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Produkttyp: Samsung Camcorder
Neuester Testbericht: ... Verwendung von Zoom und Farbmonitor. Für einen größeren Lithium-Ionen Akku mit 2200 mAh von Samsung bezahlte ich nur 120 DM. Das ist re... mehr
Bericht zur VP-D55 !!
Samsung VP-D65

Name des Mitglieds: Goldleader
Produkt:
Samsung VP-D65
Datum: 28.12.01, geändert am 28.12.01 (1168 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Günstig, Kompakt, billiges Zuberhör
Nachteile: Einstellungen gehen verloren, Bandlaufwerk
Dieses Gerät habe ich mir im Zuge meiner Hochzeitsreise gekauft. Auch meine Frau war der Meinung, so ein Ding braucht man. Im Vorfeld machte ich mir natürlich auch ein paar Überlegungen welche Art von Kamera ich kaufen möchte. Analog, Digital, Hi8... ?
Da ich keine Ahnung von irgendwelchen Videokameras hatte, besorgte ich mir natürlich entsprechende Lektüre. Eine Digitale Videokamera muss her, da ich die aufgezeichneten Filme mit entsprechender Software nachbearbeiten wollte. Das überspielen der Daten klappt dann mit einer Firewire-Karte prima.
Also kaufte ich besagte Kamera bei meinem Photo-Porst Händler für 1500 DM. Ich wollte so eine billige Kamera, da ich ja davon ausgehen konnte, dass die Kamera im Laufe des Jahres noch ganz schön im Preis fallen werde. Also je teurer die Kamera, desto größer der Preisverfall. Ich bereute meine Entscheidung nicht. Die Kamera fiel innerhalb eines Jahres nur um ca. 100 DM. In der Zwischenzeit ist dieses Modell nicht mehr erhältlich. Also warf ich nicht zuviel Geld raus, wie es bei Elektronikartikeln halt nun mal üblich ist.
Nun zur Kamera.
Ausstattung:
Mini-DV, Autofocus, 800.000 Pixel, 2,5 ´´ TFT-Farbmonitor mit ca. 112.000 Pixel, 0,24´´ S/W-Sucher, F1,6, 22x optisches- und 440x digitales Zoomobjektiv, Stereo-Kugelmikrofon, digitaler Bildstabilisator, nur Singleplay Funktion, Fernbedienung, Photo-Modus, Firewire-Ausgang (kein DV-In), SVHS-Ausgang, Videoausgang RGB, verschiedene Digitaleffekte (Schwarzweiß, Mosaik, Spiegel, Ghost ....) und eine Kontrasterhöhung bei Gegenlicht sowie vier unterschiedliche Belichtungsprogramme.
Für das Geld eine ganz ordentliche Ausstattung. Das Gehäuse weist auch eine ordentliche Qualität auf. Ich habe seit März 2000 ca. 15 Stunden Video aufgezeichnet und auf dem PC nachbearbeitet. Das Gehäuse weist so gut wie keine Gebrauchsspuren auf.
Nun zur Bedienung:
Die Kamera lässt sich einfach bedienen. Der Schalter zum Einschalten, Aufnehmen und Abspiele
n liegt etwas geschützt, so dass man die Kamera nicht versehentlich einschaltet.
Der Schiebeschalter für das Zoom liegt oberhalb am Gehäuse. Dieser ist aber nur gut zu Bedienen, wenn man seine Hand ganz durch die Halteschlaufe schiebt. Nur so lassen sich die 3 Zoomgeschwindigkeiten gut nutzen. Dafür liegt die Kamera dann aber optimal in der Hand.
Der Farbmonitor lässt sich ausklappen und in verschiedene Neigungswinkel drehen. Gerade für mich, der nicht eine entsprechende Körperlänge aufweist, ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Ich kann die Kamera mit gestrecktem Arm hoch halten, und sehe dank gedrehtem Monitor genau was ich aufzeichne. Nicht schlecht.
Durch den eingebauten Lautsprecher und den Monitor kann man die Aufzeichnungen auch ohne Fernsehgerät gut anschauen. Der Ton ist ja da. Davon habe ich auch sehr oft gebrauch gemacht.
Das Einlegen und das Herausnehmen der Kassette hinterlässt bei mir einen etwas zwiespältigen Eindruck. Es funktioniert alles vollautomatisch, aber sieht etwas zerbrechlich aus. So habe ich immer Angst beim Einlegen einer Kassette, ich zerstöre den Einzugsmechanismus durch zu hohe Druckausübung beim Einlegen. Vielleicht nur ein Eindruck von mir.
Aktiviert man den Abspielmodus, leuchten die Bedienknöpfe an der oberen linken Gehäusehälfte auf. Diese sind sehr klein und reagieren nicht immer auf den ersten Druck. Das finde ich persönlich aber nicht so schlimm.
Der Photomodus der Kamera lässt sich für Schnappschüsse gebrauchen, bei denen man kein Fotoapparat zur Verfügung hat. Mehr eben nicht. Die Bildqualität entspricht VGA-Standart und wird auf das Band aufgezeichnet. Die Kamera bietet dann eine Funktion um diese Bilder später dann leichter aufzufinden.
Was mich sehr stört ist das ?Gedächtnis? der Kamera. Die Kamera vergisst jedes mal, nachdem sie in den Standbymodus gefallen ist und durch einen Knopfdruck neu aktiviert wurde, die aktuell vom Benutzer getroffenen Einstellun
gen. Das ist sehr ärgerlich, vor allem, wenn man den Weißabgleich manuell eingestellt hat und oder ein Motivprogramm ausgewählt hat. Diese Einstellungen darf ich dann bei jeder Aktivierung erneut treffen, bevor ich eine Aufzeichnung starte. Das ist eine zeitraubende Angelegenheit, und die Gefahr gute Szenen zu verpassen ist natürlich dabei groß.
Der Weißabgleich verrichtet seinen Dienst im freien vorbildlich, bei Kunstlicht hat er Schwierigkeiten. Hier muss man von Hand nachhelfen. Aber Vorsicht ! Die Kamera nicht in den Standbymodus fallen lassen (siehe meine Ausführungen oben). Bei allzu großen Farbverfälschungen kann man diese mit einer Videobearbeitungssoftware korrigieren.
Das Motiv lässt sich dank großer Brennweite nah heranholen. Mit dem optischen Zoom in guter Qualität. Schaltet das digitale Zoom zu, wird die Aufnahme zu einer pixeligen Angelegenheit. Aber mit einem 22-fachen Zoom hat man einen großen ?Aktionsradius?, bevor man das digitale Zoom dazuschalten muss.
Die Bildstabilisatorfunktion ist ein ?unechter? Stabilisator. Er funktioniert damit, dass er ca. 200.000 Pixel von den 800.00 Pixel als Bewegungspuffer reserviert, und die schnellen hastigen Bewegungen damit etwas abfängt. Die Bewegungen sind mit dieser Funktion etwas sanfter. Die Bildqualität leidet natürlich dank fehlender Pixel ein wenig.
Nun zur Bild- und Tonqualität. An einem normalen Fernsehgerät angeschlossen bringt die Kamera ein subjektives scharfes und klares Bild. Da die Kamera mit 720x576 Pixeln aufzeichnet, aber ein Palfernsehgerät weniger Zeilen und Linien darstellen kann, kommt einem das Bild etwas ungewohnt vor, trotz Schärfe und klaren Farben. Farbausreißer, wie man sie von VHS her kennt, kommen nicht vor (natürlich auch abhängig vom Fernsehgerät).
Die Tonqualität ist zu gebrauchen. Geht ein starker Wind, wird dieser vom Mikrofon leider etwas zu stark aufgezeichnet. Der Dynamikumfang könnte aber besser sein. Irgendwo sind halt für den nie
drigen Preis abstriche zu machen.
Zubehör:
Mit dem mitgelieferten Lithium-Ionen Akku kommt man nicht sehr weit. Dieser bietet nur eine Kapazität von 1100mAh. Also ca. 20-30 Minuten Videoaufzeichnung unter schwacher Verwendung von Zoom und Farbmonitor.
Für einen größeren Lithium-Ionen Akku mit 2200 mAh von Samsung bezahlte ich nur 120 DM. Das ist recht wenig in Anbetracht der Preise anderer japanischer Konzerne. Diese Akku hält unter gleichen Bedingungen bis zu 60 Minuten durch. Die Aufladezeiten der Akkus bewegen sich im normalen Rahmen. Ca. 6 Stunden für den Großen und ca. 3 Stunden für den kleinen Akku. Das mitgelieferte Ladegerät, es dient auch der normalen Stromversorgung der Kamera, funktioniert mit einem Reisesteckdosenadapter auch in anderen europäischen und nichteuropäischen Länder. Das finde ich großartig und war auch ein Kaufargument für mich, da ich viel Reise.
Resümee:
Für den niedrigen Preis habe ich eine Kamera, die gut zu gebrauchen ist und eine gute Bild- und eine annehmbare Tonqualität liefert, obwohl natürlich teurere Geräte eine noch bessere Aufzeichnungsqualität aufweisen. Diese kosten aber dementsprechend mehr. Die Bildqualität reicht für mich vollkommen aus, da ich die bearbeiteten Videoclips im MPEG1 Format abspeichere und somit auch keine hohen Ansprüche habe (Ein Bericht zu verschiedenen Videobearbeitungsprogrammen werde ich in kürze auch erstellen). Leider ist diese Kamera schon vom Markt verschwunden, ansonsten hätte ich sie Einsteigern und Leuten empfohlen, die Ihre Filme auf dem PC entsprechend aufbereiten. Die Bedienung der Kamera ist leicht verständlich trotz der o.a. ?Gedächtnisstörungen?.
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Analoge Camcorder

