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Nicht zu empfehlender Saftladen :-(
Fiducia AG

Name des Mitglieds: squarerigger
Produkt:
Fiducia AG
Datum: 22.08.01, geändert am 22.08.01 (1471 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Aus meiner Sicht keine mehr
Nachteile: Es scheint das Chaos zu herrschen
Eins vorneweg: Ich schreibe diese Meinung NICHT aus Frust darüber, daß ich nicht genommen wurde - ich habe nämlich meine Bewerbung von mir aus zurückgezogen. Ich möchte hier aber darstellen, wie schlampig diese Firma arbeitet, wenn es um Bewerbungen geht.
Ende Januar 2001 bewarb ich mich auf eine Stellenanzeige, welche ich in der Zeitung "Badische Neueste Nachrichten" entdeckt hatte. Gesucht wurde ein "Produktmanager Kreditrisikomanagement". Die Anforderungen an den Job entsprachen in etwa meinem Skill, ich habe in diesem Bereich auch einiges an Erfahrung. Also dachte ich mir, ich könnte mich ja mal bewerben.
Und damit begann sie, die lange Geschichte der Bewerbung des squarerigger bei der Fiducia AG:
Ende Januar:
Ich schickte meine kompletten Bewerbungsunterlagen an die in der Stellenanzeige angegebene Adresse.
Anfang Februar:
Ich erhalte eine Bestätigung, daß meine Bewerbung eingegangen ist; gleichzeitig teilt man mir mit, daß es noch ein bißchen dauern kann, bis auf die einzelnen Bewerbungen reagiert wird. Gut, das ist ja nichts außergewöhnliches.
Mitte März:
Ich habe mein Vorstellungsgespräch. Der für die Stelle, für die ich mich beworben habe, zuständige Abteilungsleiter, der eigentlich dabeisein wollte und sollte, ist nicht da. Er sei kurzfristig erkrankt, sagt man mir. Stattdessen sind zwei Mitarbeiter aus dieser Abteilung, also potentielle zukünftige Kollegen, da. Entscheidungsbefugnis haben sie keine, wie sie gleich sagen. Es muß also noch ein 2. Termin stattfinden. Wir unterhalten uns angeregt über den Job im Speziellen und über den Bereich Risikomanagement im Allgemeinen, aber es bleibt doch recht belanglos. Meines Erachtens wäre es fast sinnvoller gewesen, den Termin zu canceln, denn er hat sowohl mir als auch der Fiducia AG wenig bis gar nichts gebracht.
Ende April:
Mein 2. Vorstellungsgespräch findet statt. Anwesend ist neben einem der Kollegen
, die schon beim letzten Termin dabei waren, auch Herr R., der zuständige Abteilungsleiter. Es wird ein recht interessantes Gespräch bei dem ich mich, so mein Eindruck, auch recht gut "verkaufe". Da ich eine Woche später in Urlaub gehe, wird zwischen Herrn R. und mir vereinbart, daß er sich Mitte Mai, in der 1. Woche, in der ich wieder zurück bin, bei mir meldet, um mir mitzuteilen, ob ich den Job kriege oder nicht.
Dann passiert lang, lang nichts! :-(
Irgendwann Mitte Juni, der Termin, an dem man sich bei mir hätte melden wollen, ist längst vorbei, wird es mir zu bunt. Ich schicke ein e-Mail an Herrn R., mit Kopie an Herrn T. von der Personalabteilung (von ihm waren die Einladungen zu meinen Vorstellungsgesprächen unterschrieben).
In diesem Mail teile ich mit, daß ich meine Bewerbung bei der Fiducia AG mit sofortiger Wirkung zurückziehe. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, unter einem Abteilungsleiter wie Herrn R. zu arbeiten - wer schon bei wichtigen, sensiblen Vorgängen wie einer Bewerbung dermaßen schlampig arbeitet, Termine nicht einhält, unter dem kann und will ich nicht arbeiten. Ich bin ein Mensch, der eine strukturierte Vorgehensweise gewohnt ist - also etwas, was im IT-Bereich unbedingt notwendig ist. Ein solches Chaos, wie es Herr R. da fabriziert hat, ist in meinen Augen so ziemlich das Letzte. Das teile ich den Herren R. und T. - natürlich freundlich-verbindlich formuliert - auch mit.
Eine Antwort erhalten ich weder von R. noch von T. - stattdessen vergeht noch mehr Zeit. Ich bin inzwischen stinksauer. Immerhin investiert man in Bewerbungsunterlagen Zeit und Geld. Insofern hätte ich meine Unterlagen gerne zurück, da ich sie ja evtl. zumindest teilweise "recyclen" könnte.
Irgendwann Mitte August finde ich dann in meinem Briefkasten einen Umschlag, Absender: Fiducia AG, Inhalt: meine Bewerbungsunterlagen und ein Schreiben.
In dem Schreiben teilt man mir nicht etwa das Bedauern üb
er die schlampige Arbeit des Herrn R. oder eine Entschuldigung daür, daß meine Unterlagen erst jetzt zurückgesendet wurden, mit. Nein, da steht drin, daß man es bedauert, mir die Stelle nicht anbieten zu können, weil man einen anderen, noch besser qualifizierten Mitarbeiter gefunden hat.
Diese Absage regt mich allerdings nicht auf - ich würde unter dem betreffenden Abteilungsleiter bzw. auch bei einer Firma, die ein solches Chaos bei ihren Führungskräften toleriert, nicht arbeiten wollen. Deshalb habe ich ja auch von mir aus die Bewerbung zurückgezogen.
Was ich jedoch nicht verstehen kann, ist die Frage, wie ein solches Chaos überhaupt möglich ist? Wenn die Fiducia AG mit ihren Kunden genauso besch... umgeht wie mit potentiellen Mitarbeitern, dann tut es mir jetzt schon um die Firma leid!
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Arbeitgeber
- zu hohe Gebühren
- FINGER WEG VON TELEKOM - ANGEBOTEN!!!
- Die Firma mit dem Stern
- PAYBACK nicht an jeder Tanke!
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