AIMP 2
Speicherfreundlicher Musikplayer - AIMP 2 Anwendung

Neuester Testbericht: ... und der erfolgten Installation der Ordner mit dem Programm nur 6,92 MB enthält. *** Funktionsumfang *** Der AIMP2 ist ein reiner A... mehr

Speicherfreundlicher Musikplayer
AIMP 2

vwende222

Name des Mitglieds: vwende222

Produkt:

AIMP 2

Datum: 07.06.10, geändert am 22.01.12 (493 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: schick anzusehen, geringer Speicherbedarf im Betrieb, Internetradio

Nachteile: Etwas schlecht sichtbare Funktionsbuttons, nichts wirklich Neues

AIMP (2)

*** Anlass ***

In der CHIP 6/2010 werden wie in jeder Ausgabe die Freeware des Monats kurz vorgestellt.
Hier stieß ich auf den Musikplayer AIMP2, der als russisches Pendant des bekannten Win-Amp bezeichnet wurde. Das Programm selbst kann in diversen Sprachen eingestellt werden, also auch komplett in Deutsch.

Vom Vorstellungstext und von der Abbildung her neugierig geworden wollte ich es wissen:
Ist der AIMP2 wirklich eine Alternative bzw. ein Konkurrenzprodukt zum bekannten Win-Amp Player, der seinerseits zwar keine Wünsche mehr offen lässt, aber für ein nebenher Anhören von Musik doch ein nicht unerheblich Speicherressourcen fressender Player ist.

Der VLC kann zwar ebenfalls und mit geringerer CPU- und Speicherbelastung Musik abspielen, doch fehlt dort die Möglichkeit, sich parallel dazu automatisch den Songtext anzeigen zu lassen.

*** Download und Installation ***

Das ca. 7 MB große Progrämmchen befindet sich auf der Heft DVD, kann aber auch z.B. über die CHIP Internetseite recht schnell heruntergeladen werden, was gegenüber der Heft DVD Version den Vorteil hat, die neueste Version zu nutzen. Die Userbewertung von 3 ½ Sternchen weist schon darauf hin, dass Stärken und Schwächen vorhanden sein werden.

Von Win 98 bis Windows 7 werden alle Windowssysteme unterstützt. Die Installation läuft recht schnell und man hat die Möglichkeit, alle Toolbars etc. nicht mit zu installieren, so dass auch nach dem Entpacken aus dem Zip-Archiv und der erfolgten Installation der Ordner mit dem Programm nur 6,92 MB enthält.

*** Funktionsumfang ***

Der AIMP2 ist ein reiner Audioplayer, spielt also keine Videos ab. Internetradio lässt sich aber recht einfach einstellen und empfangen. Geschützte Musikformate werden nicht abgespielt, also auch nicht das Audible Sonderformat *.aa.
Ansonsten aber beherrscht er alle üblichen Musikformate: MP1, MP2, MP3, MPC, MP+, AAC, AC3, OGG, FLAC, APE, WavPack, Speex, WAV, CDA, WMA, S3M, XM, MOD, IT, MO3, MTM, UMX

Für die Musikdateien ist auch eine Tag-Verwaltung bzw. ein Tag-Editor vorhanden. Dieser lässt kaum Wünsche offen, doch eine Verbindung zu Musikdatenbanken, durch die ggf. Informationen auf Wunsch eingefügt werden, konnte ich nicht entdecken.
Wichtig ist mir fürs Internetradio die Aufnahmefunktion. Diese ist zwar vorhanden, man kann auch das Format von *.wav auf mp3 umstellen (auch die Encoder Datei Lame.exe ist dazu integriert), aber zum anderen ist die Funktion schwer zu finden. Vor allem gelang es mir zunächst nicht, eine Aufnahme erfolgreich durchzuführen.
Erst nachdem ich statt des Tastaturbefehls Strg R mithilfe der englischensprachigen Hilfe den winzigen Text-Button links oben am Player, dritte Zeile fand, gelang auch dieses.

Die entstandene MP3 Datei ließ sich dann auch auf anderen Playern abspielen.
Man kann die Ausgabequalität zwischen 32 KB/s und 320 KB/s wählen, je nachdem welche Art von Sprach- oder Musikdatei man aufnehmen möchte.
Der Equalizer hat ca. 21 Musikprofile zur Auswahl, wobei man natürlich auch ein eigenes Profil erstellen, abspeichern und später wieder laden kann.

Die Benutzeroberfläche kann mit sogenannten Skins wie bei Win-Amp verändert werden. 6 verschiedene Skins sind vorhanden, aber es gibt auch weitere übers Internet nachzuladen, falls man Abwechslung liebt. Mir genügt bisher die Standard Oberfläche Euphoria.
Schiebt man einen Ordner auf das Playlistfenster, werden die Musikdateien schön geordnet nach den verschiedenen Alben mit den üblichen Informationen angezeigt, wobei man diese anzeige auch selbst verändern kann. Laden und Abspeichern der Playlist ist also sehr einfach und intuitiv durchführbar.

CDs lassen sich zwar abspielen aber im Gegensatz zu einigen Darstellungen im Internet nicht rippen bzw. die Funktion Audio-Converter ist in der Version AIMP2 nicht vorhanden.


*** Fazit ***

Eine wirkliche Konkurrenz kann der Player weder dem VLC noch dem Win-Amp Player sein, doch hat er einige recht gute Funktionen als Musik-Player und vor allem ist er tatsächlich in der Speicher- und CPU-Belastung erheblich bescheidener als seine Konkurrenten.

Schluckt der Win-Amp Player lt. Anzeige im Windows Task Manager um die 54000 KB als Musikplayer (keine eingeschaltete Video- oder TV-Funktion), der VLC immerhin noch 29100 KB, so kommt der AIMP2 mit 6000 bis 12000 KB aus, je nach genutzten Zusatzfunktionen.
Um Musik im Hintergrund zu hören, die Soundqualität unterschiedet sich nicht von den anderen Playern, ist er tatsächlich eine gute Alternative.

Die Benutzeroberfläche könnte zwar übersichtlicher sein und wird besonders Anfängern nicht unbedingt leicht fallen, andererseits aber wird sich jeder, der schon einige Musikplayer kennen gelernt hat, relativ leicht und intuitiv an die Bedienung des Players gewöhnen.

Schade ist, dass die Songtextanzeige nur durch ein zweites Zusatzprogramm erfolgt, welches sich nicht fest integrieren lässt, dafür aber auch von anderen Playern genutzt werden kann.
Für diesen Zweck nutze ich EvilLyrics, welches jedoch dann schon wieder extra 12000 KB verbraucht. Außerdem sind die dortige Lyriksdatenbanken für englischsprachige Texte gut, weniger für deutsche und das Programm nutzt leider auch nicht bereits vorhandene *.txt Dateien im entsprechenden Songordner. Ok, bei deutschen Songs ist der Text auch nicht so wichtig. ;-)

Insgesamt gebe ich dem Player 3 von 5 Sternen und eine Empfehlung für alle, die z.B. zuweilen gerne im Hintergrund Klassische Musik in sehr guter Qualität über einen Internetsender hören und hin und wieder schnell eine entsprechende Aufnahme tätigen möchten. Das Einlesen der Musikdateien eines Ordners geht auch ohne vorhandene Playlist blitzschnell. Als Freeware kann jeder Interessierte den Player risikolos mal ausprobieren. Schade, dass die Rip-Funktion nicht mehr vorhanden ist.

Bei mir bleibt er aber vorerst auf der Festplatte, auch wenn er Win-Amp oder VLC nicht ersetzen kann.

Fazit: Empfehlung für im Hintergrund Klassische Musik in sehr guter Qualität über Internetsender anhören

Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Installation:    
Funktionsvielfalt: