Kaspersky Internet Security 2012
Türsteher Reloaded - Kaspersky Internet Security 2012 Antivirenprogramm

Erhältlich in: 20 Shops

Produkttyp: Kaspersky Antivirenprogramme

Neuester Testbericht: ... Einzelhandel Mein Fazit ======== Für mich steht schon klar, ich werde definitiv kein Kaspersky Programm mehr kaufen, da es meinen und ... mehr

Türsteher Reloaded
Kaspersky Internet Security 2012

Tut_Ench_Amun

Name des Mitglieds: Tut_Ench_Amun

Produkt:

Kaspersky Internet Security 2012

Datum: 11.01.12

Bewertung:

Vorteile: Rundum Security-Kost | Detailverbesserungen | Bremst den Rechner nicht über Gebühr

Nachteile: Kleinere Schrullen wie langsame Updates und Unverträglichkeit mit AdAware

Jedes Mal um den Jahreswechsel herum, verlangt der russische Türsteher seinen Obulus, weil er ansonsten seine Dienste allmählich einstellt - bzw. nicht mehr an nötigen Fortbildungskursen teilnimmt. Mit anderen Worten: Die Update-Lizenz der Kaspersky Internet Security 2011 ist abgelaufen und ohne die ist das Programm im Prinzip nutzlos, wie der WinDosen-Anwender fürderhin ziemlich schutzlos. Da lob ich mir meinen Mac - der braucht den ganzen Killefit nämlich nicht, leider werkelt hier zu unser aller Schande aber immer noch ein letzter von Microsofts XP befeuerter Hobel und den muss man vor der bösen Außenwelt schützen. Das übernimmt bei Pharaos seit einigen Jahren Kaspersky Labs. Da dies bislang auch zur Zufriedenheit geschah, erfolgte nun auch eine erneute Verlängerung des Arbeitsvertrages in Form eines Upgrades auf die 2012er Version mitsamt frischer Einzelplatzlizenz. Kostenpunkt: 15 Euro als CD-Version vom Online-Kaufhaus mit den wehrhaften Damen im Namen.


_Installation_

Alles muss raus! Was hier nach platter Sonderangebotsprosa klingt, ist leider absolute Notwendigkeit. Bevor der sich neue Sicherheits-Genosse häuslich einrichten kann, muss der Vorgänger mit einer Räumungsklage seitens Systemsteuerung/Software/Entfernen von hinnen gejagt werden. Egal ob er Kaspersky, Norton oder sonstwie heißen mag - sämtliche Antivirenprogramme und externe Firewalls müssen weichen. Komischerweise auch - fast schon traditionell wie unsinnig - die beliebte Anti-MalWare "AdAware". Sei's drum. Meist reicht dies, sowie ein obligatorischer Neustart aus, um den Installer ohne weitere Murren anzuwerfen. Selten muss mit spezielleren Cleanern die Festpladde/Registry gründlicher geschrubbt werden.

Nach Abschluss der Installation, die nahezu vollautomatisch abläuft, erfolgt die Eingabe des Registrierungsschlüssels und somit Aktivierung der entsprechenden Lizenz. Dazu muss jetzt natürlich eine Online-Verbindung bestehen. Hernach meldet sich der elektronische Zerberus einsatzbereit - allerdings mag er nicht sofort auf die Suche nach Updates gehen, wie man es erwarten sollte. Trügerisch dieser Frieden. Erst der manuelle Klick in den Hintern lässt Towarisch Sicherheitsdienst loszischen, sich mal schlau zu machen, was es so Neues gibt. Das waren - ausgehend von der CD-Version - immerhin 120 muntere MB zu ziehen und auf die Platte zu schaufeln. Seither geschieht das Update erst wirklich automatisch und selbstständig. Leider wird dies nicht mehr - wie bis KIS 2011 üblich - in der Taskleiste angezeigt. Plöt.


_Wachtmeister_

Selbstverständlich ist bei neuen Programmversionen immer alles noch viel toller, besser und schneller. Oder soll es sein. Wer bereits frühere KIS einsetzte, findet sich schon mal rasch zurecht. Das Look & Feel ist aber anders - es wurde allerdings tatsächlich etwas vereinfacht. Manche Funktionen änderten sich, es entfiel klammheimlich auch das ein oder andere. Die Update-Anzeige als Icon in der Taskleiste hatten wir ja schon - ein größerer Brocken ist der nun offensichtlich fehlende SPAM-Filter sowie sein Kumpel der Ad-Blocker. Beide waren eigentlich auch ziemlicher Ballast, zumindest für erfahrene Inet-User, deren Job können AdOns von Firefox, Thunderbird & Co. nämlich viel besser und gezielter - quasi "vor Ort" - erledigen. Insofern kann man sich einen möglichen Performance-Schub schon irgendwie erklären, wenn überflüssige wie Ressourcen fressende Module entfallen.

KIS bleibt aber dennoch - dank etlicher mitlaufender Filter und dem mächtigen, heuristischen Spürhund - eine wuchtige Applikation und der versprochene Geschwindigkeitsgewinn beschränkt sich doch wohl nur darauf in irgendwelchen Benchmarkprogrammen messbar zu werden. Gefühlt ist die Kiste immer noch genauso schnell oder langsam wie vorher. Inklusive der schon immer schnarchigen Dauer von Update-Downloads. Im Osten also nix wirklich neues. Oder doch. Funkten frühere KIS bei einigen im Vollbildmodus ausgeführten Spielen schon mal störend dazwischen, weil es irgendeine harmlose Programmaktivität als vermeintliche Virusattacke oder sonstwie schädlich einstufte, greift nun auf Wunsch der Zocker-Modus und gebietet: "Hooooh, Brauner!".

Auch die Cloud-Funktion ist eine recht sinnvolle wie zeitgemäße Ergänzung als Frühwarnsystem gegen potentielle Bedrohungen aus dem Netz. Um diese zu nutzen muss der User allerdings dem Versand von System- bzw. Analysedaten zustimmen - laut Kaspersky werden dabei keine personenbezogenen Informationen erhoben oder verschickt. Das kann man glauben, muss man aber nicht - misstrauische Naturen können das Einverständnis dazu bereits bei der Installation verweigern, wer später meint, dass seine Daten vielleicht doch der Russenmafia zugespielt werden, kann dieses jederzeit in den Optionen widerrufen. Apropos Datenschüffelei: Die praktische virtuelle Tastatur gibt es weiterhin, damit können LogIn-Namen, Passswörter, PINs und andere sensible Daten verschlüsselt eingegeben werden, sodass Keylogger hier keine Chance haben.

Ansonsten ist anscheinend vieles beim Altbewährtem geblieben, der ganze Scankomplex funktioniert wie eh und je. Entweder automatisiert oder auf Zuruf legt sich die bekannt akribische Engine ins Zeug, checkt das ganze System oder nur als besonders verletzliche Bereiche, untersucht externe Datenträger beim Anstöpseln - das volle, bekannte Paket halt. Ebenso wie immer, überprüft KIS auch vermeintlich brave Anwendungen auf mögliche Hintertürchen. Ports, die vom Programmierer für wahrscheinlich ganz andere (legale) Zwecke angelegt wurden, jedoch auch von findigen Angreifern benutzt werden könnten. Selbstverständlich wird alles ordentlich protokolliert und als Bericht abgelegt - man muss ja ein bisschen was vorzuweisen haben. Dabei ist der beste Schutzmechanismus immer noch der, der eigentlich nie in Aktion treten muss.


_Alles klar, Herr Kommissar?!_

Keine Neuerfindung des Rades, aber ein in vielen Punkten aktualisiertes Rundum-Security-Paket. Uns zwar eins, das den WinDoze-Knecht nicht über Gebühr belastet und trotzdem ein gutes Portofolio an Schutzmaßnahmen bietet. Preislich geht das Programm mit rund 15 Euro für das Update in Ordnung - bemerkenswerterweise ist das KIS über Drittanbiter grundsätzlich drastisch günstiger, als über Kaspersky selbst. Das sollte zu denken geben. Eine gesunde Portion Misstrauen ist ja sowieso immer angebracht, besonders in Online-Angelegenheiten, denn 100% Schutz gibt es ohnehin nicht. Will in der Windowswelt ja auch seitens der Hersteller offenbar niemand, sonst könnte man solche Programme ja schlecht verkaufen. Sei's drum, hat die olle XP-Büchse wenigstens wieder ein Jahr Ruhe. Dass es ohne Viren(scanner) geht, beweist MacOS X - aber das ist ein anderes Thema und manchmal ein höchst philosophisch wie emotional geführtes noch dazu.

Fazit: Auch die 2012er-Version läuft und funktioniert offenbar ohne große Mucken.

Funktionsvielfalt:    
Stabilität:    
Benutzerfreundlichk.:    
Installation:    
Updatemöglichk.: