
Neuester Testbericht: ... lange Zeit absolut unüblich waren. Mitte 2000 Vor einem Jahr wurde berens von Adcore (Schwedische Agentur) gekauft. Durch die Presse g... mehr
Düsseldorfer Internet-Agentur am Hafen
Adcore

Name des Mitglieds: josie28
Produkt:
Adcore
Datum: 08.09.01, geändert am 08.09.01 (240 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Recht große Internet-Agentur, nettes Arbeitsklima
Nachteile: Vor 1 1/2 Jahren: Schlechte Bezahlung, , unterssdurchschnittliches Fachwissen
Ende 1997:
Ende 1997 machte ich ein viermonatiges Praktikum als Assistenz der Projektleitung bei dieser Internet-Agentur. Damals hieß Adcore Deutschland noch berens / partner und wurde Anfang der 90er von Jörg Berens, Klaus Grainer und Marion Krey gegründet. Sie fingen als kleine Hinterhofagentur an, als ich dazu stieß waren es ca. 30 Leute. Das Praktikum war sehr spannend, die Aufgaben waren sehr vielseitig, so dass ich mich entschied, auch nach meinem Studium dieser Branche treu zu bleiben.
Damals war dies ein sehr kostenorientiertes Unternehmen, d.h. man teilte sich mit bis zu 7 Leuten ein Telefon, hatte in der Regel mit Uralt-Rechnern zu kämpfen und als die Büroräume zu klein wurden, saßen viele in den Fluren. Außerdem wurde sehr viel mit Arbeitslosen, Berufseinsteigern, Umschülern und Quereinsteigern gearbeitet. Ist natürlich günstiger, aber das Fachwissen war hierdurch eher niedrig. Die Kollegen waren aber super nett, so dass die Atmosphäre toll war und die Arbeit viel Spaß machte. Ich machte damals in HTML einfache Änderungen, trug Kunden in Suchmaschinen ein, war für statistische Auswertungen zuständig und half bei einem Teilauftritt des WDR mit. Als Praktikant bekam man damals maximal 800 DM, als Einsteiger 3.200 DM brutto, was ich viel zu wenig fand.
Anfang 1999 - Anfang 2000:
Anfang 1999 beendete ich mein Studium und bekam die Möglichkeit, als Junior-Projektleiterin den damaligen Relaunch von Renault mitzubetreuen. Die Aufgaben waren wieder super spannend, die Bezahlung aber immer noch recht schlecht (4.000 DM Einstiegsgehalt mit abgeschlossenem Studium). Nach einem halben Jahr bekam ich eine kleine Gehaltserhöhung mit der Aussicht auf eine größere ein weiteres halbes Jahr später. Als auch dieses halbe Jahr um war, konnte man sich an dieses Gespräch leider nicht mehr erinnern. Berens war inzwischen an den Hafen gezogen, sehr edle, moderne und neue Büroräume, aber die Ausstattung mit Rechnern, Telefonen war ähnlich schlecht wie zuvor.
So entschied ich mich zu gehen. Insgesamt fand ich die Kunden nicht so spannend (Sparkassen machen einen großen Teil aus, wobei jede Filiale ihre eigene Website hat).
Parallel wollte sich berens umorientieren in Richtung Unternehmensberatung, da man hier mehr Profit vermutete. Inwieweit dies gelungen ist, kann ich nicht beurteilen. Juli 1999 wurde die Personalabteilung ausgebaut, wobei Berens einen starken Drang hatte, Mitarbeiter schlecht zu behandeln. Beispiel: Eine Mitarbeiterin stimmte mit dem Unitleiter ab, was in ihrem Vertrag stehen sollte, als sie sich entschloss, nicht mehr als freie sondern als festangestellte zu arbeiten. In dem Vertrag waren diese nicht erwähnt, als sie nachfragte, wurde das Unternehmen unverschämt und laut. Negativ fand ich auch, dass Weiterbildung lange Zeit absolut unüblich waren.
Mitte 2000
Vor einem Jahr wurde berens von Adcore (Schwedische Agentur) gekauft. Durch die Presse ging Adcore, als sie vor ca. einem Monat 50 Mitarbeiter entließen. Dies ging so vor sich: Alle Mitarbeiter bekamen morgens eine Mail, sie sollten sich um elf Uhr eintrefen für ein Meeting. Dort gab es dann Schildchen mit dem eigenem Namen und Bezeichnungen wie Beethoven u.a. Wer eine bestimmte Bezeichnung unter seinem Namen hatte, musste gehen und hatte wenige Stunden Zeit unter Aufsicht seinen Schreibtisch zu räumen. Als ich dies hörte, bekam ich richtig Gänsehaut - fand ich alles sehr makaber. Die Entscheidung wer gehen musste, wurde angeblich danach getroffen, wer die 6 letzten Wochen davor keinen Umsatz gemacht hat.
Ganz aktuell gehört die Agentur nicht mehr zu Adcore, sondern wurde unter Leitung von Holger Lüke ausgegliedert. Da ich ihn nicht kenne, kan ich hierzu gar nichts sagen. Bei Beurteilung von Verdienst etc. weiter unten mache ich keine Angaben, weil ich hierfür zulange aus dem Unternehmwn raus bin.
Fazit:
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