


Neuester Testbericht: ... installieren Virenscanner verteilt. Diesen Prüfschlüssel sucht dann der Scanner in den Dateien. Findet er den Schlüssel, dann wird das al... mehr
Schlank und schnell aber nicht kostenlos
Nod32 für Windows

Name des Mitglieds: Dooyoo-Nifo
Produkt:
Nod32 für Windows
Datum: 02.06.10, geändert am 29.01.12 (486 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Problemlose schnelle Installation (ohne Neustart!)
Nachteile: Es gibt keine dauerhaft kostenlose Lizenz
Inhaltsverzeichnis:
- Einleitung
- Meine bisherigen Erfahrungen mit NOD32
- Hintergrund zum Virenscannen
- Praxis
- Zurück zur c't
- Installation auf dem Netbook
- Fazit
Einleitung:
Ich habe gerade NOD32 mit einer Einjahreslizenz auf meinem kleinen Netbook, dem Samsung NC10 installiert. Das hat eine lahme CPU, 1Gbyte RAM und läuft mit Windows XP-Home.
Da das Netbook schon so nicht genügend Power hat, habe ich nun eine kostenfreie Lizenz von NOD32 installiert, welche in der c't 2/2010 zu finden war.
Grundsätzlich lege ich keinen(!) Wert auf die ganzen dicken Sicherheitspakete, die behaupten sie würden alles und jeden schützen. Ich brauche keine zusätzliche Firewall, da mein Windows eine mitbringt und auch keinen SPAM-Filter, weil mein Emailanbieter und mein Emailprogramm selbst hervorragende Filter besitzen und verwenden. Auch benötige ich keine aufgeblasene bunte Oberfläche und vor allem keinen Virenscanner der meinen Rechner bremst...
Meine bisherigen Erfahrungen mit NOD32:
Ich nutze NOD32 schon etwas länger. Zwischenzeitlich aber auch ein Jahr lang nicht mehr. Begonnen habe ich, mit Einjahreslizenzen, welche einzelnen c't-Ausgaben bei lagen. Diese hatte ich zuerst auf meinem Notebook, dem Dell Inspiron 8600 eingesetzt. Grund war damals schon, dass dieses Notebook nicht das schnellste war und die c't damals NOD32 gut getestet hatte. So war er einer der anspruchslosesten Virenscanner, was seinen Bedarf an Rechenleistung angeht (d.h. er bremst das System kaum aus) und hatte ursprünglich eine der besten heuristischen Suchfunktionen.
Letzteres bedeutet, dass seine Suchmethode nach unbekannten Viren besser funktionierte, als bei allen anderen Virenscannern.
Hintergrund zum Virenscannen:
Virenscanner arbeiten nach einem einfachen Prinzip: wenn man einen Virus einmal beim Hersteller des Scanners untersucht und analysiert hat, dann wird ein "Prüfschlüssel" erstellt und per Update an die installieren Virenscanner verteilt. Diesen Prüfschlüssel sucht dann der Scanner in den Dateien. Findet er den Schlüssel, dann wird das als Virusbefall gemeldet.
Die Suche arbeitet - grob gesagt - wirklich so allgemein. Damit erklärt sich auch, wie ein Fehlalarm entsteht. Nämlich genau dann, wenn der Prüfschlüssel falsch ist oder er zufällig in einer Datei gefunden wird, die gar keinen Schädling enthält.
OK, der große Nachteil dabei ist dann, dass ein Virus erst einmal analysiert werden muss, bevor ein Virenscanner in finden kann. Ohne Prüfschlüssel keine Erkennung. Und genau an diesem Punkt kommt die Heuristik ins Spiel.
Mit Heuristik meint man allgemeine Suchschlüssel und Suchfunktionen, die in Dateien nach typischen Schadprogramm Merkmalen suchen. Dabei versucht man also Viren und andere Schädliche zu erkennen, obwohl noch kein Suchschlüssel dafür vorhanden ist. Die Gefahr dabei ist natürlich, dass man zu streng sucht und dann viele Fehlalarme erzeugt. Auf der anderen Seite muss die Heuristik eben aber auch möglichst gut sein.
Damals war NOD32 hier führend. Inzwischen haben die anderen Hersteller von Virenscannern aber auf- und überholt. Trotzdem schneidet NOD32 in den aktuellen Tests der c't meiner Meinung nach noch ausreichend gut ab. Zudem bremst er den Rechner recht wenig aus, das habe ich selbst erfahren.
Praxis:
Als ich auf meinem Dell Notebook den NOD32 durch den kostenlosen AVG-Virenscanner ersetzt habe, viel mir danach auf, dass mein Notebook etwas "bockiger" wurde. Die Starts von Programmen passierten erst nach einer "Gedenkpause". Das wurde besser, als ich den Virescanner Avast installierte. Die kleinen Denkpausen waren plötzlich weg. Mein Notebook hat noch eine ältere Single-Core-CPU. Bei modernen Dual-Core CPUs soll das kein Problem mehr sein.
Auf meinem Netbook hatte ich z.B. den AVG weiterhin im Einsatz. Es zeigte diese Denkpausen nicht. Evtl. liegt das daran, dass hier zwar eine langsame Intel ATOM Single-Core-CPU verbaut ist, die dank Hyperthreating aber eine zweite CPU "simuliert".
Intel baut da quasi eine "Viertel-CPU" extra ein. Das ganze ist von der Leistungsfähigkeit noch nicht einmal Ansatzweise mit einer echten Dual-Core CPU zu vergleichen - also deutlich langsamer - aber eben doch etwas flotter als eine normale Single-Core CPU.
Wer jetzt noch einen Satz erwartet wie "NOD3 hat mich zuverlässig vor allen Viren beschützt!", den muss ich enttäuschen, aber aus anderen Gründen, als man vielleicht vermuten wird. ;-)
Bei mir ist der Virenscanner nur die letzte "Sicherungslinie". Generell hält heute die im Betriebssystem eingebaute Firewall das meiste Zeugs ab (ist meine Meinung). Zusätzlich richte ich mit zum normalen Arbeiten immer eingeschränkte User ein, die haben z.B. keine Schreibrechte auf dem Windowsverzeichnis. SPAM-Filter beim Anbieter meiner Emailpostfächer sortieren gut 99% der SPAM-Mails mit Schädlingen aus. Für den Rest ist dann der Virenscanner da und der hat bei mir in den letzten Jahren kaum angeschlagen und das ist auch gut so. ;-)
Ich möchte hier ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich trotzdem nicht auf einen Virenscanner verzichten würde! Ich halte es für Leichtsinn auf ein erprobtes Schutzmittel zu verzichten, nur weil es (fast) nie gebraucht wird. Mein Gurt im Auto musste mir auch nie das Leben retten und trotzdem ist das mit Sicherheit KEIN überflüssiges Teil im Auto...
Zurück zur c't:
Nun, die c't hatte vier Jahre jeweils eine Einjahreslizenz des NOD32 auf einer ihrer Heft-CDs. Die habe ich mitgenommen. Im dritten Jahr hatte ich dann eine Aktion genutzt um NOD32 gleich auf zwei Rechner für zwei Jahre nutzen zu können. Der Preis für diese Lizenz war ein Sonderpreis, der die c't-Lizenz einrechnete und relativ günstig (damals). Heute bieten viele Hersteller von Virenscanner solche Lizenzen an, teilweise sogar im normalen Ladengeschäften.
Probleme hatte ich in der Zeit keine. Man registriert sich jeweils per Mail bei ESET, dem Hersteller von NOD32. Kurze Zeit später erhält man eine erste Mail mit der Bestätigung der Registrierung und dann eine zweite mit einem Usernamen und einem Passwort. Mit diesem Usernamen und Passwort kann man die Vollversion von ESET herunterladen und dann auch das Update einrichten.
Dann setzte die c't plötzlich für ein Jahr aus. Damals bin ich zu Avast und AVG gewechselt. 2010 aber, gab es wieder eine Heft-CD mit einer Einjahreslizenz für NOD32. Die erschien in Heft 2/2010, also schon im Januar. Registrieren kann man diese Lizenz bis zum 30. Juni 2010.
Installation auf dem Netbook:
Viel zu berichten gibt es nicht. Da das Netbook kein CD-Laufwerk besitzt habe ich die Heft-CD im DELL-Notebook gestartet und mich zur Installation von NOD32 durchgeklickt. Hier gibt es einen Link zur Registrierung, dem ich gefolgt bin.
Bei der Registrierung muss man seine Anschrift und eine gültige Emailadresse angeben. Zusätzlich muss ein Code, der auf der Heft-CD aufgedruckt ist, eingegeben werden.
Innerhalb von einer Stunde war dann die Mail mit dem neuen Usernamen und dem Passwort da.
Auf dem Netbook habe ich dann die Vollversion von NOD32 heruntergeladen und parallel AVG deinstalliert. Beides klappte problemlos. Zum Download muss man bereits den Usernamen und das Passwort eingeben.
Die Installation von NOD32 erfolgt dann sehr schnell, d.h. man muss nur wenige Einstelldialoge bearbeiten. Um das Update einzurichten, trägt man dann den Usernamen und das Passwort erneut ein. Damit wird dann die Einjahreslizenz aktiviert. Am Ende der Installation, die nur wenige Minuten dauerte, war kein Neustart erforderlich(!).
Nach der Installation wurde dann gemeldet, dass keine Updates benötigt werden. Kurze Zeit später erschien dann aber ein Hinweisfenster, dass die Signatur auf die aktuelle Version upgedated wurde (bei einem eingeschränkten Windows-User).
In der Taskleiste zeigt NOD32 einen kleinen grünen Knopf an. Über diesen erreicht man das Programmfenster und die Updatefunktion.
Fazit:
Die Installation lief problemlos ab, auch die Registrierung war schnell und ohne viel Aufwand zu erledigen. Ich habe das Netbook neugestartet und den User gewechselt. Dabei kam mir die Bootzeit bzw. die Zeit zum Wechseln des Users kürzer vor. Große Unterschiede beim Start von Firefox (dauert generell sehr lange) und Thunderbird sind mir nicht aufgefallen (ich meine sie würden einen Tick schneller starten). Wie gut sich NOD32 auf dem Netbook schlägt, werden erst die nächsten Monate zeigen. Von meiner bisherigen Erfahrung ausgehend, erwarte ich aber keine Probleme und traue mir auch zu bereits jetzt eine Empfehlung für NOD32 auszusprechen.
Fazit: Für langsame Rechner (z.B. Netbooks) ein resourcensparender empfehlenswerter Virenscanner.
| Funktionsvielfalt: | ||
| Stabilität: | ||
| Benutzerfreundlichk.: | ||
| Installation: | ||
| Updatemöglichk.: |
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