
Neuester Testbericht: ... sind mit Hilfe der Hilfslinien schnell und leicht erstellt. Wenn man einen Scanner hat, so kann man Zeichnungen einscannen und mit... mehr
Nicht ohne mein Freehand!
Macromedia FreeHand 10

Name des Mitglieds: corehead
Produkt:
Macromedia FreeHand 10
Datum: 30.08.02, geändert am 13.01.05 (397 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Viele Funktionen, Flash-Export
Nachteile: Für Anfänger nicht leicht
Freehand ist ein vektorbasiertes Zeichenprogramm aus dem Hause Macromedia. Vom kleinen Logo bis zur komplexen technischen Illustration ist alles machbar.
Nach wie vor gehört es zu meinen absoluten Lieblingsprogrammen, die gestalterischen Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt, lediglich die Verwendung der typografischen Werkzeuge ist nicht ganz so komfortabel wie in Quark XPress.
Als kompletter Neueinsteiger sollte man sich auch erst mal ein Lehrbuch über Freehand zulegen, ansonsten läuft man Gefahr von der Vielfalt an Funktionen überwältigt zu werden.
Direkte Konkurrenz gibt es in Form von Illustrator und Corel Draw, letzteres eher
weniger, weil nur wenige Lithos mit den Daten etwas anfangen können.
Illustrator hat den Vorteil, aus dem Hause Adobe zu kommen, viele Kurzbefehle sind identisch mit Photoshop, auch funktioniert die Zusammenarbeit mit anderen Adobe-Produkten reibungslos, nur hat Illustrator einen, wie ich finde, riesigen Nachteil: ich habe in Illustrator nur eine Seite zur Verfügung! Somit entfällt das schnelle duplizieren von Seiten, z. B. während der Layout-Phase, um etwas anderes auszuprobieren.
Mit Freehand lassen sich auch Kataloge erstellen, in meiner vorletzten Agentur war das durchaus üblich, weil man als Designer viel mehr Freiheiten hat als bspw. in Quark, allerdings macht das die Nachbehandlung der Dokumente durch einen erfahrenen DTP-Reinzeichner unumgänglich, denn wo es viele Funktionen gibt, lauern auch viele Fehler. Hier liegt auch eine Schwäche von Freehand: man kann am Bildschirm Funktionen verwenden, deren Effekte nicht druckbar sind, z. B. kann ich eine farbige Fläche über ein Bild legen und transparent machen, belichten lässt sich das aber nicht.
Das schönste an Freehand ist die Genauigkeit mit der man arbeiten kann. 256fache Vergrößerung und Umriss-Modus lassen auch das kleinste Detail gelingen.
Interessant für Web-Designer ist die Möglichkeit, erstellte Seiten direkt als Flash zu e
xportieren, oder gestaltete Buttons direkt als Bitmap zu exportieren.
Fazit: Freehand ist ein Muss für jeden Grafiker, wer nur Dokumente mit wenigen Seiten erstellen will, ist mit Freehand bestens bedient und braucht Quark nicht unbedingt. Bevor etwas in Freehand erstellt wird aber erst mit der Litho/Druckerei sprechen, ob Freehand verarbeitet werden kann (Lithos mögen Freehand nicht, weil es länger rechnet als Quark, wenn die Litho ?nein" sagt würde ich immer noch mal nachhaken). Vor allem kann man Freehand Plattform-unabhängig verwenden, da auch die Schriften-Problematik umgangen werden kann, indem man nach getaner Arbeit alle Texte in Pfade konvertiert. Ich dachte auch, das die Qualität nichts sein kann, bis ich selbst mal eine Visitenkarte einer Druckerei geschickt habe.
Alle Angaben auf der Karte waren in einer serifenbetonten Schrift gesetzt mit 7 pt.,
das gedruckte Ergebnis sah wirklich aus wie auf dem Bildschirm.
Fazit:

