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In der Opernhalle
Opera 7

Name des Mitglieds: stutter359
Produkt:
Opera 7
Datum: 04.08.03, geändert am 04.08.03 (143 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: schnell, großer Funktionsumfang, benutzerfreundlich
Nachteile: kostet Geld (teuer), probleme mit flash
Da ich jetzt schon seit mehreren Monaten, mit Opera arbeite, habe ich mittlerweile genug Erfahrungen gesammelt, um einen (möglichst) vollständigen Bericht schreiben zu können.
Opera?!? Was ist das?
Opera ist ein Browser, der in den letzten zwei Jahren immer populärer geworden ist (wurde unter anderem auch ein Beitrag im Fernsehmagazin ?Neues? auf 3sat gewidmet).
Opera wird von der gleichnamigen Norwegischen Firma entwickelt. Also nichts mit der amerikanischen Garagen Company ;-))
Warum Opera erst in den letzten zwei Jahren so populär geworden ist, hat bestimmt mehrere Gründe. Meiner Beobachtung nach, hatten sie erst seit den zwei Jahren die Chance sich international zu präsentieren, dies hat zwei Gründe:
1. Die meisten Benutzer waren (oder sind ;-) mit dem Internet Explorer unzufrieden. Er ist sehr instabil, besonders auf alten Rechnern und auch sehr Ressourcen fressend (wen den IE, in was für einer Version auch immer, mal auf einen P1 hat laufen lassen, weis wovon ich rede). Auch die Bedienung ist nicht sehr komfortabel, zwar hat sich jeder schon an die Bedienung gewöhnt, jedoch bietet sie nur das Grundwerkzeug.
Jedoch war Netscape für viele Anwender keine richtige Alternative. Das Unternehmen hatte eine ungewisse Zukunft (durch die Übernahme von AOL) und die neuen Browser waren zu instabil, und hatten Schwierigkeiten anspruchsvolle Websites darzustellen. Somit rückte Opera immer mehr in Blickfeld der Anwender und auch die nötigen Magazine taten ihr übriges, somit entstand schon fast etwas was man als ?Hype? bezeichnen konnte. Die Magazine hatten das Potential von Opera schon früh erkannt, denn der erste Award folgte ein Jahr nach der Firmengründung. Auch die Linux Community war sehr von Opera angetan, den Opera unterstütze auch Linux und versuchte auch den Komfort zu bieten wie es ihn die Windows User kennen.
2. Opera ist es vor zwei Jahren, richtig stabil geworden und konnten einigermaßen vernünftig Multimediale Inhalte wiedergebe
n.
Zwar gibt es Opera schon seit 1994, aber nicht jeder hat das Personal (und das notwendige Kleingeld), welches Microsoft hat.
Im Gegensatz zu den Internet Explorer oder Netscape (inkl. Mozilla) ist Opera keine Freeware! Opera ist in zwei Versionen erhältlich: Einmal kostenlos mit einem Werbebanner im rechten oberen Bildschirmrand und als kostenpflichtige Version in der keine Werbung angezeigt wird.
Die Werbung ist nicht störend oder aufdringlich, wie man es von regulärer Internet Werbung gewohnt ist. Jedoch wird in der kostenlosen Version durch die Werbung Buttons unterschlagen, die man umständlich über die Menüs aufrufen muss. Jedoch wird der Funktionsumfang nicht reduziert!
Opera wird für die folgenden Plattformen entwickelt:
Windows, Linux, Mac und sogar für OS/2, Solaris, FreeBSD, QNX (habe noch nie was davon gehört, für eine Aufklärung per Mail wäre ich sehr dankbar) und auch für PDAs.
Opera ist nicht sehr billig: In der Grundversion kostet Opera 36 ? für alle Systeme, ein Upgrade kostet ca. 15 ?, dass sind schon happige Preise!
Natürlich gibt es Rabatte für Studenten etc. aber dafür müsst ihr selber mal auf die Website.
Jetzt mag das alles ziemlich unverschämt klingen, jedoch muss man die Lage und die Situation eines jungen Unternehmens in der heutigen IT Branche realistisch sehen. Besonders bei Opera, denn die Firma lebt nur vom Browser. Auch wird es mal Zeit dass sich die Menschen von der Gratiskultur im Internet und beim Computer verabschieden.
Zudem wird Opera (in meinen Augen) dem Preis gerecht! Wer jetzt denkt ?Oh Gott! Adware, ist Spyware und die Firma macht mit meinem PC was sie will...? den kann ich beruhigen, ich habe die Werbeversion sehr lange benutz und trotzdem habe ich von Opera keine Spammails bekommen oder wurde von Werbung bombardiert.
Ich will hier niemanden zu irgendwelchen illegalen Taten ermutigen, auch wenn dies möglich ist und lasse diesen Aspekt im weiteren Verlauf der Bewertung außen vor
, da dies ein Thema ist, dass jeder mit sich selbst ausmachen muss.
Leistung und Funktionsumfang:
Der Werbeslogan von Opera lautet: ?The Fastest Browser on Earth?, subjektiv kann ich dies nur bestätigen! Zwar sollte man keine Wunder erwarten, aber wenn die Leitung zum Ziel nicht gravierend schlecht ist, dann leistet der Browser gute arbeit und arbeitet schneller als der Internet Explorer. Zum Netscape kann ich nicht viel sagen, weil ich ihn nur sehr kurz angetestet habe, dies gilt ebenfalls für Mozilla.
Der Funktionsumfang von Opera ist größer als die der anderen Browser, die Norweger sind sich im klaren, dass der Kunde für einen solchen Preis eine Mehrwert erwartet.
Die Auffälligsten Merkmale sind zum einen der integrierte Email Client und der Download Manager, der es erlaubt Downloads abzubrechen und diese dann wieder aufzunehmen.
Besonders für ?Vieldownloader ? ist das sehr Praktisch denn so behält man die Übersicht.
Der Mail Client hat mich nicht überzeugen können, er reicht durchaus aus wenn man nur gelegentlich damit arbeitet, wer aber viel mit Emails zu tun hat (z.B. diverse Powersaler bei Ebay ;-) der wird mit dem Client keine Freude haben. Hier kann noch was getan werden.
Eine Besonderheit von Opera ist, das Konzept mit den Registerkarten!
Hier hat man sich das Konzept der Registrierkarten aus Windows, wie man sie z.B. vom System Manager her kennt bedient. Wer mehr als eine Website offen hat (bei mir kommt das sehr häufig vor) wird die Vorteile dieses Systems erkennen: Die Taskleiste bleibt frei! Die Karten werden im Browser geöffnet und halten sich somit aus Windows raus, hier kann sich der IE ein Beispiel dran nehmen. Der Anwender hat zwar die Wahl welche Ansicht er nehmen möchte, jedoch macht die klassische Ansicht keine Sinn.
Seit der Version 7.x sind auch die neuen Funktionen ?Rewind? und ?Fast Forward? hinzugekommen. ?Rewind? soll den Ausgangspunkt erahnen und ?Fast Forward? den Endpunkt. Zwar hatte ich
Zweifel ob diese Funktionen gut arbeiten, aber von der ?Rewind? ? Funktion wurde ich eines besseren belehrt. Beide Funktionen eigenen sich sehr gut, für Anwender die viele Online Dokumente durchlesen (müssen ;-).
Auch die Funktion ?Full Screen? ist sehr beeindruckend. Mit dieser Funktion lassen sich Websites Bildschirmfüllend darstellen, die Symbolleiste verschwindet. Diese Funktion eignet sich optimal für Meetings!
Noch ein Wort zu den Design interessierten Anwender (wie mich ;-):
Opera, hat wie auch schon Netscape, immer Wert auf eine ansprechende Optik gelegt! Seit der Version 7.x sieht Opera noch schicker aus und hebt sich somit aus dem Grau in Grau heraus. Für die Optik, hat sich offensichtlich MacOS X als Vorbild genommen und nicht die knallbunte Windows Welt. Denn das Aussehen ist sehr edel gestaltet und nicht nur einfach bunt und peppig, wie es sooft der Fall.
Auch lässt sich Opera nach meiner leichter einstellen als der IE, hier hat der Netscape als Vorbild hergehalten. Alles ist in einer Baumstruktur auf der linken Seite untergebracht, rechts wird der Inhalt des jeweiligen Menüs angezeigt.
Nach soviel Lob, muss man aber auch die Negativen Seiten ansprechen, und die lässt sich mit dem folgenden Satz auf den Punkt bringen:
Ohne den Internet Explorer geht es nicht!
Man muss jetzt nicht bei jeder zweiten Website auf den IE zurückgreifen, jedoch gibt es durchaus Websites bei denen der Opera versagt und man den IE benutzen muss.
Ein großer Nachteil von Opera war und ist immer noch Flash!
Zwar werden Flash Animationen bzw. Flash Websites besser und viel häufiger angezeigt als noch in den letzten Versionen, jedoch gibt es durchaus Ausnahmen, bei denen Opera Flash Inhalte nicht anzeigen kann.
Dies ist Besonders ärgerlich, wenn man eine zeitlang Sites besucht hat, bei denen Opera keine Probleme gemacht hat und dann eine die der Browser nicht anzeigt, dann denkt man die Website ist offline etc. erst am nächsten Tag bin i
ch auf die Idee gekommen es mal mit dem IE zu probieren und siehe da! Es funktionierte!
Beispiele:
www.ziehdichan.com
www.airbagcraftworks.com
An dieser Stelle noch ein kleiner Tipp: Wenn man bei einer Flash Animation den Hinweis bekommt, dass man doch bitte erst Flash runterladen solle, klicken sie ruhig auf ?weiter?, in 99% der Fälle können doch die Animation doch genießen!
Was ich besonders Peinlich finde ist, dass Opera einmal (die Betonung liegt auf einmal!) eine HTML und CSS Anweisung nicht richtig angezeigt hat!
Es handelt sich um die Anweisung:
<hr noshade style="width:300px; color:yellow; height:5px; text-align:left; border:1px solid blue;">
Hier wird die Trennlinie nicht Gelb ausgefüllt wie es eigentlich sein sollte, der Internet Explorer führt diese Anweisung einwandfrei aus!
Bei eine Browser den man bezahlen muss und der ansonsten einen sehr guten Eindruck macht, fällt dies sehr schwer ins gewicht.
Zwar verbraucht Opera im Betrieb nicht viel Systemleistung, zwar steigt der Arbeitsspeicher verbrauch bei anspruchsvollen Websites und wenn man viele davon parallel öffnet, dies ist jedoch normal. Jedoch braucht er zum booten ziemlich Lange, der IE ist hier schneller, dies ist für mich persönlich jedoch nicht sehr von Nachteil, für Anwender die viel mit Ebay handeln, kann dies schon mal von Nachteil sein!
Fazit:
Der Browser zeigt noch ein paar schwächen, jedoch überwiegt der positive Eindruck.
Es ist nicht nur Operas schuld, auch die Webdesigner und Programmierer müssen sich mit Opera beschäftigten und die Sites nicht nur für den Internet Explorer optimieren!
Meiner Meinung nach, macht das Untenehmen einen guten Job, und dass es sich auch heute noch gibt, nach dieser schweren IT Krise wo viele renommierte Untenehmen ins straucheln gekommen sind, ist schon sehr erstaunlich.
Für alle die beruflich oder Privat viel im Internet Unterwegs sind, ist Opera der ideale Browser, der
ihnen das Leben im World Wide Web ein bisschen leichter macht.
Dafür jedoch auch eine schmerzliche Gegenleistung erfordert ;-))
Fazit:
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