Lass´ Doch Deine Bilder sprechen....
S.A.D. Crazy Talk 5 Standard

Name des Mitglieds: Hollgo
Produkt:
S.A.D. Crazy Talk 5 Standard
Datum: 01.04.10, geändert am 06.08.10 (274 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: + witzige Möglichkeiten der "Fotomanipulation" + einfache Bedienung & Installation
Nachteile: - Ausgabe als HD - Video nicht möglich
Die geschossenen Fotos sind ja recht schön geworden, aber: auf Dauer ist doch eine "stille" Szene auch recht langweilig zum anschauen, oder ?
Außerdem: was denkt wohl die große Wolke, die da so traurig über den Himmel zieht ? Oder der Stein, der da so groß in der Mitte des Bildes sitzt und ein wenig vom Gesicht von Tante Erna hat ?
Durchaus eine interpretationswürdige Szene...
Genau für diesen Zweck gibt es "Crazy Talk", ein Programm, mit denen man Objekte oder Personen zum reden bringen kann und ihnen Sachen "in den Mund" legen kann, von denen man glaubt, dass diese Gegenstände oder Personen es genau in dem Moment gedacht haben, in denen das Foto damals gefertigt wurde...
In der Version 5 ist dieses Programm aktuell (April 2010) für sage und schreibe nur 9,90 Euro bei pearl.de erhältlich.
== Systemvoraussetzungen ==
Damit man "Crazy Talk" auf seinem Rechner sinnvoll betreiben kann, sollte man einen PC sein Eigen nennen, welches folgende Mindestanforderungen erfüllt:
* Pentium III 800 MHz (Pentium IV oder höher empfohlen)
* 256 MB RAM (512 MB oder höher empfohlen)
* 512 MB Festplattenspeicher (1 GB oder größer empfohlen)
* Duplex Soundkarte / Grafikkarte / Tastatur / Maus / Lautsprecher
* Windows XP SP2.0 oder Windows Vista
* Internet Explorer 6 oder höher
* Direct X9 & WM Encoder 9 (werden für den Export als WMV-Datei benötigt)
== Crazy Talk 5 ==
In der recht großen Pappschachtel, die von einem schönen, roten Lippenmund "dominiert" wird, finden wir in einem Pappschuber die InstallationsCD vor. Darüber hinaus findet sich in der Schachtel noch eine 27-seitige Bedienungs- und Installationsanleitung sowie ein einzelnes Blatt, auf dem die -während der Installation einzugebende- Seriennummer aufgedruckt ist.
Netterweise steckte zu meiner Freude in der Packung auch ein vielblättriger Notizblock vom deutschen Software-Distributor S.A.D. aus kleine Aufmerksamkeit...
== Installation ==
OK, streng genommen erfülle ich mit meinem System nicht die Voraussetzungen für die Installation von "Crazy Talk", da ich eben nunmal Windows 7 auf meinem System "fahre". Allerdings hatte ich bislang noch mit jedem unter Vista lauffähigen Programm erfolgreiche Installationen und auch vollkommen reibungslose Funktionen Vista-kompatibler Programme unter Win7 zu verzeichnen, also habe ich dennoch einfach die Installation in Angriff genommen.
Die wird durch einen Autostart gestartet, d.h. sobald man die Installations-CD in das Laufwerk eingelegt hat, wird das Installationsmenu auf dem Bildschirm angezeigt. Diese ist jedoch weitgehend automatisiert und kann kaum vom Nutzer beeinflusst werden. Aufgefordert wird man kurz nach dem Installtionsbeginn, die Seriennummer von dem beiliegenden Blatt einzugeben - incl. der "-" Zeichen. Gut ist, dass man den Buchstaben "O" nicht etwa mit der "0" verwechseln kann, woran diese Prozedur meistens krankt. "Nullen" sind durchgestrichen dargestellt.
Hat man diese Aufgabe erledigt, ist das Programm eigentlich recht schnell auf dem Rechner installiert. Auf der Festplatte nimmt es ungefähr 500 MB ein, dabei sind sämtliche Vorlagen schon inbegriffen.
So ist die Installation nach knapp 10 min schon gelaufen und man erhält ohne Neustart die Gelegenheit, das Programm zu starten.
== Der erste Start ==
Nach dem ersten Programmstart poppt ein Fenster auf, welches dazu animiert, die Software jetzt auch online registrieren zu lassen. Wer dies nicht und niemals möchte, klickt "nicht mehr dran erinnern" an und macht weiter im Text. Ansonsten wird man auf die Seite der Softwarefirma "reallusion" weiter geleitet, die eigentlich dieses Programm entwickelt haben - S.A.D. ist eben "nur" der deutsche Distributor.
Hat man sich so oder so entschieden, folgt nach wenigen Augenblicken der Startscreen von Crazy Talk. Beim ersten Start erhält man die Möglichkeit, aus 6 verschiedenen Themenfeldern online-Tutorien über einzelne Programmfunktionen zu erhalten.. Nach dem Click wird man per Internet auf die Reallusion-Seite geschickt und das gewünschte Tutorial beginnt. Im Prinzip handelt es sich hierbei um Videos , die die gewünschte Programmfunktion recht anschaulich Schritt-für-Schritt erläutern. Allerdings sind diese Videotutorien sämtlichst in englischer Sprache dokumentiert, Englischkenntnisse sollten also vorhanden sein.
Wer dies nicht möchte, kann auch auf das beiliegende Handbuch in Printform zurückgreifen, welches komplett in deutscher Sprache gehalten ist. Tatsächlich werden die wesentlichen Programmfunktionen in den 27-seiten starken "Werk" auch wirklich recht anschaulich und bebildert erläutert, man kommt also schon nach dem Lesen dieser kleinen Fibel durchaus schon recht gut mit dem Programm zurecht. Allerdings ist die Bedienung auch nicht allzu kompliziert, wie ich gleich noch erläutern werde....
== Bringen wir den Stein zum Sprechen ==
Wer möchte, kann zunächst ein paar beigefügte Demos ausprobieren. So kann man einen "gestylten" Fernseh-Newssprecher etwas über Crazy Talk sagen lassen, ein kleiner Junge oder ein Mädchen sagt etwas zu dem Programm und sogar Marilyn Monroe und auch eigentlich starre Gegenstände wie eine Steinstatue sind durchaus begeistert von Crazy Talk. Diese Demofiguren sprechen allerdings als Demo nur einen vorgefertigten Text auf englisch. Also, wie wäre es denn, wenn wir die Steinstatue mal etwas auf deutsch sagen lassen, so also Einstieg ?
== Aus der "Demo-Lulu" wird unsere erste, eigene "Steinstatuen"-Animation ==
Also, wir nehmen jetzt mal als Einstieg die Animationsdemo "Lulu" (die aussieht wie Marilyn Monroe) heraus. Wir klicken auf "Modelle". Nun bekommen wir unter "Puppen" die Steinstatue zur Auswahl.
Wir klicke 2x drauf und -schwupp - wird Lulu durch die Statue ersetzt. Diese spricht nach Klick auf die unten befindliche "Play"-Taste auch gleich das, was vorher "Lulu" uns mitteilen wollte. Nunja, das wollen wir ja nicht so gerne hören. Also gehen wir in den "Script"-Modus. Dort ist ein roter, runder Aufnahmeknopf sichtbar, den wir jetzt zwecks Mikroaufnahme mal drücken. Also kurz einen Text überlegt und eingesprochen. Das war es schon. Klicken wir nochmal auf "play", sagt die Statue genau das, was wir gerade aufgenommen hatten. Einfach, oder ? Nun können wir die Sache noch ein wenig aufpolieren, denn im "Script"-Modus finden wir ja etliche wählbare Gesten und Gesichtsausdrücke. So können wir die Statue verärgert, ängstlich, vergnügt oder traurig in verschiedensten Varianten drein blicken lassen, oder wir fügen ein paar Accessoires wie niedliche Tieraugen ein, um die Szene ein wenig aufzuheitern. Im Prinzip ist die Animation damit schon fertig.
Zeit also, eigene Fotos als Animationsobjekte herzunehmen...
== Die vollkommen eigene Animation ==
Dazu laden wir im "Modell"-Modus ein beliebiges Foto ein. Im Prinzip sind wir bei der Objektwahl unbeschränkt. Ob wir jetzt einen Mülleimer, Besen, Pferd, Oma oder Opa etwas sagen lassen wollen - das ist hier vollkommen uns überlassen.
Haben wir uns für ein Objekt entschieden, müssen wir noch vier Punkte im Bild festlegen, 2 Punkte sind für die äußeren Ecken der gedachten oder realen Augen gedacht, 2 weitere für die beiden Mundwinkel. Zur Verfeinerung der Einstellungen kann man sich in 2 weiteren Stufen mehr solcher Stellpunkte einblenden und auf das Foto ausrichten lassen. Je mehr Punkte man einstellt, desto präziser wird die spätere Animation gelingen. Den Text sprechen wir jetzt auch noch ein oder nutzen eine "Textvorlesefunktion" des Programms im "Script"-Menu. Durch Druck auf die Taste "T" öffnen wir einen kleinen Texteditor, in dem wir den Text, der gesprochen werden soll, eingeben. In der Animation spricht nun eine weiblich klingende Computerstimme (genannt "Anna") den Text jetzt auf - allerdings beherrscht "Anna" nur die englische Aussprache der Texte. Mit ein wenig Anpassungen, die die deutsche Rechtschreibung eher unberührt lässt , da es nur auf die phonetische Anpassung ankommt, kann man den Text auch eher deutsch anklingen lassen - bis zu einem gewissen Grade natürlich. Die beste Lösung ist also die Spracheingabe per Mikrophon. Ist alles an Gesten und Accesoures nach Wunsch eingestellt, können wir die Animation nun als Videodatei ausgeben lassen...
== Ausgabe als Videodatei ==
Vier Möglichkeiten stehen uns in der "Ausgabe"-Sektion des Programms zur Verfügung.
1. Video
Hier stehen uns Auflösungen bis 720x576 Bildpunkten zur Verfügung. HD-Videofilmer kommen also nicht wirklich zu ihrem Recht. Will man Animationen aus "Crazy Talk" in HD-Videos einbinden,muss man diese also durch ein geeignetes Videonachbearbeitungsprogramm eben erst upsamplen. Für Leute, die ein paar Spaßvideos per Email verschicken wollen, reicht diese Auflösungsbegrenzung aber garantiert aus. Vorgaben sind z.B. Youtube (beginnend ab 320x240 Bildpunkten) , Email oder Forennews. Als Dateiformate können wir AVIs oder WMV einstellen und auch MPEG ist durchaus möglich.
2. Bild
Statt als Videodatei kann man die Animation auch als aus mehreren Standbildern bestehende Fotoanimation ausgeben lassen
3. Web
Zum Posten einer Animation als E-mail, auf Youtube oder in einem dafür geeigneten Forum hat man hier mehrere Einstellmöglichkeiten, die speziell auf diese Anwendungsbereiche abgestimmt sind. So kann man die Auflösung, den Codec und die Bitrate so anpassen, dass es später keine Abspielprobleme auf der entsprechenden Plattform gibt.
4. Mobil
Darüber hinaus kann man die aus Crazy Talk erstellte Animation auch per MMS als Videobotschaft aufs Handy ausgeben lassen. Dabei sind sämtliche üblichen Handyfotoauflösungen einstellbar.
== Resumee==
Der Fantasie sind mit Crazy Talk keinerlei Grenzen gesetzt. Ich nutze die Videos für meine Videointros. Dabei hat es mir besonders ein im Umfang enthaltenes Bild von einem Löwen angetan, den ich meine Videos ankündigen lasse. Bestimmt gibt es aber noch Anlässe, wo ich dieses Programm mal wieder einsetzen werde.
Für den "Ramschpreis" von 9,90 Euro empfehle ich Crazy Talk 5 Standard auf jeden Fall. Der günstige Preis erklärt sich daraus, dass es mittlerweile die Version 6 gibt, die aber preislich bei 70-100Euro liegt. Auch Crazy Talk 5 hat das mal gekostet, zumindet die "Pro"-Version. Die Standard-Version erlaubt nur die Ausgabe bis zur PAL-Standardauflösung - das reicht mir aber auf jeden Fall, obwohl ich eigentlich HD filme....
Fazit: Ein Programm für "Scherzkekse" - passend für viele Anlässe und Anwendungen
| Funktionsvielfalt: | ||
| Stabilität: | ||
| Benutzerfreundlichk.: | ||
| Installation: | ||
| Updatemöglichk.: |
Weitere Testberichte: im Bereich Animation, 3D-Modeling & Rendering
- Corel DESIGNER Technical Suite X5
- Autodesk Smoke For Mac
- Adobe Creative Suite 5.5 Master Collection Student and Teacher Edition
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