Nicht alles was Edelstahl ist glänzt
Kenwood Inox 19

Name des Mitglieds: Fellhose
Produkt:
Kenwood Inox 19
Datum: 23.06.01, geändert am 23.06.01 (892 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: gutes Design
Nachteile: kurze Nutzungsdauer
Eine elektrische Brotschneidemaschine, die nicht nur Brot sondern auch Wurst, Käse, Radieschen und Sonstiges hauchdünn schneiden kann ist in Fellschem Haushalt ein „Must“. Da ich sehr gerne Hartwurst wie Salami, Kantwurst oder diverse Käsesorten in ganzen Stücken kaufe - schließlich muss der Kühlschrank immer gut gefüllt sein – war ich vor etwa 2 Jahren auf der Suche nach dem universellem Alleskönner, dem Wunderfuzzi unter den elektrischen Schneidegeräten sozusagen.
Ein prall gefüllter Kühlschrank hat so gewisse Vorteile aufzuweisen. Den unterschiedlichen Fellschen Gelüsten muss Rechnung getragen werden. Unerwartete hungrige Gäste möchten versorgt werden , denn bei Fell herrscht des öfteren „open house“ und zuletzt muss für diverse Hungersnöte vorgesorgt werden.
In all diesen Fällen haben sich Käse oder Wurst in Ganzen Stücken bewährt, weil sie ganz einfach länger haltbar sind als geschnittene Frischware oder in Folie verschweißte Wurst, die den Plastikgeschmack annimmt.
Und so begab sich Fell also vor ca. 2 Jahren nach einer möglichst professionellen Schneidemaschine, deren Preis auch noch für den Haushaltsgebrauch akzeptabel sein sollte. Schließlich und endlich dachte ich eigentlich nicht daran diversen Supermarktketten mit der Schneidemaschine Konkurrenz zu machen.
Mein Weg führte mich in diverse Elektrofachmärkte um vorab einmal Preisvergleiche anzustellen.
Kaufentscheidung: professionelles Aussehen
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Bei einem meiner Streifzüge stach mir sofort diese Kenwood Maschine ins Auge. In chromfarbenem Edelstahl gehalten brillierte sie durch edles Aussehen. Und nicht nur das, sie wirkte äußerst robust und durch den schräg gestellten Schlitten sehr professionell auf mich.
Trotzdem von normaler Haushaltsgröße und nicht extrem klobig, lockte mich dieses Gerät sehr. Auch der Preis schien auf den ersten Blick, verglichen mit anderen Anbietern o.k. zu
sein.
Was kann die Maschine:
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Geeignet ist diese Schneidemaschine nicht nur für Brot, sondern auch für Weich-, und Hartwurst, diverse Käsesorten und Gemüse wie Tomaten, Radieschen und Sonstiges.
Aufbau:
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Die Maschine besteht ausnahmslos aus Edelstahl. Einzige Ausnahme ist der Schutzteil für das Schneideblatt, dieses ist aus weißem Hartplastik, sowie der Drehregler für die Schneidestärke, der in schwarzem Plastik gehalten ist.
Der Maschine beigefügt ist ein Resthalter aus Kunststoff, mit dem man bequem auch schmälere Stücke noch verarbeiten kann, ohne sich dabei die Fingerkuppen abzuschneiden. Der Schneideschlitten ist an der rechten Seite angebracht und wie bereits erwähnt schräg gestellt. Er liegt also nicht am Boden und sieht so aus wie der in den großen Supermarktketten. Er gleitet entlang einem Art Rohr.
Links findet man einen großen schwarzen Drehknopf mit dem man die Schnittbreite einstellen kann, wobei man hier bis auf hauchdünne Scheiben einstellen kann. Wenn man durch die Wurst „durchsieht“ schmeckt sie besonders lecker. Je dünner desto besser.
An der Unterseite befinden sich 4 kleine Füßchen mit Gummisaugnäpfen, damit die Maschine beim Schneiden nicht verrutscht. Diese weisen eine sehr gute Haltbarkeit auf diversen Oberflächen auf.
Schneideeigenschaften:
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Das Schneideblatt hat keine Zacken, sondern ist an den Enden geschärft. Am Anfang muss ich ehrlich gestehen, war ich mit meinem Kauf höchst zufrieden. Die Maschine lieferte saubere Schnittkanten. Einziges Negativum, dass sich gleich zu Beginn bemerkbar machte, war dass sich bei größerem Druck auf das Schneidegut, das Schneideblatt minimal verstellte, sowie dass sich Wurstreste hinter dem Plastikschutz für das Schneideblatt verfingen.
Reinigung:
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Dies störte mich aber nicht sonderlich, da sich das Plastikteil leicht wegbiegen ließ un
d sich die ganze Maschine sehr leicht zu reinigen war.
Und was natürlich nicht fehlen darf ist ein Einschaltknopf, der sich bequem drücken lässt. Dieser befindet sich an der linken Vorderseite des Gerätes. Das Schneideblatt ist mit Schrauben befestigt und lässt sich leicht abnehmen, wenn man die Maschine einmal besonders gut putzen möchte. Allerdings ist es eine unglaubliche Spielerei es wieder in die richtige Position zu bekommen, wenn man es einmal abmontiert hat. Die Abnahme ist daher nur dann zu empfehlen, wenn man das Blatt nachschleifen lassen möchte.
Gebrauchstüchtigkeit nach 2 Jahren, Haltbarkeit:
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Mittlerweile ist dieses Gerät ca. 2 Jahre alt. Das Schneideblatt musste ich bereits nachschleifen lassen. Trotzdem reißt es, besonders wenn man ganz frisches Brot schneiden möchte, zerfetzt sie die Brotscheiben mehr, als dass sie schneidet. Der Schiebeschlitten hängt ständig trotz sorgsamster Pflege der Maschine. Auch nachölen hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Der Plastikschutzteil für das Schneideblatt ist nun mehr seit fast 1 einhalb Jahren abgebrochen. Wurst hauchdünn zu schneiden ist mit Kraftaufwand verbunden.
Preis:
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Vor 2 Jahren kostete die Maschine 2500 ATS ( 360 DM). Was sie heute kostet weiß ich leider nicht. Jedenfalls musste ich feststellen, dass sie dieses Geld auf keinen Fall wert ist.
Mein Fazit:
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Eine Maschine die durch ihr professionelles Design zum Kauf verleitet, allerdings bei längerem Gebrauch nicht wirklich das ist was sie zu sein scheint. Gut getarnt ist halb gewonnen. Selbst die Billigsdorfer Metallmaschine meiner Schwester erweist nun mittlerweile seit mehr als 5 Jahren brav ihre Dienste ohne zu mucken und übertrifft meine Kenwood in der Qualität und Haltbarkeit bei weitem.
Heute würde ich mir diese Maschine auf keinen Fall mehr kaufen. Mag sie den Professionellen im Aussehen auch noch so sehr ähn
eln. Das ist nämlich das Einzige was für diese Maschine spricht. Demnächst werde ich mir eine Neue leisten, aber sicher keine Kenwood mehr. Für diesen Preis ist steht eine Nutzungsdauer von 2 Jahren in keiner Relation.
Copyright by Fellhose
Fazit:
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