
Produkttyp: Metz Camcorder
Neuester Testbericht: ... zu dem nachfolgenden Punkt geantwortet wurde. Aus irgend einem Grund darf die Metz CE 34 nämlich offiziell nicht den digitalen Standbil... mehr
Günstig und gut
Metz CE 34

Name des Mitglieds: MSchurig
Produkt:
Metz CE 34
Datum: 17.08.00, geändert am 14.11.00 (604 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Tolle Bild, tolle Funktionen
Nachteile: praktisch keine
Ich habe die Kamera mit folgendem Zubehör erworben:
1 Akku (800mAh), eine schwarze Ledertasche von Metz, eine 60 min DV-Kassette, und eine Reinigungskassette. Der von mir bezahlte Preis war bei mir im Ort zwar sehr günstig, ich mußte aber feststellen, daß die Kamera insbesondere im Internet zum Teil noch wesentlich günstiger zu haben ist.
Die Kamera hat einige sehr schöne digitale Effekte wie z. B. Überblendung, eine Wischblende und bestimmt noch ein gutes Duzend mehr(die Effekte kann man sich auf der Webseite von Panasonic angucken). Die Effekte werden über ein Bilschirmmenue gewählt, das auch ohne tagelanges Studium der recht guten Bedienungsanleitung leicht zu bedienen ist.
Wenn man den Ton statt mit 16 bit mit 12 bit aufzeichnet, hat man noch eine zweite Stereotonspur, auf der man nachvertonen kann (außer bei Longplay).
Der Ton wird zwar an sich recht gut aufgezeichnet, es fällt aber auf, daß das angebliche Richtmikrofon wesenlich stärker auf das Geschwätz des/der Kameramanns/Kamerafrau reagiert, als auf das, was sich vor der Linse abspielt.
Neben einem DV Ausgang bietet die Kamera die üblichen Ausgägne, insb. SVHS-OUT. DV IN läßt sich über Software freischalten, eine gute Adresse zur Information ist hierzu: www.digitalschnitt.de, wo mir auch sehr schnell auf meine Fragen insbesondere zu dem nachfolgenden Punkt geantwortet wurde.
Aus irgend einem Grund darf die Metz CE 34 nämlich offiziell nicht den digitalen Standbildausgang der Panasonic NV DS 11 haben. Tatsächlich ist dieser Ausgang aber trotzdem vorhanden. An der Stelle, an der sich bei der Panasonic der Ausgang befindet (unter dem Akku, über dem SVHS-Ausgang), befindet sich ein rundes hellgraues Plastikplättchen. Wenn man dieses entfernt (man benötigt hierfür sanfte Gewalt und ein spit
zes Messer), findet man darunter den digitalen Standbildausgang.
Da die Kamera wohl Panasonics Antwort auf die Digital-8 Kameras von Sony ist, ist das Gehäuse etwas größer als bei herkömmlichen, teureren MiniDV-Camkordern. Dadurch ist die Kamera aber auch handlicher und besser zu führen.
Die Kamera bietet einen optischen Zoom von 20 X, der digital veroppelt oder verzehnfacht (der blanke Irrsinn) werden kann. Mein Tip: lasst euch nicht von Verkaüfern foppen, die behaupten, in der schönen neuen Welt käme es nur noch auf den Digitalzoom an. Bei diesem Zoom wird nämlich nur ein Ausschnitt aus dem Bild vergrößert. Bei einer digitalen 2 fach-Vergrößerung des Bildausschnitts halbiert sich somit die Auflösung. Während dies gerade noch erträglich ist, kann man mit einem Zehntel der Bildauflösung wirklich nicht mehr auskommen. Digitalzoom ist daher im wesentlichen eine Zahlenspielerei. Tatsächlich bietet aber schon der der optische Zoom eine Vergößerung, die bei Fotoapparaten gerade mal von speziellen Telekanonen für Paparazzi erreicht wird. Das Bild läßt sich dadurch im Telebereich ohne Stativ kaum ruhig halten. Der digitale Anti-Wackel-Effekt kann dies ebenfalls nicht mehr auffangen (im Normal- und Weitwinkelbereich funktioniert diese Elektronik übrigens ganz gut). Hier haben die teureren Kameras, die über einen optischen Bildstabilisator verfügen, die Nase vorn.
Der Schwenkmonitor hat mit 2,5 Zoll die bei DV-Kamkordern übliche Größe. Manche teure Kameras bieten allerdings größere Displays. Dies ist zwar sehr schön aber 2,5 Zoll reichen aus. Mit dem Monitor, der etwas mehr Strom verbraucht als der Farbsucher, kann man die Kamera sehr frei führen. Bei starkem Licht läßt sich aber kaum noch etwas darauf erkennen. Aber das ist bei der Konkurrenz genauso.
Wie bei allen Kompaktcameras läßt sich die Brennweite leider nur über den elektrischen Zoom regulieren. Der Zoom reagiert bei etwas teureren Kameras von Pansonic wesentlich schneller.
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br>Sehr schön ist, daß Weißabgleich, Verschlußzeit und Blende statt automatisch auch manuell eingestellt werden können und daß die Kamera auch bei sehr schwachem Licht noch ein scharfes und rauscharmes Bild liefert. Die automatische Weißabgleichfunktion versucht nämlich farbige Lichtquellen gnadenlos als weiß zu interpretieren.
Mit der Photoshottaste kann man Standbilder aufnehmen. Dies ist wieder einer der wenigen Punkte, wo die teurere Klasse bei Panasonics MiniDV-Camcordern etwas mehr bietet, da dort die Standbilder mit einer höreren Auflösung aufgenommen werden können. Im sogenannten progressive-scan Modus wird dann jede Zeile beschrieben, und nicht nur ein Halbbild.
Um gerade im Telebereich nicht zu verwackeln, empfehle ich Fotos nicht mit der Einstellung Automatik sondern im Sportmodus (kürzere Veschlußzeit) zu schießen.
Zumindest die Anschaffung eines digitalen Photoapparates mit niedriger Auflösung (640 X 480 Pixel)kann man sich neben der Metz sparen, da diese bei ähnlicher Auflösung einen erheblich größeren Speicherplatz (ein Band entspricht einer Speicherkapazität von um die 800 MB)und ein optisches Zoom - wie praktich kein digitaler Fotoapparat - bietet.
Der mitgelieferte Akku reicht für die ersten Gehversuche mit der Kamera, um den Kauf eines weiteren Akkus kommt man aber wohl nicht drum rum. Sehr geeignet ist der 1600 mAh-Akku, der kaum teurer ist, als der mit 1200 mAh.
Zusammenfassend läßt sich sagen, daß die Kamera wirklich toll ist und daß es wenig Gründe gibt, sich für eine höhere Preisklasse zu entscheiden, es sei denn man möchte statt einer Kompaktkamera ein echtes Profigerät erwerben. Erwähnenswert ist vielleicht noch, daß das baugleiche Modell bei Panasonic inzwischen wohl abgelöst wurde. Das neue Gerät bietet aber nicht allzu aufsehenerregende Neuerungen. Bei Metz ist die CE 34 hingegen offenbar noch aktuell.
Fazit:
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