WebSpeech
Laß dich voll-labern! - WebSpeech Anwendung

Neuester Testbericht: ... zusätzliche Leiste. Die nimmt recht viel Platz ein, lässt sich aber wegschalten wenn man das möchte. Nach der Installation geht es dann ... mehr

Laß dich voll-labern!
WebSpeech

jcbrunelle

Name des Mitglieds: jcbrunelle

Produkt:

WebSpeech

Datum: 30.01.02, geändert am 30.01.02 (238 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: für Blinde praktisch

Nachteile: nervt schnell

Über Spiegel-Online bin ich an eine Software geraten, die es möglich macht das Internet akkustisch zu erfahren. Ist das eine Spielerrei oder macht das Sinn, dieser Frage möchte ich hier nachgehen. Ebenso will ich die Qualität der Software unter die Lupe nehmen.

Anbieter der Software ist eine Firma mit dem Nahmen GData. Die Internetseite findet man unter der URL: www.webspeech.de
Es ist eine Firma mit deutschem Sitz.

Installieren lässt sich die Software, die ja eigentlich ein Plugin für den Internetexplorer ist, ist sehr einfach zu installieren. (Für Netscape gibt es auch eine Software allerdings Version 3).
Aktuell ist die Version 4. Die ist ziemlich neu. Die Datei (webspeech4.exe) ist etwa 5,5 Megabyte groß. Das ist auch für User mit Modem akzeptabel.
Nach dem herunterladen reicht ein doppelklick auf die Datei und beim nächsten Aufruf des Internetexplorers ist unten eine zusätzliche Leiste. Die nimmt recht viel Platz ein, lässt sich aber wegschalten wenn man das möchte.

Nach der Installation geht es dann an das Ausprobieren der Software. Ein Druck auf F9 und schon fängt eine Stimme an die aktuelle Internetseite vorzulesen. Das ist nicht immer sinnvoll und so kann man auch mit der Maus entscheiden ab wo er vorliest.

Die Software lässt sich individuell einstellen. So gibt es Stimmen von Bill, Johanna, Silke und Martin. Hinzu kommt, das die einzelnen Stimmen auch nch verändert werden können. Die Sprechgeschwindigkeit die Tonhöhe, die Intonation können individuell angepasst werden. Ein kleiner Gag. Bill kann auch mit französischen oder hessischen Accent sprechen. Hört sich sehr witzig an.

Die Stimmen sind echte Stimmen. Dennoch hört man sofort das ein Computer spricht, da die Intonation einfach oft nicht stimmt. Das ist aber nicht Schuld der Software sondern ist ein grundsätzliches Problem. Die Stimmen selbst sind recht angenehm (besonders die von Silke) und gut zu verstehen. Wobei die weiblichen Stimmen
wie ich jedenfalls finde besser verständlich sind. Man muß sich aber schon ein bisschen daran gewöhnen.
In der Software sind übrigens auch ein paar Besipiele eingebaut. So kann man sich übelst beschimpfen lassen oder sich Witze vortragen lassen. Ist eine nette Spielerei.
Außerdem sieht man einen Mund der spricht. Ist ganz witzig.
Hier noch die Systemvorraussetzungen:

Windows 95, 98, Me:
- Pentium II 200 MHz,
- RAM 16 MB,
- 10 MB freier Festplattenplatz,
- Soundblaster-kompatible Soundkarte,
- Lautsprecher oder Kopfhörer
- Internet Explorer ab 4.0


Windows 2000, NT (4.0/SP3), XP
- Pentium II 200 MHz,
- RAM 32 MB,
- 10 MB freier Festplattenplatz,
- Soundblaster-kompatible Soundkarte,
- Lautsprecher oder Kopfhörer
- Internet Explorer ab 4.0



Braucht man das?
Also es ist schon praktisch sich eine E-Mail vorlesen zu lassen, während man gleichzeitig im Netz surft oder irgendwas anderes erledigt. Allerdings nervt mich schon nach relativ kurzer Zeit die Stimme. Aber vielleichzt war ich einfach eh schon genervt. Aber eigentlich ist es nur eine interressante Spielerrei.
Für Blinde ist es natürlich besonders interressant und meines Erachtens ein Segen! Ich weiß nicht ob es andere spezielle Programme gibt für Blinde aber ich denke wenn es das gibt dürfte es schwierig werden besser als Webspeech zu sein.
Sprechende Computer davon träumen wir doch alle und diese Software ist ein großer Schritt dahin.

Übrigens die Software ist kostenlos. Wer sie aber auf einer Webseite einsetzen will der muß zahlen und zwar nicht zu knapp. 1450 Euro kostet Webspeech 4 SDK. damit bringt man Webseiten zum sprechen, vorrausgesetzt der Surfer hat das Plugin. Ein stolzer Preis aber davon finanziert sich die Firma.
Dimona/jcbrunelle

Fazit: