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STADA: Eine gute relativ krisensichere Geldanlage im Bereich des M-Dax
Stada Arzneimittel AG (WKN 725180)

Name des Mitglieds: Wüstenprediger
Produkt:
Stada Arzneimittel AG (WKN 725180)
Datum: 16.10.10, geändert am 23.09.11 (46 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Eine Aktie des M-Dax zu einem günstigen Preis mit Kurspotential
Nachteile: Keine Geldanlage ist wirklich sicher, schon garnicht das Sparbuch oder Zertifikate.
Die STADA Arzneimittel AG beschäftigt sich mit der Entwicklung und dem Vertrieb von Produkten mit patentfreien pharmazeutischen Wirkstoffen in ausgewählten Bereichen des Gesundheits- und Pharmamarktes.
Kernkompetenz des Konzerns ist die Vermarktung bekannter und bewährter Wirkstoffe mit vergleichbaren, optimierten und innovativen Darreichungsformen.
Auf Grundlagenforschung und die damit verbundenen Risiken verzichtet das Unternehmen vollständig.
Über 95% des Konzernumsatzes entfallen auf die beiden Kerngeschäftsfelder Generika und Markenprodukte. Hinzu kommt als drittes Segment das Handelsgeschäft. 2009 gehörten insgesamt 45 aktive Vertriebsgesellschaften in 30 Ländern zum Konzern.
In Europa ist Stada in allen bedeutenden nationalen Märkten mit Vertriebsgesellschaften vertreten.
In Asien, besonders in China, den Philippinen, Thailand und Vietnam ist der Konzern über Tochterfirmen aktiv.
Die Aktie entwickelte sich seit 2001 von 10 Euro bis etwa 25 Euro Mitte 2003 um im Jahr 2004 wieder auf etwa 17 Euro zu sinken.
Von Mitte 2004 bis Mitte 2007 stieg die Aktie fast unaufhörlich bis auf etwa 50 Euro.
Ende 2007 etwa 40 Euro, Mitte 2008 etwa 48 Euro und dann ging es im Zuge der Finanzkrise steil abwärts bis auf 10 Euro im Jahre 2009.
Mitte 2010 war die Aktie auf einen Kurs von etwa 30 Euro gestiegen, als die Nachricht, daß eine serbische Tochtergesellschaft einen Verlust von etwa 30 Millionen Euro eingefahren habe, ganz schnell auf unter 21 Euro sinken ließ.
Seit Oktober nun ging der Kurs wieder auf 23,20 Euro hinauf.
Da es sich bei den Verlusten in Serbien um eine einmalige Sache handeln könnte, bei der sogar noch die Hoffnung besteht, die Forderungen durch Stundung später doch noch beitreiben zu können, ist dies eigentlich kein ernsthaftes Problem, was zu einem derartigen Kurssturz führen müsste.
Vielleicht werden in einigen Jahren diese Verluste sogar als außerplanmäßige Gewinne in der Buchhaltung zu finden sein.
Ansonsten verfügt diese Firma über ein soldies Geschäft und solide Gewinne.
Die normalerweise sich zwischen 50 und 70 Cent bewegenden Dividenden sind bei einem Kurs von 23 Euro, wenn man dies mit anderen Geldanlagen vergleicht, eine gute Verzinsung (ca. 3%).
Die Eigenkapitalrendite der Firma bewegt sich um 10%
Die Eigenkapitalquote um 35% und der Buchwert der Aktie um 15 Euro.
Die Experten von "Die Actien-Börse" halten die Aktie von STADA für ein Schnäppchen.
Der Streubesitz beträgt ca. 100%, davon sind rd. 30% Ärzte und Apotheker.
Diese haben auch einen Einfluß auf den Umsatz von Stada.
Stada bietet für fast alle was.
Vom verschreibungspflichtigen Herzmedikament bis hin zum Hustensaft.
Da diese Generikas billiger sind als Originalpräparate, ist dies ein gutes Verkaufsargument.
Ich denke, Ärzte und Apotheker wissen, wie sie ihr (eigenes) Geld sicher anlegen.
Aufgrund einer Liquiditätsklemme der serbischen Abnehmer sei ein Einmalverlust von 29,5 Mio. EUR entstanden. Das wirke sich voll auf den Jahresgewinn aus, aber nicht auf die komplette Einschätzung des Unternehmens. Laut STADA bleibe das Umsatzziel von 1,57 Mrd. EUR bestehen. Der Verlust sei vom Spitzengewinn von über 100,0 Mio. EUR in 2009 abzuziehen, aber im operativen Bereich ergebe sich immer noch ein sehr niedriges 2011er-KGV von 8,0 bis 8,5. Damit sei das Unternehmen einer der preisgünstigsten Generika-Hersteller Europas.
Nach Ansicht der Experten müsse das Unternehmen stark aufpassen, dass kein Übernahmeangebot von einem Ausländer komme, da eine Offerte aus Deutschland als unwahrscheinlich gelte. Momentan werde STADA an der Börse mit 1,25 Mrd. EUR bewertet. Das müsse man als Schnäppchen bezeichnen. Es wäre ein Preis, der um fast 50% unter dem liege, der vor drei Jahren für einen deutschen Konkurrenten (Ratiopharm) geboten worden sei.
Es besteht also durchaus auch die Möglichkeit, daß sich der Aktienkurs in den nächsten Jahren wieder auf die 50 Euro zubewegt.
Wenn das Management endlich mal Konsequenzen zieht aus dem Serbien-Desaster und dort nicht alljährlich weitere Millionen versenkt.
30 Euro müssten aber allemal drin sein. Immerhin ein möglicher Gewinn von fast 50% bis zu über 100%
Von besonderem Interesse dürfte noch der für etwa den 15.11.2010 erwartete Bericht für das dritte Quartal 2010 sein.
Vor allem dürfte die Aktie vor den auch in Zukunft zu erwartenden Turbulenzen bei Banken und Versicherungen relativ sicher sein.
Da der Vorstand, Herr Retzlaff, aus dem Desaster 2010 offenbar nichts gelernt hat und weiterhin gegen offene Rechnung an unzuverlässige Kunden liefert, ist diese Aktie zur Zeit nicht zu empfehlen.
Retzlaff begründet sein festhalten an diesen unzuverlässigen Kunden damit, daß es sich um überwiegend Selbstzahler handeln würde, auf die man nicht verzichten wolle.
Ich denke eher, es sind Nicht-Zahler, auf die man sehr gut verzichten kann.
Jeder anständige Kaufmann liefert an bekanntermaßen unzuverlässige Zahler nur gegen bar.
Gibt es bei STADA kein Controlling, keine Zahlungsüberwachung oder ähnliches?
Soll es jetzt jedes Jahr ein Loch in der Bilanz geben, welches gegen Ende September den Kurs in den Keller jagt?
Wer hat ggf. Interesse an einem derart niedrigen Kurs der Aktie?
Ein Übernehmer hätte jetzt beste Chancen sich die Firma zu schnappen.
Der Vorstand sollte Interesse am Gegenteil haben.
Oder handelt es sich etwa um Medikamenten-Spenden zu Lasten der Aktionäre?
Zudem erst man Konsolidierung und dann vielleicht an Zukauf denken.
Aber kein Zukauf wo man nachher alles Abschreiben muß.
Deshalb nur noch 3 Sterne
Fazit: Sichere Dividende und gutes Wachstumspotential, aber schlechtes Management

