


Erhältlich in: 3 Shops
Produkttyp: Olympia Aktenvernichter
Neuester Testbericht: ... nur im oberen linken Bereich leicht warm. Wer die Arbeit des Zerkleinerers kontrollieren möchte, der kann dies, Dank des eingebauten Fen... mehr
Kurz und klein.
Olympia PS 45 CCD

Name des Mitglieds: Eckido66
Produkt:
Olympia PS 45 CCD
Datum: 04.02.11, geändert am 14.12.11 (706 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Arbeitet zügig, Partikelschnitt, 4x35 mm, Rücklauf, CDs und Plastikkarten möglich, 10 Seiten
Nachteile: Plastik der Karten fällt in den Papier-Behälter.
OLYMPIA PS 45 CCD.
Dieser überzeugte mich anfangs leider nicht, aber dann. Woran es lag, werde ich euch im Bericht erklären. Zuvor gibt´s einige Produktinformationen.
DER HERSTELLER
Folgende Hersteller-Angaben habe ich in der Bedienungsanleitung gefunden:
OLYMPIA BUSINESS SYSTEMS VERTRIEBS GMBH
Weg zum Wasserwerk 10
45525 Hattingen
TELEFON: 02324 - 68010 und 01805 - 007514 (14 Cent pro Minute)
TELEFAX: 02324 - 680199
E-Mail: olympia@olympia-vertrieb.de
Ich hatte zu Olympia telefonischen Kontakt. Die Mitarbeiterin war freundlich und kompetent. Sie erklärte mir die Verfahrensweise bei einer Reklamation.
DER KAUFORT UND DER PREIS
Für 57,80 Euro, inklusive Versandkosten i.H.v. 4,90 Euro, kaufte ich diesen Shredder im Amazon.de Marketplace, und zwar beim Händler laquilla. Dieser versandte den Artikel schnell, überzeugte am Ende dennoch nicht. Wieso? Später! Den Preis finde ich im Grunde gar nicht so hoch, wenn man dafür Qualität bekommt. Was ich damit meine, erfahrt ihr auch später...
DIE VERPACKUNG
Der Aktenvernichter war vom Händler nicht verpackt worden. Er versandte ihn in der Produktpackung. Zwar ist der Shredder darin sicher verpackt, allerdings ist der Karton nicht der stabilste. Die Produktverpackung an sich ist akzeptabel, für den Versand ist sie aber eher ungeeignet.
Ich erwarte von einem Händler, dass er die Ware in einem stabilen Karton verschickt. Leider war das nicht der einzige Fehler dieses Händlers...
DER LIEFERUMFANG
Im Lieferumfang befanden sich folgende Elemente:
- 1 Aktenvernichter Olympia PS 45 CCD
- 1 Auffangbehälter
- 1 kleiner Auffangbehälter für die Shredder Abfälle des CD-Shredders
- 1 Auffangbehälter für die Abfälle des Papier-Shredders
- 1 Bedienungsanleitung
Mehr braucht man in der Regel nicht, um Papier, Plastikkarten und CDs/DVDs zu zerkleinern bzw. um diese unleserlich zu machen.
DIE FUNKTIONEN
Dieses Produkt verfügt über folgende Funktionen:
- Es erfüllt die Sicherheitsstufe 3 der DIN-Norm 32757 - somit ist der Shredder zur Zerkleinerung vertraulicher Unterlagen geeignet.
- Er shreddert bis zu 10 A4-Seiten (Papiergewicht: 80 Gramm) mit einem "Ritt".
- Der Olympia PS 45 CCD zerkleinert Papier mit der Partikel-Schnitt-Technik (4 x 35 Millimeter große Teile bleiben übrig).
- CDs kann er auch zerkleinern, allerdings "nur" einzeln.
- Er verfügt über zwei getrennte Auffangbehälter (Gesamt-Kapazität: 21 Liter).
- Er weist einen Überhitzungsschutz auf.
Klingt jut, wa? Find´ ick ooch. Die Produkteigenschaften des Shredders überzeugten mich tatsächlich. Da ich aber in der Vergangenheit häufig Unterschiede zwischen den versprochenen Produkteigenschaften und den tatsächlich erlebten Eigenschaften feststellen musste, hielt sich meine Vorfreude auf dieses neue Gerät in Grenzen. Ich will damit sagen, dass ich erst Luftsprünge mache, wenn mich ein Produkt restlos überzeugt. ;-)
DIE BEDIENUNGSANLEITUNG...
...beschreibt das Gerät in 8 Sprachen. Wer also der deutschen Sprache nicht oder nicht in ausreichendem Maße mächtig ist, der kann sich ja seine Muttersprache aussuchen, vorausgesetzt sie ist dabei.
Der deutsche Teil besteht aus 5 Seiten. Hier wird das Gerät in einer verständlichen und nachvollziehbaren Art und Weise erklärt. Alle Funktionen und Eigenschaften des Aktenvernichters sind zu finden und auch auf die Fehlerbehebung wird eingegangen. Hinweise zur Wartung und Pflege sind ebenfalls zu finden. Die Adresse und die Telefonnummer des Herstellers kann man der letzten Seite entnehmen.
DER AKTENVERNICHTER UND MEINE ERFAHRUNGEN
Ich habe diesen Aktenvernichter im Dezember letzen Jahres erstmalig gekauft. Das gelieferte Gerät überzeugte mich absolut nicht. Mit ihm konnte ich ganze zwei A4-Seiten (80 Gramm, weiß) shreddern, ehe er sich eine Pause mit einer Länge von 3:20 Minuten gönnte. Nachdem er damit fertig war, durfte ich lediglich 1 Seite zu Kleinteilen verarbeiten, ehe er wieder eine Pause brauchte. Diese war nun schon 5 Minuten lang. Im Anschluss daran schaltete er sie erneut ein, und zwar von allein, da ich den Schalter gar nicht mehr ausgeschaltet habe. Er hat nun etwas weniger als 1 Seite zerkleinert, nach der er nach einer 6:50 Minuten langen Unterbrechung verlangte. Nun nahm er auch wieder nur 1 Seite "in Empfang" und bearbeitete sie entsprechend. Ich habe den Test dann abgebrochen.
Ein Aktenvernichter kostet im Discounter oft um die 25-30 Euro. Dafür gibt es Geräte, die tatsächlich funktionieren und die überzeugen. Trotzdem entschied ich mich für das Modell aus dem Hause Olympia, weil mich dessen Ausstattungsmerkmale überzeugten. Dafür zahlte ich gern deutlich mehr Geld. Dass ich hierfür allerdings keine Qualitätsware bekam, ärgert mich sehr. Zudem kommt der Verdacht auf, dass der Hersteller seine Geräte nicht vernünftig testet, ehe er sie in den Handel gibt. Was soll man denn mit einem Gerät, das in 15 Minuten gerade einmal 4 Seiten zerkleinern kann?
Was noch erschwerend hinzu kam, war der miese Geruch. Der Shredder gab einen verbrannten Geruch ab, er qualmte aber nicht. Das Lüften der Bude war nach der "Unlesbarmachung" der 4 Seiten also Pflicht. Jedes Mal, wenn ich den Shredder nun verwendete, roch es in dessen Umgebung "verkohlt". Dies hatte also nichts mit seiner Überlastung zu tun. Er tat das nämlich auch im völlig erkalteten Zustand.
Nun habe ich den Verkäufer kontaktiert, der erfreulicherweise telefonisch erreichbar war. Helfen konnte er mir aber auch nicht, denn er wollte, dass ich die Kosten des Rückversands trage, und das am 14. Tag nach dem Kauf. Dass ER für die Kosten des Rückversands aufkommen muss, da der Warenwert über 40 Euro liegt, interessierte ihn nicht. Er meinte, dass nach 14 Tagen das Recht erlischt, Ware kostenlos an den Händler zurück zu senden und diese zu reklamieren. Nach Fachmann klingt das nicht. Wer weiß, was der Name "laquilla" tatsächlich bedeutet... ;-). Laquilla verwies auf die Widerrufsbelehrung, nach dessen Erhalt man 14 Tage Zeit habe, zu widersprechen. Hallo, das war eine REKLAMATION! Außerdem ist geregelt, dass der Unternehmer auf jeden Fall die Kosten der Rücksendung trägt, wenn sie nicht der bestellten Waren entspricht oder wenn sie mangelhaft war. Na, laquilla, wenn das Gerät mal keinen Mangel hatte.
Zudem habe ich nie eine Widerrufsbelehrung erhalten. Und was bedeutet das? Im Idealfall ein lebenslanges Widerrufsrecht ;-). Die Widerrufsfrist beginnt nämlich erst "zu laufen", wenn man darüber belehrt worden ist. Ich könnte also heute noch...na lassen wir das. *grins*
Ich habe mich nun an den Hersteller gewandt und ihm die Sache geschildert. Er sandte mir einen Paketaufkleber, mit dem ich ihm den Aktenvernichter kostenlos zusenden konnte. Endlich hatte ich es mit kompetenten Menschen zu tun. ;-) Vom Zeitpunkt des Versandes vergingen 8 Tage, ehe ich einen neuen Aktenvernichter erhielt. Und dieser sollte mich nun überzeugen...
Und nun werde ich euch den neuen Shredder beschreiben und meine Erfahrungen mit diesem Gerät nieder schreiben.
Nach der Ankunft des Paketes packte ich dieses aus, wartete dann aber einige Zeit, ehe ich das Gerät erstmals nutzte. Dieses war nämlich kalt und leicht feucht.
Das Gerät ist identisch mit dem zuvor erworbenen. Es war auch so verpackt. In einem Pappkarton waren die Elemente sicher verstaut und durch Papp-Elemente ineinander gesteckt
bzw. geschützt. Alle Teile befanden sich in einer Folie. Zudem hat Olympia den Shredder-Karton in einen weiteren Karton gepackt, eben so, wie es sein sollte.
Aber wie sieht er eigentlich aus? Der Schwarz-Silberne Shredder ist formschön. Ein Henkel sorgt dafür, dass man die Shredder-Einheit problemlos vom Auffangbehälter heben kann, z.B. zum Zwecke der Leerung. Danach wird das Oberteil einfach wieder auf den Behälter gesetzt. Angst vor dem falschen installieren ist hier fehl am Platz, denn man kann ihn nur in einer Position darauf setzen. In dieser wird dann auch ein Kontakt unterbrochen, der dem Gerät sagt, dass es wieder funktionieren darf. ;-) Während es nicht auf dem Behälter sitzt, geht nämlich nix.
Der Schalter befindet sich auf der Oberseite des Shredders. Er ist gut erreichbar und er kann Dank des straffen Schiebereglers kaum versehentlich betätigt werden. Das Gerät wird ausschließlich mit diesem einen Schieberegler bedient. In der mittleren Position ist der Shredder ausgeschaltet. Drückt man den Schalter nach links, so ist der AUTO-Modus eingeschaltet. Man kann ihn nicht, wie vielleicht vermutet, über den Zigarettenanzünder betreiben sondern er beginnt dann automatisch mit der Arbeit, sobald ein Blatt eingelegt wurde, welches einen Kontakt unterbricht. In der ganz rechten der drei möglichen Schalter-Positionen wird das Papier zurück geführt. Nicht in den Papier-Container sondern es geht den gleichen Weg, auf dem es in den Behälter hinein gelangte, nur eben rückwärts.
Neben diesem Schalter befinden sich zwei LEDs, eine grüne und eine rote. Die grüne "Power-Taste", auch Stromanzeige genannt, leuchtet bei eingeschaltetem Gerät. Die rote Lampe gibt erst Licht ab, wenn das Gerät überhitzt ist. Man merkt dies aber auch daran, dass es nicht mehr arbeitet. In diesem Falle wird der Stecker gezogen und gewartet bis sich das Shredderchen wieder beruhigt bzw. abgekühlt hat. Naja und so ´ne Kaffeepause kann dem "Papiergeber" ;-) zwischendurch ja auch nicht schaden.
Das Gerät verfügt über zwei Einführschlitze. Der fürs Papier ist ca. 22 cm lang und etwa 0,4 mm breit. Der kleine, in den die CDs und DVDs oder gern auch Blu-Rays gehören, ist 12,3 cm lang und ungefähr 2 mm breit. Beide sind breit und lang genug, um die Angaben des Herstellers erfüllen zu können. Sprich: es passen 10 A4-Seiten gleichzeitig hinein und auch CDs passen bequem durch die Öffnung. Die Shredder-Reste des Papiers und der Zahlungs-, Krankenkassen- oder anderer Karten landet als 4x35 mm kleine Teile im großen Auffangbehälter. Das finde ich nicht so toll. Ehe man Karten zerkleinern will, sollte man also erst das Papier entfernen, welches sich noch darin befindet, da beide ja später getrennt entsorgt werden wollen, und das Aschenputtel hier nicht wohnt. ;-)
CDs und andere, ähnliche Scheibchen werden hingegen in einen zweiten, kleinen Behälter entsorgt. Dieser wird auf Wunsch in zwei Halterungen gesetzt, die sich am Rande des großen Behälters befinden. Zwar sitzt der Kleine darin nicht wirklich straff, jedoch empfinde ich es als ausreichend. Um die Nippelchen nicht abzubrechen, sollte man hier Vorsicht walten lassen. Hat man den Behälter an seinen bestimmungsgemäßen Ort verfrachtet, kann´s auch schon los gehen. Die CD wird nach dem Einschalten des Gerätes in den entsprechenden, kleinen Schlitz gegeben und nun eingezogen. Am Ende liegen drei, etwa gleich große Teile im Behälter. Das reicht mir vollkommen aus.
Das Kabel des Aktenvernichter-Aufsatzes ist ca. 117 cm lang. Rechnet man den Stecker hinzu, sind es gar 122 cm. Das erachte ich als ausreichend. Das Kabel ist nicht zu steif und der Stecker sitzt gut in der Dose. Was will man mehr?!
Nun nahm ich mir den Papierstapel vor, der sich während der Abwesenheit des zuerst gekauften Gerätes angesammelt hat, und jede Menge persönliche Daten enthielt, und begann damit, diesen unleserlich zu machen. Was ich dabei erlebte, erfahrt ihr jetzt.
Der Shredder arbeitet zügig und gewissenhaft. Selbst das angegebene Maximum von 10 A4-Seiten zerkleinerte das Gerät zuverlässig. Er machte daraus ebenfalls 4x35 mm kleine Elemente. Lesbar war der Inhalt der zerkleinerten Unterlagen danach nicht mehr. Somit erscheint mir die Sicherheitsstufe 3, die dieses Gerät ja erfüllt, am geeignetsten.
Im Betrieb ist der Shredder zwar nicht leise, als extrem laut empfand ich ihn aber auch nicht. Mit dem iPod und der passenden App habe ich die Lautstärke gemessen. Laut Angabe des Programmes liegt diese bei 100 dB, und zwar unmittelbar über dem Gerät. Ich finde die Lautstärke okay.
Nach dem Shreddern eines Blattes läuft das Schneidwerk noch etwa 3 Sekunden nach, ehe es abschaltet bzw. in den Standy Modus über geht. Da eine A4-Seite nach ca. 4 Sekunden geshreddert ist, hat man nach deren Einlegen also insgesamt ca. 7 Sekunden Zeit, sich das nächste Blatt zu suchen, ehe er pausiert ;-). Das finde ich okay. Sollte man dafür länger brauchen, ist das auch nicht schlimm, denn sofort nach dem Einlegen des nächsten Blattes arbeitet der Shredder wieder auf Hochtouren.
Ich habe etwa 6 Minuten lang Papier zerkleinert, ehe der Aktenvernichter erstmals stoppte. Allerdings nicht weil ihm heiß war sondern weil zu viel zerkleinertes Papier im Auffangbehälter lag. Dieses habe ich nach unten gedrückt und weiter gearbeitet. Nach weiteren 2 Minuten, also nach insgesamt 8 Minuten des Dauer-Shredderns war der Behälter nun so voll, dass er geleert werden musste. Ich finde das schon beachtlich. Toll ist auch, dass man es mit diesem Gerät schafft, den Behälter zu füllen, ohne dass er überhitzt, denn der Überhitzungsschutz griff bei mehreren Durchgängen nicht. Wieso auch?! Das Gerät war ja nur im oberen linken Bereich leicht warm.
Wer die Arbeit des Zerkleinerers kontrollieren möchte, der kann dies, Dank des eingebauten Fensters, gern tun. Zudem sieht man hierdurch sehr gut, wann der Behälter "voll zu sein droht".
Nachdem ich den "neuen" Olympia PS 45 CCD nun testen konnte, bin ich mir sicher, dass das erste Gerät einen Defekt aufwies. Mit der Arbeit des neuen Gerätes bin ich zufrieden und ich gebe ihm gern 4 Sterne. Einen ziehe ich aufgrund der unlogischen Papier- und Plastik-Kombination ab. Lobend erwähnen möchte ich den Service. Olympia war telefonisch erreichbar und die Mitarbeiter haben sich enorm bemüht, dass ich als Kunde zufrieden bin. Das kann ich leider nicht von allen Unternehmen behaupten.
UPDATE 14.12.2011: Mittlerweile habe ich diesen Aktenvernichter zweimal zum Hersteller gesandt, weil er defekt war. Es scheint, als wäre das Gerät sehr anfällig. Im aktuellen Fall streikte er, nachdem ist 5 Seiten mit einem Mal eingelegt hatte, was laut den Angaben des Herstellers das maximal Mögliche deutlich unterbot. Danach ging nichts mehr und ich konnte ihn auch nicht zum Arbeiten bewegen, nachdem er abgekühlt war. Ich sehe mich nun gezwungen, einen weiteren Stern abzuziehen. Meine neue Wertung lautet somit: 3 Sterne.
Der Bericht erscheint auch auf einer anderen Plattform.
Fazit: Ich bin zufrieden.
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