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Wenn der Staat zum Bänker wird
Commerzbank AG (WKN 803200)

Name des Mitglieds: Gregor42
Produkt:
Commerzbank AG (WKN 803200)
Datum: 12.01.09, geändert am 25.08.11 (399 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: keine
Nachteile: s.Bericht
Die Commerzbank wurde jahrelang als Übernahmekandidat gehandelt. Seit 1990 und schon davor wurde an der Börse immer mal wieder darüber spekuliert das ein grosses amerikanisches Institut die Commerzbank schlucken werde, ja sogar die Japaner wurden damals auf dem Börsenparkett gesichtet mit der Absicht die Commerzbank zu übernehmen.
Das es nun im letzten Jahr gerade umgekehrt ablief überraschte so manchen Börsianer. Die Commerzbank übernahm von der Allianz die Dresdner Bank und hat sich, nachdem sie mit in die Finanzkrise hineingeschlittert war auch noch mächtig mit diesem Dresdner- Bank Deal verhoben.
Nun muß der Staat, also wir der Steuerzahler für diese halsbrecherischen Aktionen der Commerzbank aufkommen.Der Staat steigt als Retter in der Not ein. Schaut man sich an welche Entwicklungen sich im Bankensektor abgespielt haben wo der Staat seine Finger im Spiel hat so können einem nur die Haare zu Berge stehen. Ob IKB, SachsenLB, BayernLB oder auch die WestLB, überall wurden unter Mitwirkung des Staates riesen Verluste , wahnwitzige , ja geradezu unglaubliche Summen verzockt. Man muss es wirklich so beim Namen nennen ! Anders kann man dieses Debakel das dort angerichtet wurde nicht beschreiben !
Aber nun zum Ausblick und zu den Chancen und Risiken bei der Commerzbank:
Meiner Meinung nach wird sich bei der Commerzbank in den nächsten Jahren nicht mehr viel positives tun. Der Einfluss des Staates ist durch die massiven Finanzspritzen so gross das es für die Commerzbänker sehr schwer sein wird ihr eigentliches Geschäftsmodell weiter zu führen. Der Bund wird ihnen bei jeder Gelegenheit auf die Finger schauen, natürlich zurecht, denn es hätte ja nicht soweit kommen müssen wenn sich die Herren Vorstände der CoBa etwas vernünftiger verhalten hätten!
Der Handlungsspielraum wird für die Commerzbank sehr stark eingeschränkt werden und unter der staatlichen Kontrolle sehr leiden. Immerhin gibt der staatliche Bankenfond "Soffin" insgesammt 18,2 Milliarden Euro um den Dresdner-Bank Kauf zu finanzieren und um die ganzen faulen Kredite abzusichern.
Dafür bekommt der Bund ein Vetorecht bei wichtigen Entscheidungen. Die Vorstände dürfen nicht mehr als 500000 Euro im Jahr verdienen, zu viel oder allemal ausreichend werden nun viele sagen, klar, andererseits werden sich die auf Profit getrimmten Commerzbank Bosse für dieses "Kleingeld" nicht mehr sonderlich anstrengen. Die kommen doch nur dann auf Hochtouren wenn grössenwahnsinnige Erfolgsbonies winken!!
Wenn man sich nun den Chart, den aktuellen Kurs und die Kursentwicklung der CoBa Aktie anschaut so kann man mit grosser Wahrscheinlichkeit davon ausgehen das ein Kurs der um die 4,60 Euro notiert sich in Zukunft nicht mehr sonderlich bewegen wird. Es wird so kommen wie beim anderen DAX Kandidat Infineon das an dieser Aktie nur noch die Zocker unter den Börsianern ihre Freude haben werden. Denn mit Tages-Sprüngen um die 10% Grösse lässt sich halt mit Zertifikaten und Optionen eine Menge Geld verdienen aber dann auch verlieren !
Fazit: geringe Kurschancen für die Zukunft
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