
Neuester Testbericht: ... betrachten, die Videos anschauen und die Musik hören kann. Dies soll nun durch das Remotemedienstreaming vereinfacht werden. Das Remo... mehr
Ich streame...
Windows 7 Remote Medienstreaming

Name des Mitglieds: The-Wishmaster
Produkt:
Windows 7 Remote Medienstreaming
Datum: 26.07.11
Bewertung:
Vorteile: ...an sich interessante Funktion...
Nachteile: ...teils komplizierte Installation, Hauptrechner muss immer angeschaltet und im Internet sein...
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Nicht ganz ein Jahr ist es nun her, dass ich im Auftrag von einer Verbraucherplattform das damals gerade neu erschienene Windows 7 ausgiebig testen durfte. Die Testphase hat das Programm gut überstanden und wurde von mir als alltagstauglich eingestuft, so dass es bis heute noch auf meinem Rechner verweilt. Nun kam ein weiterer Test ins Spiel, denn die Funktion "Remotemedienstreaming" sollte ausführlich beleuchtet werden. Da hierzu eine zweite Kopie von Windows 7 vonnöten war, machte ich mir keine großen Hoffnungen zu den Testkandidaten zu gehören. Doch ich täuschte mich und wurde ziemlich überraschend in den erlauchten Kreis der Tester aufgenommen. Die fehlende zweite Lizenz von Windows 7 wurde mir dabei seitens des Verbraucherportals freundlicherweise zur Verfügung gestellt und traf auch blitzschnell mittels Kurier bei mir ein. Somit konnte der eigentliche Test dann starten...
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| ° Windows 7
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Zuerst möchte ich kurz noch ein paar Worte zu Windows 7 verlieren. Die Werbung für das aktuelle Betriebssystem aus dem Hause Microsoft suggeriert uns ja, dass mit Windows 7 viele Dinge ganz, ganz einfach werden. In vielen Bereichen ist das auch wirklich so. Nur als eingefleischter XP-User musste ich mich bei der Umstellung teils etwas umstellen. Der harschen Kritik am Vorgänger Vista hatte man sich jedenfalls angenommen und ein Betriebssystem entwickelt, welches nicht nur mit optischen Details spielte, sondern auch wirklich einen praktischen Nutzen für den User bot. Doch soll nicht Windows 7 als Ganzes das Thema des heutigen Berichtes sein, denn dafür gibt es eine eigene Kategorie. Vielmehr widme ich mich nun der Funktion "Remotemedienstreaming". Doch was ist das überhaupt?
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| ° Remotemedienstreaming?
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Die Frage ist berechtigt, denn in unserer Gesellschaft der beliebten Anglizismen kann sicher nicht jeder mit dem Begriff "Remotemedienstreaming" etwas anfangen. Medien an sich sind dabei noch einfach zu erklären. Es handelt sich hierbei um alles, was man grob als Bilder, Musik oder Videos bezeichnet. Mit "Streaming" ist gemeint, dass man diese Dateien überträgt (quasi "fließen" lässt) und "Remote" meint, dass man es quasi wie mit einer Fernbedienung aus der Ferne macht. Man lässt also Medien aus der Ferne fließen. Wie man das genau macht, wozu man das braucht und was einem das bringt, habe ich dann einfach mal selbst getestet. Zwar hat sich die Technik weiter entwickelt und mittlerweile bekommt man kleine und kompakte Festplatten, mit denen man seine Daten leichter transportieren kann. Dennoch benötigt man dann immer noch ein anderes Gerät, mit dem man sich dann die Bilder betrachten, die Videos anschauen und die Musik hören kann. Dies soll nun durch das Remotemedienstreaming vereinfacht werden.
Das Remotemedienstreaming wird dabei übrigens nicht automatisch von jeder Windows 7-Version unterstützt. Man muss mindestens Windows Home 7 Premium besitzen, was man meiner Meinung nach wissen sollte. Nun aber schreiten wir endlich zur Tat...
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| ° Die Einrichtung
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Um das Remotemedienstreaming allerdings testen zu können, musste erst einmal die neue Lizenz von Windows 7 installiert werden. Natürlich wurde dies auf dem Laptop gemacht, der bisher noch mit Windows XP unterwegs war. Sinn der ganzen Sache ist ja, dass man auch unterwegs auf die Medienbibliothek des heimisches Rechners zugreifen kann - von daher wäre eine Installation auf unserem zweiten Desktop-PC relativ sinnfrei gewesen. Die Installation dauerte dabei knapp eine Stunde und war vom Prinzip her genauso leicht wie damals auf meinem Desktop-PC. Nun galt es aber neben einigen anderen Kleinigkeiten im Endeffekt auch das Remotemedienstreaming einzurichten.
Bei uns ist es so, dass unsere beiden Desktop-PCS ohnehin über den Router dank LAN-Kabel miteinander verbunden sind. Der Laptop dagegen ist wie unsere Wii oder die Xbox 360 dagegen kabellos unterwegs und ebenfalls mit dem Internet verbunden. Die Einrichtung des Remotemedienstreamings selbst erfolgt dann über den Media Player. Im Wiedergabemodus klickt man auf seine Bibliothek, geht dort auf "Streamen" und aktiviert den Unterpunkt "Medienstreaming für Heimnetzwerkgruppe". Danach erscheint ein Pop Up-Fenster. In diesem wählt man nun aus, welche Medien genau zur Verfügung gegeben werden sollen. Mit einem Haken bestätigt man, was frei gegeben werden soll und was man nicht mit einem anderen PC teilen möchte. Musik, Videos und Bilder sind dabei wohl die gängigsten Dinge, auf die man auch von unterwegs aus zugreifen möchte. Mit einem generierten Passwort für die eigene Bibliothek ist übrigens sicher gestellt, dass nicht jeder einfach so auf die eigenen Daten zugreifen kann. Doch das ist noch nicht alles.
Nachdem man einen Namen für die eigene Bibliothek vergeben hat, geht es mit der Windows Live-ID weiter. Als Xbox-Spieler habe ich natürlich schon längst eine eigene Windows Live-ID. Hat man keine, kann man sich diese auch kostenlos registrieren. Wer sich bei einer anderen Plattform einloggt, kann dies seit einiger Zeit ja auch über seine Live-ID machen, so dass sie den Usern hier zumindest dem Namen nach nicht gänzlich unbekannt sein sollte. Nachdem man noch den Internetzugriff auf die Medienbibliotheken im Media Player freigegeben hat, ist man seinem Ziel schon ziemlich nahe. Dann ist es soweit und die Bibliothek aktualisiert sich im Hintergrund. Es dauert je nach Menge der Daten eine ganze Weile, bis dann alles soweit fertig eingerichtet ist. Gerade wenn man sich mit dem Media Player vorher nur bedingt befasst hat, braucht für die Einrichtung sicherlich noch etwas länger. Gleiches gilt für alle, die noch keine Live-ID haben, denn diese muss wie gesagt auch noch eingerichtet werden. Es mag vielleicht im Sinne von Microsoft sein, dass damit nicht zuletzt die Verbreitung der Live-IDs gefördert wird. Im Prinzip ist die Live-ID auch nicht verkehrt, da sie an verschiedenen Stellen (wie eben auch auf der Xbox360, etc.) zum Einsatz kommt. Aber für Neueinsteiger kann das Prozedere durchaus kompliziert wirken. Dieser Eindruck wird dadurch verstärkt, dass die Hilfefunktion selbst nicht in allen Punkten genau die Fenster darstellt, die man selbst gerade vor sich sieht. Das sorgt mitunter für Verwirrung und erschwert meiner Meinung nach unnötig die Einrichtung der Funktion.
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| ° Praktische Erfahrungen
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Nun muss natürlich auch mit dem zweiten Rechner, beziehungsweise in unserem Fall den Laptop, die Einrichtung ebenfalls noch vornehmen. Auch hier funktioniert das natürlich über den Media Player. Hat man am Hauptrechner allerdings alles richtig gemacht, so sieht man nun am Laptop seinen Hauptrechner unter dem Menüpunkte "Andere Medienbibliotheken". Klickt man dies nun an, bekommt man den Zugriff auf alle Mediendateien, die man zuvor an seinem Hauptrechner freigegeben hat. Beim ersten Zugriff sollte man allerdings ruhig eine Tasse Kaffee mitbringen. Alternativ kann man auch erst in die Küche gehen und sich einen frischen Kaffee aufsetzen, denn je nach Datenmenge dauert die erste Freigabe relativ lange. Übers interne Netzwerk ist dabei der Zugriff noch einmal schneller als über das Internet, aber das ist ja auch logisch. Über das Netzwerk funktioniert die Übertragung dann wirklich gut. Zuerst haben wir noch im selben Zimmer getestet die Bilder vom Hauptrechner auf dem Laptop anzuschauen. Immerhin wollten wir sehen, was der Rechner macht und bei auftretenden Problemen gleich vor Ort sein, damit wir nicht ständig zwischen dem Arbeits- und dem Wohnzimmer hin- und her rennen mussten. Aber es klappte soweit problemlos. Danach wagten wir uns ins Wohnzimmer und hörten dort Musik, die eigentlich auf unserem Hauptrechner gespeichert war. Auch hier funktionierte die Übertragung einwandfrei und es war wirklich cool, mit einem Mal vom Laptop aus auf unsere große Musikdatenbank zugreifen zu können, in der ich meine gesamte Heavy Metal-Sammlung von CD in digitaler Form gespeichert hatte. Der dritte Test galt dann ein paar Videos, die nach ein paar Sekunden Anlaufzeit ohne großartige Ruckler abgespielt wurden.
Der erste Test direkt über das Netzwerk wurde also zu unserer Zufriedenheit bewältigt. Der weitere Test über die Internetverbindung benötigte jeweils etwas mehr Anlaufzeit, bis man auf die Daten zugreifen konnte. Doch da wir eine 32.000er Leitung von Kabel Deutschland haben und auch die meiste Zeit fast die volle Bandbreite erreichen, gibt es auch über das Internet kaum Probleme mit dem Streaming. Lediglich bei den Videos treten hier gelegentlich kleine Ruckler auf, wie wir sie beim Streaming über das Netzwerk selbst nicht hatten. An sich hat es aber auch funktioniert. Gerade wenn man unterwegs ist, kann dies wirklich praktisch sein. Man hat so permanenten Zugriff auf die eigenen Mediendateien und kann rein theoretisch gesprochen auch in den Ferien die Videos vom heimischen Rechner schauen. Allerdings braucht man eine schnelle Internetverbindung, um eine ruckelfreie Übertragung zu gewährleisten. Zudem gilt noch zu berücksichtigen, dass der heimische PC konstant angeschaltet und mit dem Internet verbunden sein muss. Stürzt der Rechner beispielsweise ab oder bricht die Verbindung zum Internet ab, ist natürlich auch das Remotemedienstreaming nicht mehr möglich - und wenn man gerade unterwegs ist, steht man dann ohne die gewünschte Verbindung da. Den dadurch entstehenden Stromverbrauch sollte man ebenfalls bedenken, wobei dieser je nach PC eher weniger ins Gewicht fallen dürfte. Außer Acht lassen möchte ich ihn allerdings nicht.
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| ° Fazit
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Im finalen Urteil nun eine eindeutige Empfehlung oder eine klare Warnung vor dem Remotemediastreaming auszusprechen ist nicht wirklich einfach. Die Einrichtung der Funktion selbst ist leider komplizierter als angenommen, so dass Neulinge mitunter etwas überfordert sein könnten. Wer allerdings etwas Ahnung von Computern hat, sollte die Verbindung im Endeffekt mehr oder weniger schnell zustande bringen. An sich ist es schon eine tolle Sache, wenn man mit dem Laptop auf die Mediendaten des heimischen Rechners zugreifen kann. Wir haben bisher in erster Linie im Wohnzimmer damit Musik gehört oder Videos geschaut. Doch gerade im Sommer wird es eine coole Sache werden, wenn wir auch vom Balkon aus an die ganzen Medien herankommen, ohne alles vorher umständlich auf den Laptop ziehen zu müssen. Ob man dafür in insgesamt zwei Windows 7-Lizenzen investieren und den heimischen Hauptrechner quasi ständig laufen und online lassen möchte, muss allerdings jeder für sich entscheiden. Ich vergebe somit für das Remotemedienstreaming insgesamt drei Sterne und eine bedingte Empfehlung.
In diesem Sinne...
Stay dark!
The-Streaming-Master
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen die Verbindung verlieren... ;)
Shake Heads!
Fazit: Das Fazit streamt.
| Zuverlässigkeit: | ||
| Bedienkomfort: | ||
| Installation: | ||
| Funktionsvielfalt: |

