
Neuester Testbericht: ... einem diese Vorgaben nicht oder fehlen dem Anwender spezielle Bezeichnungen, so kann man diese einfach selbst hinzufügen und nicht benö... mehr
Filme verwalten mit System? Das gibts wirklich!
Caits Moviebase

Name des Mitglieds: KauntNull
Produkt:
Caits Moviebase
Datum: 23.01.03, geändert am 08.06.04 (3700 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: kinderleichte Installation und Bedienung, umfangreiche Such- und Druckfunktionen
Nachteile: keine bekannten
Wie das halt so ist, wenn man unter die Filmesammler geht, gelangt man früher oder später an den Punkt, dass man ein Utility benötigt, um noch den Überblick über die eigene Sammlung zu bewahren, vor allem, wenn man seine Filme auch noch im Freundeskreis verleiht.
Dieser Zeitpunkt war bei mir vor einigen Monaten erreicht, und eine eigene Excel-Tabelle oder kleine Access-Datenbank reichte einfach nicht mehr aus und war zu unübersichtlich. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Verwaltungsutility - und wurde nicht fündig. Es gibt zwar etwa dreißig deutschsprachige Programme auf dem Markt in diesem Sektor, doch 80 Prozent davon sind ausschließlich für Videokassetten gedacht, ein paar andere nur für DVD/(S)VCD und ganze zwei ausschließlich für DivX/AVI-Filme. Nicht ein einziges am Markt, mit dem man ALLE erdenklichen Medientypen pflegen und verwalten kann, und von vernünftigen Druckfunktionen wagt man erst gar nicht zu träumen.
Das war der Punkt, an dem ich mich entschied kurzerhand meine eigene Software zu programmieren. Also setzte ich mich mit einem Freund zusammen und schrieb "CAITS MovieBase für Windows". Die Software ist nun seit kurzem in der ersten öffentlich freigegebenen Version 1.2.0 fertiggeworden und steht unter http://www.winmoviebase.de zum kostenlosen Download als Shareware zur Verfügung.
Diese nicht registrierte Version zeichnet sich gegenüber einer registrierten Vollversion durch nur zwei Unterschiede aus: zum einen können nur 30 Filme verwaltet werden, zum anderen kann man nicht drucken.
Erst mit einer Registrierung und Freischaltung durch Eingabe der Lizenzinformationen in der Software stehen dem Benutzer fast keine Grenzen mehr im Weg. Man kann mit MovieBase beliebig viele Datenbanken erstellen und verwalten, und in jede Datenbank können bis zu 2,5 Millionen (!!) Filme eingetragen werden - jeweils 9999 Filme in bis zu 255 verschiedenen Genres.
Von denen sind direkt nach Erstellung einer neuen D
atenbank etwa 40 als Beispiele vorgegeben - gefallen einem diese Vorgaben nicht oder fehlen dem Anwender spezielle Bezeichnungen, so kann man diese einfach selbst hinzufügen und nicht benötigte Einträge löschen.
Genauso geht es mit den Sprachen, Erscheinungsländern, Medientypen, Bild- und Tonformaten, Regisseuren oder den zur Wiedergabe benötigten Playern bzw. Abspielgeräten.
Ein Beispiel: man gehört zu den wenigen menschen, die eine eigene MAZ im Keller stehen haben, die MAZ kennt MovieBase aber noch nicht. Einfach in die Maske zur Eingabe eines neuen Films springen, "Filmformate editieren" anklicken und die MAZ hinzufügen. Genauso fürs Land: der Film aus "Tackatuckaland" muß ja mit dem korrekten Ursprungsland eingetragen werden, gell? Einfach hinzufügen, fertig. Und so geht das halt mit den meisten Daten, die man einem Film zuordnen kann.
Neben den schon genannten Daten können auch die Anzahl der Medien des Films, das Erscheinungsjahr, die Laufzeit, eine Bewertung der Qualität und der Gesamteindruck, ein Standort/Verleihstatus, bis zu 64 KByte eigene Anmerkungen und ein Titelbild sowie die wichtigsten Hauptdarsteller für jeden einzelnen Film hinterlegt werden.
Beim Eingeben eines neuen Films gibt es nur zwei Pflichtfelder: Filmtitel und Genre, alles andere sind nicht zwingend notwendige Zusatzdaten. Das ist praktisch, da man selten direkt alle Angaben parat hat, wenn man einen neuen Film eingeben möchte.
Hat man einmal seine ganzen Filme in die frisch angelegte Datenbank eingetragen, will man mit den Daten ja auch arbeiten. Beispielsweise möchte man bei Gelegenheit eine Detailansicht jedes Films zu sehen bekommen. Kein Problem, einfach einen Doppelklick auf den Film in der Hauptansicht machen oder ENTER drücken, schon gehen die Details auf. Diese kann man dann bequem per Maus oder Tastatur durchblättern, und zwar immer für alle in der Hauptansicht gerade sichtbaren Filme.
Das erwähne ich deswegen extr
a, weil sich diese Hauptansicht auch ändern kann, nämlich dann, wenn man eine Suche durchführt. Den Button "suchen" anklicken, es öffnet sich ein Suchfenster. Hier kann man nun nach beliebigen Kriterien in beliebigen Kombinationen suchen, und die Felder Titel, Schauspieler und Bemerkungen sind sogar volltextsuche-fähig. Zusätzlich kann man hier nach Filmen suchen, die zum Beispiel zwischen 90 und 120 Minuten Spielzeit haben, oder man schaut nach, welche Filme man in den letzten vier Wochen neu eingetragen hat, oder welche Filme der Kollege Max Muster schon seit drei Monaten vergessen hat zurückzugeben.
Die Suchergebnisse dieser Suche werden dann in der Hauptansicht eingeblendet, und wenn man dann wieder die Detailansicht startet, werden auch dort nur die Filme des Suchergebnisses zum Durchblättern angeboten.
Vom Suchergebnis zur eigentlichen Hauptansicht zurück gehts dann mit dem Button "Alles anzeigen".
Hin und wieder, beispielsweise wenn man zum Zeitpunkt der Eingabe eines Films noch nicht alle Daten wußte, muß man einen Film auch aktualisieren - kein Problem, Detailansicht des Films öffnen, in den Bearbeitenmodus wechseln und die gewünschten Informationen ändern/aktualisieren.
Das alles geht mit rasender Geschwindigkeit von der Hand. Selbst wenn man mehr als 20.000 Filme in der Datenbank gespeichert hat, reagiert das Programm auf eine Suche oder in der Detailansicht praktisch unvermittelt. Nur beim Öffnen bzw. Schließen dieser gut gefüllten Datenbank merkt man überhaupt, dass das Programm doch eine ganze Menge Daten von der Festplatte schaufeln muss.
Das Aussehen des Programms kann man durch fünf verschiedene Iconsets selbst beeinflussen, und viele andere Einstellungen wie eine Defaultsortierung der Hauptansicht oder ein Default-Speicherordner für die Datenbanken lassen sich frei und bequem einstellen.
Ebenfalls sehr mächtig: die Druckfunktionen mit WYSIWYG-Druckvorschau. Sei es ein gesamtk
atalog, Etiketten mit den Filmnummern zum Aufkleben auf die CD/DVD/VHS/Sonstwas-Hüllen, das Drucken von CD-Covern mit frei vom Benutzer einstellbaren Informationen auf dem Cover oder der Druck der Details der Filme - alles ist drin und kann schon vor dem Druck der ersten Seite am Bildschirm exakt überprüft werden. Und auch die Druckvorbereitung geht rasend schnel vonstatten - so muss man das haben.
Was noch fehlt sind in erster Linie Kleinigkeiten, die das Leben aber durchaus angenehmer gestalten. Beispielsweise wäre eine Anbindung an eine Internetfilmdatenbank sehr nett, so dass man nicht ALLE Daten manuell eintragen muss, und eine Schauspielerdatenbank fände ich auch ganz interessant. Diese Dinge sind aber für die nächsten Programmversionen schon angekündigt und werden nach und nach eingebaut werden.
Unterm Strich stellt CAITS MovieBase für Windows also sozusagen die ideale Quintessenz aus allen am Markt befindlichen Konkurrenzprodukten dar, etwas Vergleichbares ist nicht zu finden. Und wer hunderte DVDs und Videos im Shcrank hat, dem tun 25,00 EUR für die Registrierung zur VOllversion auch nicht weh.
Apropos Registrierung, die ist auch sehr schön einfach gelöst. Einfach im Programm Name und Emailadresse oder Benutzername eingeben, Key 1 erzeugen und die Email mit einem Klick auf "per Email registrieren" auf die Reise schicken. Gleichzeitig die Registrierungsgebühr überweisen und kurz darauf kommt eine Mail mit dem Lizenzschlüssel zurück. Diesen zweiten Schlüssel gibt man auf der zweiten Seite des Registrierungsfensters ein, und schon hat man eine Vollversion des Programms.
Wer keine Emailadresse sein eigen nennt, kann auch bequem mit einem mitgelieferten Bestellformular, das man einfach mti Wordpad (ist bei Windows immer dabei) ausdrucken kann, bestellen. Da kann man dann auch direkt einen V-Scheck oder Bares beilegen, dann geht die Registrierung genauso schnell wie per Email.
Sollte man bei der Bedienung mal auf
Probleme stoßen, hilft die umfangreiche Hilfedatei inkl. FAQ-Bereich weiter, und wenn auch das nicht weiterhilft, findet man unter http://www.winmoviebase.de ein tolles Supportforum, in dem jede Frage beantwortet wird.
Was soll ich mehr sagen? Am besten testet ihr das Programm einfach mal selbst, ihr werdet nicht enttäuscht werden.
Gruß
KauntNull
Fazit:


