Ich spiele auf einer Weltmeisterin!
Weltmeister Saphir 41/120/IV/11/5

Name des Mitglieds: Hanni64
Produkt:
Weltmeister Saphir 41/120/IV/11/5
Datum: 07.04.07, geändert am 07.04.07 (398 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: reiner, heller, Klang und gut verarbeitet
Nachteile: nix
Ich weiß gar nicht mehr wie lange das jetzt her ist, seit ich diesen Produktvorschlag eingereicht habe. Auf jeden Fall habe ich völlig vergessen, dass ich über die Weltmeister – Akkordeons einen Bericht schreiben wollte, obwohl ich diese Instrumente täglich benütze.
Ich dachte erst jetzt wieder daran, weil ich mir ein neues Schülerinstrument zulegen möchte und mich natürlich über Neuigkeiten auf dem Markt informiere.
Wie lange kenne ich diese Marke schon und wie waren die Instrumente früher?
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Meine erste Weltmeister kaufte mir vor etwa
25 Jahren mein Vater. Ich spielte damals in einem Jugendorchester mit und da kaufte er mir ein Zweitinstrument, damit ich dies in der Musikschule stehen lassen konnte und es nicht schleppen musste. Ich fuhr damals mit dem Zug regelmäßig nach Augsburg und diese Instrumente sind ja bekanntlich ziemlich sehr schwer.
Es durfte aber nicht zu teuer sein und so sahen wir uns nach einer Gebrauchten um. Hohner kam für uns nicht in Frage, da man schon früher den Namen der Firma teuer bezahlen musste. Allerdings war Hohner früher wirklich noch gut und marktführend, doch leider auch sehr teuer.
Wir entschieden uns für eine Weltmeister mit 120 Bässen und machten, was den Klang anbelangte einige Abstriche. Auch vom Tastenanschlag war sie nicht so ganz zufriedenstellend. Bei jedem Anschlag gab es einen leisen, leicht klepprigen Ton, doch das störte in einem Orchester nicht. Auch der Klang war eher etwas dumpf und nicht so hell und klar, wie von meiner Parrot, die ich als Hauptinstrument benützte.
Wir bezahlten damals für das Instrument 350.—DM und es war 10 Jahre alt. Eine Hohner hätte in dieser Größe, Ausstattung und Alter noch weit über 800 – 1000.—DM gekostet. Wie gesagt, vor etwa 25 Jahren.
Für das Orchesterspiel war sie für mich eigentlich in Ordnung, als Soloinstrument konnte sie mich nicht begeistern.
Als ich aus dem Orchester ausstieg, verkaufte ich sie wieder und das war ein weiterer Nachteil, denn man bekam einen schlechten Wiederverkaufswert. Jeder wollte nur Hohner!
Weltmeister heute:
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Viele Jahre war das Thema Weltmeister für mich erledigt, bis ich mich Selbständig machte und mir einige Akkordeons zulegen musste. Dabei kam ich mit dieser Firma wieder in Berührung und musste meine Einstellung Weltmeister gegenüber ändern.
Die Firma Weltmeister hat ihren Sitz in Klingenthal und es gab im Unternehmen erhebliche Veränderungen, die sich auch auf die Qualität der Instrumente sehr positiv auswirkte.
Die Instrumente sehen jetzt nicht nur sehr ansprechend aus, sondern sie gefallen mir jetzt auch vom Klang sehr viel besser.
Weltmeister bietet eine breite Palette von Akkordeons und baut auch für Individualisten das passende Gerät. Natürlich kommt es auch auf den Geldbeutel an.
Zuerst fällt einem mal die Farbvielfalt ins Auge. Ich staunte nicht schlecht, als ich in einem Regal Akkordeons in schwarz, rot, blau, grün, braun, gelb, weiß, holfarben und pink vorfand.
Diese Farben kann man für jedes beliebige Instrument wählen und ist natürlich Geschmacksache. Als Orchesterinstrument kam für natürlich nur eine Schwarze in Frage, doch als Schülerinstrument muss es nicht schwarz oder rot sein.
Weltmeister ist außerdem eine der wenigen Hersteller, die im Inneren des Instrumentes noch Wert auf Holzverarbeitung legen.
Warum entschied ich mich für Weltmeister:
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Als ich mich in meinem Musikhaus nach Akkordeons umsah bot sich mir ein breites Angebot.
Hohner – Weltmeister – Parrot – Baro – Zuppan – Bellini – Jingli(Chinesisch) – Walter uvm.
Ich kenne die Inhaberin des Ladens seit über
20 Jahren und so konnte ich mich in einen Nebenraum setzen und alle Marken und die verschiedensten Typen ausprobieren. Ich war einen ganzen Samstag damit beschäftigt das passende Instrument zu finden.
Meine Anforderungen waren hoch:
Für mein Orchesterinstrument:
Als Erstes achtete ich natürlich auf dem Klang. Sie muss 4chörig sein und schöne Tremolo – und Piccolostimmen haben. Die Registertasten müssen leicht zu drücken sein und zudem noch gut übersichtlich angelegt sein.
Der Tastenanschlag sollte nicht hörbar, weich und ohne Verzögerung sein.
Der Balken, das Herz des Akkordeons muss leicht zu ziehen sein und laut und leise sollte gut ansprechen.
Wichtig ist auch das Gewicht. Man muss bedenken, dass man das Akkordeon tragen muss und evtl. stundenlang spielen muss. Das kostet Kraft, denn ein Akkordeon mit 120 Bässen ist nicht gerade ein Federgewicht. Da machen 2 – 3 Kilo schon was aus.
Das Instrument muss zum Musiker passen. Es soll am Körper liegen und dann muss einfach das Gefühl haben, dass dieser Kasten zu einem gehört. Dann sollte es mind. 3 Bassregister haben, die zudem nicht zu brummig und zu quietschig sind. Zwischen Balken und Oberkörper muss ein Polster sein, das ist nicht nur angenehmer zu tragen, sondern schont zudem noch Pullover, die sich bei langem Spiel durch das hin und her des Balkens leicht abwetzen oder sich Flusen bilden.
Anforderungen an Schülerinstrumente:
Da ist das Kriterium nicht so hoch. Da sind erster Linie der Klang, die Register (mind. 3stimmig), der Tastenanschlag, Zug und Druck des Balkens und der Preis wichtig.
Warum entschied ich mich für Weltmeister?
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Ich saß viele Stunden im kleinen Kämmerlein des Musikhauses und probierte, zog und drückte, nahm mal eine Hohner, mal eine Bellini und andere und dann wieder die Weltmeister.
Ich entschied mich als Orchesterinstrument für die Weltmeister Saphir in Schwarz.
Sie verfügt über 120 Bässe, 3 Oktaven, hat einen direkten, fast lautlosen Anschlag, 11 schnell einrastende Registerknöpfe, ist 4chörig und hat wunderbare klare, reine Tremolo und Piccolostimmen.
Sie wiegt 10 Kilo und hat ein Polster zwischen Balken und Körper. Auch das Äußere hat mir sehr gut gefallen und wich von dem der Hohner und anderen doch ziemlich ab.
Überzeugt hat mich jedoch der helle, reine Klang und das leichte Ziehen des Balkens. Er reagiert sofort auf laut und leise und ich hatte das Gefühl als gehöre das Instrument einfach zu mir. Kostenpunkt lag vor 5 Jahren bei 2990,--DM.
Ich kaufte mir dann noch zwei Schülerinstrumente. Eine Achat mit 72 Bässen. Sie verfügt über 5 Registertasten und ist 3chörig. Auch sie lässt sich super leicht spielen, hat den gleichen, leisen und direkten Anschlag und einen schönen, reinen, hellen Klang. Ich entschied mich für die Farbe dunkelblau, gemasert. Das ist ein sehr angenehmes Blau und die Farbe kommt bei den Schülern sehr gut an. Außerdem haben die Instrumente von Weltmeister von Werk aus gepolsterte Riemen, die nicht drücken oder einschneiden. Bei vielen Herstellern muss man noch gute Riemen extra dazu kaufen. Die Achat kostete damals 1790,--DM.
Für meine kleineren Schüler brauchte ich noch ein kleineres Instrument mit 48Bässen. Da entschied ich mich für eine Weltmeister Perle in weiß. Sie hat 3 Registertasten und die gleichen Vorteile, wie bei den oberen schon aufgezählt.
Erfahrungen nach zwei Jahren des täglichen Gebrauches:
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Alle drei Instrumente machten sich für mich bezahlt. Viele Eltern von Schülern kamen ebenfalls von Hohner ab und entschieden sich für eine Weltmeister. Bisher hatte ich noch keine Reparaturen. Ich muss gestehen, dass ich in meinem großen Orchester die Einzige bin, die keine Hohner hat und auch bei meinen Lehrgängen in der Hohnerakademie in Trossingen sitze ich ganz frech mit meiner Weltmeister in der „Höhle des Löwen“. Ich möchte mit keinem tauschen. Meine Saphir kann sich durchaus mit einer Hohner in dieser Preisklasse messen, wenn sie nicht noch besser ist, weil sie noch Holzplättchen vorweisen kann und meiner Meinung nach den schöneren Klang hat.
Mir fällt immer wieder auf, dass bei vielen Instrumenten die Tasten nicht geschlossen sind, sondern zum Griffbrett hin offen sind. Durch einen Filz wird die Taste abgedämmt und viele Besitzer solcher Akkordeons beklagten sich darüber, dass sich der Filz mit der Zeit löst. Außerdem können Staub oder kleine Schmutzpartikel in das Innere gelangen.
Das kann bei geschlossenen Tasten nicht passieren.
Bei meinen wöchentlichen Proben und auch auf vielen Konzerten müssen wir oft über zwei Stunden, an Probewochenenden oft über 6 Stunden unser Instrument ziehen. Da braucht man dann kein Fitness-Center mehr. Das geht natürlich in die Oberarme und in die Handgelenke und ich bin froh, dass meine Saphir nur 10Kilo wiegt. Ich würde sie nicht für viel Geld gegen ein anderes Akkordeon eintauschen. Selbst meine anderen Akkordeons (ich habe noch 4 weitere) stehen seitdem etwas verachtet im Abseits.
Noch kurz angemerkt:
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Weltmeister stellt nicht nur Pionoakkordeons, sondern auch Knopfgriff , Harmonicas, Flöten, Gitarren und vieles mehr her.
Wer sich mal ein Bild von dieser Firma machen möchte, oder sich die verschiedensten Modelle ansehen möchte, kann unter
www.weltmeisteronlne.com nachsehen.
Die Seite ist allerdings nur in englischer Sprache.
Weltmeister Instrumente brauchen sich mittlerweile nicht mehr hinter den großen Akkordeonmachern, besonders hinter Hohner verstecken. Es wurde viel verbessert. Mittlerweile ist jedoch schon so, dass Hohner oft schon unter dem Weltmeisterpreis liegt. Vergleichen und handeln lohnt sich auf jeden Fall.
Ist man sich jedoch nicht gewiss, ob man das Instrument auf Dauer behält, dann muss man sich im Klaren darüber sein, dass der Name Hohner auf dem Markt einfach mehr Gewicht hat, obwohl andere Firmen Qualitativ nicht schlechter sind.
Ich hoffe, ich konnte Interessierten etwas weiterhelfen und bedanke mir für`s Durchhalten.
*Eure Hanni64*
Fazit: siehe oben
Weitere Testberichte: im Bereich Akkordeon




