgeschrieben und konnte sie auf der Arbeit, in Bus und Bahn lernen. Von Vokabelnlisten rate ich ab, denn damit hatte ich keinerlei Erfolg. Die beste Methode um Wiederholtes festzunageln ist die Karteikartenmethode, was auch von vielen Lehrern und Pädagogen immer befürwortet und empfohlen wird. Natürlich brauchte ich auch noch einen Karteikasten für meine Vokabeln, der aus fünf Fächern besteht. Ins erste Fach kommen alle Vokabeln rein, die man noch nicht kann. Und im Laufe der Zeit prägt man sich ja die Vokabeln ein und kann diese dann auch, diese wandern dann ins zweite Fach und so geht es immer weiter. Weiß man eine Vokabel mal nicht, wandert diese wieder ein Fach zurück. Nun wird sich manch einer sagen, dass dies doch viel Arbeit ist, was ich auch nicht abstreiten will, aber diese viele Arbeit macht sich nachher auch bezahlt.
Am Wochenende nutzte ich die Gelegenheit und habe mir bei Telekolleg die Englischsendungen Samstags und Sonntags angeschaut. Diese halbe Stunde habe ich mir fast jedes Wochenende zu Herzen genommen und hat mir auch noch Spaß gemacht. Wenn Ihr Euch nach den Sendezeiten vom Telekolleg erkundigen wollt, dann auf die Homepage von www.telekolleg.de.
Nun ging meine Zeit schnell rum und ich war fast fertig mit dem Lehrgang, so dass ich mich das letzte dreiviertel Jahr gründlichst auf die Prüfung vorbereitet hatte. Nebenbei bin ich noch eine Englisch – Schule gegangen, damit ich meine Grammatik erheblich verbessern und auch den sprachlichen Teil üben konnte, denn ich hatte niemanden, der sich mit mir getroffen hätte zum Englischsprechen und dementsprechend hatte ich keine andere Wahl, als dies in der Schule zu üben. Nun rückte der Termin zur Prüfung immer näher und dann kam der Tag, wo ich mein Können unter Beweis stellen musste. Die Cambridge – Prüfung besteht aus fünf Teilen:
Reading, Writing, Use in English, Listening und Speaking
Reading:
Hier bekommt man Zeitungsartikel über ein bestimmtes Thema zu lesen und man die passende Überschriften diesen Artikeln zuordnen muß. Nun wird jeder sagen, dass ist ja einfach, was es aber absolut nicht ist. Die Überschriften und Artikel sind sich alle sehr ähnlich, dass man auch in die Versuchung kommen kann, eine andere Überschrift zu wählen. Man trägt die Buchstaben von der Überschrift in die vorgesehenen Balken ein und überträgt diese dann später auf einen extra Bogen, den man nur mit Bleistift beschriften darf, um ausradieren zu können.
D
er Reading – Teil besteht aus 4 Teilen bzw. 35 Multiple Choice Fragen. Und in allen vier Teilen bekommt man Zeitungsartikel über verschiedene Themen. So kann im ersten Readingteil es sich um Fitness, im 2. Teil kann es sich um eine Autobiographie handeln wo Fragen zum Text gestellt werden, die man dann ankreuzen bzw. markieren muss und im 3. Teil kann es sich um Urlaubsziele handeln, im 4. um Schulen usw. Die Prüfungszeit für das Reading beträgt 75 Minuten. Ausnahmen gibt es keine.
Writing:
Beim Writing bekommt man verschiedene Themen zugewiesen, wobei das 1. Thema für alle obligatorisch ist. Meistens muss man einen Brief fertig schreiben und auf die verschiedenen Punkte drauf eingehen. So kann es sich z.B. um eine Sprachreise handeln. Jeder Aufsatz sollte zwischen 120 und 180 Wörter beinhalten. Das steht aber ganz genau dabei. Das zweite Thema kann man sich dann aussuchen, wobei zum fünften Thema immer Hintergrundwissen zu den gelesenen Büchern gestellt werden. Man kann nicht irgendein beliebiges Buch nehmen, sondern diese Bücher sind vorgegeben. Das steht aber auch in den Prüfungsunterlagen mit drin. Aber ein paar Bücher kann ich Euch nennen, wo es notwendig ist, Hintergrundwissen zu haben, für die, die ihre Stärken darin haben. ANIMAL FARM, A Tale OF TWO CITIES usw. Für diejenigen, die dafür absolut kein Nerv dazu haben und nicht gerade jedermann Stärke ist, sollten sich ein anderes Thema aussuchen. Für das Writing hat man genau 90 Minuten lange Zeit.
Use in English:
Dies war wohl der schwierigste Teil für mich und es mir am meisten davor gegraut hat. Im ersten Teil bekommt man einen Lückentext in dem man die passenden Vokabeln einsetzen muss. Diese Vokabeln sind aber vorgegeben und auch die sind sich alle sehr ähnlich. Jeweils sind es in einer Reihe immer 4 Vokabeln und man deren Bedeutung kennen sollte. Im zweiten Teil von Use in English bekommt man auch wieder einen Lückentext, wo man selber die passende Vokabel herausfinde
n muss. Der dritte Teil ist wohl der Schwierigste für viele gewesen, denn hier sind Sätze vorgegeben, die man umschreiben muss und zwar so, dass dieser Satz nachher eine ähnliche Bedeutung hat. Unter dem vorgegebenen Satz ist die vorgegebene Vokabel, die nicht verändert werden da. Um eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, gebe ich hier ein kurzes Beispiel:
Der vorgegebene Satz heißt: I met her while I was staying in Paris last summer.
Darunter die vorgegebene Vokabel stay und nun muss der Satz eine ähnliche Bedeutung haben und würde lauten: I met her during my stay in Paris last summer. Was Ihr auf jeden Fall für den dritten Teil können müsst, sind konditional Sätze ( if – Sätze ), indirekte Rede und das Passiv, dass kommt auf alle Fälle dran. Die verschiedenen Zeiten solltet Ihr auch können.
Im vierten Teil von Use in English muss man einen Text korrigieren, was aber noch geht und die Wörter die an der falschen Stelle stehen, neben die betreffende Zeile schreiben. Die Sätze die richtig sind, wird ein Haken dahinter gemacht. Nun der letzte Teil von Use in English besteht wieder aus einem Lückentext und die Vokabeln wieder vorgegeben sind, aber diese dann noch ergänzen muss. Hat man erst mal Use in English hinter sich gebracht, kann man etwas aufatmen. Für das Use in English hat man 75 Min. Zeit.
Listening:
Hier werden Texte von einem Band abgespielt und man hier auch wieder Fragen beantworten bzw. die Antworten ergänzen muss. So muß man z.B. aus dem Text raushören um was es geht und dann die passende Antwort ankreuzen. Es sind insgesamt vier Texte und jeder wird ein zweites mal abgespielt, so dass man die Möglichkeit seine Antworten zu korrigieren.
Für das Listening hat man insgesamt 40 Minuten Zeit.
Speaking:
Man ist zu zweit in der mündlichen Prüfung und der Prüfer erst mal den Prüfer darum bittet sich persönlich vorzustellen und dass könnte so verlaufen :
Where are you from ? How long have you
lived there ? What are your plans for the future ? Danach bekommt am zwei verschiedene Fotos vorgelegt die man vergleichen soll und was man selber darüber denkt und ob man an diesem Ort gerne bleiben würde, dass ist immer sehr unterschiedlich.
Danach bekommt man noch mal Bilder vorgelegt die man dann miteinander diskutieren und sich austauschen soll und es ist immer dass gleiche Prinzip. Und so verläuft die ganze mündliche Prüfung. Das Speaking dauert 20 Minuten. So, nun noch einige Hinweise die allgemein für den Prüfungsverlauf gelten. Es dürfen grundsätzlich keine Hilfsmittel wie Wörterbücher zu Rate gezogen werden und auch Handys sind strikt verboten. Wird man dabei erwischt, ist man disqualifiziert und hat die Prüfung auch nicht bestanden.
Dass man von seinem Gegner abschreiben kann, ist nicht möglich, denn jeder sitzt für sich alleine und die Tische sind so weit auseinandergestellt, dass man keine Möglichkeit hat, abzuschreiben. Das steht aber auch nachher in den Prüfungsbedingungen drin die man zugeschickt bekommt.
Hat man die Prüfung nicht bestanden, kann man sie wiederholen wobei hier keine Grenzen wie bei Schulabschlüssen gesetzt sind. Dabei gibt es drei verschiedene Levels nach denen man die Prüfung bestehen kann. Diese sind A, B und C. Alles andere wie D, E und F gilt als nicht bestanden. Um die Prüfung überhaupt zu bestehen, muss man 60% erreicht haben. Das Prüfungsergebnis bekommt man nach 10 – 12 Wochen schriftlich mitgeteilt. Der Grund warum das so lange dauert ist der, die ganzen Prüfungen werden nach Cambridge zur Korrektur eingeschickt und dieses Sprachzertifikat machen Tausende von Menschen auf der ganzen Welt.
Die Prüfungen sind überall einheitlich und man könnte sie überall machen. Die Prüfungen werden in Cambridge – Prüfungszentren absolviert. Hier in Hamburg wird sie an der Staatlichen Fremdsprachenschule abgenommen. Allerdings für diejenigen die weitermachen wollen, können nach dem First Certificate auf das Adva
nced oder Proficiency aufbauen und danach die Ausbildung zum Staatlich Geprüften Übersetzter machen. So, und ich denke, mein Bericht ist lange genug, dass kaum Fragen auftreten dürften und ich jedem der das First Certificate absolvieren will, viel Glück für die nächste Prüfung wünsche.
Fazit:

