Odigo
AIM, ICQ und Yahoo! Messenger in einem - Odigo Anwendung

Neuester Testbericht: ... müsste ein Programm geben, in dem man die ganzen Accounts verwalten kann ? und da kommt Odigo (www.odigo.de) ins Spiel ? die Software ermög... mehr

AIM, ICQ und Yahoo! Messenger in einem
Odigo

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Name des Mitglieds: Brian_O'Blivion

Produkt:

Odigo

Datum: 11.09.01, geändert am 11.09.01 (181 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Vier Chat-Clients in einem, Anzeige der Besucher auf der aktuellen Website

Nachteile: Kein Dateiversand in andere Netze

Messenger und Chat-Clients gibt es viele, und das ist das Problem. Ständig zwei oder drei Programme laufen zu haben weil man bei mehreren Diensten angemeldet ist und dort auch Chat-Partner hat ist auf die Dauer nervig. Das kostenlose Odigo soll helfen, die Taskleiste etwas freizuschaufeln, indem es ausser dem eigenen auch die Protokolle von AOL Instant Messenger, ICQ und Yahoo! Messenger verarbeiten kann.


Download und Installation

Zunächst lädt man unter www.odigo.com eine knapp 60 kb grosse Datei runter, die für die Übertragung der eigentlichen Setup-Datei zuständig ist. Dadurch wird sichergestellt, dass man die neueste Version auf dem PC hat. Nachteil ist natürlich, dass man die Datei nicht lokal speichern kann, so dass nach einer Neuinstallation des Betriebssystems auch die Setup-Datei neu runtergeladen werden muss.

Die Setup-Datei war in meinem Fall etwa dreieinhalb MB gross, und da die Verbindung zum Server sehr gut war hatte ich sie schnell auf dem Rechner. Die Installation selbst dauert dann nur ein paar Sekunden, und auch vor einem Neustart bleibt man verschont.


Registrierung

Nachdem man sich einen Usernamen ausgesucht hat, muss man diverse Angaben zur Person machen. Neben Herkunftsland, Alter und Geschlecht werden noch Dinge wie Sternzeichen oder Familienstand abgefragt. Diese Angaben benötigt man offensichtlich für den Radar, auf den ich später noch eingehe.

Über Klappmenüs kann man dann noch Angaben über seine Hobbys machen. Hier stehen diverse Kategorien und Unterkategorien zur Auswahl, von 'Business' bis 'Entertainment'. Auch 'Adult' gibt es als eigene Kategorie, offensichtlich kennt man seine Klientel. Witzig nur, dass es bei 'Celebrities' den Unterpunkt 'Facials' gibt. Hm...

Sehr schön ist die Möglichkeit, sich ein Icon aussuchen zu können, dass einen ab sofort darstellt. In ingesamt 10 Gallerien kann man sich ein Comic-Gesicht oder auch e
in Symbol aussuchen, das einem am nächsten kommt oder einem einfach gefällt.

Die Übertragung der Daten geht dann rasend schnell, ein eindeutiger Pluspunkt.


Programmoberfläche und Bedienung

Wie mittlerweile bei vielen Programmen üblich wird auch hier mit Skins, also einstellbaren Programmoberflächen, gearbeitet, so dass sich jeder seinen Odigo nach Wahl basteln kann. Bisher stehen zwar nur zehn Skins zur Auswahl, aber trotzdem kann man hier schon fündig werden.

Kommen wir also zur Standardoberfläche. Odigo unterscheidet sich von vielen anderen Messengern dadurch, dass die Oberfläche nicht wie ein übliches Windows-Programm aussieht sondern komplett neu gestaltet wurde, was um einiges ansehnlicher ist.

Von der Form her hat das Programm Ähnlichkeit mit einer Fernbedienung, länglich, mit abgerundeten Ecken. In der Mitte befindet sich der wichtigste Teil von Odigo, der Radar. Hier kann man sich andere User anzeigen lassen die gerade online sind, und das auf vielfältigste Weise.

Wer jemanden zum chatten sucht und dabei genaue Vorstellungen hat, wie der- oder diejenige sein soll, kann über den 'Wing', einen kleinen Anbau an das Programm, der ein- und ausgeblendet werden kann, die Daten der User einschränken. So lassen sich Alter, Geschlecht oder auch momentane Stimmung auswählen, um seinen Traum-Chatpartner zu finden.

Die zweite Möglichkeit, und das ist wirklich genial, ist die Auswahl über die gerade besuchte Website. Odigo fragt beim Browser ab, welche URL gerade geladen ist, und vergleicht die Angabe mit dem 'Aufenthaltsort' der anderen User. Dies bedeutet natürlich, dass Odigo immer darüber informiert ist, auf welcher Seite man sich gerade aufhält. Das Programm ist also eindeutig nichts für Paranoiker.

Natürlich gibt es auch eine Liste der Freunde, die man bei Odigo oder den anderen Diensten hat, so dass man auf diese gleich zurückgreifen kann. Zudem hat man die Wahl zwischen
diversen 'Content Channels' zu Themen wie Wetter (anscheinend nur auf die USA und Kanada beschränkt), Computer oder Entertainment News. Abgeschlossen wird die Auswahl durch das so genannten 'What's Hot Now', bei dem die gerade beliebtesten Seiten der User aufgeführt werden.

Auswählen kann man die einzelnen Punkte komfortabel durch ein kleines Menü über dem Radar. Unter dem Radar befindet sich die Werbung, über die sich der Dienst wohl finanziert. Ganz oben gibt es dann noch eine Leiste, über die man diverse Einstellungen vornehmen kann, vom Skin über Message-Listen bis zum Wing. Sehr gut ist die Möglichkeit, sich über neue E-Mails informieren zu lassen, vorausgesetzt der Mail-Dienst arbeitet mit POP3.

Wichtigster Punkt, wie bei den meisten Programmen dieser Art, sind die Optionen. Einstellbar sind Sounds, Benachrichtigungen über Freunde die on-/offline gehen und Vorlieben bei den Messages. Viel ist das alles nicht, aber trotzdem ausreichend.


Odigo in der Praxis

Die Verbindung zum Server ist schnell hergestellt, und auch die Suche nach Chat-Partnern geht in jedem Modus ohne grossartige Verzögerung. Die Möglichkeit, sich die Besucher der Site auf der man gerade ist anzeigen zu lassen funktioniert tatsächlich (Big Brother hat seine Hausaufgaben gemacht) und eine interessante Alternative zu den sonstigen Auswahlkriterien.

Die Benachrichtigung über neue Mails erfolgt in einem vorher eingestellten Intervall, das kleinste ist dabei fünf Minuten. Bei mir lief die Abfrage bei GMX ohne Probleme. Wenn neue Mails da sind, wird dies durch ein Symbol im Tray angezeigt. Ein Doppelklick genügt daraufhin, um sich die Subjects sowie den Absender anzeigen zu lassen.

Auch der Import der Kontakte aus ICQ und Yahoo! Messenger (bei AIM bin ich noch nicht) ging reibungslos vonstatten. Einfach auf 'Options' klicken und die Importfunktion benutzen, schon funktioniert es. Und siehe da, der Chat mit Usern au
s anderen Netzen klappt tatsächlich. Wirklich ein grosse Hilfe, denn jetzt reicht ein Programm um 99 % der möglichen Chatpartner abzudecken. Probleme beim Chatten hatte ich nicht, jedenfalls keine, die man Odigo anlasten könnte. Als ich mal über Odigo keine Messages zu ICQ verschicken konnte ging dies ebenfalls nicht mit dem ICQ-Client selbst, der keine Verbindung zum Server herstellen konnte.

Einen Nachteil gibt es jedoch: Mir ist es nicht gelungen, Dateien in andere Netze zu versenden. In der Hilfe ist auch nicht die Rede von Dateien, nur von Messages. Also muss man doch wieder sein ICQ oder AIM starten, wenn es um Dateiaustausch geht.


Fazit

Odigo ist eine gute Alternative wenn man bei mehreren Diensten angemeldet ist, die auch regelmässig nutzt und das Programmwirrwarr im Tray vermeiden will. Odigo beherrscht die Protokolle von ICQ und Yahoo! Messenger (vermutlich auch von AIM wenn die beiden anderen so gut funktionieren) und hält damit, was es verspricht. Allerdings endet die Kompatibilität beim Chat, Dateiversand ist nicht möglich. Wem das nichts ausmacht, der sollte Odigo mal ausprobieren.



Fazit: