
Neuester Testbericht: ... Beispiel Pressesendungen und ale Vollbezahlten Sendungen. Dieses wird von Der Deutsche Post AG zu knapp 98, 5 % erfüllt also das heißt wie... mehr
Moderner Sklaventreiber mit Gewerkschaftsunterstüt zung
Deutsche Post AG

Name des Mitglieds: susa.am.pc
Produkt:
Deutsche Post AG
Datum: 02.07.06
Bewertung:
Vorteile: vielleicht frische Luft?
Nachteile: viel zu viele um den Job überhaupt zu machen
Es war einmal...
Der gute Ruf der Post, der mich dazu bewegte mich als Briefzusteller zu bewerben.
Gerade das Frühjahr schien doch sehr gut als Einstiegsmöglichkeit, aber genug der Träumerei jetzt zu den Fakten.
Eingestellt wird man für eine 38,5 Stunden Woche und einem Einstiegsgehalt von 1643 komma irgendwas Brutto.
Klingt bis hier hin gut.
Auf die Nachfrage hin wann es Gehalt gäbe, hieß es zum 15.ten eines Monats, man wird gleich voll bezahlt, bekommt nicht weniger weil man sich in der Einlernzeit von 3 Wochen befindet.
Urlaub kann man logischer Weise erst mal vergessen, aber das ist ja überall als Neuling so.
Jetzt zur unschönen Realität:
-in den ersten drei Wochen arbeitet man jewils 6 Tage die Woche. Zum besseren lernen, versteht sich.
-von den 38,5 Stunden steht einem pro Tag eine halbstündige Pause zu, sofern man auf seine acht Stunden kommt (was garantiert der Fall ist), die einem auch vom Gehalt abgezogen wird, die man aber nie machen kann. (bitte wann denn? zählt die Zigarette zwischen zwei Hauseingängen als vollwertige Mahlzeit?)
-Arbeitskleidung bekommt man nach den ersten drei Monaten (hieß es zumindest) Fakt ist: Arbeitskleidung bekommt man erst nach den ersten sechs Monaten, sofern man seine dritte Vertragsverlängerung erhält (erste Verlängerung nach den ersten vier Wochen, die zweite nach weiteren 3 Monaten)
Wenn man penetrant nachfragt bekommt man eine Regenjacke, nach weiterem wochenlangem nerven eine Regenhose und wenn man Glück hat eine Umhängetasche um die ganzen "Nachweisbaren Sendungen" wie Einschreiben, Nachnahmen und Zustellurkunden, sowie die x-Schlüsselbunde irgendwie mitnehmen zu können.
-Arbeitsbeginn: ist laut des sogenannten Gangbuches in jedem Bezirk unterschiedlich (Das ist die schöne Bemessung, in der die zuzustellenden Häuser sowie die ausgerechnete Artbeitszeit verankert ist, deswegen auch witzigerweise eine 38,5 Stunden Woche, egal ob man einen fünf oder einen sechs-Tage-Gang hat)
Fakt ist aber: Arbeitsbeginn ist um sechs Uhr. Es wird einem Nahe gelegt doch noch früher zu erscheinen um gerade als fremder in diesem Bezirk seine Arbeit in dem Maße verrichten zu können, das den Kunden nicht auffällt das man gerade mit Tonnen von Werbematerialien und einem Minimum an Post beschäftigt ist. Habe ich erwähnt das alle die vor sechs Uhr mit der Arbeit beginnen unbezahlt arbeiten?
Sogenannte Mazi-Briefe sind unförmige Päckchen, die nicht nur schwer sondern auch verdammt miserabel zu zu transportieren sind in den Posttaschen, die eh schon zum erbrechen voll gepackt sind (das ist übrigns nur die erste Ladung, weitere Taschenbefüllung erfolgt an den Ablagestellen, bei mir meist um die sechs bis zehn Kisten, je nach Masse von Werbung und Wurfsendungen, die ungelesen weggeschmissen wird.)
Netter Weise laufen einem ständig Leute und Auto vors Fahrrad, haben die denn keine Ahnung wie unflexibel 120 kg zu steuern sind???
Fakt ist auch:
von den vorgeschriebenen 38,5 Stunden Woche kommt man tatsächlich auf eine 60,5 Stunden Woche, das ganze sechs Tage die Woche (ja! sechs Tage! andere bekommen einen fünf Tage Gang, der ihnen wenigstens einen wechselnden feien Tag in der Woche garantiert. Meiner heißt Sonntag!)
Halbwegs über Wasser hielt einen die Aussage, das man die ersten drei Monate die geleisteten Überstunden ausbezahlt bekommt.
Fakt ist: Der BRUTTO-Lohn für geleistete Übrstunden beträgt 1,- Euro pro Stunde.
Das heißt ich arbeite rund 20 Stunden die Woche mehr für lächerliche 20 EURO BRUTTO!!!!!
Meine Stammzustellerkollegen mit Ihren ELEKTROUNTERSTÜTZTEN FAHRRÄDERN (meines ist ein ausgemustertes ohne zusätzliche Hilfsmittel) quaken wenn sie mal auf einen acht Stunden Tag kommen, ich bin froh wenn ich unter zehn Stunden bleibe.
Seit 4 Wochen bin ich nun erkältet, ich war das arbeiten draußen weiß gott gewöhnt, aber das ewige radfahren, schleppen, schwitzen und dann in den kalten Hausfkur steigen, hält penetrant die Bakterien oder Viren in Trab, lässt mich so husten, das ich mich beim Zustellen fast übergebe und wenn man dann mal einen Tag nicht um 6 Uhr sondern wie im Gangbuch vorgeschrieben um 7 Uhr anfängt wird man in das Büro zitiert, einem fehlende Motivation und Störrigkeit vorgeworfen.
Fehlt nur noch das sie einem mit Kündigung drohen. Werden sie aber nicht. Dafür machen sie ja so nette 3 Monatsverträge, die dann einfach nicht verlängert werden.
Unglücklicher Weise kann man vom ach so tollen Betriebsrat auch keine Hilfe erwarten. Laut deren Aussage bewahrt man eine Ruheposition um den Festangestellten das Leben nicht noch schwerer zu machen (die bekommen übrigens mehr Lohn)
Da hat Verdi mal wieder so richtig in die Sch.... gegriffen.
Vielen Dank, meine Mitgliedschaft kündige ich auf dem Fuße.
Die deutsche Post als Teil der deutschen Post Worldnet inklusive DHL, sollte anstatt einer total überflüssigen Werbekampagne, in der sie den Topverdienern Gottschalk und Jauch noch mehr Kohle in den A... schieben, mal lieber ein bisschen acht auf ihre Mitarbeiter geben.
Das gilt sowohl für die neu eingestellten Sklaven als auch die alteingesessenen Hasen.
Menschen sind keine Nachwachsenden Rohstoffe!
Ich überlege mir weitere Schritte. Wenn wir als Betroffene nicht handeln, wer soll es dann für uns tun?
Was wollen die denn machen? 500.000 Mitarbeiter aufeinmal entlassen?
Es reicht einfach, man hat sich als Arbeiter lange genug verbogen und nimmt immer mehr Abstriche in Kauf damit sich die Betriebe noch höhere Gewinne einfahren können. Wie soll unsere Wirtschaft einen Aufstieg haben, wenn wir, die Konsumenten, kein geld mehr haben das zu investieren wäre?
Handeln kann jeder einzelen von uns. Hauptsache wir machen endlich mal den Mund auf!
Fazit: Nur nehmen wenn garnichts anderes geht
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11.09.06
Merkwürdigerwei se bin ich und viele andere Kollegen also Deiner Meung nach nicht existent. Ich und viele andere Kollegen sind Beamte. Uns gibt esd doch noch bei der Post AG. Muß sagen schlecht von Dir recherchiert. Außerdem, Du bist wohl ein wenig sehr weinerlich. Ich habe vor über 21 Jahren , damals noch Deutsche Bundespost angefangen. Das es irgendwann mit der lieberalisierun g der Postunternehmen in der EU auch die Deutsch Bundespost treffen wird, war ja abzusehen. Als die Deutsche Bundespost dann AG geworden ist war auch abzusehen, dass sich im Unternehmen auch etwas verändern wird. Die Post will und muß ja als Unternehmen auch im Wettbewerb bestehen. Wenn Du zu schwach und unflexibel für den Job bist, dann solltest Du dir wirklich überlegen, ob Du nicht woanders besser aufgehoben bist. Ich habe zwar jetzt erst seit ca 2 Jahren einen festen Zustellbezirk. Vorher bin ich aber ca 18 Jahre gesprungen. Und es hat mir nicht geschadet, ganz im Gegenteil.