Gnutella
Rendezvous mit einem Unbekannten - Gnutella Anwendung

Neuester Testbericht: ... läuft, sondern jeder Pc der User als Server fungiert. So ist der Erhalt von Gnutella gesichert. Das war es auch schon mit den Vortei... mehr

Rendezvous mit einem Unbekannten
Gnutella

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Name des Mitglieds: saraléa

Produkt:

Gnutella

Datum: 20.02.01, geändert am 20.02.01 (28 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Fast unangreifbar, einige Zusatzfunktionen, große Bandbreite an Dateien

Nachteile: laaaaangsaaaaaam..., anfangs doch eher schwer zu bedienen

Gnutella? War das nicht das mit der Brotzeit? Nee, offensichtlich ein "G" zu viel. Und mit dem Gnu, das laut Lexikon eine in Ost- und Südafrika lebende Kuhantilope ist, hat diese Bezeichnung auch eher wenig zu tun. Nein, glaubt man all den Prognosen, die in letzter Zeit das Internet geradezu überschwemmen, so haben wir es hier mit DER Zukunft aller MP3-Suchenden zu tun. Nun gut. Da es nach den immer neuen Urteilen gegen Napster und der kürzlichen Übernahme durch Bertelmann aber langsam an der Zeit ist, sich nach Alternativen umzusehen, dachte ich, dass es dann eben auch für mich mal an der Zeit wäre, Napster untreu zu werden. Also auf zu Gnutella.

Vor dem ersten Kennenlernen....
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...sollte man sich ja immer ein wenig informieren, um seinen Gegenüber besser einschätzen zu können. Gnutella... Ursprünglich war es die Arbeit einer Tochterfirma von AOL, nachdem aber immer mehr über Napster bekannt wurde, hatte das Unternehmen sich blitzschnell entschlossen, sein Projekt abzubrechen. Es galt ja einen Ruf zu wahren. Geholfen hat es aber auch nichts, denn Gnutella wurde in Windeseile von anderen, gutherzigen Programmierern wiederhergestellt, und da ist es nun und hat in seinem zarten Alter bereits unzählige Nachkommen.

Woher nehmen...
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...wenn nicht stehlen? - Gerade mal auf mickrige 98 KB bringt es die kleine Datei, die sich so ziemlich überall zum Herunterladen findet, das wäre beim Boxen wahrscheinlich noch nicht mal die Leichtgewichtsklasse. (Zum Vergleich: Napster = 1800 KB) Ich habe mir den Computerchannel als Liferanten ausgesucht. In der Hinsicht hatte ich also keinerlei Probleme zu erwarten. Installation? Lief ebenso problemlos ab. Aber dann...

Der erste Eindruck...
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...ist ja angeblich derjenige, der zählt. Das wäre im Falle von Gnutella nicht direkt ein gutes Omen. Eine derart spartanische Oberfläche lässt sich heute wohl kaum noch
finden. Hilfe? Fehlanzeige, iss nix. Ganz in klassischem grau-weiß gehalten strahlt sie einem entgegen und erinnert an die Zeiten, als Windows noch ohne angehängte Jahreszahlen auskam. Eine Erklärung gibt es nicht, die muss man sich wohl selber ausdenken. Also Gehirnzellen einschalten und mit frischem Mut heran an die Sache.

Getting started....
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...oder auch nicht. Die Internetverbindung steht, aber was wird jetzt von mir erwartet? Ein schüchterner Klick auf das Connect-Knöpfchen bleibt ergebnislos. Auch nach dem fünften und sechsten Mal. Eine neue Idee muss her. Aber woher? Halten wir uns doch an die Devise: Nicht verzagen, Profis fragen. Wo die Internetverbindung ja ohnehin schon steht, kann ich mich auch gleich durch ein paar Seiten klicken, immer in der Hoffnung, irgendwo auf eine Anleitung zu treffen. Und es scheint doch einen Gott zu geben, denn nach dem oberflächlichen Überfliegen von unzähligen Texten, die zwar alle Gnutella zur Zukunft des Musiktausches ernennen, sich aber leider darüber ausschweigen, wie diese Zukunft denn bitteschön funktionieren soll, werde ich tatsächlich fündig.

Halleluja! Jetzt aber!
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Fast zumindest. Konfigurieren muss ich? Nee, keine Lust. Obwohl, ist vielleicht doch besser selbst zu bestimmen, wer was von mir runterladen kann. Ohne selbstsüchtig zu sein: Meine Emails würde ich doch ganz gerne für mich behalten. Dann widme ich mich also dem entzückenden Config im rechten oberen Fensterchen und tue, was von mir verlangt wird.

Jetzt vielleicht?
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Ja. Okay, fast. Jetzt muss ich nämlich wieder auf die Startseite zurück. Kein Problem, ein Klick auf GnutellaNet, und schon bin ich wieder da. Sehr schön, war doch ganz leicht eigentlich, oder? Leider muss ich sofort feststellen, dass das alles Tarnung war, denn unverhofft schlägt das Schicksal wieder zu: IP? Port? Um einen allein durch diesen Spruch fast schon legendären Zeitgenossen
zu zitieren: "Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts." Ein Blick auf die Gnutella-Homepage kann aber nicht schaden, versuchen wir's also, und freundlicherweise wird mir da Hilfe geleistet: Um mich ins GnutellaNetz einzuklinken, muss ich nur ein wenig Tipparbeit leisten. Wenn's weiter nichts ist... Wie wäre es also mit folgender Adresse: "gnutellahosts.com:6346", einzugeben direkt neben dem Add-Button, den ich denn auch prompt anklicke (gilt erst ab Version v0.56).

...und es erwachte zum Leben.
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Plötzlich wird es lebendig auf meiner kleinen, aber feinen Gnutella-Oberfläche, der "Hostcatcher" füllt sich, und ich stoße erst mal einen Freudenschrei aus. Zeit, auf die Pirsch zu gehen, im Klartext: Meine erste Suche zu starten. Kaum hat sich aber die "Search"-Seite vor meinen Augen geöffnet, stellt sich mir eine fast schon elementäre Frage: Was will ich eigentlich? Kurze Denkpause, und weiter geht's. Kennt hier jemand Matchbox 20? Nein? Auch egal, denn das Wichtigste ist ja: Ich kenne sie, und deshalb werde ich mich jetzt auf die Suche nach allem machen, was ihren Namen trägt. Also eingetippt und Search gedrückt, und schon nach wenigen Sekunden erhalte ich die ersten Suchergebnisse. Schau mer mal... Nein, ein Video wollte ich eigentlich nicht, aber trotzdem danke für's Angebot. Matchbox 20 - Bent.mp3? Jawohl, Bent will ich! Auswählen, den "Download selected File"-Knopf sanft anklicken, und los geht's!

Aber wie langsam!
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Nein, als Highspeed kann man das nicht gerade bezeichnen, was da abläuft. Ob es da wohl auch möglich ist, über 1,0 k/s hinauszukommen? Keine Ahnung, aber ich fürchte nicht. Egal. Dafür kann mich Metallica nicht verklagen, und das hat doch auch seine Vorteile, oder? Außerdem: Es lebe die "Resume"-Funktion! Da könnte Napster sich eine Scheibe von abschneiden, es ist halt doch überaus ärgerlich, we
nn man es endlich mal geschafft hat, ein Stück zu 94% herunterzuladen, um dann dank einem Übertragungsfehler grade nochmal von vorne anfangen zu können.

Ebenfalls sehr gut gefällt mir eine andere Funktion, der Monitor. (Monitor, und dann ein Häkchen im Kästchen "Search Monitor enabled") Es ist schon interessant, was andere Leute so für Suchbegriffe eingeben. Kann einen allerdings am Guten im Menschen zweifeln lassen - und damit meine ich nicht die zahlreichen Anfragen, die sich auf Britney Spears beziehen.

Happy End?
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Naja. Solange Napster noch kostenlos nutzbar ist, werde ich wohl dabei bleiben. Danach werde ich mich aber mit Sicherheit nach einem neuen Partner umschauen, und man kann sagen, dass Gnutella durchaus keine schlechten Karten hat, den Zuschlag zu bekommen. Auch wenn der Datentransfer seine Zeit braucht, wird durch die praktischen Zusatzfunktionen und die annähernde Unangreifbarkeit des Systems vieles wieder ausgeglichen.

Fazit: