BearShare
Da röhrt der Bär durch den Gnutellawald - Update Spyware - BearShare Anwendung

Neuester Testbericht: ... Tauschprogrammen die Daten zu tauschen. Unter anderem auch mit der Anwendung BearShare. Legal oder Illegal: bei solch einem Programm... mehr

Da röhrt der Bär durch den Gnutellawald - Update Spyware
BearShare

schweitzman

Name des Mitglieds: schweitzman

Produkt:

BearShare

Datum: 08.05.01, geändert am 27.05.01 (3710 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: einfach, schnell, viel

Nachteile: keine Bitratenanzeige, enthält Spyware, Version 2.2.4 ist sehr buglastig

Bearshare ist ein Filesharing Client, wie er im Buche steht. Klein, unkomfortabel, kostenlos, aber bärig stark. Entgegen seinen Verwandten wie Napster, möge er in Frieden ruhen, kann Bearshare etwas mehr als Mp3s aus dem weltüberspannenden Datenurwald zaubern, hier gibts KEINE Beschränkungen. Wie Tron es so schön ausdrückte: "Ein Datenaustauch wie früher, jeder Tower leuchtet wieder..." (Walt Disney´s Tron).

Wie funzt?
Bearshare arbeitet auf dem Gnutella Netzwerk nach dem Peer-to-Peer-Prinzip von User zu User. Also man lädt sich die Clientsoftware unter www.bearshare.com herunter, installiert das Ganze und nach ein paar Einstellungen, wie Verbindungsgeschwindigkeit, Up- und Downloadverzeichnis, Firewall-Ports und schon kann die Sache losgehen.

Bedienung
Auf den ersten Blick sieht das Ganze schon etwas gewöhnungsbedürftig aus, viel Text wenig Schaltflächen und gar keine Bildchen - würg - Gott war ich Napsterverwöhnt. Doch auf einmal gehts mächtig los, Bearshare sucht Kontakt und wühlt sich durch ein Gewimmel von Servern, die gerade Online sind, sehr schön hierbei ist die Nationalitätenanzeige (damit man auch weiss wo man landet), die Files, die zum Tausch bereitstehen und die Bandbreite, die der jeweilige Server liefert.
Einen Karteifolder weiter bin ich in der Suchmaske - äusserst spartanisch (das läuft bestimmt auch auf einem P100...). Suchanfrage eintippen un los...bluff, Massenweise Fundstellen, jetzt heisst es nur noch sortieren. Mit einem Click auf Dateityp, Verbindungsgeschwindigkeit, Dateigröße usw, kann man die Antworten ansteigend oder absteigend sortiern, ein Doppelclick auf die Auserwählte und im Downloadfolder erscheint der Download mit Speedanzeige in KBps, was nicht mit Kilobyte pro Sekunde zu verwechseln ist. Optisch dazu ein Leckerbissen der "Fortschrittsbalken", weiterhin wird man auch in Zahlen über seinen Downloadfortschritt informiert. Ein Karteifolder weiter erscheinen die selbst zu Tausch ange
botenen Schätze, daneben die "Matrix", eine Spalte in der die momentanen Suchanfragen der anderen User vorbeihaschen, sehr inspirativ. Ein Fenster weiter gibts ein tolles Statistikfenster mit massig Daten für Freaks...ich weiss nicht so genau was ich mit den Zahlenkolonnen da anfange soll.

Pro und Kontra
Toll ist die Vielfalt der Suchergebnisse, die durchschnittliche Geschwindigkeit und das einfache Bedienen des Bearschare Clients. Leider zeigt der Client KEINE Bitraten von Mp3 Files an, so dass hier nur über die Dateigröße gemutmaßt werden kann. Von Zeit zu Zeit sind leider zu viele Server "Busy", so dass sich ein gewünschter Titel partout nicht auf dei Platte bannen lassen will. Eine Wiederaufnahme von Downloads ist leider auch nicht möglich. Da muss man schon eher zu iMesh oder e-donkey wechseln...

Fazit
Die Alternative zu Napster dank der großen Vielfalt an Dateien (Gnutella, was ja nicht nur der Windoof Gemeinde offensteht, sondern auch den Linux oder Mac User bedient), nicht nur auf Mp3 Basis.
Eine Stabile Client Software sowie die Möglichkeit auch hinter einer Firewall zu operieren werten diesen Client zusätzlich auf. Für mich mein neuer "Napster", schnell, viel und gut.

- Update 17.05.2001 -

Das gar nicht so lang ersehnte BearShare Update auf Version 2.2.4 hat Einzug gehalten, so informierte mich gestern mein Blechdepp beim anmelden ans Gnutella Netzwerk. Update, warum funzt doch gut, aber wie der windoofgewohnte User halt so ist wird im Kopf brav die alte Gleichung aufgestellt, Update = Bugfix = Gut ! Na ja ganz so gut war das aber nicht. Update installiert, ein neues Fenster mit Werbung entdeckt und los gings, ein Systemabsturz nach dem anderen 4 Rohlinge verheizt, überall den Fehler gesucht und nach 12 Stunden, Milliarden Nervenzellen und viel Hinschmalz den Übeltäter entlarvt. Na ja , runtergeschmissen, alte Version wieder drauf und siehe da, die Sache läuft wieder.
Ergo:
Finger weg von Version 2.2.4!!!!!!
Solche Updates liebt der Kunde... Und wieder einmal bewahrheitet sich eine alte Computerweisheit "Never touch a runnig system", weise Worte, aber verbrannte Finger sind der beste Lehrmeister.
Wie schön ist Fileschraing ohne das Mastercontrolprogramm...

- Update 27.05.2001 -

Das Kreuz mit der Spyware. Vorneweg Beashare installiert übelerweise zwei niedliche Progrämmchen auf den heimischen Rechner mit den nichtssagenden Namen "OnFlow" und "SaveNow". Diese Programme sind definitiv als Spyware zu betiteln, da sie den eigenen PC ausspionieren. Welche Informationen weitergeben werden und vor allem an wen ist mir nicht bekannt. Hier muss manuell Abhilfe geschaffen werden. Die niedlichen Programme werden unter Sytemsteuerung Software Hinzufügen/Deinstallieren ausfindig gemacht und vom Rechner verbannt. Bearshare läuft selbstverständlich auch ohne dieses schändliche Beiwerk...und macht jetzt doppelt so viel Spass.


So, jetzt muss ich aber wieder Downloads starten...

In Übereinstimmung der Prophezeiung,

Schweitzman et al.

Fazit: