Gnutella
Endlich Erwachsen!¡! (UPDATE) - Gnutella Anwendung

Neuester Testbericht: ... läuft, sondern jeder Pc der User als Server fungiert. So ist der Erhalt von Gnutella gesichert. Das war es auch schon mit den Vortei... mehr

Endlich Erwachsen!¡! (UPDATE)
Gnutella

rolladibolla

Name des Mitglieds: rolladibolla

Produkt:

Gnutella

Datum: 07.04.01, geändert am 08.04.01 (149 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: peer-2-peer, uncensored, nix fuer Leute, die nix anbieten ;-)

Nachteile: lahm, keine Chat-Funktionen

Als ich zum ersten mal über Gnutella gehört hatte, war ich sofort begeistert, da ich Napster zu diesem Zeitpunkt noch eher mies fand. Doch das Projekt wurde eingestellt, da sich eine Musikrechtefirma einmischte. Doch zum Glück waren Sourcen und Protokoll noch immer frei im Netz verfügbar und schon bald sprossen Clones wie Pilze aus dem Boden. Also testete ich auch mal so nen Clone, Gnotella, um genau zu sein. Er war damals jedoch noch in einer sehr frühen Phase, und meine Internetverbindung (56k) auch. Die ganze Sache war sehr ernüchternd fuer mich. Erst musste ich mir den A***** nach guten Hosts aufreisen, und zudem verbrauchte das P2P System enorm viel meiner Geschwindigkeit, weswegen praktisch meist nur Geschwindigkeiten von 0.1 - 1.2 k angesagt waren. Doch heute ist Gnutella erwachsen und meine Internetverbindung (ISDN) auch, und deswegen wappnete ich mich, mal wieder nen Gnutella Clone auszuprobieren, da ich keine Lust mehr auf Hotline/I-Mesh und CO hatte, die nichtmal fuer Linux zur Verfügung standen und es nicht fertigbrachten, meine Dateien unter Windoof anderen Usern zur Verfügung stellen. Ich muss sagen, ich bein BEGEISTERT von LimeWire, der von mir getestete Gnutella Clone.

Wer gleich loslegen will kann hier mal vorbeischauhen: http://www.limewire.com/


Zuerst etwas zum Aufbau eines Gnutella Netzwerks, und wie es sich von Filesharing Systemen ala Napster grundsätzlich unterscheidet...

Napster basiert auf den Client-Server Prinzip, Gnutella und damit auch LimeWire basieren auf dem Peer 2 Peer Prinzip. Bei Napster speichern große Server die Daten sämtlicher auf dem Server befindlichen User. Also zum Beispiel eine Liste der Dateien, die der User zum Download anbietet. Suchen laufen über den Server und der Server stellt die Verbindung zwischen 2 Partnern auf. Danach sind sie jedoch direkt miteinander verbunden, und der Download/Upload kann stattfinden. Es ist also ein stark zentrales System.

Hier unterscheidet sich das
Gnutella Netzwerk grundlegend. Bei LimeWire ist jeder sein eigener Server ;-) Und Client auch noch. Es gibt keine Zentralen Server, die die Filelisten managen etc sondern jeder muss das selbst machen. Was es noch als zentrale Anlaufstelle gibt, sind die sogenannten "Tracker". Jeder Host verbindet sich mit ihnen und sagt ihnen damit, dass er im Netzwerk integriert ist. Viel mehr auch nicht. Die Clients verständigen sich lediglich untereinander und bilden so das Netzwerk. Wenn eine Sucher stattfindet, dann läuft sie über jeden einzelnen Client. Und hier ist gleich einer der Nachteile aufgedeckt worden. Je größer das Netzwerk, desto mehr Suchen, und desto mehr Bandbreite wird dafür gebraucht. Diese Suchen verbrauchen also schon einmal wertvolle Bandbreite-Ressourcen. Vor allem schlecht wenn man eine langsame Verbindung hat, und diese dazu noch nicht Full Duplex ist. Wie zum Beispiel die 56k Modems. Vor allem mit diesem dürfte man es schwer haben im Gnutella Network, weswegen ich davon abraten würde, mit ihnen überhaupt erst den Versuch zu starten, in LimeWire was zu Downloaden.
Der große Vorteil des Peer-to-Peer Systems ist jedoch: Niemand kann irgendwie kontrollieren, was man an Sachen anbieten, und das Netzwerk zensieren, wie es bei Napster schon geschehen ist, und wie es wohl auch bald mit I-Mesh geschehen wird. (News hierzu: http://www.p2ptracker.com/news/announce/imesh04050 1.htm)


Gut, kommen wir jetzt zu etwas handfesterem, nämlich die Bedienung und Installation und und und...

Hier gehts zum Download: http://www.limewire.com/download/index.htm

LimeWire ist fuer sehr viele Betriebssysteme verfügbar, wie zum Beispiel Windows, Linux, MacOS, MacOSX, Solaris und dank einer Java Version auch fuer praktisch jedes andere Betriebssystem, fuer das Java-Runtimes verfügbar sind. Allein das ist schon ein Grund, sich dafuer zu entscheiden, falls man nicht Windoof-User ist ;-)
Ich habe bisher jedoch nur die Windows-Version getest
et, ein ausführlicher Test der Linux Version wird jedoch mit Sicherheit folgen...

Die Installation verlief ohne Probleme. Man wird auch gleich gefragt, ob man seine Festplatte nach Ordnern durchsuchen will, die man eventuell freigeben will. Nur ist diese Funktion meiner Meinung nach Sinnlos, da so ziemlich alle Dateitypen unterstützt werden, auch .htm und .txt. Und es werden auch nur 4 Ordner angezeigt. Das waren bei mir Ordner, die lediglich Dokumente enthielten. Man kommt also kaum um die manuell Freigabe herum. Ist das Programm erstmal installiert, kann man sofort loslegen, was bei anderen Gnutella Clones nicht so ist. Denn LimeWire liefert gleich 2 tracker mit, weswegen man sich darum nicht mehr kümmern muss. Und wenn man nichts zum Teilen hat (eigene Dateien), dann kann man auch gleich mit dem Suchen loslegen. Viele Optionen gibt es hier jedoch nicht. Dies liegt wohl auch daran, dass man praktisch jede Datei suchen kann, auch Videos, Texte, Dlls, Programme. So gibt es hier keine Funktion ala Napster, bei der man zum Beispiel die Bitrate der MP3s einstellen kann, aber darauf kann ich ehrlich gesagt auch verzichten.

Die Suche ist gut gehalten. Wenn eine Datei von mehreren Host angeboten wird, dann werden diese nicht extra einzeln aufgelistet, sondern in einen Gruppe zusammengefasst, das schafft wesentlich mehr Übersicht. Die Suche dauert in der Regel länger als bei Client-Server basierenden Systemen wie Napster oder I-Mesh. Das liegt hauptsächlich daran, dass die einzelnen Hosts oft auch noch auf der anderen Seite der Welt zu finden sind. Und der Download von solchen Host ist auch oft Problematisch, meist kriegt man keine Verbindung zustande.
Weniger Problematisch ist es allerdings, wenn die Datei von verschiedenen angeboten wird, man kann sie dann meist mit Sicherheit Downloaden. Die Geschwindigkeit ist ein bischen geringer, wegen dem oben beschriebenen mit den Suchen. Dafuer findet man dort inzwischen fast alles, was man irgendwie mal brau
chen könnte.

Jetzt zum Filesharing:
Die Manuelle freigabe von Verzeichnissen auf dem eigenen Computer verläuft ohne Probleme. Und die Dateien werden dann auch richtig freigegeben, und andere Leute können sie downloaden. Bei I-Mesh musste ich die Erfahrung machen, dass meine Dateien zwar zu sehen waren, aber niemand konnte sie downloaden.
Und die Filesharing-Philosophie geht sogar noch weiter *hehe*
Wenn dein eigener Host positive Ergebnisse auf verschiedene Suchanfragen liefert, kann man Prioritäten setzten. Und zwar nach der Anzahl der Dateien, die der Gegenüber mit der Community teilt. Leute, die nichts teilen wollen kriegen so einfach auch nichts. Ein sehr gutes, nettes Feature.


Wenn man die Sache insgesamt betachtete, ist LimeWire ein solides Filesharing Tool mit Zukunft und ohne überflüssigen Schnickschnack ala I-Mesh. Ich kann es nur empfehlen. Das einzige, was mich stört: Man muss immer auf Connect klicken, wenn man sich ins Gnutella Network einloggen will. Eine autoconnect Funktion wäre hier echt angebracht.
Und eine Chat-Funktion wäre auch echt Cool gewesen, aber das wird sicher noch...

Hmmm, und da ist noch was:
Die Funktion, die anzeigt, welche Suchen gerade deinen Computer passieren. Wenn ich mir die länger ansehe finde ich oft Sachen, die sollte es besser nicht geben. Wie zum Beispiel, dass viele Leute nach "rape" und "preteen" suchen. (=Vergewaltigung und "Vor Teenager Alter", also Kinderporno?).
Das echt gute System wird also klar missbraucht :-(((

Greetz, Rolladibolla!¡!

Fazit: