The GIMP
Schmierfink - The GIMP Anwendung

Neuester Testbericht: ... nach, auch sehr glücklich.Voraussetzung ist natürlich, dass man sich ein wenig rein arbeitet, was allerdings kein Hexenwerk ist. The GIMP k... mehr

Schmierfink
The GIMP

Tut_Ench_Amun

Name des Mitglieds: Tut_Ench_Amun

Produkt:

The GIMP

Datum: 04.07.11

Bewertung:

Vorteile: Mächtiges Grafikbearbeitungstool | Kostenlos

Nachteile: Nö - man muss sich halt rein arbeiten

Manche Programme begegnen einem immer wieder. GIMP (GNU Image Manipulation Program) ist so eines. Ein richtiger Klassiker, der schon Mitte/Ende der Neunziger als Open Source Programm entstand. Inzwischen ist das Freeware Grafikprogramm schon bei Version 2.6 angelangt und hat mächtige Funktionen spendiert bekommen. Computernutzer, die nicht nur die Windows-Welt kennen und schon mal ernsthaft über den Tellerrand hinaus bei den UNIX-Maschinen umgesehen haben - etwa auch Linux oder MacOS - kennen dieses universelle Bildbearbeitungstool vermutlich. Zumindest vom Namen her.

Aber auch Win-DOSen können damit ausgestattet werden und, das ist einer der Clous, genauso kostenlos wie UX-basierte Kisten. GIMP hat sich bei mir wieder ins Gedächtnis gebracht, als ich nach langer Linux-Abstinenz kürzlich meine Liebe für UNIX-basierte Rechner (wieder-)entdeckte, da mir eher zufällig ein MacBook quasi zulief. Leider war - unter anderem - kein anständiges Grafikprogramm drauf, da besann ich mich auf meine Wurzeln und siehe da, nach kurzer Google-Anfrage stand fest: Das gute alte GIMP gibt's tatsächlich noch. Sogar besser denn je. Prima also fix den Download angestoßen:

http://www.gimp.org

Die Installation der derzeit aktuellen Version 2.6 verläuft je nach System recht unterschiedlich. Bei MacOS (ab 10.4.X) schaufelt's rund 175 MB als installationsfähiges *.dmb Paket auf die Platte. Die übliche Windows Setup-Datei steht dem in nichts nach und ist obendrein selbst installierend. Wobei die Windoze-Version sich, wie üblich, überall einträgt und verknüpft, während die Mac-Variante vom User nach dem Entpacken selbst dort hingeschoben und verlinkt werden will, wo er es gerne hätte (meist ins Dock bzw. in den Applications-Ordner). Beides sollte für den Otto-Normal-User schmerzfrei ablaufen. Macianer benötigen zusätzlich das X11-Server Modul, in welches sich GIMP einklinkt. Windozer kommen ohne die Applikation aus.

_Malen - nicht Zahlen_
GIMP ist vom Funktions-Kaliber her durchaus vergleichbar mit PSP (Paint Shop Pro). Solch oft kastrierten Bearbeitungsprogrammen wie sie von Adobe oder Ulead gerne als Beigabe von Scannern, Kameras oder Druckern zu finden sind, ist sogar weit überlegen. Derzeit arbeitet die Community daran die Version 2.8 des beliebten Pixelverbiegers offiziell auf den Weg zu bringen, welche noch einmal kräftig an Funktionen zulegen soll - wobei schon die derzeit aktuelle Zwosechser in Sachen Werkzeugkistenbestückung schon alles andere als schwindsüchtig ausgestattet ist. Speziellere Funktionen und Tools, die nicht schon im Basisprogramm enthalten sind, können via PlugIn nachgerüstet werden - in aller Regel kommt man aber mit dem Umfang der Grundversion meist schon sehr gut aus und bequem zum Ziel.

Es ist dort bereits eigentlich alles an Bord, was inzwischen bei der Bildbearbeitung am Computer Rang und Namen hat, damit man der namensgebenden Bildmanipulation nachgehen kann: Multi-Ebenen, diverse Auswahltools (Zauberstab inklusive), Zuschneiden, Füllen, Helligkeit/Kontrast/Sättigung, Pipette, alle möglichen Arten von skalier- sowie justbaren Pinseln, Radierer, Text-Tool, Retusche-Werkzeuge (u.a. Sprühpistole), Transparenz, mehrstufige Undo/Redo-Funktion und... und... und. Alles hier detailliert aufzuführen macht keinerlei Sinn, lassen wir es dabei bewenden, dass es kaum etwas gibt, GIMP nicht wunschgemäß zu verbiegen vermag. Es speichert dabei entweder (verlustfrei) als XCF-Datei oder jedem gängigen Format von BMP bis PNG. Es lädt solche Grafiken selbstverständlich auch ohne zu Murren zur weiteren Verarbeitung.

Die Funktionsvielfalt ist, wie man auf den ersten Blick feststellen kann, ziemlich erschlagend - zumindest für jemanden, der mit einem solchen Programm noch nie groß zu tun hatte. Dem Anwender steht aber eine recht umfangreiche Hilfedatenbank/Handbuch zur Verfügung, welches allerdings separat von der GIMP-Website heruntergeladen werden muss. Diese gibt es selbstverständlich in lokalisiereter Form - man spricht Deutsch. GIMP selbst übrigens auch. Vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig ist (in erster Linie für Windows-User), dass die einzelnen Werkzeuge meist eigene Fenster haben. Die "Leinwand" selbst gebietet in ihrer Kopfzeile zwar auch über alle Funktionen, die Toolbars selber sind jedoch vollkommen autark und können frei verschiebbar angeordnet werden. Mac-Jongleure sind mit diesem Look & Feel wesentlich vertrauter.

_Fazit_
Wer schon immer mal viel mehr mit Bildern machen wollte, als die vorgefertigten Tools von Scanner, Kamera und Co. zulassen bzw. nicht das Geld für kommerziell-professionelle Programme aufbringen mag/kann, der wird hier ganz bestimmt fündig und, aller Wahrscheinlichkeit nach, auch sehr glücklich.Voraussetzung ist natürlich, dass man sich ein wenig rein arbeitet, was allerdings kein Hexenwerk ist. The GIMP kann es mit denen nämlich sehr wohl aufnehmen, deren Formate (beispielsweise Photoshop etc.) - mit entsprechenden PluIns - sogar direkt öffnen/ver- und bearbeiten. Der Ressourcenhunger hält sich in Grenzen, zu schmalbrüstig sollte der entsprechende PC/Mac aber auch nicht sein. Insbesondere (schnellen) RAM kann man nie genug haben. Doch bei welchem Bildbearbeitungsprogramm trifft das nicht zu?

Fazit: Es gibt eigentlich keinen Grund für den Einsatz eines kommerziellen Grafik-Programms mehr

Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Installation:    
Funktionsvielfalt: